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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.
Keine Ahnung, ob es nur dieser Roman war. Aber hier ist mir eines äußerst positiv aufgefallen: Anika kann Charaktere bewundernswert gut zeichnen. Man leidet mit Robert mit, der sein bestes gibt aber vor allem am Anfang der Geschichte nur Ablehnung erfährt. Stygia ist böse und durchtrieben wie immer. Und vor allem Sara hat Gefühle in mir geweckt. Sie ist sehr konservativ, hat man schon bei Mysati gemerkt. Aber wie sie sich Robert gegenüber verhält hat mich echt sauer gemacht. Was für eine altweibische Mistzicke. Dieser Charakter regt mich echt auf. Und das ist gut. Es muss auch Figuren geben die ich nicht mag. Nicht weil sie schlecht geschrieben werden, sondern weil sie ein Charakter ist, dem ich auch im echten Leben so gut es geht aus dem Weg gehen würde. Das macht einen Heftroman erst lebendig. __________________
Die Handlung ist auch ordentlich. Es ist klar, dass die Autoren sich bei Robert alle möglichen Ausgänge offen halten. Und er wird Stygias Seite garantiert mehr als einmal verfallen. Zu wem er irgendwann in einem Finalroman stehen wird bleibt bis dahin unklar. Die kommende Artefaktsuche wird hoffentlich nicht zu eintönig, das Konzept kennt man aus allen mir bekannten Heftromanserien. Und oh Wunder, es sind auch andere Fraktionen hinter dem ersten Artefakt her. Wenn ich mir damals Luzifers Tränen anschaue traue ich den Autoren aber schon zu, diese Handlung interessant zu gestalten.
Ein Lob also an die Autorin für ein Heft, an dem es von meiner Seite nichts auszusetzen gibt.
(9 von 10 Amuletten)
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Die Artefakt-Suche erinnert mich irgendwie an TORN, wo der gute Torn im zweiten Zyklus die Fragmente des Dämonicron suchen durfte, quasi das Buch der grausamen Träume von TORN. Klar dass Obermotz Mathrigo alles versucht hat, dass er das Buch bekommt. Ich gebe zu: ich weiß gar nicht mehr wer es bekommen hat
Der Roman hier war jedenfalls gut zu lesen, aber er überzeugte mehr von der Story, als von der Schreibe her. Dennoch ein GUTER Roman. Aber wer soll das auf dem Cover sein? Und was macht sie da?
Robert fragt bei Sara, ob sie ihn wieder in einem Menschen verwandeln kann. Die glaubt erst an eine Falle, aber fragt dann den Wächer der Wage, was er machen kann und erfährt, dass er nur durch ständiges "Gut sein" wieder zum Menschen werden kann. __________________
Daraufhin entwickelt sie mit Zamorra, Nicole und Monika den Plan, dass Robert bei Monika lebt und dann immer wieder mit Zamorra auf Artefaktjagt geht, damit Sara mit diesen Artefakten die Verbindung zur Hölle herstellen kann.
Stygia hat davon aber Wind bekommen und Robert eine Wanze angelegt und will ihn auf die Seite der Dämonen ziehen. Robert geht zum Schein darauf ein, lockt sie aber in einem Hinterhalt, damit sie ihn in Ruhe lässt.
Ich fand die Geschichte um Robert schon interessant und konnte mich auch in die Charakter einfühlen - obwohl mir Sara Zwischenzeitlich etwas zu hysterisch war - aber das Ende war dann doch etwas hirnrissig. Da legen die einen Hinterhalt für Stygia, der aus der sagenhaften Anzahl von 2(!) Leuten besteht, welche völlig ohne Rückendeckung sich beinahe von Stygia den Popo versohlen lassen. Gibt es da nicht noch ein paar mehr Verfechter des Guten, welche beim Kampf gegen Stygia helfen könnten? Nicole würde gerne Mal wieder ihren E-Blaster auf Stygia anlegen. Auch Monika kann kämpfen, etc.
Es gab zwar vieles, was die Hintergrundhandlung weiter gebracht hat, aber irgendwie fehlt mir dann doch die Action. Trotzdem ein solider Roman 6/10.
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Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Huch, ich habe mal mehr Punkte gegeben als du? Irgendwas läuft hier schief.
Das liegt daran, dass für dich eine Charakterentwicklung mit Intrigen spannend ist, während ich immer auch eine Geschichte brauche, also so etwas wie ein Fall der Woche. Deutlich wird das bei Höllenromane, welche für mich relativ langweilig sind, während du gerne mehr davon liest.
Hauptsache am Ende fühlen wir uns alle unterhalten.
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