Band 2412: Das Gespenst von Saint Columban
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Band 2412: Das Gespenst von Saint Columban
Nach meinen grausigen Erlebnissen in Deutschland kehrte ich zwar heim, doch ich blieb nicht lange in London. Der nächste Fall führte mich nach Schottland, auf die Shetland-Inseln, wo ein Mädchenmörder sein Unwesen trieb.
Warum man ausgerechnet mich, den Geisterjäger von Scotland Yard, hinzugezogen hatte? Weil jedem der bisher fünf Opfer ein Stein in die Hände gedrückt worden war, und es handelte sich dabei um besondere Steine, Relikte aus der Kultur der Pikten!
Zugleich schlich eine schaurige, dämonenhafte Gestalt durch die altehrwürdige Kirche Saint Columban auf einer der Inseln. Noch ahnte ich nichts davon. Auch nicht, dass es eine Verbindung zwischen diesem Gespenst und dem Mädchenmörder gab …
Geschrieben von Rafael Marques
Erscheinungsdatum: 28.09.2024
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Dämonengeist Offline
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Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, und da es nach Ritualmorden aussieht wird John Sinclair dazu gezogen, da die örtlichen Ermittler keinen Fortschritt machen. John entdeckt tatsächlich eine magische Komponente, doch irgendwie passt das alles nicht zusammen. Wer oder Was ist hier verantwortlich?
Wieder ein sehr guter Roman von RM, wo man als Leser genauso im unklaren bleibt wie die Ermittler. Am Ende kommen dann zwei Sachen für meinen Geschmack nicht ganz homogen zusammen, aber immerhin zeigt der Autor wieder mal Kreativtät um uns nicht nur eine 08/15 Gruselgeschichte zur servieren. Und am Ende bleibt noch die Möglichkeit einer Fortsetzung offen, da bin ich mal gespannt ob noch was kommt. Wäre für mich aber auch okay wenn es offen bleibt.
Wieder ein sehr guter Roman von RM, wo man als Leser genauso im unklaren bleibt wie die Ermittler. Am Ende kommen dann zwei Sachen für meinen Geschmack nicht ganz homogen zusammen, aber immerhin zeigt der Autor wieder mal Kreativtät um uns nicht nur eine 08/15 Gruselgeschichte zur servieren. Und am Ende bleibt noch die Möglichkeit einer Fortsetzung offen, da bin ich mal gespannt ob noch was kommt. Wäre für mich aber auch okay wenn es offen bleibt.
Irgendwie mag ich Romane, die in abgelegenen Dörfern um Kirchen herum spielen. Und das Ding war wirklich spannend, bis man begriffen hat, wohin die Reise geht. Etwas verwirrend fand ich die Astralkörper dann aber doch, vor allem weil die Zwillinge den jeweils anderen projizierten, aber das hat natürlich die Pointe am Schluss ermöglicht. Das Geheimnis der Pikten ist leider etwas im Hintergrund geblieben, vor allem die alte Gottheit. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da noch mal was kommen könnte. Fand ich auf alle Fälle gut.
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Der Geist des Weines Offline
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Geschichten in abgelegenen Gegenden, auf Friedhöfen, usw. gefallen mir vom Setting ganz gut. Auch hier bin ich vom Setting nicht enttäuscht worden. Der Schreibstil ist gut, hat mir sehr gefallen. Allerdings bin ich in die Story nicht ganz reingekommen.
Trotzdem war ich gut unterhalten. Insgesamt ein 'gut' von mir.
Trotzdem war ich gut unterhalten. Insgesamt ein 'gut' von mir.
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Tulimyrsky Offline
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Ein etwas anderer Roman von Rafael, bei dem ich mir, zugegebenermaßen, etwas schwer tat 'reinzukommen'. Fast so, als wäre es gar kein richtiger Marques
Der Schluss und die Auflösung hat mir jedoch gut gefallen, so ist auch meine Wertung ausgefallen.
