Fanny Morweiser: Ein Sommer in Davids Haus

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Fanny Morweiser: Ein Sommer in Davids Haus

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Ein Sommer in Davids Haus

Verfasst von Fanny Morweiser

Titelbild von Tomi Ungerer

262 Seiten

Erschienen 1978

Diogenes Verlag

Olivaro Offline
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Beitrag von Olivaro »

Angesiedelt in den Rheinauen, ist der Roman ein vielfarbiges Gemälde aus sommerlichen Impressionen und Naturschilderungen, fast nebenbei nur durchsetzt mit Erzählungen und Berichten über einen jungen Mann namens David, der unsichtbar und wie ein Phantom durch die Seiten streift. Erst ab Seite 171 nimmt David Gestalt an, bleibt dabei aber weiterhin auf merkwürdige Weise nicht greifbar. Seine Faszination auf Mädchen und junge Frauen ist ebenso seltsam wie sein eigenes Gebaren, das sich einer genauen Definition entzieht. Im Mittelpunkt der Handlung, die sehr ruhig zwischen all den Momentaufnahmen und Naturbeschreibungen dahinfließt, steht die Kunststudentin Sophie, die von Davids Schwester dessen Haus vermietet bekommt. Eine sommerliche Landschaft mit Schilf, Weihern und verborgenen Pfaden, hitzeflirrend, schattenspendend, eine verlassene Badeanstalt, die so verlassen nicht ist, eine Gartenwirtschaft, besucht und besiedelt von allerhand interessantem Volk, ein Unfall, der keiner ist, schicksalhafte Begegnungen - und dazwischen David, immer wieder David. Und der Leser, der sich, träge von der Hitze, von Fanny Morweiser an diese sonderbaren und doch so verführerisch einladenden Orte führen lässt.
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