Jugo Innochin flutet für MAGMA Washington mit Drogen und sorgt für Instabilität. Jetzt ist der Weltrat hinter ihm her. Miidas Patroulaakis lässt ihn aus der Stadt raus schaffen, will ihn dann aber vorsichtshalber doch loswerden. Nur muss es wie ein Unfall aussehen, deshalb entwickelt er einen Plan, statt ihn direkt zu killen. Zeit genug für Matt und Aruula, ihm für den Weltrat auf die Spur zu kommen. Doch Miidas Patroulaakis ist nicht dumm und hat als Rückversicherung seinen besten Killer damit beauftragt, die Falle für den Drogendealer im Auge zu behalten. Latifer Boyd erkennt Matt und Aruula sofort und will sie ausschalten.
Indes hat Jugo Innochin Spaß bei seiner Mutantenmaulwurfjagd. Und es gibt noch einige Nebenfiguren. Indigene, Teilnehmer der Jagdgesellschaft, Wulfanenleibwächter fürs Grobe. Trotzdem wirkt das nicht überzogen und jede der Figuren hat ihren Platz in der Handlung. Da macht die erste Hefthälfte schon Spaß. Es fühlt sich wieder wie MX an.
Der Attentatsversuch von Latifer Boyd schlägt natürlich ganz knapp wegen Heftromanpech fehl, weil Matt und Aruula die Serienhelden sind und nicht sterben dürfen. Hoffentlich war es das nicht für den Killer, ich würde gerne mehr von ihm lesen.
Während bei der Mutantenmaulwurf-Safari alles reibungslos verläuft, hat das Heldenduo bei der Verfolgung schon mehr Probleme. Erst geraten sie mit PROTO in einen Sturm und stecken im Sand fest, dann wird Matt von einem der Gräbber attackiert.
Jugo Innochin hat derweil Glück im Unglück. Die Begegnung mit einem riesigen Muttertier tötet die ganze Truppe. Er überlebt als einziger und wird dann auch noch von Indigenen aufgelesen. Mit denen verscherzt er es sich jedoch schnell. Als die Helden der Spur endlich bis hierhin gefolgt sind, erfahren sie, dass die Gemeinschaft den Dealer mit Drogen vollgepumpt in der Wüste ausgesetzt hat, damit ihre Gottheit über sein Schicksal entscheidet. Matt und Aruula schreiben ihn ab und machen sich gar nicht erst auf die Suche.
Na bitte, genau das habe ich gemeint. Der Roman ist handwerklich deutlich mittelmäßiger geschrieben als der Zweiteiler von Michael Edelbrock. Trotzdem hat er mir besser gefallen. Nicht nur hat der Autor mein MX-Feeling echt gut eingefangen, auch rückt MAGMA endlich stärker in den Fokus. Ein weiteres Mitglied wird enthüllt. Leider erst, als er auf der Abschussliste seines Bosses steht. Ich hätte gern vorher einige Romane über seine Drogenoperation in Washington gelesen, um die Figur einzuführen. Dann hätte dieses Abenteuer mehr Eindruck hinterlassen. Aber ob Jugo Innochin wirklich tot ist? Solange keine Leiche gefunden wurde, kann man sich nie sicher sein. Würde mich freuen, wenn er als wahnsinniger Racheengel wieder auftaucht. Und den MAGMA Spezialkiller Latifer Boyd sehen wir hoffentlich auch wieder. Wäre sonst ziemliche Verschwendung.
Mehr als sowas will ich doch gar nicht, ich erwarte keine Wunder. Knapp SEHR GUTe

(7 von 10 Kometen) und 4 Sterne im Maddraxikon. Wenn man jetzt einen der Top-Autoren an so ein Skript setzt und MAGMA dem Leser vorher schmackhafter macht, dann ist auch wieder eine Höchstwertung drin. Da bin ich mir sicher.