Bleibt abzuwarten, ob Rafael das Thema noch mal aufgreift.
Der Schluss und die Auflösung hat mir jedoch gut gefallen, so ist auch meine Wertung ausgefallen.
Bleibt abzuwarten, ob Rafael das Thema noch mal aufgreift.
RE: Band 2412: Das Gespenst von Saint Columban
Handlung: Um Fiona Garrett in seinem Büro zu entkommen, folgt John nur zu gerne einer Anfrage aus Lerwick. Der Hauptort der Shetland – Inseln wird von einer Mordserie an jungen Frauen, die exakt 18 Jahre alt waren, erschüttert. Die Leichen wurden an prädestinierten Stellen mit religiösem Bezug abgelegt. Außerdem hatten alle Opfer einen Stein in der Hand, bei dem es sich um ein Relikt aus der piktischen Kultur handelte. John nimmt auf der Insel an der Untersuchung des fünften Opfers teil. Als er den Stein mit seinem Kreuz berührt, zerfällt dieser zu Staub. Fast gleichzeitig will Inspektor McKeen John erschießen. Doch Chiefinspektor Kinney reagiert schneller und erschießt seinen Kollegen. Auch in dessen Manteltasche findet John einen Pikten-Stein. Während John noch über das Motiv des erschossenen Kollegen nachdenkt, bemerkt er eine junge Frau, die das Geschehen aus der Entfernung beobachtet. Als John sich bemerkbar macht und ihr Zeichen gibt, ergreift die Frau die Flucht. John und Kinney suchen die Witwe McKeens auf. Einerseits um ihr Trost zu spenden, andererseits in der Hoffnung mehr über ihren Mann zu erfahren. John sieht plötzlich auf der Wiese am Grundstück die junge Frau wieder, die erneut umgehend flüchtet. Dafür findet John auf der Wiese einen weiteren Pikten-Stein, der eine seltsame Verbindung mit seinem Kreuz eingeht. John aktiviert sein Kreuz in der Nacht, dass ihm daraufhin, in einer magischen Projektion, ein altes verlassenes Haus an einer Klippe zeigt. Schon am nächsten Morgen stehen John und Kinney erschüttert vor dem sechsten Opfer. John beschreibt dem Chiefinspektor das Haus mit dem eisenzeitlichen Steinturm aus der Projektion. Kinney ist sicher, dass es sich dabei um Gulberwick House handelt. Finden sie dort endlich eine Spur, die sie zum Täter führt?
Meinung: Als Schauplatz für diesen Roman suchte sich Rafael Marques die Shetland – Inseln aus. Ein tolles Titelbild dazu erstellte erneut Mario Heyer mit KI – Software, auch wenn es eine katholische Kirche mit diesem Aussehen in Lerwick nicht gibt.
Dass John in diesem Roman auf den Shetland – Inseln ermittelte, erinnerte mich sofort an eine meiner Lieblingsserien. Gemeint war „Mord auf Shetland“. Der Hauptdarsteller Douglas Henshall, der den DI Jimmy Perez spielt, erinnerte mich immer ein wenig an John, der nun ebenfalls persönlich in Lerwick ermittelte. Genau an dem Ort auf Shetland wo auch Jimmy Perez lebte. Nur die katholische Kirche Saint Columban war rein fiktiv gewesen. Es gibt zwar in Lerwick die einzige katholische Kirche der Shetland – Inseln. Diese heißt aber St. Margaret and the Sacred Heart. Diese Kirche entsprach aber vom Aussehen her nicht der Kirche, die auf dem Titelbild abgebildet wurde. Ein wenig dichterische Freiheit schadet aber bekanntlich auch nicht.
