Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 190: Das Grauen vom Berg

Moderator: Michael

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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 190:Das Grauen vom Berg

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Das Gleichgewicht Offline
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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 190: Das Grauen vom Berg

Beitrag von Das Gleichgewicht »

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Das Grauen vom Berg

Man nennt es Chupacabra - Ziegensauger! Ein mystisches Wesen, von dem sich die abergläubische Bevölkerung in Mexiko erzählt! Nachts kommt es aus den Bergen und saugt die Ziegen aus - aber auch Menschen fallen der unheimlichen Bestie angeblich immer wieder zum Opfer! Als in San Bartolo die junge, heißblütige Ana Hernández mit aufgerissener Kehle und blutleerem Körper aufgefunden wird, sind viele der Einheimischen sofort davon überzeugt, dass der Chupacabra erneut sein Unwesen treibt. Die Polizei bittet Professor Alonso Marquez, forensischer Sachverständiger für Tierangriffe, den Fall zu untersuchen. Zusammen mit seinem Freund Padre Rafael und dem Kryptozoologen Dr. Moreno begibt er sich in die abgelegene Region, und dort treffen sie auf

Geschrieben von Camilla Brandner

Erscheinungsdatum: 17.01.2026
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 190: Das Grauen vom Berg

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Spoiler
Padre Rafael Altamirano ist nicht nur Priester, sondern auch kryptozoologisch interessiert. Als er erfährt, dass in der Provinz Zacatecas ein mythischer Chupacabra sein Unwesen treiben soll, geht er dem gemeinsam mit seinem Krypto-Freund Dr. Moreno nach. Mit dabei ist auch Rafaels misstrauischer Nicht-Krypto-Freund Professor Alonso Marquez.

Ein Priester, ein Arzt und ein Professor. Das ist doch mal eine bunte Truppe. Wie von Camilla Brandner gewohnt, beginnt der Fall sehr ruhig. Erst mit einigen Briefen und Berichten, dann fährt man in das Gebiet und befragt Zeugen. Hinter der ganzen Sache steckt ein Familiendrama mit einer hübschen Frau im Zentrum, natürlich. Die hat der Chupacabra erwischt. Aber ist wirklich ein legendäres Monster der Killer oder ein geschickter Mensch? Einer der Söhne des Großgrundbesitzers? Ein Bediensteter? Oder gar Don Sebastian höchstselbst? Der wollte die verführerische junge Wirtstochter ehelichen, sehr zum Unmut seines Umfelds.

Gibt es statt dem Grusler der Woche also eher einen klassischen „Who did it?“ Krimi? So sieht es aus. Nachforschungen und Befragungen statt Monsterjagd. Im letzten Heftviertel decken die Protagonisten die gar menschliche Scharade dann auf. Also gibt es gar keinen Chupacabra?

Offenbar nicht. Damit Camilla Brandner sich nicht sagen lassen muss, hier einen reinen Krimi geschrieben zu haben, erwachen auf den letzten 5 Seiten noch fix ein paar Hundegeister, weil das Protagonistentrio bei ihren Ermittlungen die Ruhe einer alten Hundegruft gestört hat. Die Hunde haben es jedoch nicht auf die Helden abgesehen, die ihre Gruft öffneten, sondern auf die Übeltäterin des Romans. Die jagt sich selbst eine Kugel in den Kopf, bevor die Rachehunde aus dem Jenseits sie zerfleischen. Oder so. Vielleicht hat sie sich das auch alles aus Reue nur eingebildet und die Geschichte war wirklich ein normaler Krimi.
Als Fazit viel zu schreiben, würde den Roman leider ziemlich spoilern. Also weiterlesen auf eigene Gefahr.

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Der Roman ist nämlich ein reiner Krimi und der Chupacabra existiert nicht. Wie in den guten alten Edgar Wallace Filmen. Nur besteht da für die Ermittler eine reale Gefahr, wenn der wirkliche Mörder verhindern will, dass man ihm auf die Schliche kommt. Das ist hier nicht der Fall. Klar ist die ganze Murder Mystery interessant und hat einen unheimlichen Touch. Aber genau genommen dreht sich der komplette Fall nur um Nachforschungen und Befragungen. Die Schuldige nimmt sich am Ende selbst das Leben und fertig. Keine wirkliche Spannung oder Bangen um das Wohlbefinden der Protagonisten.

Wieder so ein Roman, wo ich Camilla Brandner ihren Pseudogrusel gönne, aber ein wenig Würze muss dann doch trotzdem sein. Sonst ist das doof.

Da ist die Frage wie viel „Gespenster“ im Gespenster-Krimi sein muss, damit er sich für die Reihe eignet. Von mir :D :D :D :D :| :| :| :| :| :| (4 von 10 Totenköpfe) und noch ein knappes MITTEL. Als reiner Krimi mit einer Minispur Grusel ist der Roman nämlich noch unterdurchschnittlich solide.
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