Band 1661: Der Torwächter

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JS Band 1661: Der Torwächter

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Habibi Offline
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Band 1661: Der Torwächter

Beitrag von Habibi »



Für den toten alten Mann war kein Sarg vorgesehen. Da er in den letzten Wochen seines Lebens viel an Gewicht verloren hatte, reichten zwei Männer aus, die ihn auf seinem letzten Weg begleiteten. Außerdem hatten sie diese Aufgabe nicht zum ersten Mal übernommen.
Nur tragen wollten sie den Toten nicht. Deshalb holte Phil Husby den Karren, während Peter Blaine vor dem alten Schuppen wartete und dabei an seiner Zigarette saugte …

Erscheinungsdatum: 11.05.2010
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Das Gleichgewicht Offline
Beiträge: 11843
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Beitrag von Das Gleichgewicht »

Hach ja. Von einigen kleinen Macken abgesehen, fühlt man sich bei diesem Roman an die gute alte Zeit erinnert. Oder zumindest an das realtiv aktuelle Hörspiel aus der Ed. 2000 "Eine schaurige Warnung."

Denn auch dieser Roman setzt auf eine mysteriölse Macht im Hintergrund und das Szenario eines Dorfes voller Eigenbrötler, die ein düsteres Geheimnis hüten. Und mittendrin drei Fremde. Ein Fotograf, John und Bill.

[Spoiler]

Der Fotograf hat im Dorf seine große Liebe gefunden, die ihn auf die Spur eines "Torwächters" bringt. Irgendwie hängt der damit zusammen, dass man die Leichen einiger Menschen nicht auf dem Friedhof, sondern im Wald verschachert. Einige Fotos davon im Internet später haben John und Bill ihren neusten Fall.

Schon komisch, dass der Geisterjäger direkt davon ausgeht, dass es sich um "ein Ritual" handeln muss und es ein Fall für ihn ist. Auf einem inofiziellen Friedhof verbuddelte Leichen müssen ja nicht unbedingt etwas mit "der anderen Seite" zu tun haben.

War damals "Verdammt!" ein Schlagwort in den Romanen, ist es nun "die andere Seite" als Bezeichnung für die Böööösen in der Story. :rolleyes:

Zwei Storystränge führen die Geschichte vorran. Einmal die Suche von John und Bill nach dem Torwächter und dann die Geschichte des Fotografen und seiner Liebe. Die wurde nämlich von den Dorfbewohnern versteckt und eingesperrt, damit sie nicht noch mehr Unheil anreichten kann.

Während man darauf brennt die Identität des Torwächters herauszufinden und mit den beiden Liebenden mitfiebert, verfliegen die Seiten bis zum Finale nur so. Auch wenn sich klar herausfildert, um welche Thematik es sich hier handelt, wenn Mandragoro von John herausgenommen wird.

Natürlich ist der Torwächter die Überreste eines Aibon-Druiden. Um genauer zu sein ein wippender Kopf aus Ästen und Zweigen.^^ Ja, der Entgegner dieses Romans ist sehr gewöhnungsbedürftig. Für mich eher lustig als bedrohlich. Allerdings stellt er sich als ziemlich zäh heraus. So muss Mandragoro am Ende des Romans eingreifen. Ich hätte nicht gedacht, dass er solche Macht im Bezug auf Aibon-Magie hat oder sich überhaupt einmischt.

"So, der Kerl hat eh genervt. Daher nehme ich ihn mal aus dem Spiel." Hallo? Mandragoro kommt meines Wissens nicht aus Aibon, warum kann er sowas machen? Guywano oder dem Roten Ryan hätte ich das da eher zugetraut. [/Spoiler]

Das Finale und der seltsame Finalgegner schwächen den Roman dann doch ziemlich ab. Aus einem SEHR GUT ist für mich so "nur" ein GUT geworden. Zumal der Roman keinerlei Bedeutung für den Roten Faden hat. Da hebe ich mir meine hohen Bewertungen lieber für das anstehende Halbvampir-Thema auf.