Rafael schrieb den Roman sehr spannend und rätselhaft. Lange schien es keine Hinweise auf den Serienmörder und sein Motiv zu geben. Lediglich der Bruder des Pfarrers verhielt sich sehr seltsam. Reichte das aber aus um in ihm einen brutalen Serienmörder zu sehen? In diesem Zusammenhang stellte sich dann auch noch die Frage nach dem Motiv. Welche Rolle spielte dabei das rätselhafte Titel gebende Gespenst, dass sich dem Pfarrer sogar in der Kirche zeigte? Mir gefiel es sehr, wie Rafael nahezu auf jeder Seite zum Mitraten einlud.
Die Auflösung war nicht ganz einfach gewesen. An manchen Stellen las ich sogar den Text noch einmal kurz nach, um den Durchblick zu behalten. Eine detailliertere Erklärung gab es aber noch im Gespräch, zwischen John und Christopher Fraser am Ende des Romans, an Frasers Bett im Krankenhaus. Für mich war es erstaunlich, dass er nach der schweren Verletzung und der OP überhaupt schon wieder in der Lage war, ein derart langes Gespräch zu führen. So war es im Ganzen ein etwas anderer Roman von Rafael geworden, der sich von den Standardromanen abwechslungsreich abhob, mit einem etwas anderen Finale als gewöhnlich. Allerdings ließ auch die Spannung in der zweiten Romanhälfte spürbar nach. Nach dem letzten Kapitel blieb die Frage über, wie sich wohl Christophers Schatten mit Ryans Gesicht entwickeln würde? War der Fall womöglich noch nicht ausgestanden? Auf jeden Fall war eine Fortsetzung möglich geworden.
Außerdem fiel mir positiv auf, dass dieser Roman sauberer geschrieben wurde und weniger unter Textfehlern litt, wie der vorherige Band 2411. Insgesamt bewertete ich auch diesen Roman von Rafael mit der Note 2 = Gut und dementsprechend mit 4 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
Meinung: Als Schauplatz für diesen Roman suchte sich Rafael Marques die Shetland – Inseln aus. Ein tolles Titelbild dazu erstellte erneut Mario Heyer mit KI – Software, auch wenn es eine katholische Kirche mit diesem Aussehen in Lerwick nicht gibt.
Dass John in diesem Roman auf den Shetland – Inseln ermittelte, erinnerte mich sofort an eine meiner Lieblingsserien. Gemeint war „Mord auf Shetland“. Der Hauptdarsteller Douglas Henshall, der den DI Jimmy Perez spielt, erinnerte mich immer ein wenig an John, der nun ebenfalls persönlich in Lerwick ermittelte. Genau an dem Ort auf Shetland wo auch Jimmy Perez lebte. Nur die katholische Kirche Saint Columban war rein fiktiv gewesen. Es gibt zwar in Lerwick die einzige katholische Kirche der Shetland – Inseln. Diese heißt aber St. Margaret and the Sacred Heart. Diese Kirche entsprach aber vom Aussehen her nicht der Kirche, die auf dem Titelbild abgebildet wurde. Ein wenig dichterische Freiheit schadet aber bekanntlich auch nicht.
Rafael schrieb den Roman sehr spannend und rätselhaft. Lange schien es keine Hinweise auf den Serienmörder und sein Motiv zu geben. Lediglich der Bruder des Pfarrers verhielt sich sehr seltsam. Reichte das aber aus um in ihm einen brutalen Serienmörder zu sehen? In diesem Zusammenhang stellte sich dann auch noch die Frage nach dem Motiv. Welche Rolle spielte dabei das rätselhafte Titel gebende Gespenst, dass sich dem Pfarrer sogar in der Kirche zeigte? Mir gefiel es sehr, wie Rafael nahezu auf jeder Seite zum Mitraten einlud.
