Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 172: Allein mit dem Krallendämon

Moderator: Michael

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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 172: Allein mit dem Krallendämon

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Das Gleichgewicht Offline
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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 172: Allein mit dem Krallendämon

Beitrag von Das Gleichgewicht »

[CENTER][timg]https://www.bastei.de/thumbnail/1d/68/66/1745416398/9783751780346.jpg_1920x1920.jpg[/timg][/CENTER]

Allein mit dem Krallendämon

Erst seit wenigen Wochen ist Isaac Finley Butler im Anwesen Battlecrease House der alten Geisterjägerin Lady Mildred Enderby. Die entschließt sich, eine alte Schulfreundin übers Wochenende zu besuchen. Drei Tage lang kann der junge Isaac also die Ruhe genießen und einmal die Beine ausstrecken - so glaubt er! Doch schon in der ersten Nacht schrecken ihn unheimliche Laute aus dem Schlaf. Etwas schleicht durch das riesige, uralte Gemäuer. Und schon bald findet Isaac heraus, dass es sich dabei um eine übernatürliche Kreatur handelt! Isaac allein zu Hause - oder eben doch nicht!

Geschrieben von Henry Cardell

Erscheinungsdatum: 10.05.2025
Aktuelle Lesefavoriten:

1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Schneedrache Offline
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Beitrag von Schneedrache »

Seit einiger Zeit kaufe ich längst nicht mehr alle Gespenster-Krimi-Hefte, aber das hier interessiert mich. Das Titelbild gefällt mir nicht wirklich, aber es ist noch okay. So wirklich warm bin ich mit Butler Finley noch nicht geworden, muss auch immer an Butler Parker denken, :D aber die Subserie hat noch eine Chance sich gut zu entwickeln.
Tulimyrsky Offline
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Beitrag von Tulimyrsky »

Mir gefällt das Cover ausgesprochen gut, da es direkten Bezug zum Roman hat. Das war ja bei vielen GK 2.0 nicht der Fall, weil alte Bilder verwendet wurden.

Leider konnte der Roman bei mir so gar nicht zünden. Zum einen fand ich den Part mit Isaac Finley etwas langatmig und zum anderen ist mir das Gespann Finley/Enderby etwas zu langweilig. Der Protagonist reagiert hölzernund unbeholfen. Mag beabsichtigt sein und den Charakter im Laufe der Serie entwickeln und voranbringen, für mich im Moment wenig positiv besetzt. Klar, die Serie ist nett, mehr aber leider auch nicht. Zumindest für mich.

Die Idee mit dem Krallendämon ist zugegebenermaßen nicht schlecht, rettet den Roman auch vor einer schlechten Wertung, bleibt abzuwarten, ob sich die Serie noch entwickelt und ein Grusel Highlight werden kann.

Überaus störend fand und finde ich die Klammerbemerkungen im Text. Für mein Empfinden stören die den Lesefluss, als dass sie ihn unterstützen.

Für dieses Jahr sind ja noch mindestens 3 weitere Finley/Enderbys angekündigt. Denen gebe ich noch eine Chance...

Ich habe mit [B]Mittel [/B]gestimmt.
Ich bin nicht der Messias - Doch, du bist es. Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt.
Schneedrache Offline
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Beitrag von Schneedrache »

[quote][i]Original von Tulimyrsky[/i]
Leider konnte der Roman bei mir so gar nicht zünden. Zum einen fand ich den Part mit Isaac Finley etwas langatmig und zum anderen ist mir das Gespann Finley/Enderby etwas zu langweilig. [/quote]
Das geht mir leider ganz genau so. Ich gebe auch ein mittel, und ich werde den weiteren Romanen dieser Subreihe noch eine Chance geben. Vielleicht wird es ja noch besser.
Schneedrache Offline
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Beitrag von Schneedrache »

Ich bin allerdings nicht sicher, ob mir das gefallen wird, dass
[SPOILER]
diese Krallendämonin a) vermutlich in Zukunft zum Team gehören wird,
und b) vermutlich irgendwie als lustig empfunden werden soll. [/SPOILER]
Tulimyrsky Offline
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Beitrag von Tulimyrsky »

[quote][i]Original von Schneedrache[/i]
Ich bin allerdings nicht sicher, ob mir das gefallen wird, dass
[SPOILER]
diese Krallendämonin a) vermutlich in Zukunft zum Team gehören wird,
und b) vermutlich irgendwie als lustig empfunden werden soll. [/SPOILER][/quote]

Ich vermute beides ;)
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abnelgurk Offline
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Beitrag von abnelgurk »

Das Cover stellt eine Scene aus der Geschichte da, wie Isaak den Krallendämon stellt. So passt wohltuend der Titel und das Cover zum Roman, ist ja selten genug der Fall.
Es werden zwei unterschiedliche Zeitstränge beschrieben, die beide ihren Reiz haben und natürlich laufen die Auswirkungen am Ende hin zusammen.

