Band 72: Sklaven der Satansdroge
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Habibi Offline
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Band 72: Sklaven der Satansdroge

Der Mann sah grauenerregend aus. Er trug eine riesige, grell bemalte Maske. Der Mund, weiß umrahmt, war grausam verzerrt und hinter den großen Maskenaugen glänzte ein böses schwarzes Augenpaar. Bastzöpfe baumelten beiderseits des schrecklichen Gesichts, und kinderfaustgroße Totenschädel klapperten an ihren Enden.
Der Mann war ein Schwarzer, ein Medizinmann - ein Marbu-Zauberer. Marbu war eine gefährliche Lehre, eine Geheimreligion im fernen Afrika, der bereits viele Menschen zum Opfer gefallen war.
Und nun hatte diese tödliche Seuche auch auf London übergegriffen.
Titelbild: Michael Whelan
[SIZE=0](Künstler ermittelt von Shadow)[/SIZE]
Erscheinungsdatum: 21.06.1985
Besonderheit: Dieses Titelbild stammt ursprünglich vom Vampir-Horror-Roman Nr. 361 "Über das Grab hinaus", geschrieben von Cedric Balmore (= Hans E. Ködelpeter)
[SIZE=0](Info ermittelt von Shadow)[/SIZE]
Eine originelle und überwiegend atmosphärische Geschichte. Die Idee mit dem Geisteropium fand ich nicht schlecht - auch wenn sich hier für die vom Autor gewählte Thematik sicher halluzinogene Drogen wie etwa Meskalin oder Psilocybin besser geeignet hätten.
Marbu, eine nicht näher definierte Macht oder auch Welt, macht jedenfalls Lust auf mehr.
Ein paar grobe Patzer gab es dennoch - weshalb sollte Tony von seinen Entführern ausgerechnet mit Zyankali ODER Kokain vergiftet werden??? Dies sind Substanzen, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Über eine andere Stelle im Roman musste ich mich dann doch sehr wundern. Dass Menschen afroamerikanischer Abstammung in alten Heftromanen gerne als Neger bezeichnet werden ist für mich kein Problem. Die Aussage: "Diese verfluchten schwarzen Schweine!" jedoch musste ich wirklich dreimal lesen um es zu realisieren. Das Problem mit dieser Textstelle ist für mich einfach, dass die Abstammung der Marbu-Leute vorher für die zitierte Romanfigur kein Problem darzustellen schien. Diese Aussage kam einfach so aus dem Nichts heraus.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu meckern, Marbu und das Unheil bringende Buch bieten auf jeden Fall noch Potential für weitere Geschichten.
4 von 5 magischen Ringen
:neutral:
Marbu, eine nicht näher definierte Macht oder auch Welt, macht jedenfalls Lust auf mehr.
Ein paar grobe Patzer gab es dennoch - weshalb sollte Tony von seinen Entführern ausgerechnet mit Zyankali ODER Kokain vergiftet werden??? Dies sind Substanzen, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Über eine andere Stelle im Roman musste ich mich dann doch sehr wundern. Dass Menschen afroamerikanischer Abstammung in alten Heftromanen gerne als Neger bezeichnet werden ist für mich kein Problem. Die Aussage: "Diese verfluchten schwarzen Schweine!" jedoch musste ich wirklich dreimal lesen um es zu realisieren. Das Problem mit dieser Textstelle ist für mich einfach, dass die Abstammung der Marbu-Leute vorher für die zitierte Romanfigur kein Problem darzustellen schien. Diese Aussage kam einfach so aus dem Nichts heraus.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu meckern, Marbu und das Unheil bringende Buch bieten auf jeden Fall noch Potential für weitere Geschichten.
4 von 5 magischen Ringen