Handlung: John und Suko werden von Sir Powell in den Stadtteil Brixton geschickt. In einem größeren Wohnhaus verschwanden Menschen. Sie gingen hinein, kamen aber nicht mehr heraus. Dazu gehörte auch ein Sondereinsatzkommando. Außerdem soll sich das Innere des Hauses in einen Wald verwandelt haben. Am betroffenen Haus angekommen treffen die Geisterjäger noch letzte Vorbereitungen bevor sie das Haus betreten und ihren Weg in Ungewisse beginnen. Sie hoffen irgendwo die vermissten Menschen zu finden und sie noch retten zu können. Welche Kraft und welches Motiv stecken hinter der Veränderung? Johns Kreuz lässt den Geisterjäger auf Aibon tippen, was aber Mandragoro nicht unbedingt ausschließen würde.
Meinung: Bevor ich auf den neuen Roman von Thomas Williams einging, fiel mir zuerst der teilweise merkwürdige Bericht vom Jubiläumsevent auf der Leser-Seite auf. Ich wusste nicht wer ihn verfasste. Ob die Location und die Ausschmückung wirklich so liebe - und stimmungsvoll waren, darüber konnte man geteilter Meinung sein. Fans mit denen ich sprach, sahen es teilweise etwas anders. Mir persönlich gefiel bislang Location und Ambiente der ersten Con am besten. Ein schlechter Witz war aber definitiv die Aussage, dass Timo Wuerz das Bad in der Menge genossen hatte. Timo konnte doch aufgrund einer Erkrankung gar nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Ein Bad konnte er also nur in der eigenen Badewanne genossen haben. Eine ziemlich peinliche Sache.

:wall:
Nun aber zum eigentlichen Roman. Mir gefiel es am Anfang hervorragend wie Thomas, durch die Krankenschwester Samatha Kraft, zunächst absolut authentisch ihre Gefühle nach der Nachtschicht auf dem Heimweg schilderte. Ich konnte da selbst ein Lied von singen. Sehr gut war der dazu passende Dialog mit der Frau aus dem Fahrstuhl. Gleichzeitig ging Thomas auch sehr gut auf die angespannte berufliche Situation von Pflegekräften in Krankenhäusern ein, die über die eigene Belastungsgrenze hinaus eingeteilt werden.
Samanthas Nachbar Rick erinnerte nicht nur aufgrund seiner Kappe, sondern vom ganzen Auftreten und Wesen her, an Louis Tully aus dem Film „Ghostbusters“, der von Rick Moranis dargestellt wurde. Der Vorname Rick war wohl ein zweiter Hinweis auf diesen Charakter. Tully war auch stets bereit seine Nachbarin bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu bequatschen.
Eine Fehler gab es auf der Seite 13 unten, da war plötzlich ein Oberinspektor zu viel im Spiel, als John Suko mit Oberinspektor vorstellte und nicht mit seiner richtigen Dienstbezeichnung Inspektor.
Der spannende Ablauf des Romans, mit dem Weg durch einen fremden Wald voller Fallen und Gefahren, wurde immer wieder durch Lacher, für die Rick sorgte, aufgelockert. Egal ob er plötzlich ihre Situation mit einem Holodeck bei Star Trek verglich, oder Suko, per Video, groß herausbringen wollte.
Das mit Peter etwas nicht stimmte war mir spätestens klar, als er John durch die gleiche Felsspalte führte und begleitete, deren durchkriechen er noch zuvor, in der Gruppe mit seinen Nachbarn, aus klaustrophobischen Gründen vehement ablehnte. Alles nur ein Vorwand um seine Nachbarn in die Falle zu locken.
Auf der Seite 43 waren die angegebenen Fakten über Aibon nicht ganz richtig gewesen. Guywano wurde zwar vernichtet. Dieses galt aber nicht für die dunkle Seite Aibons. Im Text stand letzteres falsch. Die dunkle Seite Aibons existierte immer noch und wird im Augenblick von Rog beherrscht.
Ansonsten knüpfte die Handlung ein wenig an Band 720 an. Genauso wie damals die Kannibalen hatte der Rote Ryan nun den Jäger und Killer Peter aus Aibon verbannt und einfach auf die Erde geschickt. Auch eine Möglichkeit seinen Müll zu entsorgen und unbequeme Personen los zu werden.
Nach Peters Enttarnung war die Luft aus dem Roman so ziemlich heraus gewesen. Im letzten Drittel ging es nur noch um rennen, jagen und kämpfen, was zunehmend eintönig wurde. Es war aber insgesamt ein solider Roman, den ich abschließend mit der Note 3 = Befriedigend und dementsprechend mit 3 von 5 Kreuzen bewertete. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
gut ab.
:thumbup: :buch: