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Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Sa Mär 14, 2026 4:49 pm
von Sheila Conolly
DerHerrderSeiten hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 10:07 am Der Bastei Verlag hat fast nur noch alte Leser, meist männlich und heterosexuell bei den Spannungsromanen. Die würde man mit schwulen Charakteren verschrecken. So ist es ja auch in der Werbung oft. Männer die sich küssen? Da protestieren die alten Herren. Frauen die sich küssen? Jaaa, das brauchen die!
iceman76 hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 12:20 pm Gibt es da eine zuverlässige Quelle für?
Würde ich auch gerne wissen!

Ich für meinen Teil bezog mich explizit auf John Sinclair, bei der Jason Darks Aussage allgemein bekannt ist, dass mind. 60% seiner Leser weiblich wären (was er anhand seiner Leserzuschriften, durch Fan-Gespräche, etc. feststellte).
Also mehr als die Hälfte, egal welchen Alters. Und da kann man mir nicht erzählen, dass man weibliche Leser mit schwulen Beziehungen verschrecken würde oder das andere Extrem, dass die alle "nur" von lesbischen Beziehungen lesen wollen.
Und "alte Herren", die Sinclair lesen, wollen nicht von Männern lesen, die sich küssen ... echt jetzt? Seit wann liegt der Fokus in Punkto Sinclair bei "alten Herren"?? Mal ganz abgesehen davon, dass die "alte Riege" (m/w) bei Sinclair ja künftig demonstrativ ausgelassen werden soll, somit wären die für die Serie eh irrelevant ... aber alle Frauen lesen also per se gerne von sich untereinander küssenden Frauen? Aha ...
Gerade wenn man bedenkt, WER größtenteils die Serie liest?
Mal ganz abgesehen davon, dass innerhalb einer GRUSELserie die sexuellen Neigungen der Protagonisten nicht unbedingt den Vordergrund bilden sollten, sondern eben der GRUSELfaktor. Als nette mitlaufende oder unterschwellige "Nebensächlichkeiten" eingebracht, hätte wahrscheinlich niemand was dagegen und/oder es würde auch niemandem auf den Senkel gehen - wie dramatische Beziehungskisten (egal welcher Art) generell.
Wenn man doch so "en vogue" und innovativ sein will, warum werden lesbische Beziehungen total hervorgehoben, das männliche Pendent (o.a.) fällt aber komplett unter den Tisch? Wenn auf LGBTQ+ innerhalb einer Heftromanserie Wert gelegt wird, wäre es doch nett, wenn auch mehrere mögliche Beziehungs-Konstellationen eingebracht werden, als ständig "nur" eine einzige hervorzuheben?
Wenn schon, denn schon ... also dann auch wirklich gemischt ... oder generell alles reinbringen.
Aber das passt natürlich wunderbar zur aktuellen Verweiblichung von allem, egal ob Freund oder Feind, die Weiblichkeit steht überall an der Spitze, während Kerle (ebenfalls bei Freund und Feind) als Deppen dargestellt werden oder sich überall unterzuordnen haben. Selbst mit dem Serienhelden wird so verfahren ...

Tulimyrsky hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 1:48 pm
DerHerrderSeiten hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 10:07 am Der Bastei Verlag hat fast nur noch alte Leser, meist männlich und heterosexuell bei den Spannungsromanen. Die würde man mit schwulen Charakteren verschrecken. So ist es ja auch in der Werbung oft. Männer die sich küssen? Da protestieren die alten Herren. Frauen die sich küssen? Jaaa, das brauchen die!

Das mag ja sein (oder auch nicht), aber den Zusammenhang mit meinem Zitat verstehe ich nicht. Das hat doch nichts mit dem Namen McGuffin zu tun? Mein Post war ja eh nur blödsinnig und spaßig gemeint.
Vielleicht hat er sich vertan und wollte eigentlich Darklord1966 zitieren? Wobei es da ja auch mehr um die hervorgehobene Alterssache ging ... 🤔🤷‍♀️

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Sa Mär 14, 2026 11:40 pm
von Auserwählter
Darklord1966 hat geschrieben: Fr Mär 13, 2026 11:09 pm Die Verzweiflung bei Bastei muß groß sein ,um bei der TikTok-Generation durchstarten zu wollen. Da kann ich als Altleser froh sein ,rechtzeitig den Absprung geschafft zu haben. Allein dieses Geschreibe um das Alter hat für mich so einen faden Beigeschmack und für mich bleibt IRH ein Leichenfledderer auf Romangebiet, um es mal so auszudrücken !!
R I P JS / ist aber nur meine Meinung
Ich hoffe, du hast unrecht, befürchte aber das Gegenteil...

