Band 2503: Der Bestatter

Band 2503: Der Bestatter

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Sheila Conolly Offline
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Re: Band 2503: Der Bestatter

Beitrag von Sheila Conolly »

Auserwählter hat geschrieben: Di Jul 21, 2026 12:00 pm Ich finde die Rückblenden sogar gut. Dadurch wird vermittelt, dass es sich um ein Ganzes handelt. Und ich könnte mich nicht immer erinnern, in welchen Roman das stattgefunden hat.
Rvtter hat geschrieben: Di Jul 21, 2026 7:19 am Die Rückblenden stören mich persönlich nicht. Aber oft wird schon extrem mit diesen übertrieben.
Der Schluss mit Purdy hat mir am besten gefallen .
Ok, ok ... sorry ... ich räume ein, dass das möglicherweise etwas egoistisch gedacht war. MICH nerven sie halt, weil mir alles, was da aktuell drin steht, noch viel zu präsent ist, als dass ich es nochmal lesen müsste. Und dann find ichs immer schade um den Platz, wo eigentlich noch was neues hätte stehen können 😅 😊
Liegt innerhalb eines Handlungsstranges ein Jahr oder sogar noch länger, dann hätte ich auch nix gegen eine Gedankenstütze in Form eines kleinen Rückblicks. Aber ich denke, dass es zu solch langen Abständen wohl nicht mehr kommen wird ...
Padsara Offline
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Re: Band 2503: Der Bestatter

Beitrag von Padsara »

Sheila Conolly hat geschrieben: Mo Jul 20, 2026 10:37 pm Hmm ... ookaaaay ... mal was anderes. Ein Mystery Crime Roman mit Thriller Elementen.
Makabre Verbrechen, Polizeiarbeit, Nachforschungen, psychologisch erklärte Ansätze und Futter fürs Täter-Profil, Rumbrüllereien bei der Einsatzbesprechung … cool, hatte was. Das Gespann Tanner/John gefällt mir immer besser. So langsam aber sicher legt der "Tan-Man" auch sein Columbo-Image ab und kriegt noch ne gute Portion Eigen-Charakter dazu. Find ich gut!
Allerdings kommt hier immer mehr durch, dass auch andere sehr gut merken, wie John sich gehen lässt. Und seine Zündschnur wird auch immer kürzer. Herrjeee, wo soll das noch hinführen? Entweder bricht der irgendwann zusammen oder er rastet komplett aus! Ich weiß grad nicht, was mir lieber wäre …

Aber dann … zu früh gefreut, ich muss das Lob aus der letzten Rezi wohl leider zurücknehmen.
Es gibt Dinge, über die kann ich beim besten Willen, selbst mit ehrlicher Bemühung, nicht einfach so hinweglesen. Die hängen auch noch nach Beendigung des Romans nach.
Neben dem recht spannenden Anfang geht es bei Johnny weiter und was macht er?
Der kleine "Johnny-Boy" betitelt John tatsächlich erneut mit "Onkel John …"
Ich glaub, ich muss brechen … das kann doch jetzt nicht ernst gemeint sein?! Der "kleine Johnny" ist mittlerweile über weit 20, Herrgottnochmal!! Alles und jeder und sämtliche Situationen sollen immer mehr moderne Entwicklungen durchmachen, innovativ daherkommen, für Neueinsteiger lesbar sein … und dann kommt man mit "Onkel John"??? Das glaub ich jetzt nicht …
Wenn das (vor allem jüngere) Neueinsteiger lesen, die schmeißen das Ding doch sofort in die Ecke und fragen sich, in welcher Epoche die denn stehengeblieben sind?!
Mal im Ernst jetzt, das regt mich noch mehr auf als die Sache mit dem geschrotteten Audi, der auch weiterhin munter durch die Gegend fährt!

Eine komplette Seite beschäftigt sich mal wieder mit dem obligatorischen Rückblick, was auch langsam nervt. Wenn man bei Rückblicken bleibt, sollte man vielleicht wirklich drüber nachdenken, so nen "Rückblickkasten" einzufügen, wie es den mal bei Zamorra gab. Fand ich besser, dann muss man sich damit ggfs nicht aufhalten oder genervt mit den Augen rollen und die, die es brauchen, um alles nochmal Revue passieren zu lassen, wären froh. Wäre doch ein Kompromiss.