Die Auflösung war nicht ganz einfach gewesen. An manchen Stellen las ich sogar den Text noch einmal kurz nach, um den Durchblick zu behalten. Eine detailliertere Erklärung gab es aber noch im Gespräch, zwischen John und Christopher Fraser am Ende des Romans, an Frasers Bett im Krankenhaus. Für mich war es erstaunlich, dass er nach der schweren Verletzung und der OP überhaupt schon wieder in der Lage war, ein derart langes Gespräch zu führen. So war es im Ganzen ein etwas anderer Roman von Rafael geworden, der sich von den Standardromanen abwechslungsreich abhob, mit einem etwas anderen Finale als gewöhnlich. Allerdings ließ auch die Spannung in der zweiten Romanhälfte spürbar nach. Nach dem letzten Kapitel blieb die Frage über, wie sich wohl Christophers Schatten mit Ryans Gesicht entwickeln würde? War der Fall womöglich noch nicht ausgestanden? Auf jeden Fall war eine Fortsetzung möglich geworden.
Außerdem fiel mir positiv auf, dass dieser Roman sauberer geschrieben wurde und weniger unter Textfehlern litt, wie der vorherige Band 2411. Insgesamt bewertete ich auch diesen Roman von Rafael mit der Note 2 = Gut und dementsprechend mit 4 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
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Schneedrache Offline
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Dämonengeist Offline
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Ja, kann ich.Original von Schneedrache
Ich fand die Geschichte einen Tick zu kompliziert, gebe aber noch ein sehr gut, da mir das Setting, usw. sehr gut gefallen hat. Schauen wir mal, ob eine Fortsetzung kommt. Der Autor könnte uns das sicher verraten, wenn er wollte.
Tatsächlich hab ich keine Fortsetzung geplant, es ist einfach ein offenes Ende, das zum Spekulieren anregt.
- Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 2412: Das Gespenst von Saint Columban
Ein neuer Fall für den Geisterjäger. Vielleicht. Erstmal muss er herausfinden, ob das überhaupt in sein Gebiet fällt oder sich um Ritualmorde eines menschlichen Serienkillers handelt. Als sein Kreuz bei der neuesten Leiche direkt reagiert, ist die Sache klar. Einer der anwesenden Polizisten legt daraufhin mit seiner Pistole auf John an und will ihn töten, wird aber von einem Kollegen in Notwehr erschossen. Was geht hier vor? Ein schönes Puzzle für John und den Leser, das wohl mit alter Piktenmagie zu tun hat.
Im Ort gibt es außerdem den Priester Ryan Fraser, der in seiner Kirche eine Begegnung mit einem unheimlichen Wesen hat. Und Familiendrama, was auch sonst? Mal sehen, wie das alles zusammenhängt und was am Ende ganz Tragisches enthüllt wird.
Bei seinen weiteren Ermittlungen fällt John immer wieder eine junge blonde Frau auf, die ihm jedoch stets entwischt, bevor er sie zur Rede stellen kann. Eine verwertbare Spur führt immerhin zur Kirche und er befragt Ryan Fraser. Aber auch hier erfährt er nicht wirklich viel.
Zur Heftmitte tappt John also immer noch im Dunkeln, während im Hintergrund die Geschehnisse weiter ihren Lauf nehmen. Irgendwie kommt er auf den Gedanken, zu testen, ob sein Kreuz überhaupt noch funktioniert (obwohl es das bei der Leiche ja getan hat) und er ruft die Kreuzformel. Woraufhin das Artefakt reagiert und ihm eine Szene zeigt, die später sicher noch wichtig wird. Naja, das hätte ein Autor wie Rafael Marques auch glaubwürdiger schreiben können.
Der mit John zusammenarbeitende Chiefinspektor weiß sofort, worum es sich handelt. Um die Ruine von Gulberwick House nämlich. Dort trifft John wieder auf die seltsame Blonde, die diesmal nicht wegrennt. Es handelt sich um die medial begabte Nichte von Pater Fraser. Rachel Fraser, die behauptet, ihr eigener Vater Christopher sei der Mörder. Weil sie es spürt, Beweise hat sie keine.