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Sa Mär 14, 2026 11:49 pm
von Auserwählter
Und ganz ehrlich, brauchen wir eine, wie auch immer gestaltete, dermaßen ausgeprägt starke Ausarbeitung der LGTBQ+-Community? Sonst müssten wir auf sämtliche religiösen Gruppen, politische Lager, Fress- und Waschgewohnheiten, etc. Rücksicht nehmen. Bei allem Verständnis vor der unrechtmäßigen Behandlung dieser Gruppen: Es handelt sich immer noch um eine Horror-Serie... Das erinnert mich an Star Trek, wo zunehmend der Fokus auf Diversität ohne inhaltliche Themen gelegt wird. Kontroverse Aspekte hat die Serie schon immer, nur durch Subtilität wesentlich effizienter, thematisiert.

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: So Mär 15, 2026 9:04 am
von Das Gleichgewicht
Und mal ganz ehrlich....kümmert das irgendwen? Selbst wenn jetzt mal eine Transperson mitspielen sollte, dann ist das doch völlig ok. Solange die Figur in den Roman passt und die Sexualität nicht unnötig im Vordergrund steht. Oder ein schwules Pärchen gerät in Bedrängnis und küsst sich am Ende, als John sie gerettet hat. Passiert.

Wobei ich persönlich auch finde, dass IRH es mit den "starken weiblichen Figuren" bei den Gegnern übertreibt und mit den "sexuell trauamtisierten weiblichen Figuren" bei den Helden und Nebencharakteren.

Aber bevor ich mich jetzt wieder in Rage schreibe...

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: So Mär 15, 2026 11:48 am
von iceman76
Ich glaube wir sollten hier langsam mal wieder zum Thema kommen!

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Mo Mär 23, 2026 9:23 am
von DerHerrderSeiten
Sheila Conolly hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 4:49 pm
DerHerrderSeiten hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 10:07 am Der Bastei Verlag hat fast nur noch alte Leser, meist männlich und heterosexuell bei den Spannungsromanen. Die würde man mit schwulen Charakteren verschrecken. So ist es ja auch in der Werbung oft. Männer die sich küssen? Da protestieren die alten Herren. Frauen die sich küssen? Jaaa, das brauchen die!
iceman76 hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 12:20 pm Gibt es da eine zuverlässige Quelle für?
Würde ich auch gerne wissen!

Ich für meinen Teil bezog mich explizit auf John Sinclair, bei der Jason Darks Aussage allgemein bekannt ist, dass mind. 60% seiner Leser weiblich wären (was er anhand seiner Leserzuschriften, durch Fan-Gespräche, etc. feststellte).
Also mehr als die Hälfte, egal welchen Alters. Und da kann man mir nicht erzählen, dass man weibliche Leser mit schwulen Beziehungen verschrecken würde oder das andere Extrem, dass die alle "nur" von lesbischen Beziehungen lesen wollen.
Und "alte Herren", die Sinclair lesen, wollen nicht von Männern lesen, die sich küssen ... echt jetzt? Seit wann liegt der Fokus in Punkto Sinclair bei "alten Herren"?? Mal ganz abgesehen davon, dass die "alte Riege" (m/w) bei Sinclair ja künftig demonstrativ ausgelassen werden soll, somit wären die für die Serie eh irrelevant ... aber alle Frauen lesen also per se gerne von sich untereinander küssenden Frauen? Aha ...
Gerade wenn man bedenkt, WER größtenteils die Serie liest?
Mal ganz abgesehen davon, dass innerhalb einer GRUSELserie die sexuellen Neigungen der Protagonisten nicht unbedingt den Vordergrund bilden sollten, sondern eben der GRUSELfaktor. Als nette mitlaufende oder unterschwellige "Nebensächlichkeiten" eingebracht, hätte wahrscheinlich niemand was dagegen und/oder es würde auch niemandem auf den Senkel gehen - wie dramatische Beziehungskisten (egal welcher Art) generell.
Wenn man doch so "en vogue" und innovativ sein will, warum werden lesbische Beziehungen total hervorgehoben, das männliche Pendent (o.a.) fällt aber komplett unter den Tisch? Wenn auf LGBTQ+ innerhalb einer Heftromanserie Wert gelegt wird, wäre es doch nett, wenn auch mehrere mögliche Beziehungs-Konstellationen eingebracht werden, als ständig "nur" eine einzige hervorzuheben?
Wenn schon, denn schon ... also dann auch wirklich gemischt ... oder generell alles reinbringen.
Aber das passt natürlich wunderbar zur aktuellen Verweiblichung von allem, egal ob Freund oder Feind, die Weiblichkeit steht überall an der Spitze, während Kerle (ebenfalls bei Freund und Feind) als Deppen dargestellt werden oder sich überall unterzuordnen haben. Selbst mit dem Serienhelden wird so verfahren ...

