Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

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Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

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iceman76 Offline
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Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von iceman76 »

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Blutsauger aus dem Totenreich

Die Schwestern Milena und Daniela Libretto leben in der alten Villa ihrer Eltern in der Toskana, in der Gegend der Kleinstadt Castelfiorentino. Das Haus liegt abgelegen auf einem Hügel, umgeben von Weinbergen, Olivenbäumen und der typisch toskanischen Landschaft. Doch die Idylle zerbricht, als eines Morgens ein Sarg vor der Tür der Villa steht. Die Schwestern wissen nicht, wer ihn gebracht hat, vermuten sogar einen makabren Scherz, doch sie schaffen den Sarg ins Haus.

Um Mitternacht öffnet sich der Sarg, der zuvor fest verschlossen war, und eine unheimliche Gestalt entsteigt der Totenkiste ...

Geschrieben von Rafael Marques

Erscheinungsdatum: 25.07.2026
Auserwählter Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Auserwählter »

Das sieht sehr nach einem Einzelroman aus. Oder ist die Toskana auch mit Aibon verknüpft?
Auserwählter Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Auserwählter »

Spoiler
Den Beginn der Geschichte mutet doch sehr abstrus an. Da steht plötzlich ein Sarg auf dem Hof (und kein Pferd auf dem Flur;), die beiden Schwestern Milena und Daniela wundern sich kurz und denken sich „Nanu, was ist denn das?“, nehmen aber schließlich den ach so leichten Sarg einfach mit ins Wohnzimmer. Ja, klar, würde ich auch machen! Nee, würde ich nicht, den würde ich schön draußen stehen lassen und dann die Polizei, den hiesigen Geisterjäger oder sonst wen um Abtransport bitten. Vielleicht hätte sich Milena als angehende Autorin einer Geschichte, die im alten Rom spielen soll, doch ein wenig mehr mit den antiken, griechischen Kriegstaktiken auseinandersetzen sollen, dann wäre das alles nichts passiert… Stattdessen lassen sich einen Vampir heraustreten und Daniela mittels des Sarges entführen. Diese wird bedroht, bei Nicht-Einwilligung doch gegen ihre Schwester ausgetauscht zu werden. Nee, das geht aber dann auch nicht. Ich bin unschlüssig. Kann so ein Vampir dann nicht einfach sich für die, wie er sagt, „Richtige“ entscheiden, sie zur Braut nehmen und seine Vampirmeute gründen, so wie jeder gewöhnliche Vampir? Ach nee, dann würde ja John zu spät kommen und die Geschichte könnte nicht wie geplant ablaufen. Hm, reichlich konstruiert.
Dann endlich das Treffen von Father Ignatius und John, Ersterer will ebenso wenig wie Davina mit der Sprache herausrücken, was Ignatius nun hat – was ja wenig hilfreich wäre, wenn dämonische Kräfte im Spiel sind. Auch konstruiert, um die Spannung zu erhöhen?
Wie dem auch so, John macht sich mit Milena auf den Weg zur Villa der beiden (finden einen Toten und einen Vampir und erlösen diesen) und schließlich zur Ruine der Familie Conte di Venza, deren Emblem sich auf dem Sarg befindet. Dann taucht plötzlich 😉 die Mutter der beiden auf und stellt sich als Ausgrabungsleiterin und Handlangerin des Contes vor, denn die Familie Libretto sind die letzten Nachfahren der di Venzas (mütterlicherseits) vor. Zumindest das seltsame Verhalten des Sarges wird vernünftig erklärt und beruht auf die Magie der alten Eiche. Sie verlangt in Johns Anwesenheit von ihrer jungen, unbewaffneten, bis dato unbescholtenen Tochter, einen kampferprobten, wenn auch etwas geschwächten, bewaffneten Polizisten zu töten. Auch das ist sehr seltsam.
Durch den Sarg gelangt John in die Ruine, das Schloss der di Venzas, das sich im Jenseits befindet. So kann er Daniela retten, die gerade auf ihre Bluthochzeit vorbereitet wird.
Zum Schluss erfährt man die Hintergründe, die sich auf einen alten römischen, vorchristlichen Dämon/ Naturgeist namens Malondius bezieht und taucht ein wenig darin ein. Dies ist der für mich beste Teil des Romans. Warum er aber Skelette und einen Vampir um sich geschart hat und warum das Kreuz ihn trotz seiner vorchristlichen Herkunft vernichten kann, wird nicht so richtig erklärt.
Als Daniela und John zurückkehren (mittels des Kreuzes?) finden sie die Mutter der beiden, die sich zuvor in eine Vampirin verwandelt hatte und durch einen Schlag von Milena das Genick gebrochen wurde und damit vernichtet wurde (Echt, reicht das??) Milena wird gerade zwei der Studenten aus dem Ausgrabungsteam ausgesaugt wird. John erlöst beide und kommt wieder ins Grübeln und Zweifeln, auch was Ignatius´ Schicksal angeht.

Für mich ein schwer zu bewertender Roman. Einerseits lassen große Logikfehler bzw. unsinniges Verhalten auf eine sehr konstruierte Geschichte schließen, andererseits sind eine Aspekte wie der römische Dämon/ Naturgeist und Johns Reaktion auf die abermalige Teil-Niederlage interessant und gut beschrieben.
Kleiner Fun-fact am Rande: Ein Adelsroman, der nicht von Henry Cardell geschrieben wurde.
In der Summe noch ein „mittel“ von mir.
Helgorius Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Helgorius »

Auf diesen Roman hatte ich mich wirklich gefreut. Es war der erste Roman von RM, den ich seit ein paar Jahren gelesen habe. Leider war ich insgesamt enttäuscht und vergebe ein „mittel“.