[SPOILER]Gibt es einen weiteren Mitstreiter im Finley-Team? Panja, die Krallendämonin? Interessant sind ihre Heilkräfte und die Sympathie zu Isaak.
Auch scheint Lady Enderbys Silbermesser noch das eine oder andere Geheimnis zu besitzen.
[/SPOILER]

Die Story hat mich sehr gut unterhalten und das ist dann auch meine Wertung. Ich freue mich auf weitere Geschichten mit dem neuen Geisterjäger.
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iceman76 Offline
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Beitrag von iceman76 »

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit.

Indien im Jahr 1857.

Jacob, ein britischer Corporal kämpft am Ufer des Ganges um sein Leben. Angeschossen droht er in der starken Strömung des Flußes zu ertrinken. Mit knapper Not kann er dem ertrinken entrinnen und sich ans Ufer retten. Doch damit hat das Leiden von Jacob noch lange kein Ende denn seine Häscher, Indische Rebellen, sind ihm auf dem Versen. Es gelingt ihm sich in den nahen Dschungel zu schleppen. Mehr tot als lebendig findet er zufällig den Eingang zu einer Höhle. Am Eingang der Höhle sind für ihn unbekannte Schriftzeichen angebracht. Da ihm seine Verfolger dicht auf der Spur sind betritt Jacob die Höhle. Merkwürdigerweise betreten seine Verfolger die Höhle nicht...
... wenig später wird Jacob vor Erschöpfung besinnungslos...
... ohne zu ahnen das das betreten der Höhle sein Leben verändern würde!

Gegenwart

Isaac Finley geht seinen Tätigkeiten auf Battlecrease House nach. Lady Mildred Enderby ist nicht zugegen, sie besucht eine gute Freundin in der nahegelegenen Stadt Reading. Der kommende Schlamassel beginnt in der kommenden Nacht. Isaac wird wach und stellt fest das seine Brust mit kleinen Kratzern übersäät ist. Und er macht noch eine Entdeckung; er ist nicht allein! Ein kleiner, teuflischer Dämon mit gelben Augen befindet sich bei ihm im Zimmer...

Fazit: Mir hat diese Geschichte "sehr gut" gefallen. Tatsächlich hat mir der Teil der in der Vergangenheit sogar besser gefallen als der Teil der in der Gegenwart spielt. Vielleicht gibt es ja nochmal eine Geschichte in der Jacob eine kleine Rolle spielt, würde mich freuen!
Die Idee mit dem kleinen Dämon fand ich sehr gelungen. Wobei die Entwicklung so nicht absehbar war! Ich bin mal auf kommende Ereignisse gespannt! :)

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Knollo Offline
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Beitrag von Knollo »

Isaac Finley GK172...
Das mit der Erwartung ist immer so eine Sache, wenn man denkt jetzt geht's aber so richtig los tritt man irgendwie auf der Stelle.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl das Isaac genau aus dem Grund das Wochenende in der Villa allein bleiben sollte. Zumindest schien die Story darauf hinzuweisen. Aber da es im Heft hauptsächlich um die Vergangenheit von Jacob ging, blieb die eigentliche Handlung ewig im Hintergrund.

Das Finale um den Dämon versöhnte mich dann nicht nur mit einer überraschenden Wendung sondern erheiterte mich gleichermaßen Gut.

Was ja irgendwie in den ersten Heften mit dem in Klammern geschriebenen noch als dezente Eigenheit des Autor durchgehen könnte, nimmt aber jetzt auch für mich eine Art von übertriebenen inflationären Eigenleben an.
Davon abgesehen ist die Schreibweise des Autor über alle bisherigen Bände mit seinem Stil richtig gut und liest sich absolut entspannt.
Da bin ich auf den Part mit dem Dämon in den nächsten Bänden echt gespannt. Ist mir allemal ein GUT wert.
...derzeitige Favoriten; Castor Pollux & Isaac Kane
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 172: Allein mit dem Krallendämon