Tulimyrsky hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 1:48 pm
DerHerrderSeiten hat geschrieben: Sa Mär 14, 2026 10:07 am Der Bastei Verlag hat fast nur noch alte Leser, meist männlich und heterosexuell bei den Spannungsromanen. Die würde man mit schwulen Charakteren verschrecken. So ist es ja auch in der Werbung oft. Männer die sich küssen? Da protestieren die alten Herren. Frauen die sich küssen? Jaaa, das brauchen die!

Das mag ja sein (oder auch nicht), aber den Zusammenhang mit meinem Zitat verstehe ich nicht. Das hat doch nichts mit dem Namen McGuffin zu tun? Mein Post war ja eh nur blödsinnig und spaßig gemeint.
Vielleicht hat er sich vertan und wollte eigentlich Darklord1966 zitieren? Wobei es da ja auch mehr um die hervorgehobene Alterssache ging ... 🤔🤷‍♀️
Es ist wie in der Werbung: Küssende Männer verschrecken die cis-Herren, küssende Damen törnen die cis-herren an. Hingegen sehen hetero Frauen oft nicht gerne sich küssende Frauen. Hingegen sind mehr als 80 Prozent aller Abonnenten von Gay Pornoseiten Frauen, und 90 Prozent aller Leser von Gay Romance sind ebenfalls Frauen

Das Dilemma bei JS ist heute tatsächlich, dass man kaum von Leserinnen hat. Im Gegensatz zu früher sind fast nur noch alte cis Herren verblieben. Die würde man also mit Gay abschrecken. Gleichzeitig möchte man aber junge Frauen wieder erreichen. Aber meiner Meinung nach kann man eh machen, was man will. Aufgrund fehlender Verkaufsstellen wird sich die Lage nicht bessern.

Zur EInordnung:

In den 90ern gab es in D 200.000 Presseverkaufsstellen. Fast überall gab es Heftromane
Im Jahr 2000 gab es noch 135.000 Presseverkaufsstellen. Heftromane gab es nicht mehr überall
Heute gibt es noch 70.000 Presseverkaufsstellen. Nicht einmal 30 Prozent dieser Verkaufsstellen führen Heftromane

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Mo Mär 23, 2026 9:15 pm
von Auserwählter
Aber wie ich schon mal woanders schrieb und auch schon hier angedeutet wurde:
Es ist eine Grusel- oder meinetwegen auch eine Horrorserie, da kann man gerne - und dann wirklich nebenbei - das Thema mit einbringen. Das ist wichtig, sollte aber nicht im Mittelpunkt stehen. Dafür gibt es andere Sparten. Und wenn, ja, dann auch schwule Männer. Aber eben nicht emporgehoben, sondern einfach nur "normal". Das wollen alle ja auch so, oder??

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Mo Mär 23, 2026 9:15 pm
von Auserwählter
Aber wie ich schon mal woanders schrieb und auch schon hier angedeutet wurde:
Es ist eine Grusel- oder meinetwegen auch eine Horror- serie-, da kann man gerne - und dann wirklich nebenbei - das Thema mit einbringen. Das ist wichtig, sollte aber nicht im Mittelpunkt stehen. Dafür gibt es andere Sparten. Und wenn, ja, dann auch schwule Männer. Aber eben nicht emporgehoben, sondern einfach nur "normal". Das wollen alle ja auch so, oder??