Eine ernstgemeinte Frage habe ich noch und es geht sich mal wieder um die ganzen Fußnoten, die dann auch noch zu Werbung mutieren. Wieder 6 Verweise auf 10 Geschichten.
Was zum Teufel sollen die? Wenn ICH mich an Ereignisse von früher erinnere oder gedanklich in alten Zeiten schwelge, pack ich auch nicht jedes Mal Fotoalben und/oder Tagebücher aus, um Hinz und Kunz genauestens zu dokumentieren, wo und wann das war!
Wieso müssen also hier immer und immer wieder diese elenden Fußnoten auftauchen? Dürfen John & Co sich nicht einfach so mal erinnern? Es wird doch eh kurz an der damaligen Situation rumgelutscht und alles erklärt, warum also trotzdem noch diese Verweise?
Und man komme mir jetzt nicht mit "Lies doch einfach drüber weg und halt die Klappe!"
Nee, geht ja nicht! Das fette Sternchen mitten im Text und der inzwischen immer aufdringlicher werdende Fußnoten-Beitext springen einem ja förmlich ins Auge!
So langsam aber sicher werd ich nicht drumherum kommen, den Leuten hier zuzustimmen, die immer mal wieder anmerkten, dass man damit nur zeigen und demonstrieren will, wie gut man sich in der Serie auskennt. Einen anderen sittlichen Nährwert haben diese Verweise doch sonst nicht … zumindest erschließt sich mir keiner.
Dass Neuleser auf die Idee kommen, sich ausgerechnet die erwähnten Bände zu kaufen, wenn sie sie denn irgendwo (nach)kriegen können, glaube ich definitiv nicht! Und wozu auch? Nur um nochmal nachzulesen, was doch im vorliegenden Roman dazu bereits durchgekaut wurde? Unsere Freunde erinnern sich ja nicht nur, was durchaus in Ordnung wäre … sie würgen dann auch gleich noch den halben damaligen Fall im Zeitraffer hoch, damit … tja … und da verließen sie ihn. Schon wieder fehlt das Warum.

Einmal wurde aus Tanner eine "sie" … das wars dann aber auch schon. Diesmal keine Transformer-Autos, die sich während der Fahrt verwandeln oder geschrottet werden und weiterfahren … große Personenverwechslungen gabs auch nicht … und die Handlungsweisen der Protas waren allesamt gut nachzuvollziehen.
Allerdings ist dann hier der Bumerang doch wieder "einfach so" aufgetaucht. Er steckte in Johns Rucksack, als er mit Bill zu den flammenden Steinen gefahren ist.

Der Moment, als während des Friedhofsfunds der Sarg mit der "jüngsten" Leiche geöffnet und man gewahr wurde, dass alle Frauen lebendig begraben wurden und grausam in Panik und nackter Todesangst erstickten und ihnen beim Versuch, sich zu befreien, noch die Fingernägel aus den Betten brachen, fand ich heftig. Auch als John dann noch seinen fast-Zusammenbruch auf Grund der Erinnerung an eigene Erlebnisse hatte (mir fällt da auch noch die Fahrt im Sarg beim Millwaerds-Dreiteiler ein, als John in Stockholm in der Totenkiste wach wird und bestens beschrieben Panik schiebt, bevor sie in der Schweine-Arena landen und wieder ausgetütet wurden).