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Wird mal Zeit, bei meinen GK Subserien Up to Date zu kommen. So viele Hefte sind ja (leider? Zum Glück?) nicht erschienen.
Spoiler
Isaac Finley hütet dieses Wochenende allein das Anwesen seiner Dienstherrin. Natürlich geht ausgerechnet dann nachts Unheimliches vor sich. Zum Glück handelt es sich nur um einen kleinen süßen Krallendämon, der nicht extrem gefährlich ist. Zum Beispiel tötet er Isaac im Schlaf nicht, sondern zerkratzt ihm nur oberflächlich ein wenig die Brust, bis er davon aufwacht. Der wollte bestimmt nur spielen. Isaac schnappt sich das mysteriöse Silbermesser von Lady Enderby und macht sich an die Verfolgung des Störenfrieds. Was einen ordentlichen Teil des Hefts einnimmt. Bis jetzt ist noch nichts lebensbedrohliches oder wirklich Spannendes passiert. Der Roman punktet eher mit einem charmanten Erzählstil und dem niedlichen Monsterchen. Ich habe meinen Spaß.

Auch die obligatorische Vergangenheitserzählung lässt den Krallendämon in einem guten Licht erscheinen. Ein britischer Soldat flieht zur Kolonialzeit von indischen Rebellen verfolgt in eine Höhle, wo der Krallendämon gebannt ist. Er heilt seine Wunden. Dann werden beide von den Rebellen erwischt, aber sie entkommen am Ende.

Inzwischen dürfte so ziemlich jedem Leser klar sein, wohin die Reise geht. Man muss eher um das Leben des Krallendämons bangen und nicht um das von Isaac. Ich denke aber nicht, dass Henry Cardell so fies ist und das durchzieht. Man kann dem Heft also durchaus ankreiden, dass kein Gefühl des Nervenkitzels aufkommt.

Schließlich stellt Isaac den Krallendämon in seiner „Wohnhöhle“ im Keller und natürlich kommt Lady Enderby im letzten Moment zum Anwesen zurück, um ihren Butler zu stoppen, weil der Dämon hier wohnt und ein ganz Lieber ist.

Dann können wir ja zu den Logikfragen kommen. Die versucht Henry Cardell immerhin zu erklären, wobei mich das nicht überzeugen kann. Wieso hat die Lady ihrem neuen Butler nicht direkt darüber informiert, welche paranormalen Mitbewohner er noch hat? Weil sie warten wollte, bis er bereit dazu ist. Hat ja prima geklappt. Außerdem kann der Krallendämon offenbar Englisch sprechen und hätte das Missverständnis jederzeit aufklären können. Aber es wollte sich einen Spaß machen. Dazu passt nicht ganz, dass er panische Angst vor dem Silberdolch hat und es ihn ein paar Mal fast erwischt hätte. Ich denke, spätestens dann hätte er was gesagt.
Normalerweise bin ich der absolute Logik-Typ, der eine runde Handlung braucht. Manchmal erwischt es mich aber und ich kann das gut ignorieren. Dafür muss die Schreibe sehr gut sein und der Humor für mich passen. So wie hier. Vielleicht habe ich so einen lockeren Gruselroman aber auch einfach gebraucht. Obwohl für mich relativ schnell klar war, wohin die Reise geht, hatte ich meinen Spaß mit dem „Abenteuer“. Der Krallendämon hat mich irgendwie an den Hauself Dobby von Harry Potter erinnert.

Trotzdem oder gerade deswegen muss der Roman sich ein wenig Kritik gefallen lassen. Richtig spannend oder gruselig ist er nicht. Einige unlogischen Dinge müssen zusammenkommen, damit diese Handlung trotzdem über ein volles Heft gezogen werden kann. Henry Cardell merkt das offenbar selbst und versucht diese Logikfragen zu beantworten, aber richtig überzeugend ist das nicht. Zudem sind „Überraschungsfaktor des Missverständnisses“ und Ausgang des Hefts relativ schnell zu erahnen. Eine charmante und leicht humoristische Geschichte, wie man sie schon kennt, ein Wagnis geht der Autor hier nicht ein. Hätte den meisten Lesern (einschließlich mir) auch die Geschichte verdorben, denke ich.


Wir hatten sowas (die Erscheinungszeiträume betreffend) gerade erst mit dem Finley-Weihnachtsroman und jetzt direkt wieder. Naja, ich weiß nicht. Von mir trotzdem knappe SEHR GUTe :D :D :D :D :D :D :D :| :| :| (7 von 10 Totenköpfen), aber ich kann auch jeden Leser verstehen, der eine Schlechte Wertung gibt.
Aktuelle Lesefavoriten:

1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
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