Band 2486: Flucht aus Lazarus

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Band 2486: Flucht aus Lazarus

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iceman76 Offline
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Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von iceman76 »

js2486.jpg
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Flucht aus Lazarus

Es war ein ereignisloser Tag gewesen - nach Monaten endlich mal wieder Langeweile, die ich richtiggehend genossen hatte. Aber als ich dann Feierabend machen wollte und mein Apartment betrat, erhielt ich überraschenden Besuch - von Clarissa Mignon, dem Templerkind! Eigentlich lebte Clarissa mit dem Halbengel Raniel in einer fremden Dimension. Doch der Gerechte war entführt worden. Und zwar von einer Gestalt, in deren Gewalt ich mich auch schon befunden hatte - dem letzten Exorzisten von Aibon! Und damit begann für mich ein haarsträubendes Abenteuer!

Geschrieben von: Rafael Marques

Erscheinungsdatum: 28.02.2026
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kualumba Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von kualumba »

Von mir ein "mittel". Ich werde nicht warm mit Lazarus.
Auserwählter Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Auserwählter »

Dem stimme ich zu, auch ich kann mit Lazarus nicht so viel anfangen, wenngleich ich diesmal die Stadt, v.a. deren Unterwelt mit dem Sklavenmarkt tatsächlich sehr lebhaft beschrieben fand und so zumindest ein wenig Zugang fand. Als dann aber wieder Ghoul-Magier auftraten, war das wieder dahin. Und der Seher lässt mal eben eine ganze Stadt mit seinen Bewohnern, die ja nicht nur Dämonen waren, untergehen? Mh, ich hatte ihn irgendwie etwas gütiger in Erinnerung. Apropos, an irgendwas erinnert mich das Konzept „Menschen und Dämonen koexistieren miteinander“. An was nur? Ich erinnere mich dunkel…
Mh, und Micenus besitzt ein Schwert mit denselben Zeichen wie auf Johns Kreuz, inklusive der Erzengel. Hm, einfach so? Und all das sieht John in Raducs Erinnerungen und das verwundert ihn nicht? Ich finde, das verdient schon eine sehr gute Erklärung.
Und warum vertreibt die simple Nennung des Namens Emma den mächtigen Exorzisten? Weil es sein „wunder Punkt“ war? Hm, dem kann ich nicht ganz folgen. So erging es mir an mehreren Stellen im Roman.

Auch von mir ein „Mittel“.


Ich fände es übrigens ganz gut, wenn alle, die einen Roman bewerten, dies zumindest auch kurz begründen. Muss ja keine seitenlange Rezi sein…
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iceman76 Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von iceman76 »

Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm
Ich fände es übrigens ganz gut, wenn alle, die einen Roman bewerten, dies zumindest auch kurz begründen. Muss ja keine seitenlange Rezi sein…
Das wurde schon mehrfach gewünscht...
... scheint aber zu schwierig zu sein!
Auserwählter Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Auserwählter »

iceman76 hat geschrieben: Di Mär 03, 2026 2:23 pm
Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm
Ich fände es übrigens ganz gut, wenn alle, die einen Roman bewerten, dies zumindest auch kurz begründen. Muss ja keine seitenlange Rezi sein…
Das wurde schon mehrfach gewünscht...
... scheint aber zu schwierig zu sein!
Diese Antwort hatte ich fast erwartet :roll:
Phexcaer Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Phexcaer »

Und warum vertreibt die simple Nennung des Namens Emma den mächtigen Exorzisten? Weil es sein „wunder Punkt“ war? Hm, dem kann ich nicht ganz folgen.
Meine Deutung ist das er durch eine Emma eine neue Möglichkeit gefunden hat nach Lazarus zu gelangen um sein Volk zu retten. Allerdings geht Lazarus doch nun unter und wird zerstört, oder nicht?Das ist mein Problem mit dem Roman, nachdem man so viele Baustellen aufgetan hat und sich geweigert hat irgegndwas zu erklären wird nun alles in diesen Roman gerammelt und wird damit einfach überladen. Ich konnte dann nicht mehr folgen und viele Figuren handelten komplett überstützt.