Aber es stimmt wohl. Denn gleichzeitig greift in der Kirche Christopher Fraser seinen Bruder mit einem Schwert an. Plötzlich wird Ryan Fraser von einer fremden Macht ferngelenkt, die es ihm ermöglicht, stattdessen Christopher zu töten. Um etwas Klarheit für den Leser zu schaffen, folgt eine Vergangenheitsszene. Schließlich gibt es ja dieses Familiendrama.
Und alles ist mal wieder ganz anders, als gedacht! In Wahrheit ist der liebe Pater der Killer, die Erinnerungen daran werden ihm nur von dem Wesen genommen, das ihn steuert. So auch jetzt. Also kennt nur der Leser die Wahrheit, weder John noch der mordende Pater selbst.
Zum Glück ist im perfekten Timing zufällig Christophers Frau in der Nähe und bekommt heimlich alles mit. Sie kann John also im passenden Moment alles erzählen. John stellt den Pater zur Rede und bittet ihn, sein Kreuz anzufassen. Darauf hat der Dämon in ihm so gar keinen Bock und übernimmt den Geistlichen völlig. John kann ihn nur noch mit dem Kreuz erlösen.
Wenigstens lebt Christopher Fraser doch noch schwer verletzt. Gut so, man braucht nicht immer das totale Trauma für die komplette Familie. Rafael Marques gönnt dem Roman auch einen längeren versöhnlichen Epilog. Christopher Fraser erholt sich gut. Für die Hintergründe des Dämons (oder eher Astralwesens) wird auch noch versucht, eine Erklärung zu bieten, aber das bleibt schwammig. Gut, es gibt noch eine Cliffhangerszene, nach der der Astraldämon doch noch existieren könnte, aber das ist vielleicht ein Problem für einen anderen Roman.
Wie der vorherige Roman des Autors ein gelungener „Monster of the Week“. Dieser hier hat mich persönlich etwas mehr mitgenommen. Auf der Negativseite haben mich der Spontaneinsatz der Kreuzformel in der Heftmitte und danach das „Person ist zufällig genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um wichtige Informationen zu belauschen und sie dem Helden später weiterzugeben“ ziemlich gestört. John hatte lange keine brauchbare Spur und dann musste Rafael Marques wohl fix machen. Schade. Reicht trotzdem noch für SEHR GUTe
(7,5 von 10 Kreuzen)
Das mit der nicht stattfindenden Fortsetzung der Astralwesen-Geschichte finde ich eine gute Entscheidung. Aber von Rachel Fraser könnte ich mir mehr vorstellen. Wo ich über Fiona Garret meckere, sehe ich in dieser jungen Frau mit besonderen Kräften schon eher eine potentielle Kandidatin für "jugendliche weibliche Heldin". Da sie ja auch in London studieren will, wenn ich das richtig verstanden habe. Da könnte sie es mit Dingen zu tun bekommen, wo John ihr helfen kann.
Im Ort gibt es außerdem den Priester Ryan Fraser, der in seiner Kirche eine Begegnung mit einem unheimlichen Wesen hat. Und Familiendrama, was auch sonst? Mal sehen, wie das alles zusammenhängt und was am Ende ganz Tragisches enthüllt wird.
Bei seinen weiteren Ermittlungen fällt John immer wieder eine junge blonde Frau auf, die ihm jedoch stets entwischt, bevor er sie zur Rede stellen kann. Eine verwertbare Spur führt immerhin zur Kirche und er befragt Ryan Fraser. Aber auch hier erfährt er nicht wirklich viel.
Zur Heftmitte tappt John also immer noch im Dunkeln, während im Hintergrund die Geschehnisse weiter ihren Lauf nehmen. Irgendwie kommt er auf den Gedanken, zu testen, ob sein Kreuz überhaupt noch funktioniert (obwohl es das bei der Leiche ja getan hat) und er ruft die Kreuzformel. Woraufhin das Artefakt reagiert und ihm eine Szene zeigt, die später sicher noch wichtig wird. Naja, das hätte ein Autor wie Rafael Marques auch glaubwürdiger schreiben können.
