Huch. Sieht so aus, als hätte ich Sinclair kurz vor der 2500 doch noch überholt.
Die Handlungsorte für die Übersicht überlasse ich aber ihm, er ist da ein aufmerksamerer Leser als ich.
Endlich wird das Geheimnis um das Aibon-Skelett Zigana enthüllt, das John regelmäßig auf seine Abenteuer begleitet. Er verwandelt sich zurück in den Mensch, der er einmal war. Ein Templer. Natürlich, jetzt wo Aibon und die Templer ständig verbunden werden. Er soll einen Auftrag für den letzten Aibon-Exorzisten ausführen. Hilfe dabei bekommt er von Raniel, der irgendwie unter dem Bann des Exorzisten steht.
Wegen Raniels Verschwinden bittet Clarissa Mignon den Geisterjäger um Hilfe. Das passt, denn gerade erscheint eine Projektion eines funktionierenden Lazarus-Amuletts in seinem Schlafzimmer, das ihm wohl Aviela schickt. John ist auch im Besitz eines anderen Lazarus-Amuletts, das allerdings seine Kraft verloren hat. Clarissa Mignon hofft, dass John einen Übergang bilden kann, wenn er beide Amulette miteinander verbindet. Oder so, das ist mir schon wieder alles zu abgehoben.
Währenddessen – oder eher zuvor – ist Iovan Raduc in Lazarus auf der Suche nach seiner Tochter Leicara , was sehr ausufernd beschrieben wird. Man merkt, dass Rafael Marques auch an Castor Pollux schreibt, die Passagen haben ein ähnliches Rom-Flair. Eigentlich will der Vampir Leicara töten, weil er sie als seine Schwachstelle ansieht. Aber als sie für ihn ihre eigenen Banshee-Beschützerinnen verrät, darf sie an seiner Seite bleiben. Jetzt müssen sie nur einen Weg zurück auf die Erde finden. Dafür könnten sie Avielas Hilfe gebrauchen, doch die ist gefangen genommen worden. Zufällig treffen sie auf das Ghoul-Trio aus JS 2482, die den Engel ebenfalls befreien wollen. Bei ihrer Aktion werden sie von Micenus erwischt, dem Engelsherrscher von Lazarus. Er will aus der Stadt zwischen den Reichen eine Stadt zwischen den Welten machen, was auch immer das heißt. Die Stadt zwischen den Zeiten bleibt Lazarus dann aber extra noch?
Im letzten Heftdrittel geht es endlich wieder zurück zu John. Aber nur ganz kurz. Die Verschmelzung der Amulette hat ihn nicht nach Lazarus transportiert, sondern lässt ihn nur die Erinnerungen von Iovan Raduc nacherleben. Und mit denen geht es jetzt weiter…
Der Vampir und seine Tochter werden von Micenus eingekerkert, die Ghouls konnten nochmal fliehen. Der Engel will die verschiedenen Zeitebenen von Lazarus wieder zusammenführen und die Stadt beleben, um sie als Vernichtungsmaschine gegen Aibon einzusetzen. Zum Glück weiß John nun davon und kann mit seinen Freunden einen Plan schmieden, bevor es zu spät ist.
Nur besteht ihr ursprüngliches Problem noch. Wie sollen sie nach Lazarus gelangen? Das ist plötzlich ganz einfach. Die Engelsgeister aus Raniels Engelswelt haben Clarissa Mignon ihre Kraft geliehen und damit ist sie plötzlich in der Lage, sich selbst, John und Suko direkt nach Lazarus zu teleportieren. Warum nicht gleich so? Ach ja, weil John dann die wichtigen Infos aus Raniels Erinnerungen nicht erhalten hätte. Eigentlich mag ich Rafael Marques für seine natürlich verlaufenden und glaubwürdigen Plots, aber diese ganze Lazarus-Sache ist schon sehr konstruiert. Unter anderem deshalb interessiert es mich kaum noch.
Sie erreichen Lazarus im perfekten Heftromantiming, wobei das bei einer Stadt zwischen den Zeiten eh irgendwie…komisch ist. Jedenfalls ist der Prozess der Vereinigung gerade in vollem Gange. Clarissa Mignon wird von Templer Zigana aufgelesen, der sie zu Raniel bringt. Der Gerechte hat sich vom Bann des Aibon-Exorzisten losgesagt und kämpft gerade gegen ihn. Clarissa Mignon kann den Exorizsten davon überzeugen, von Raniel abzulassen und Micenus‘ Plan nicht länger zu unterstützen.
John und Suko kämpfen sich bis zu Iovan Raduc durch und treffen auch auf Micenus, der wütend ist, dass der Aibon-Exorzist die Verschmelzung der Städte gestoppt hat. John ruft die Kreuzformel und sie werden wieder zur Erde gebracht. Ebenso wie Raduc, Leicara und Aviela…naja, jedenfalls sind sie frei und werden irgendwo hin teleportiert, wo sie in Sicherheit sind.
Ja, ok. Diese ganze Lazarussache ist einfach nichts für mich. Wird stellenweise auch ziemlich verworren, weil die Stadt zweimal zwischen den Zeiten existiert und irgendwie auch zwischen den Reichen. Der Plot hat viele mysteriöse Figuren, deren Motivationen und Hintergründe man nicht kennt. Das macht es auch nicht verständlicher. Dann die Vermischung mit mehreren Engel, die aber auf verschiedenen Seiten stehen. Und Iovan Raduc. Und andere alte Bekannte.
Gruselfeeling und Schauerstimmung kam da einfach nicht auf. Stellenweise dafür eher „Castor Pollux“ Stimmung. Rafael Marques kann froh sein, dass er hier kein Schlecht von mir reingedrückt bekommt. Ich war kurz davor. So wird es ein schwaches MITTEL mit

(4 von 10 Kreuzen)
Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm
Apropos, an irgendwas erinnert mich das Konzept „Menschen und Dämonen koexistieren miteinander“. An was nur? Ich erinnere mich
dunkel…
Du bist nicht der Einzige, der so einige Parallelen zum Konzept von Dark Land sieht.
Auserwählter hat geschrieben: Mo Mär 02, 2026 11:22 pm
Und warum vertreibt die simple Nennung des Namens Emma den mächtigen Exorzisten? Weil es sein „wunder Punkt“ war?
Weil er die wohl (warum auch immer) komplett vergessen hat und jetzt wo Clarissa sie erwähnt, fällt ihm wieder ein, dass er doch noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Also haut er ab, um nach Emma zu suchen.
Phexcaer hat geschrieben: Sa Mär 07, 2026 9:58 am
Allerdings geht Lazarus doch nun unter und wird zerstört, oder nicht?
Das hat der Exorzist ja gestoppt. Erstmal. Keine Ahnung, ob Micenus noch andere Möglichkeiten hat. Klang am Anfang nicht so, als wäre er unbedingt auf den Exorzisten angewiesen gewesen. Aber hey, ihr wisst sicher inzwischen mehr als ich.
Helmi 65 hat geschrieben: Mi Mär 18, 2026 4:55 pm
Aber ich mag seine Romane normalerweise! Mittel ist für mich eher nicht so gut
Das geht mir exakt genauso. Wenn ich IRH plötzlich mehrere GUT’s in Folge geben würde, wäre das ein großes Ding für mich. Umgekehrt spricht es für sich, wenn der Lazarus-Plot von mir nur noch MITTEL’s bekommt. Normalerweise ist Rafael Marques ein Kandidat für SEHR GUTe Wertungen.