Paradebeispiel ist Raducs Tochter, die nachdem sie Äonenlang mit den Banshees befreundet war diese einfach tötet kurz bevor sie Raduc erledigen können (Was übrigens IHR Plan war) weil sie sich in einer Sekunde entscheidet das sie doch lieber mit ihrem Vampirpapa leben möchte. Ganz durchgestiegen bin ich auch nicht ganz was nun mit Aviela war. Erst war sie gefangen, dann versucht sie die Stadt zu retten aus eigenen Stücken, aber dann ist sie doch wieder gefangen. Es hilft auch nicht das wir den Plottwist haben das wir nicht Lazarus in der Vergangenheit erleben sondern eine Kopie von Lazarus die in einer Zeitblase gefangen ist und nun vermischt sich die Kopie mit der Realität und das ist schlecht weil es wird Aibon zerstören weil das ist halt so.

Der Hammer ist aber das die Raniel-Plotline Offscreen gelöst wird, er und Zigana sind unter der Kontrolle des Exorzisten aber plötzlich nicht mehr und dann wird 3 Seiten lang quasi ein Loredump von Exorzisten auf den Leser geworfen wo wir erfahren das Zigana irgendwie das Schwert von Raniel berührt hat und das hat irgendwie den Bann gebrochen. Das wird nicht gezeigt, das wird erzählt NACHDEM es passiert ist. Wow, das hat mich schon ein bischen sprachlos gemacht.

Die Handlung hier hätte defintiv einen Zweiteiler gebraucht um dem Leser mehr Zeit zu geben alles zu verstehen und den Characteren mehr glaubwürdigkeit zu verleihen.

Das mich Clarissa und Raniel mittlerweile einfach nur noch nerven hilft auch nicht. Raniel ist mal wieder Solo unterwegs und wird wieder mal überwältigt und gerät in die Fänge des Gegners, das ist quasi 1:1 was in jedem der letzten Romane passiert ist, und Clarissa ist mit ihrer Schwärmerei und ihrem "ICH BIN KEIN KIND MEHR!" auch nicht besser. Hier lässt sich auch noch John und Suko im Stich um mal wider ihrem Egoismus zu folgen. Warum genau sollen wir sie nochmal mögen? John und Suko sind dann auch kaum im Roman und exestieren nur um im Finale fix das Kreuz zu aktivieren um alle Probleme zu lösen. Glück gehabt.

Wenigstens gibt es endlich mal ein paar Antworten in Sachen Lazarus. Leider ist die Story immer noch nicht vorbei. Was mich auch wundert ist das im letzten IRH Roman die drei Hexen nach Aibon gehen aber hier dann erstmal nicht auftauchen. Dachte das verschmelzen jetzt kurz vor 2500 die Handlungsstränge aber wohl doch nicht.

Fühle mich also im großen und ganze enttäuscht von Lazarus. Scheinbar wollte man hier eine Avengers-Like Storyline aufbauen mit epischem Endgame Finale und alles im Roman IST bombastisch, aber es fehlt die Grundlage um davon irgendwie berührt zu werden.

Ich gebe trotzdem gerade noch ein Mittel weil der Roman zumindest nicht Langweilig war und eine Szenen nett beschrieben.
Don Nuzzolo Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Don Nuzzolo »

Ich wurde mit der ganzen Geschichte rund um Lazarus auch nicht warm.Es gab ein paar Ungereimheiten die nicht ganz aufgeklärt wurden. Ich gebe dem Roman ein Mittel.
Helmi 65 Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Helmi 65 »

Eigentlich sehr gut geschrieben, aber mir ist das zu wenig Grusel und zuviel Fantastisch. Bin eher ein Fan von klassischen Horror. Hat mich nicht sonderlich überzeugt. Habe 10 Seiten vor Schluss den Roman weggelegt. Ich gebe trotzdem ein Mittel
Auserwählter Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Auserwählter »

Helmi 65 hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 8:58 am Eigentlich sehr gut geschrieben, aber mir ist das zu wenig Grusel und zuviel Fantastisch. Bin eher ein Fan von klassischen Horror. Hat mich nicht sonderlich überzeugt. Habe 10 Seiten vor Schluss den Roman weggelegt. Ich gebe trotzdem ein Mittel
Weggelegt vor dem Ende und trotzdem ein "Mittel"? Sehr entgegenkommend...
Helmi 65 Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Helmi 65 »

Ich gebe dir recht. Aber ich mag seine Romane normalerweise! Mittel ist für mich eher nicht so gut :) Ich bin immer sehr entgegenkommend .....
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Huch. Sieht so aus, als hätte ich Sinclair kurz vor der 2500 doch noch überholt. :mrgreen:
Die Handlungsorte für die Übersicht überlasse ich aber ihm, er ist da ein aufmerksamerer Leser als ich.