Der mit John zusammenarbeitende Chiefinspektor weiß sofort, worum es sich handelt. Um die Ruine von Gulberwick House nämlich. Dort trifft John wieder auf die seltsame Blonde, die diesmal nicht wegrennt. Es handelt sich um die medial begabte Nichte von Pater Fraser. Rachel Fraser, die behauptet, ihr eigener Vater Christopher sei der Mörder. Weil sie es spürt, Beweise hat sie keine.
Aber es stimmt wohl. Denn gleichzeitig greift in der Kirche Christopher Fraser seinen Bruder mit einem Schwert an. Plötzlich wird Ryan Fraser von einer fremden Macht ferngelenkt, die es ihm ermöglicht, stattdessen Christopher zu töten. Um etwas Klarheit für den Leser zu schaffen, folgt eine Vergangenheitsszene. Schließlich gibt es ja dieses Familiendrama.
Und alles ist mal wieder ganz anders, als gedacht! In Wahrheit ist der liebe Pater der Killer, die Erinnerungen daran werden ihm nur von dem Wesen genommen, das ihn steuert. So auch jetzt. Also kennt nur der Leser die Wahrheit, weder John noch der mordende Pater selbst.
Zum Glück ist im perfekten Timing zufällig Christophers Frau in der Nähe und bekommt heimlich alles mit. Sie kann John also im passenden Moment alles erzählen. John stellt den Pater zur Rede und bittet ihn, sein Kreuz anzufassen. Darauf hat der Dämon in ihm so gar keinen Bock und übernimmt den Geistlichen völlig. John kann ihn nur noch mit dem Kreuz erlösen.
Wenigstens lebt Christopher Fraser doch noch schwer verletzt. Gut so, man braucht nicht immer das totale Trauma für die komplette Familie. Rafael Marques gönnt dem Roman auch einen längeren versöhnlichen Epilog. Christopher Fraser erholt sich gut. Für die Hintergründe des Dämons (oder eher Astralwesens) wird auch noch versucht, eine Erklärung zu bieten, aber das bleibt schwammig. Gut, es gibt noch eine Cliffhangerszene, nach der der Astraldämon doch noch existieren könnte, aber das ist vielleicht ein Problem für einen anderen Roman.
Wie der vorherige Roman des Autors ein gelungener „Monster of the Week“. Dieser hier hat mich persönlich etwas mehr mitgenommen. Auf der Negativseite haben mich der Spontaneinsatz der Kreuzformel in der Heftmitte und danach das „Person ist zufällig genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um wichtige Informationen zu belauschen und sie dem Helden später weiterzugeben“ ziemlich gestört. John hatte lange keine brauchbare Spur und dann musste Rafael Marques wohl fix machen. Schade. Reicht trotzdem noch für SEHR GUTe
Falls der Autor hier noch mitliest...und auch wenn es sicher zu spät für Input ist....Dämonengeist hat geschrieben: Mo Sep 08, 2025 7:53 pmJa, kann ich.Original von Schneedrache
Ich fand die Geschichte einen Tick zu kompliziert, gebe aber noch ein sehr gut, da mir das Setting, usw. sehr gut gefallen hat. Schauen wir mal, ob eine Fortsetzung kommt. Der Autor könnte uns das sicher verraten, wenn er wollte.![]()
Tatsächlich hab ich keine Fortsetzung geplant, es ist einfach ein offenes Ende, das zum Spekulieren anregt.
Das mit der nicht stattfindenden Fortsetzung der Astralwesen-Geschichte finde ich eine gute Entscheidung. Aber von Rachel Fraser könnte ich mir mehr vorstellen. Wo ich über Fiona Garret meckere, sehe ich in dieser jungen Frau mit besonderen Kräften schon eher eine potentielle Kandidatin für "jugendliche weibliche Heldin". Da sie ja auch in London studieren will, wenn ich das richtig verstanden habe. Da könnte sie es mit Dingen zu tun bekommen, wo John ihr helfen kann.