Die Szene beim Bestatter selbst hat mich ein wenig an den Roman das Rätsel der gläsernen Särge erinnert, in dem Abbot auch so nett tat, als könne er kein Wässerchen trüben. Tanner kann ja sogar auch ein wenig schauspielern und auf ne fingierte Situation spontan einsteigen. Schnuffig, der Kerl!! Aber gleich seine Frau verbal unter die Erde zu bringen, das hätte ich ihm dann wiederum nicht zugetraut. Oder zumindest hätte ich nicht gedacht, dass er auch ihren wirklichen Namen benutzt. Muss doch ein komisches Feeling sein …

Die Story an sich war flüssig geschrieben und echt GUT zu lesen.
Wirklich bewegt hat mich das Schicksal der Thompson-Brüder jetzt allerdings nicht. Irgendwie hab ich geahnt, dass da wieder sowas wie ne "üble Kindheit" hinter stecken musste. Aber der Serienkiller-Charakter war trotzdem recht spannend zu lesen und hatte auch die ein oder andere Wendung im Gepäck.
Purdy wurde mir zwar seit dem Fimbulwinter sympathischer, aber es reicht bei weitem nicht, um hier mitzufiebern. Es gab ja nur zwei Möglichkeiten: entweder sie geht drauf, was dann wohl der Team-Verkleinerung dienlich sein soll oder sie wird gerettet. Letzteres war der Fall, allerdings nicht so, wie ich jetzt erwartet hätte.

Wird Purdy AsmoKaras Angebot annehmen und sich an Raoul Thompson rächen? Es lägen alle möglichen Werkzeuge bereit und im Keller hört ihn niemand schreien …
Ich kanns mir allerdings nicht vorstellen, weil das nicht SIE wäre und gegen alles verstoßen würde, was sie bisher immer vertreten hat.
Falls doch, steht sie entweder unter dem Einfluss der Teufelstochter oder sie hat sich nicht unter Kontrolle. Bei dem, was sie während ihres Sarg-Aufenthalts allerdings an Selbstbeherrschung geleistet hat, wäre ein Angriff auf den Mann für ihren Charakter mehr als ooc.
Ich fand auch, dass sie sich viel sehr bei AsmoKara "bedankt" hat. Klar, in so nem Sarg zu liegen und schon das eigene Ende zu befürchten, macht einen dann schon ziemlich dankbar, wenn man – egal wie und durch wen – doch noch gerettet wird. Aber echt jetzt? Purdy weiß doch, wie Asmodina ist … und sie sollte auch nicht vergessen haben, dass die Teufelstochter ihr im Hotelzimmer die Möchtegern-KdF auf den Hals gehetzt hat … und da folgt Purdy ihr jetzt einfach nur froh und munter und dankbar und nebenbei splitternackt durch die Hütte?
So kriegt Raoul ja doch noch sein Schäferstündchen mit Purdy, auf das er so aus war, als er sie im Leichenwagen beehrte … zumindest visuell.
Wen will AsmoKara jetzt eigentlich ärgern? Purdy, weil sie nackt bei Raoul Thompson ist und der ja auf sie abfährt … oder Thompson, weil Purdy ihm was tun könnte und/oder er nur gucken und nicht anfassen darf? 🤪
Wir werden’s sicher noch erfahren … und vielleicht werden Bill und Sheila irgendwann auch nicht schlecht staunen, wenn aus ihrem Keller son "AsmoKara‘s privater SadoMasoDingenskirchen"-Raum gemacht wurde … 😈😂

Bills und Johns Erlebnis bei den Shropshire Hills sind ebenfalls heftig. Nicht nur, dass wieder Unschuldige in Mitleidenschaft gezogen werden, jetzt wissen sie auch, dass AsmoKara bereits dabei ist, wieder ne Art Armee aufzubauen. Oder Papi macht das aktuell noch für sie. Egal, die Todesengel sind back! Zuletzt hatte ich die bei "Oculus" gelesen und fand sie schon irgendwie cool. Na mal sehen, was die noch so reißen. Jedenfalls nerven die mich nicht so, wie Asmodina in Kara, die – hier diesmal zwar nicht so stark – aber eben sonst immer alles weiß und kann und macht und tut … mich stört halt der unheilvolle Unterton, der da mitschwingt, und was von "nächste übermächtige GegnerIN" erzählt …