Endlich wird das Geheimnis um das Aibon-Skelett Zigana enthüllt, das John regelmäßig auf seine Abenteuer begleitet. Er verwandelt sich zurück in den Mensch, der er einmal war. Ein Templer. Natürlich, jetzt wo Aibon und die Templer ständig verbunden werden. Er soll einen Auftrag für den letzten Aibon-Exorzisten ausführen. Hilfe dabei bekommt er von Raniel, der irgendwie unter dem Bann des Exorzisten steht.

Wegen Raniels Verschwinden bittet Clarissa Mignon den Geisterjäger um Hilfe. Das passt, denn gerade erscheint eine Projektion eines funktionierenden Lazarus-Amuletts in seinem Schlafzimmer, das ihm wohl Aviela schickt. John ist auch im Besitz eines anderen Lazarus-Amuletts, das allerdings seine Kraft verloren hat. Clarissa Mignon hofft, dass John einen Übergang bilden kann, wenn er beide Amulette miteinander verbindet. Oder so, das ist mir schon wieder alles zu abgehoben.

Währenddessen – oder eher zuvor – ist Iovan Raduc in Lazarus auf der Suche nach seiner Tochter Leicara , was sehr ausufernd beschrieben wird. Man merkt, dass Rafael Marques auch an Castor Pollux schreibt, die Passagen haben ein ähnliches Rom-Flair. Eigentlich will der Vampir Leicara töten, weil er sie als seine Schwachstelle ansieht. Aber als sie für ihn ihre eigenen Banshee-Beschützerinnen verrät, darf sie an seiner Seite bleiben. Jetzt müssen sie nur einen Weg zurück auf die Erde finden. Dafür könnten sie Avielas Hilfe gebrauchen, doch die ist gefangen genommen worden. Zufällig treffen sie auf das Ghoul-Trio aus JS 2482, die den Engel ebenfalls befreien wollen. Bei ihrer Aktion werden sie von Micenus erwischt, dem Engelsherrscher von Lazarus. Er will aus der Stadt zwischen den Reichen eine Stadt zwischen den Welten machen, was auch immer das heißt. Die Stadt zwischen den Zeiten bleibt Lazarus dann aber extra noch?

Im letzten Heftdrittel geht es endlich wieder zurück zu John. Aber nur ganz kurz. Die Verschmelzung der Amulette hat ihn nicht nach Lazarus transportiert, sondern lässt ihn nur die Erinnerungen von Iovan Raduc nacherleben. Und mit denen geht es jetzt weiter…

Der Vampir und seine Tochter werden von Micenus eingekerkert, die Ghouls konnten nochmal fliehen. Der Engel will die verschiedenen Zeitebenen von Lazarus wieder zusammenführen und die Stadt beleben, um sie als Vernichtungsmaschine gegen Aibon einzusetzen. Zum Glück weiß John nun davon und kann mit seinen Freunden einen Plan schmieden, bevor es zu spät ist.

Nur besteht ihr ursprüngliches Problem noch. Wie sollen sie nach Lazarus gelangen? Das ist plötzlich ganz einfach. Die Engelsgeister aus Raniels Engelswelt haben Clarissa Mignon ihre Kraft geliehen und damit ist sie plötzlich in der Lage, sich selbst, John und Suko direkt nach Lazarus zu teleportieren. Warum nicht gleich so? Ach ja, weil John dann die wichtigen Infos aus Raniels Erinnerungen nicht erhalten hätte. Eigentlich mag ich Rafael Marques für seine natürlich verlaufenden und glaubwürdigen Plots, aber diese ganze Lazarus-Sache ist schon sehr konstruiert. Unter anderem deshalb interessiert es mich kaum noch.

Sie erreichen Lazarus im perfekten Heftromantiming, wobei das bei einer Stadt zwischen den Zeiten eh irgendwie…komisch ist. Jedenfalls ist der Prozess der Vereinigung gerade in vollem Gange. Clarissa Mignon wird von Templer Zigana aufgelesen, der sie zu Raniel bringt. Der Gerechte hat sich vom Bann des Aibon-Exorzisten losgesagt und kämpft gerade gegen ihn. Clarissa Mignon kann den Exorizsten davon überzeugen, von Raniel abzulassen und Micenus‘ Plan nicht länger zu unterstützen.

John und Suko kämpfen sich bis zu Iovan Raduc durch und treffen auch auf Micenus, der wütend ist, dass der Aibon-Exorzist die Verschmelzung der Städte gestoppt hat. John ruft die Kreuzformel und sie werden wieder zur Erde gebracht. Ebenso wie Raduc, Leicara und Aviela…naja, jedenfalls sind sie frei und werden irgendwo hin teleportiert, wo sie in Sicherheit sind.