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: Sa Sep 05, 2026 4:20 pm
von Sinclair
Handlung: John erhält einen Brief von der Nonne Bernadette aus dem rumänischen Kloster Snagov. Sie schrieb den Brief an John, weil ihr Bekannter Frantisek Marek mittlerweile verstorben war. Deshalb bittet sie nun John darum ihr dabei zu helfen, dass das Vermächtnis Draculas nicht in falsche Hände gerät. Als John im Kloster eintrifft wird er von Bernadette begrüßt. Das Kloster wird nur noch von ihr und dem Mönch Isidor bewohnt. Bevor Bernadette dazu kommt, John genau zu erklären um was es geht, muss sie die Führung einer Touristengruppe übernehmen. John beobachtet die Gruppe und wird dabei auf eine Frau aufmerksam, die sich von der Gruppe heimlich trennt und scheinbar etwas sucht. Sie trägt einen Mantel, den John als Assungas Zaubermantel identifiziert. John ist völlig überrascht als er plötzlich vor der Hexe Lulu steht, in deren Besitz sich auch das Vampir-Pendel befindet. Nach einer kurzen Aussprache überlistet Lulu den Geisterjäger. Sie verschwindet und versetzt John, durch einen Hexenspruch, in eine Bewusstlosigkeit. Als John wieder erwacht kümmert sich der Mönch Isidor um ihn. Kurz darauf stellt John fest, dass plötzlich alle seine Waffen fehlen, die er bei Lulus Verschwinden noch hatte. Daher verdächtigt John den Mönch Isidor des Diebstahls. Plötzlich hört er das bekannte Klingeln seines Handys. John findet es in einer kleinen Kammer auf einem Marienaltar. Als er danach greifen will, öffnet sich unter ihm der Boden der Kammer. War alles nur eine Falle für den Geisterjäger gewesen?

Meinung: Dieser Roman war inhaltlich mit der Mini-Serie „Marek, der Pfähler“ verknüpft worden und wurde von Ian Rolf Hill geschrieben. Dazu verriet der Autor bereits auf der Leser-Seite, dass es auch von dieser Subserie aus dem John Sinclair Universum eine 2. Staffel geben wird. Das sehr gute Titelbild zum Roman wurde auch dieses Mal von Thomas Greiwe mit seiner KI – Software geschaffen. Die abgebildete Szene kam dann auch gleich am Anfang genauso im Roman vor. Assungas Zaubermantel hatte ich auf dem Bild sofort erkannt. Irritiert war ich aber über die Person, die den Mantel trug. Das konnte auf keinen Fall Justine Cavallo sein. Es war dann auch die Hexe Lulu, an die ich überhaupt nicht gedacht hatte, zusammen mit zwei ihrer Hexenschwestern.

Inhaltlich sollte es in diesem Roman um Draculas Vermächtnis, dem Blut-Manifest gehen. Damit führte nun auch Johns Weg, viele Jahre später als der Weg von Frantisek Marek, ebenfalls zum Kloster Snagov, dass auf einer Insel im See lag. Als Marek damals das Kloster besuchte, benötigte er dafür noch ein Boot, um zur Insel zu gelangen. Als es zerstört wurde, saß der Pfähler damals auf der Insel fest. Heute hatten es John und die Touristen wesentlich bequemer das Kloster zu erreichen. Seit dem Jahr 2009 gab es nun eine Fußgängerbrücke, die vom Ort aus zur Insel führte.

In der Bibliothek des Klosters fand John handgeschriebene Seiten von Frantisek, die immer noch in einem Buch über Dracula steckten, dass der Pfähler damals für Recherchen benutzte. Im Gegensatz zu jedem Leser, der die Mini-Serie kannte, konnte John aber mit dem Namen Alexandru nichts anfangen, weil Frantisek, auch bei späteren Treffen, niemals mehr über seinen Sohn sprach, der vom Geist Draculas infiziert wurde. Dagegen sorgte dieser Roman für zahlreiche schöne nostalgische Gefühle und Erinnerungen. Er wurde dadurch noch zu einem weiteren Bindeglied, zwischen der Hauptserie und der ersten Staffel der Subserie um den legendären Pfähler, die zeitlich direkt nach der ersten Vampir-Trilogie von Jason Dark spielte.

