Damona King Nr. 32 - Vampirpiraten

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Vampirpiraten

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iceman76 Offline
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Damona King Nr. 32 - Vampirpiraten

Beitrag von iceman76 »

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Vampirpiraten

Klappentext:

Eine Titanenfaust schleuderte Damona durch die Luft. Sie ließ die Kristallstrukturen des Seelensteins hinter sich und flog in die Unendlichkeit hinein. Der Flug dauerte nicht lange. Damona spürte, wie ihr eben noch mikrobenhaft verkleinerter Körper zu wachsen begann. Ihr Körper dehnte sich aus und ließ den Stein wieder zu jenem winzigen Stück Materie werden, das er auch war. Gleich darauf saß Damona auf einem Wandschrank. Sie blinzelte und sah sich um. Sofort erkannte Damona die Einrichtung des Raumes: Die Schränke, der Korbsessel, der kleine schwarze Altar ...
Sie befand sich in der Hütte der Inselhexe Tai-Lee.
Der Kannibalengöttin ...

*Autor: Mike Shadow*

Cover: Alberto Pujolar

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***

Gucky67 Offline
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Re: Damona King Nr. 32 - Vampirpiraten

Beitrag von Gucky67 »

die Story...
Sophia findet sich also im Körper Damonas 200 Jahre in der Vergangenheit wieder, und trifft dort prompt auf die damalige Version von Tai-Lee, der Insel-Hexe, und wird von ihr prompt festgesetzt. Piraten treffen mit ihren Gefangenen ein, Allenby ist damals schon Kapitän, aber noch kein Vampir. es kommt zum Streit zwischen ihm und Tai-Lee, da sich keiner erklären kann, wo diese so eigenartig gekleidete Damona alias Sophia plötzlich herkommt. die Hexe verlangt 40 neue Opfer vom Piraten, als Gegenleistung nimmt er Sophia mit sich auf das Schiff.

Gegenwart. Asmodis erscheint auf der Piratengaleone und stellt den Vampirkapitän Allenby zur Rede. nach der Vernichtung der Inselhexe Tai-Lee ist dieser nun frei zu tun, was er mag, und er mag weiterhin Blutbeute machen für sich und seine Mannschaft, allesamt ebenfalls Vampire. der Teufel schlägt dem Haudegen einen Deal vor - er und seine Leute werden in Menschen zurückverwandelt, wenn sie Damona, die echte, töten - und Allenby schlägt ein! auf hoher See überfallen die Vampirpiraten ein Containerschiff, es kommt zum Massaker, die gesamte Mannschaft wird Opfer der Fledermausvampire! doch perfiderweise lassen die Piraten ihre neu geschaffenen Blutsauger auf dem Schiff zurück, so werden sie alle von der gnadenlos aufgehenden Südseesonne vernichtet...

ebenfalls in der Gegenwart, in San Francisco, stehlen Schergen in der King-Konzern eigenen Werft Tigershark eine Motorjacht, und töten dabei einen zur Bewachung abgestellten Privatdetektiv. sie entkommen auch der Küstenwache, indem sich ihr Boot plötzlich in Luft auflöst. Mike Hunter trifft in San Francisco ein, und wird prompt von Gangstern des Clans von Perry Townsend entführt. es tobt ein Bandenkrieg zwischen ihm und der Gang von Phil Morris, letzterer hat sogar einen Stützpunkt in der Südsee, wo er die gestohlenen Boote zur modernen Piraterie nutzt. Mike geht einen Pakt mit Townsend ein und fliegt in die Südsee, wo er auf einen eingeschleusten Strohmann trifft - besser Strohfrau, denn es handelt sich um Ireen, "eine attraktive, schlanke Blondine, braungebrannt" in einem teurem Sommerkleid mit Leopardenmuster...

die gegenwärtige Damona ist auf der Südseeinsel verblieben, sie will die Rückkehr der Vampirpiraten abwarten, um ihnen den Graus zu machen, erst dann will sie nach San Francisco reisen, um den Seelenstein zu vernichten. Romano Tozzi und seine Kampfgefährten sind auch noch da, er hat sich wacker geschlagen, denn "Tozzi wäre kein richtiger Italiener gewesen, wenn er nicht auch schießen gekonnt hätte." ihr Boot ist von den Kämpfen mit den Vampiren im letzten Heft allerdings stark in Mitleidenschaft gezogen. sie wird von einer Vampirfledermaus angegriffen, und stürzt fast zu Tode, kann aber aufgrund der Todesgefahr ihre verdeckten Kräfte aktivieren und den Vampir vernichten. sie besorgt neue Motorboote, um für den Kampf mit den Vampirpiraten gerüstet zu sein, und es dauert tatsächlich nicht lange, bis sie auf hoher See von Allenby und seinen Mannen angegriffen wird. unsere Helden bekämpfen die Blutsauger u.a. mit Flammenwerfern und Weihwasser und können sie in die Flucht schlagen, aber nicht endgültig vernichten. sie beschließen, auf die Teufelsinsel von Tai-Lee zurückzukehren. tatsächlich trifft dort auch der Segler der Vampirpiraten ein, es kommt abermals zum Kampf, und während sie die Fledermausvampire auf dem Festland bekämpft, können Tozzi und sein Team die Galeone in Brand stecken und vernichten.

