Handlung: Das Frachtschiff vom Planeten Argornt, mit Zamorra und Nicole an Bord, hat den Erdorbit erreicht. Nicole und Zamorra erwachen aus der Stasis, in der sie den langen Flug verbrachten. Erschüttert sehen Nicole und Zamorra vom Fenster ihrer Kabine aus, dass die Erde in Flammen steht. Auch auf dem Raumschiff stimmt einiges nicht. Der Kapitän ist mit einem Rettungsschiff geflohen und die Mitglieder der Besatzung wurden ermordet. Als das Raumschiff abstürzt, umfasst Nicole ihren Dhyarra wie einen Rettungsanker. Zamorra erwacht später in einem Krankenhausbett. Die Schwestern kommen ihm seltsam durchsichtig vor und er kann sich selber nicht bemerkbar machen. Dann treten Sara Moon und Stygia an sein Bett, die nun für das Gleichgewicht der Schicksalswaage verantwortlich sind und ebenfalls durchsichtig wirken. An seinem Bett redet Stygia über seinen Tod, während sich Sara nicht festlegen will. Beim nächsten Mal erwacht Zamorra in einer Burg. Sara und Stygia tauchen erneut auf. Zamorra erfährt von ihnen, dass er sich im Pandämonium aufhält, dass wiederum ein Teil der Vergessenen Hölle ist. Plötzlich erscheint eine schöne Frau, die genauso wie Zamorra nackt ist. Sie stellt sich als Nicole Duval vor. Ihr Name sagt Zamorra nichts. Genauso kann Nicole mit seinem Namen nichts anfangen. Gemeinsam machen sie einen Rundgang durch die Burg, ohne sie als Château Montagne zu erkennen. Was war mit den Dämonenjägern geschehen? Gab es für sie noch einen Weg zurück in ihr ursprüngliches Leben oder waren sie nun am Ende ihres Weges angekommen?
Meinung: Ein weiterer Roman von Veronique Wille, der mit einer apokalyptischen Situation direkt an den vorherigen Roman anknüpfte. Das entsprechende Titelbild zum Roman erstellte wieder Mario Heyer mit KI – Software. In diesem Roman nahm auch endlich der Begriff der Vergessenen Hölle ein wenig Gestalt an. Das Pandämonium gehörte schon einmal dazu. Eine genauere Abhandlung über die Vergessene Hölle fanden Pascal und Faolan plötzlich auf ihrem Laptop. Das entsprechende Fenster öffnete sich völlig unerwartet ganz von allein.
Gleichzeitig wurden Zamorra und Nicole im Château, der realen Zeitebene, bereits seit längerer Zeit vermisst. Bis Kyra einen nackten und scheinbar toten Zamorra vor der Zugbrücke fand. Das alles wurde von Veronique gut und rätselhaft im Roman beschrieben. Es war wirklich sehr mysteriös, was ich persönlich immer ganz besonders schätzte. Die Lage verströmte zudem das Gefühl eine gewissen Aussichtslosigkeit. Es bereitete mir auch viel Vergnügen Zamorra und Nicole auf ihrem Erkundungsgang durch das Château zu begleiten und zu beobachten wie sie dabei versuchten Bruchstücke aus ihren Erinnerungen wieder schlüssig zusammen zu setzen.
Die Körper von Sara Moon und ganz besonders Stygia gaben mir zu denken. Besonders weil letztere ja hinter der Flammenwand festsaß. Weil sie durchsichtig beschrieben wurden, ging ich davon aus, dass es sich nur um Projektionen ihrer Originalkörper handelte, was ja wiederum einen logischen Sinn ergeben würde. Es war ohnehin eine schwierige Situation, dass besonders Stygia einerseits festsaß und andererseits im Verbund mir Sara das Gleichgewicht der Schicksalswaage bewahren sollte. Eigentlich ein Widerspruch in sich. Sara und Stygia waren aber in ihrer gemeinsamen Funktion ein erfrischend gegensätzliches Duo.
Für Zamorra und Nicole blieb ihr Weg durch das Pandämonium bizarr. Egal ob sich Mostache und seine Gäste plötzlich in dämonische Wesen verwandelten, oder ob sie es mit schießwütigen Polizisten zu tun bekamen, die auch nach ihrer Beseitigung immer wieder aufs Neue auftauchten.
Auf der Seite 43 gab es dann plötzlich in der linken Spalte oben zwei Namensfehler kurz hintereinander. Der zweite Archivar neben Faolan hieß immer noch Pascal und nicht Patrick. Die Initialen der beiden Vornamen von Lister waren A.S. und nicht A.L.. Auf der Seite 56 traf es dann auch noch Eva Wagner, die plötzlich zu Eva Berger wurde. Ungewollt komisch wurde es auf der Seite 50, als nicht in einem Topf, sondern in einem Top gekocht wurde.
Alles ärgerliche Fehler die durchaus vermeidbar waren.
Am Ende war besonders die Rückkehr für Nicole aus dem Pandämonium sehr kompliziert gewesen. Hatte es doch ihren Körper auf eine Jacht vor der griechischen Küste verschlagen. Das war die Folge dessen, wenn man einen Hai-Dämon in der Verwandtschaft hatte, die man sich bekanntlich nicht aussuchen konnte.
Dieser dämonische Duvall und sein intriganter Komplize, mit besonderen magischen Fähigkeiten, kamen aufgrund von Platzmangel im Roman ein wenig zu kurz, wo sie doch die eigentlichen Urheber des Geschehens waren.
Insgesamt war es ein solider und unterhaltsamer Roman von Veronique gewesen, der dem Phantom „Vergessene Hölle“ zumindest ein wenig Gestalt verlieh. Ich entschied mich dafür diesen Roman mit der Note 3 = Befriedigend zu bewerten. Dieses entsprach der Vergabe von 3 von 5 Amulette an Veronique. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Gut ab.