John erfuhr nun also zumindest posthum, dass Marek einen Sohn hatte. Mehr zu den Hintergründen und dem Schicksal Alexandrus allerdings nicht. Bill Conolly war derweil recht blauäugig in die Falle der Hexe Fae getappt, die ihn mit einem besonderen Mittel recht gefügig machte. Doch er drehte den Spieß um, als er mit Polina, der scheinbar schwächsten der drei Hexen allein war. All das wurde von Ian Rolf Hill wieder hervorragend, lebendig und unterhaltsam geschildert. Dazu gehörte auch ein kurzer aber heftiger Angstraum von Bill, als sich sein schlechtes Gewissen meldete. :)

Auch andere Überraschungen im Ablauf der Handlung hatte Ian Rolf Hill auf Lager. Die größte Wendung war wohl gewesen, als sich plötzlich der bis dahin treue Isidor gegen Bernadette wendete. Zuvor hatte ich mich bereits getäuscht, weil ich genauso wie John glaubte, dass Isidor der Werwolf war. Ich erkannte meinen Irrtum erst, als Bernadette, mit Kräften, die eine alte Nonne unmöglich haben konnte, John an der Falltür das Leben rettete. Ich fragte mich aber, warum Bernadette, trotz mehrmaliger Gelegenheit, es immer wieder versäumte John endlich darüber aufzuklären, um was es sich bei Draculas Vermächtnis genau handelte. Besonders weil sie ihn doch persönlich zum Schutz dieses Artefakts ins Kloster bestellte.

Dieses begehrte Blut-Manifest war letztendlich nicht in Draculas offiziellem Grab, aber doch in einem Sarkophag im Keller des Klosters versteckt gewesen. Zum Finale entfesselte Polina noch eine Zombie-Invasion, mit der sie bewies, dass auch sie besondere Qualitäten und Fähigkeiten besaß. Am Ende musste John im Tausch gegen Nagel und Kreuz zähneknirschend Lulu das Blut-Manifest überlassen, auch wenn es ihm peinlich war. Lilith war sehr zufrieden mit der Feuertaufe ihrer Hexen, die John und Bill mehr als einmal alt aussehen ließen. Der nächste Einsatz sollte das junge Hexen-Trio nach Aibon führen. Ich war schon einmal sehr gespannt darauf.

Insgesamt hatte mir dieser kurzweilige und unterhaltsame Roman richtig gut gefallen. Ich hatte sogar die Höchstwertung in Erwägung gezogen. Mich aber dann doch dafür entschieden diesen Roman mit der Note 2 = gut zu bewerten und 4 von 5 Kreuze an Ian Rolf Hill zu vergeben. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.

:D

Re: Band 2484: Das Werwolf-Kloster

Verfasst: So Sep 27, 2026 11:56 am
von Das Gleichgewicht
Eigentlich wollte ich vor diesem Heft noch die Marek-Taschenhefte von IRH lesen, falls es wichtige Querverbindungen gibt. Aber dann war ich doch nicht so motiviert. Mal schauen, welche Insider ich verpasse.

Die Nonne Bernadette schreibt John einen Brief und bittet ihn, sie in ihrem Kloster zu besuchen. Frantisek Marek und Draculas Vermächtnis. Zwei Begriffe, die John aufhorchen lassen. Im Kloster trifft John dann auf die drei Junghexen aus Liliths Hexenwelt. Der Geisterjäger versucht es im Guten mit ihnen, aber sie lassen nicht mit sich reden. Sie sind wegen eines Auftrags von Lilith hier und den werden sie ausführen.

Die Hexen erfüllen wieder ihre charakteristischen Klischeerollen. Das nach außen hin so taffe aber innerlich total verletzliche Goth-Mädchen Lulu, das schüchterne blonde Naivchen Polina und die dauergeile rassige Fae.

Bill unterstützt John bei diesem Fall und als er sich im nahen Ort umhört, macht sich ausgerechnet Fae an ihn ran. Was für ein Zufall! Sie verhext ihn und bringt ihn in ihre Unterkunft, um ihn ordentlich durchzuficken. Zum Glück erkennt Lulu Bill und es kommt nicht zu einer Vergewaltigung, denn nichts anderes wäre das gewesen. Vom Haken ist Bill damit jedoch noch nicht, Lulu möchte ihn als Druckmittel verwenden.

John läuft indes im Kloster beinahe in eine Falle des Mönchs Isidor. Der will wohl Draculas Geheimnis behüten und den Schnüffler aus dem Weg räumen. Oder steckt jemand anderes dahinter, IRH mag ja seine total schockierenden Wendungen. Dann erreicht John der Anruf der Junghexen. Es gibt hier noch einen Werwolf, der ihnen das Leben schwer macht. Den soll der Geisterjäger erledigen, wenn er Bill ungeschändet zurück will. Er vermutet erst Isidor hinter der Bestie, doch dann gibt Bernadette zu, dass sie der Werwolf ist.