Schön fand ich allerdings Marisas Auftritt und wie sie mit John Klartext gesprochen hat. Zumindest da ist schon mal wieder eine positive Annäherung zu vermelden.
Was mit Johnny und der Mordanklage(n) wird, liegt jetzt wohl erstmal wieder auf Eis. Genau wie HC und der conollysche Bungalow. Kommen ja nu genug Einzelromane die nächsten Male. Was ich jetzt auch nicht schlecht finde, wenn die Geschichten stimmen!
Aber ich würd halt lieber den Haupthandlungsstrang weiterlesen … wo neben dem Conolly-Beklauungs-Akt eben auch Suko, Jane und mal ne flippige WhatsApp von Shao dazugehören würden … ganz zu schweigen vom Sör, der noch Hämorrhoiden kriegt, wenn der nur im Club rumhockt. Aber wer weiß, vielleicht läuft da jetzt auch öfter was mit der guten Lady Josephine? 😁

Dass die Conollys Milliardäre sein sollen, ist mir auch neu. Aber vielleicht hat Hopkins Chemicals inzwischen - als großer Konzern am Platz - so viel eingefahren, dass man als Leser in Bezug auf Buchhaltung gar keinen Überblick mehr hat. Und da Bill auch seinen Anteil als Starreporter leistet …
Jedenfalls steht auch hier deutlich, dass Sheilas (Geschäfts-) Konten eingefroren wurden, ergo kommt da zur Zeit niemand ran. Wie will AsmoKara also nochmal Johnnys Anwalt Gary Sorvino "mit dem Geld seiner Eltern" bezahlen?? Höchstens wenn sie Bungalow-Inventar verhökert …
Und dass das Haus allein auf Sheilas Namen läuft, glaub ich immer noch nicht. Die Firma ja, aber nicht der Bungalow. Den haben die zusammen "gebaut". Mindestens drei Mal sogar: erstes Haus nach der Stadtwohnung, dann die Instandsetzung nach van Akkerens Bombe und schließlich nochmal nach dem Wüten des Echsengottes. Nach dem Fimbulwinter musste ja zur Abwechslung "nur" renoviert werden. Ergo fehlt Bills Unterschrift noch immer und AsmoKara ist NICHT ganz offiziell die Besitzerin! Da soll mich mal jemand vom Gegenteil überzeugen! Vor allem find ich es seltsam, dass das mal niemand geprüft hat, von wegen "Überschreibung" … sowas sollte sich doch ganz einfach im Grundbuch nachprüfen lassen. Und die werden sich bestimmt nicht nur auf Hopkins Chemicals und eventuelle Schlupflöcher konzentriert haben, als es hieß, dass sie Sheila belabert hätten (bzw. sie unter nem Bann stand, da überhaupt irgendwas zu unterschreiben), der Deliopoulous-Sippe auch noch den Bungalow zu überlassen …

Das Cover finde ich nicht wirklich schön. Es sieht irgendwie nicht rund aus und gerade Johns Gesichtsausdruck wirkt ziemlich beknackt. Allerdings kenne ich das Original, bzw. hab ich das Originalbild gesehen, das dieser Version hier zu Grunde liegt. Und da frage ich mich dann schon, warum man das Bild verändern musste, dass es hier dann … äh … SO aussieht … Was soll das??

Auf der LKS gibt’s Leserbriefe, die ich unkommentiert lasse, denn jeder hat ein Recht auf seine Meinung 😊
Ne andere Sache ist so mancher Antwortkommentar … da frage ich mich allen Ernstes, woher da die Infos genommen werden. Da man muss sich nur mal hier im Forum oder auch bei den entsprechenden Social Media Kanälen umsehen, um zu erkennen, dass sich gewisse Dinge anders verhalten, als hier geschrieben wurde. Naja, vielleicht dient es ja nur wieder dazu, genügend neue Leser anzuwerben … anders kann ich mir das nicht erklären.
Wenn Johnny John schon immer so genannt hat, ist das durchaus glaubwürdig und nicht automatisch altmodisch. Dass Johnny inzwischen über 20 ist, reicht für mich jedenfalls nicht als Argument dagegen. Ich habe meinen Onkel auch im fortgeschrittenen Alter noch Onkel Herbert genannt.
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