Ja, ok. Diese ganze Lazarussache ist einfach nichts für mich. Wird stellenweise auch ziemlich verworren, weil die Stadt zweimal zwischen den Zeiten existiert und irgendwie auch zwischen den Reichen. Der Plot hat viele mysteriöse Figuren, deren Motivationen und Hintergründe man nicht kennt. Das macht es auch nicht verständlicher. Dann die Vermischung mit mehreren Engel, die aber auf verschiedenen Seiten stehen. Und Iovan Raduc. Und andere alte Bekannte.

Gruselfeeling und Schauerstimmung kam da einfach nicht auf. Stellenweise dafür eher „Castor Pollux“ Stimmung. Rafael Marques kann froh sein, dass er hier kein Schlecht von mir reingedrückt bekommt. Ich war kurz davor. So wird es ein schwaches MITTEL mit :D :D :D :D :| :| :| :| :| :| (4 von 10 Kreuzen)


Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm Apropos, an irgendwas erinnert mich das Konzept „Menschen und Dämonen koexistieren miteinander“. An was nur? Ich erinnere mich dunkel…
Du bist nicht der Einzige, der so einige Parallelen zum Konzept von Dark Land sieht.
Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm Und warum vertreibt die simple Nennung des Namens Emma den mächtigen Exorzisten? Weil es sein „wunder Punkt“ war?
Weil er die wohl (warum auch immer) komplett vergessen hat und jetzt wo Clarissa sie erwähnt, fällt ihm wieder ein, dass er doch noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Also haut er ab, um nach Emma zu suchen.
Phexcaer hat geschrieben: Sa Mär 07, 2026 9:58 am Allerdings geht Lazarus doch nun unter und wird zerstört, oder nicht?
Das hat der Exorzist ja gestoppt. Erstmal. Keine Ahnung, ob Micenus noch andere Möglichkeiten hat. Klang am Anfang nicht so, als wäre er unbedingt auf den Exorzisten angewiesen gewesen. Aber hey, ihr wisst sicher inzwischen mehr als ich. :mrgreen:

Helmi 65 hat geschrieben: Mi Mär 18, 2026 4:55 pm Aber ich mag seine Romane normalerweise! Mittel ist für mich eher nicht so gut :)
Das geht mir exakt genauso. Wenn ich IRH plötzlich mehrere GUT’s in Folge geben würde, wäre das ein großes Ding für mich. Umgekehrt spricht es für sich, wenn der Lazarus-Plot von mir nur noch MITTEL’s bekommt. Normalerweise ist Rafael Marques ein Kandidat für SEHR GUTe Wertungen.
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Sinclair Offline
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Re: Band 2486: Flucht aus Lazarus

Beitrag von Sinclair »

Handlung: John kehrt nach seinem Arbeitstag in seine Wohnung zurück und freut sich auf einen entspannten Feierabend. Doch plötzlich erscheint in seiner Handfläche die Projektion eines der Medaillons, die der Schlüssel nach Lazarus waren. Kurz darauf erscheint auch Clarissa Mignon in Johns Wohnung. Clarissa braucht Johns Hilfe, weil Raniel einmal mehr verschwunden ist. Clarissa spürte, dass etwas Gefährliches nach Raniel griff, während dieser immer noch das Portal nach Aibon bewachte. Danach brach der Kontakt komplett ab. Clarissa verbindet das Medaillon, dass John im Waisenhaus in Schottland erhielt, mit der Projektion in Johns Hand. Daraufhin sieht John Iovan Raduc in Lazarus, bevor sein Geist in die andere Welt gerissen wird.

Meinung: Ein weiterer Roman von Rafael Marques aus dem Lazarus-Zyklus. Aus entsprechenden Informationen auf der Leser-Seite konnte geschlossen werden, dass dieser Zyklus überraschenderweise, im Gegensatz zu anderen aktuellen Zyklen in der Serie, nicht vor Band 2500 beendet werden sollte. Er sollte also auch nach der geplanten Neuausrichtung noch ein Bestandteil der Serie bleiben, auch wenn diese Handlung nicht unumstritten gut im Leserkreis ankam, was zumindest die Meinungen im Gruselroman-Forum belegten. Das sehr gute Titelbild zum Roman erstellte einmal mehr Thomas Greiwe, wie gewohnt mit KI – Software. Weil der Roman so umfangreich wurde, fehlte dieses Mal wieder der Platz für die Leser-Seite im Heft.