Lulu und Fae schauen sich noch ein wenig in der Gegend um. Ausgerechnet die naive Polina soll Bill im Auge behalten. So ist es kein Wunder, dass der Reporter sie übertölpeln und sich befreien kann.

Im letzten Heftdrittel spielt John immer noch nach Bernadettes Pfeife, ohne zu wissen, um was es hier eigentlich geht. Was ist Draculas Vermächtnis, wegen dem die Hexen hier sind? Die Nonne will einfach nicht mit der Antwort herausrücken. Aber gewissen Andeutungen nach hängt es tatsächlich mit der Marek-Miniserie zusammen. Vielleicht haben die Leser der Taschenhefte schon ein Aha-Erlebnis?

Schließlich blasen die Junghexen zum Großangriff auf das Kloster. Sie haben mit Bill ihr Druckmittel verloren und der Werwolf lebt immer noch. Aber wenn es darauf ankommt, schaffen sie das offenbar auch alleine. Polina beschwört einfach ein paar Zombies aus ihren Gräbern. Gleichzeitig will Isidor das Blut-Manifest zerstören, damit die Hexen es nicht ihren Besitz bringen können. Und um Bernadette von ihrem Fluch zu erlösen. Mhh, die Leser der Marek-Reihe werden sicher etwas damit anfangen können, ich hätte mir an der Stelle mehr Erklärungen gewünscht. Bernadette hat jedenfalls irgendwie andere Pläne und zerstreitet sich mit Isidor wegen dem weiteren Vorgehen.

Wie man es von IRH kennt, überschlagen die eh schon actionreichen Ereignisse sich auf den letzten Seiten. Isidor rennt den Hexen mit dem Blutmanifest in die Arme und schießt auf sie. Dabei verletzt er Lulu. Fae erschießt wiederum ihn mit Bills Pistole. Da taucht Bernadette als Werwolf auf und krallt sich das Manifest. Sie stolpert bei ihrer Flucht über John und reicht es an ihn weiter. Die Zombies bedrängen Bill, behindern sich in den engen Kirchengängen aber gegenseitig. Weil Isidor zuvor Johns Kreuz erbeutete und die Hexen es seinem toten Körper abnehmen, schlagen sie John einen Deal vor, den er nicht ausschlagen kann. Das Manifest gegen das Kreuz, damit er die Zombies vernichten und Bill retten kann. Er geht darauf ein und ruft die Kreuzformel, während die Hexen mit dem Manifest verschwinden.

Was es mit dem Manifest genau auf sich hat, wird leider immer noch nicht erklärt. Lilith braucht es auch gar nicht, die ganze Sache war nur ein Test für ihre vielversprechenden Nachwuchshexen.




Hills nervige Junghexen und vermutliche Anknüpfungen an eine Miniserie, die ich nicht gelesen habe. Da habe ich nicht viel erwartet und wurde deshalb recht positiv überrascht. Das Rumgealbere und Teenie-Drama der teils minderjährigen Frauen (nur die notgeile Fae ist volljährig, weil sie das für die ganzen Sexsachen sein muss) kann man gut überlesen. Was bleibt ist ein in großen Teilen atmosphärischer Roman mit echtem Schauerfeeling, wie ich es gern mag. Natürlich zieht IRH zum Finale dann ordentlich an. Die Ereignisse überschlagen sich, alles wird ganz actionreich und dramatisch. Wie man es von ihm kennt, mir war das wieder zu viel. Und ich hätte mir mehr Erklärungen zum Blut-Manifest für Nichtleser der Marek-Reihe gewünscht.

Der Roman hat mir tatsächlich ein wenig Lust gemacht, die Taschenhefte nachzuholen. Wenn sie genauso schaurig und bodenständig geschrieben sind wie dieser Roman (bis auf das Finale), könnte ich meinen Spaß daran haben. Aber erstmal muss ich noch die zweite Staffel von Atlantis Legenden durchackern, da ist mehr Motivation vorhanden.

Ein im Gesamtbild echt GUTes Heft. Ich bin mal großzügig bei den Punkten, :D :D :D :D :D :D :D :| :| :| (7 von 10 Kreuzen) für eine angenehme Gruselstimmung, die ich bei IRH selten habe.