Vergangenheit. auch hier überfallen die Piraten ein Schiff, aber noch auf gut altmodische Art und Weise mit Kanonen. der überfallene Spanier wehrt sich, letztendlich werden beide Schiffe vernichtet, die Piraten retten sich in Beiboote. nach einer sprichwörtlichen Durststrecke erreichen sie wieder die Insel. Sophia stößt bei der Suche nach einer Wasserquelle auf eine Art Mayapyramide, und findet in dessen Inneren eine buddhaähnliche Statue mit Wolfskopf - und einen Sarg, in dem ein Vampir liegt... da regt sich die Statue, Sophia flieht aus der Pyramide, und findet sich unter einem Stamm von Kannibalen wieder, die offenbar mittlerweile die Piraten gefangengenommen und herangeschleppt haben. sie sollen dem Monster, das jetzt auch die Pyramide verlassen hat, geopfert werden, schon verspeist der steinerne Werwolfgötze einen weißen Seemann auf grausige Art und Weise. Sophia lenkt seine Aufmerksamkeit auf sich, in Todesangst erwachen ihre Hexenkräfte - sie steckt ja in Damonas Körper - und kann den Dämon vernichten. damit richtet sich der Zorn der Kannibalen gegen sie! sie wird mit den anderen Gefangenen abtransportiert, wo sie auch wieder auf Allenby trifft. der hat nun Muße, ihr die Zusammenhänge zwischen den Piraten und der Hexe Tai-Lee zu erzählen - sie müssen ihr gehorchen, ansonsten verwandelt sie die Männer in Katzen, die sie dann dem Seelenstein opfert.

durch den Tod der dämonischen Werwolfstatue erwacht der Geist des Vampirdämons Scravalla, und er ruft Asmodis an und bittet um Unterstützung, doch der hat andere Sorgen. so erkundet der Vampir als Fledermaus die Gegend und trifft auf Tai-Lee, und er überfällt sie.

die Piraten und Sophia können flüchten, dabei gelingt es Sophia, der Hexe den Seelenstein abzunehmen. sie bleibt bei Allenby, die beiden sind mittlerweile ein Paar geworden, und sticht mit ihm und den Piraten wieder See. nach einigen Wochen wird sie beim Schwimmen von einem Hai gefressen, der Sellenstein liegt in der Schatulle noch auf dem Strand, wo ihn die wieder aufgetauchte Tai-Lee an sich nimmt. Allenby ist nach Sophias Tod gebrochen, er wird leichte Beute für Asmodis, der auch wieder da ist, und der Allenby und seine Piraten von Scravalla zu Vampiren machen lässt. dann versetzt er sowohl Tai-Lee als auch die neu geschaffenen Vampire in einen 200jährigen magischen Schlaf - zur Strafe, weil sie sich die Seelenstein hatte abnehmen lassen.

wieder in der Gegenwart, auf der Teufelsinsel ist von den Vampirpiraten nur noch Allenby übrig. er zeigt sich Damona als Mensch, doch nicht um sie zu bekämpfen: " 'Ich werde dich nicht töten, Damona King', murmelte er, 'ich werde jetzt zu Damona Sophia gehen.' Dann setzte sich der Vampir einen Holzpfahl an die Brust. 'Ich war ein schlechter Mensch', murmelte er, holte mit dem Hammer aus und ließ ihn auf den Holzpfahl niedersausen. Das harte Holz bohrte sich in die Brust des Vampirs Blut sickerte hervor, dann zerfiel der Piratenkapitän zu Staub. Ein Vampir hatte sich selbst gepfählt..."

👻 mein Senf 🧂

so much to unpack. dieser zweite Teil hat viele Handlungsfäden - zu viele. da sind die Vampirpiraten in der Gegenwart und in der Vergangenheit. da sind Damona in der Gegenwart und Sophia in der Vergangenheit. Tai-Lee in der Gegenwart und Vergangenheit. da ist die Gangsterfehde. da taucht plötzlich der Vampirdämon Scravalla auf.

dazu viele Nebengeschichtchen. der Überfall auf das Containerschiff zum Beispiel, gut geschrieben, aber bringt die Handlung nicht weiter. der Diebstahl der Yacht - lese ich Krimi oder Grusel? die Werwolfdämonenstatue. die Kannibalen. nichts davon ist wirklich relevant für die eigentliche Haupthandlung. dafür wird ein Vampir aus dem Hut gezaubert. offenbar war es dem Autor selbst zu nonchalant, dass die Vampirpiraten einfach von Asmodis geschaffen worden sein sollten, das heißt es musste schnell ein Blutsauger her. irgendwie kommt es mir so vor, als läse ich hier eine Kurzgeschichtensammlung, die halt ein roter Faden verbindet.

das einzige, das mir hier wirklich gefallen hat, ist die Geschichte rund um Allenby. der Charakter darf sich entwickeln, er erlebt seine Katharsis, er bringt ganz neue Blickwinkel ein. hing er im ersten Teil noch an seinem untoten Leben, schreitet er hier zum Selbstentleibung. ein Vampir pfählt sich selbst... dieser Handlungsstrang, in Zusammenhang mit Sophia, die sich auch weiter entwickeln darf, war gut zu lesen. der Rest leider nicht so. daher habe ich wieder nur 3 Punkte vergeben.

was war noch?
ein gestandener Pirat nimmt im 18. Jahrhundert also so ohne weiteres eine Frau auf sein Schiff, soso. der Kapitän schert sich nicht um den Aberglauben, dass Weibsvolk auf Schiffen Unglück bringt, und hat genug Vertrauen in seine Autorität, die seine Männer vom "Naschen" abhalten wird. soso.

Zeitreisen sind immer kompliziert, so auch hier. der Vampirdämon Scravalla fasst das in der Vergangenheit schön für uns zusammen: "Damona King, du dummes Wesen! Erst verbannst du meinen Geist in die Statue, dann schickst du mich auch körperlich in die Vergangenheit, und jetzt bist du es (er meint Sophia), die mich befreit... Endlich kann ich mich an dir rächen!"
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