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Teil 2:
Bastet und Aton mögen sich nicht und so will Damona kurzerhand Echnaton, den ersten Diener Atons umbringen. Bastet duldet auch keinerlei Widerspruch ...
Indies kann Mike Hunter die zweite der drei "Töchter der Unsterblichkeit" ausfindig machen und erfährt wo oder vielmehr wann seine Angebetete ist und kann ihr folgen.
Damona erfährt widerum dass die Macht der alten Götter (uA Bastet, Re, Osiris etc) immer weniger wird, weil man nicht mehr an sie glaubt. Ein Gott an den keiner glaubt wird immer machtloser ... und derzeit gilt per Gesetz nur noch ein Gott: Aton. Da kann man schon verstehen, wieso Bastet einfach mal eben so ihr Personal "einstellt" und nicht lange bittet. Dennoch ... dieser Göttin gehört der Hintern versohlt!
Ich vergebe ein TOP
der Mittelband des Ägypten-Dreiteilers führt direkt den Vorgängerband fort. Damona King ist auf dem Nil gelandet, und gerät gleich mal in einen Kampf zwischen Aton- und Bastet-Anhänger. letztere haben auf ihre Ankunft, die ihnen geweissagt wurde, bereits gewartet, Damona kommt schließlich in einen Tempel der Bastet. Mike Hunter wiederum muss nach Nicaragua, um den unter dem Namen Carlos Mendoza lebenden Anubis-Priester Sennufer aufzuspüren. der wird aber von seiner Schwester Anches-en-Bastet gewarnt, und setzt auf bestochene Zöllner, um Mike bereits am Flughafen abzufangen. der Gefangenentransport wird aber von Sandinisten überfallen, Mike kann mithilfe der Sandinisten in Mendoza/ Sennufers Hazienda eindringen und ihn zwingen, ihn mit der Hilfe des Gottes Anubis ihn ins alte Ägypten zu schicken. mittlerweile wird Damona ein magisches Amulett unter die Stirn eingepflanzt, das ihr einerseits hilft, Bastets magische Barrieren zu überwinden, die Atons Anhänger abhalten, in den Tempel einzudringen. andererseits hat Bastet sie so noch besser unter Kontrolle. Damona wird als Sklavin von Kreta herausgeputzt, u.a. färbt man ihre Haare blond, und so gelingt es, sie in den Pharao-Palast einzuschleusen.
Fazit
es geht genauso flott und spannend weiter wie schon im ersten Teil. allerdings kommen ein paar Ungereimtheiten auf. wieso wird Mike vom Gefängnis, in dem er ja schon sitzt, wegtransportiert - das ist die etwas konstruierte Voraussetzung dafür, dass die Sandinisten den Konvoi überhaupt überfallen können. Mike steigt in den magischen Sarkophag, und überredet Anubis, ihn quasi ins alte Ägypten zu "beamen", denn er sei ja der Gespons von Damona, Bastets auserwählter Kämpferin, die seiner Unterstützung und Liebe bedarf - love's the answer, denkt sich auch er alte Schakal, und schießt Mike prompt in die Vergangenheit. wozu die Götter überhaupt Sterbliche benötigen, wo sie doch so mächtig sind? nunja, ihre Macht ist an die Orte ihrer Verehrung gebunden, also Tempel, und an die Menge der Verehrung, die ihnen die Menschen entgegenbringen. interessanter Dreh - wenn keiner mehr an Bastet glaubt, schwindet ihre Macht.
wieder spannend und flott geschrieben, mit einigen Abenteuerroman-Anklängen, und dem zeitgenössischem Sexismus (einer Detektivin wird attestiert, nüchtern denken zu können, obschon sie ja eine Frau ist). war trotzdem ziemlich gut, aber diesmal keine ganzen 5 Punkte.
in diesem Heft startet auch die Veröffentlichung des "Magischen Lexikons". Heft für Heft werden jetzt eine Seite lang Begriffe der Magie erläutert. interessante Idee, die Auswahl der Begriffe wird noch spannend.
zum Tibi wieder nix gefunden, außer, dass eine ähnliche Szene im Roman vorkommt, die aber de facto keinerlei Bedeutung für die Geschichte hat - Damona wird halt übers Wasser in einen Tempel gefahren, nix mit Jenseits oder Fährmann. Internetrecherchen bestätigen, was gruselromane.de schon wusste, die Illu wurde auch als Cover für das Comic-Magazin "Super Blue Jeans" Nr. 22 verwendet. Künstler? Fehlanzeige.