Damit hinein in den Roman, der womöglich mehr über das Schicksal von Zigana enthüllen könnte. Ganz sicher verriet Rafael aber nun endlich, was Iovan Raduc auf der Suche nach seiner Tochter Leicara, die er eiskalt töten wollte, in Lazarus erlebte. Was die Ermordung seiner Tochter betraf, sollte aber alles anders kommen, als es Raduc geplant hatte. Gabriel Hannigan und auch die drei Ghoul - Magier, die allesamt mittlerweile nicht mehr existierten, kreuzten auch den Weg von Iovan Raduc.
Aviela sollte eigentlich die Königin von Lazarus, an der Seite ihres Geliebten Micenus, sein. Sie wurde aber plötzlich von ihrem ehemaligen Geliebten des Verrats beschuldigt und eingekerkert. Der Versuch Aviela zu befreien scheiterte. Daher landeten Raduc und Leicara ebenfalls im Kerker der Festung.

Ein großer Teil des Romans , insgesamt 28 Seiten, handelte nur von Raducs Erinnerungen, die John noch einmal nacherlebte. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus waren , dass angeblich der Seher das originale Lazarus einst zerstörte. Aufhorchen ließ auch, dass Micenus ein Schwert besaß, auf dem die gleichen Zeichen wie auf Johns Kreuz angebracht wurden. Leider wurde diese Tatsache nur einfach so in den Raum gestellt, ohne näher darauf einzugehen. Ebenso stellte es sich heraus, dass das zwischen den Zeiten liegende Lazarus erneut von der Zerstörung bedroht und bereits instabil war. Micenus plante mit der Hilfe des Exorzisten das alte und das gegenwärtige Lazarus wieder miteinander zu verschmelzen, um es womöglich noch zu retten.

Das war alle schön und gut. Nur wie kam dann Raniel ins Spiel, um den es am Anfang eigentlich gehen sollte? Wurden Raniels Kräfte benötigt um den Plan zur Wiedervereinigung ausführen zu können? Weil es eigentlich um Raniel ging, war mir persönlich die langatmige Erzählung von Raducs Erlebnissen definitiv zu ausführlich gewesen. Das Raduc und Aviela eingekerkert wurden, war bereits aus vorherigen Romanen bekannt gewesen. Daher war ich natürlich darauf gespannt gewesen, was genau mit Raduc und Aviela in Lazarus geschehen war. Trotzdem wurde die Rückblende in diesem Roman sehr zäh. Daher hätte ich es begrüßt, wenn Rafael diesen Teil des Romans mehr gestrafft und kürzer gefasst hätte.

Am Ende blieben wie erwartet, erneut manche Handlungsstränge offen. Aufgrund nun zweier Dimensions - Risse dürften die Tage, des zwischen den Zeiten liegenden Lazarus gezählt sein. Über Zigana wusste man nun, dass er als Templer unter Richard Löwenherz im Heilgen Land kämpfte. Er lud dort aber schwere Schuld auf sich, weil er seine Kameraden verriet. Für die noch unbekannte Emma steigerte sich wohl die Lebensgefahr, falls sie gefunden würde. Um ihr eigenes Leben zu retten, erzählte Clarissa dem Exorzisten, dass es eine Frau namens Emma gab, die die gleichen Fähigkeiten wie Gabriel Hannigan besaß. Die Frage war nur, ob sich die Suche für den Exorzisten überhaupt noch lohnte. Würde er die Mitglieder seines Volkes noch retten können wenn Lazarus ohnehin unterging? Aviela, Iovan Radun und Leicara fanden als neues Trio zusammen. Möglicherweise um sich gemeinsam an der Hölle oder Viela zu rächen.

Trotz allem war dieser Roman auch für mich nicht so richtig packend gewesen. Grund dafür waren wohl einige Unstimmigkeiten im Text, gepaart mit den Tatsachen, dass der Text zum einen ziemlich unsauber geschrieben wurde und zum anderen oft zu langatmig wirkte. Unzählige meist kleinere Textfehler zogen sich nervig durch den ganzen Roman. Teilweise konnte man kaum noch zwischen richtig oder verkehrt unterscheiden. Gab es eigentlich überhaupt noch Lektoren, die genau dieses verhindern sollten?

Ich schwankte lange zwischen zwei möglichen Bewertungen und entschied mich final für die Note 4 = Ausreichend und damit der Vergabe von 2 von 5 Kreuze an Rafael Marques. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Mittel ab.

:D :D :| :| :|
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