Das Cover erinnert mich ein klein wenig an H.P. Lovecraft. Im Roman selbst werden aus den Drähten kleine Zweige. Mir gefallen solche machanischen Cover nicht, wären es tatsächlich Äste und Zweige gewesen, wäre das Cover aber genau mein Fall gewesen.
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dark side Offline
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Registriert: So Jan 10, 2010 2:34 am

Beitrag von dark side »

Schließe mich der guten Kritik vom Gleichgewicht an. Dieser Roman war alles andere als der berühmte-und legendäre 08/15 Roman :P :D.
Beginnen wir mal so: ich bin ein großer Fan von Geschichten, die sich in einsamen- und abgelegenden Ortschaften/Dörfern abspielen. Mich faziniert jedesmal besonders die geheimnisvolle Atmosphäre, die vom dem Ort und dessen eigenwilligen Bewohnern ausgeht. Auch in diesem Roman wurde darauf viel Wert gelegt. Besonders spannend fand ich die Flucht des Reporters Mike Rander zu beginn. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mit ihm schon richtig mitgefiebert.
Ich war auch schon drauf und dran den Roman mit einem sehr gut zu bewerten, als dann das etwas seltsame Finale begann. Denn der titelgebende Torwächter entpuppte sich letztendlich als Oberlusche. Dafür überraschte mich der Auftritt des Umwelt-Dämon Mandragoro. Wieso und weshalb er hier jetzt allerdings mitmischte, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Frage mich was er überhaupt mit Aibon und seiner Magie zu tun hatte :rolleyes:. Logischer wäre für mich jedenfalls gewesen, wenn der Druidenfürst Guywano oder der Rote Ryan gegen den verstoßenen Druiden angetreten wären.

Cover: klasse, finde ich gut gelungen. Der Torwächter wird auch so in dem Roman beschrieben.
Tulimyrsky Offline
Beiträge: 3013
Registriert: Mi Okt 08, 2008 2:28 pm

Beitrag von Tulimyrsky »

Mir hat der Roman auch sehr gut gefallen... diese düstere Atmosphäre und den Verrat an der Tochter... alles gut beschrieben... ich fand ihn sehr kurzweilig... im Nachhinein hätte man sogar noch mehr daraus machen können, z.B. einen Infizierten, oder so... und dann ein paar Romane später zurückkehren lassen... naja... ich schreib ja keine Romane ;-)
Ich bin nicht der Messias - Doch, du bist es. Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt.
starchild-2006 Offline
Beiträge: 103
Registriert: Do Okt 30, 2008 2:14 pm

Beitrag von starchild-2006 »

Von mir gabs ein Mittel, weil der Roman Flair hatte und sich zu Anfang gut lesen lies, aber leider passierte nichts mehr, das war dann doch ein wenig zu viel oder wenig des guten.

Man JD hätte hier mehr Grusel reinbringen sollen, indem die Dorfbewohner vor JS und Bill kamen öfters welche Bewohner dem Totenwächter geopfert hätten, stattdessen werden Tote dort hingebracht :rolleyes:

Die anfängliche Story und Schreibstill verfällt leider nacher zum langweuiligen Stil des JD weil nichts mehr passierte, und alles vorhersebar war, gut außer Manda... gut aber das war ja noch dämlicher, dass dieser so alte Torwächter so gut wie nichts machte außer wie eine Puppe am Seil rumturnte. Oh man gib JD endlich mal eine Portion Hirn um die Romane nicht auf so ein dämliches Niveau sinken zu lassen.

Man da hätte wieder viel mehr draus werden können, wenn halt die Dorfbewohner mehr beschrieben wurden wie Sie einen Ihrer Bewohner zu einen bestimmten Zeitpunkt hätten opfern müssen und diesmal halt diese Frau es gewesen wäre und JD auch mal mehr ins Detail gegangen wäre von Opfern etc, aber nein, es wurden eh schon Tote einfach nur vergraben und selbst davon bekommt man nichts mit außer diesen Uraltopi der vergraben wird, was für eine Spannung da hätte man echt viel viel mehr draus machen könne, warum schafft JD nicht endlich mal wieder die Biege und lässt mal wieder richtig grusel und Action aufkommen, so das man nicht sicher sein kann, wer überlebt und was als nächstes passiert.

Schade hätte echt ein guter Roman werden können, der ansatzweise schon gut zu lesen war und auch etwas Spannung daherbrachte, die aber leider nicht Aufrechterhalten wurde, weil die Hauptperson ein Oberluschi ist und absolut nichts reißt, super Torwächter der wie ein Pflummi rumtanzt, ansonsten nichts bringt und auch nicht wirklich was zur Storry beiträgt....

Deshalb gerade noch ein Mittel, weil er ansonsten Flair hatte und der Vorroman so etwas von daneben war das es nur besser werde konnte :rolleyes:

Ich hoffe sehr das der nächste Zweiteiler endlich mal, die mehr Seiten für Flair und Action und Spannung nutzt und auch flüssig geschrieben wurde....
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