Der „Auserwählte“ hat es gut zusammengefasst. Dem schließe ich mich gerne an.

Ich fand den Roman leider weder spannend noch gruselig … er hat mich leider nicht wirklich erreicht und mitgenommen.

Für den weiteren Serienverlauf ist die Geschichte - wie schon der Vorgängerroman von HC- völlig bedeutungslos. Die Autoren bemühen sich aber zumindestens diese Einzelromane in eine Art Serienkontext einzubauen, um den Lesern vermutlich ein besseres Gefühl zu geben: RM und auch HC durften jeweils ca. 1/2 Seite lang den aktuellen Plot von IRH zusammenfassen und auf einer weiteren 1/2 Seite eine Pseudo-Fortsetzung eines aktuellen Handlungsstranges verfassen. Bei HC durfte Glenda daran denken, dass sie jemand wichtigen anrufen wird. Bei RM durfte John den schwer erkrankten Pater Ignatius besuchen. Wirklich toll!
Rvtter Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Rvtter »

So gerne ich die Romane von Rafael Marques lese, aber dieser Roman hat mir überhaupt nicht gefallen. Weder spannend, noch gruselig.
Vielleicht habe ich mir auch zuviel erwartet.
Ich werde mal bis zur Asomdina Trilogie lesen und hoffe, das alles etwas besser wird.
Don Nuzzolo Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Don Nuzzolo »

Ich schliesse mich den Vorredner an.Bei Auserwählter führ die Zusammenfassung und bei Helgorius für den letzten Absatz. Für mich kam dieser Roman und der von Cardell wie eine Filler-Folge bei einem Anime vor, die Geschichte wird erzählt, aber sie hat keinen Einfluss auf das Grosse Ganze und bringt sie nicht vorran. Bei all dem Gerede bezüglich " Neustart " hätte ich schon erwartet das die Geschichten am Anfang mehr ineinandergreifen,das man zuerst ein Fundament aufbaut und dann die MoW nach und nach einbaut.Und das Buch das Milena über das alte Rom schreiben wollte,könnte ein Easter Egg auf " Castor Pollux " sein, wo ja Marques auch mitschreibt. Ich gebe dem Roman auch ein Mittel.
Spoiler
Und die Vorschau auf die Asmodina Trilogie tönt spannend und hat etwas von einem kleinen Final.
abnelgurk Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von abnelgurk »

Eine Geschichte, bei der ich dachte ›irgendwie hab ich so etwas schon gelesen‹. Eine Vampirhochzeit, zwei gleichartige Schlösser verbunden durch Dimensionstore, wie in Castlevania, auch Parallelen zu Barnabas, egal, Handwerklich wieder eine Top Leistung von RM und dennoch: Und haben mich das erste und zweite Drittel noch nicht abgeholt, so gab es doch ein furioses Finale. Da es keine Möglichkeit gibt das Kreuz zu aktivieren um das ganze Gesocks auf einen Schlag zu eliminieren, mussten halt Silberkugeln, Kreuz und Bumerang herhalten, Herz was willst du mehr. Ein alleinkämpfender John, keine Hilfe durch Bill, Jane oder - ja oder – Suko (den ich doch als Johns Partner vermisse und mich auf seine Rückkehr freue), wie in den Anfängen der Serie und ein Neuanfang soll es ja sein.
Sorgen macht mir Johns Seelenleben, irgendwie wird er immer gewalttätiger. Aus Wut, Zorn, Rage, dass er zu spät gekommen ist, um einen Menschen zu retten, metzelt er die beiden letzten Vampire regelrecht hin. Auch im vorherigen Roman brennen ihm die Sicherungen durch, und er tötet beinahe einen Menschen.
Nicht das er sich noch auf die dunkle Seite der Macht begibt.
Insgesamt vergebe ich ein sehr gut.
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kualumba Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von kualumba »

Von mir gibt es ein "gut". Hat ein bissi was nostalgisches.
Destero Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Destero »

Der neue Roman von RM spielt in der Toskana. Dafür gibt es fürs Setting schon mal einen Sonderpunkt. Wir haben im Frühjahr dort in der Nähe Urlaub gemacht. Traumhafte Gegend mit Bezügen zu Vampiren.Der 2. Twilight Film „New Moon“z.B. wurde seinerzeit dort gedreht.

Also tolle Atmosphäre, endlich mal wieder kein Aibon bei RM. 2 Tolle italienische Schwestern. Knapp 4 Seiten handeln von Johns Besuch in Rom beim kranken Father Ignatius.Ein fast depressiver John auf der Fahrt in die Toskana. Hoffe dass es mit dem Team bald „aufwärts“ geht. 100 Hefte lang muss ich diese depri Stimmung jetzt nicht ertragen.

Schöner Roman von RM. Ich vergebe ein „gut“.
Phexcaer Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Phexcaer »

Hat mir eigentlich gefallen. Schöner Roman der für sich steht, ohne einen übergreifenden Handlungsbogen weiterzuführen oder zu eröffnen. Bitte mehr davon.

Jemand hat es hier schon geschrieben, fühlt sich an wie "klassisch Sinclair". Leider hat mich dann der Mittelteil gestört, der wirkte als wäre es plötzlich von einem anderen Autor verfasst. John fährt hier zu einer offiziellen Ausgrabungstelle, und da gibt es dann keine Maschinen, keine Absperrung...nur eine Archäologin mit zwei Praktikanten die mitten im Wald mit einer Schaufel eine Burgruine freilegen. Okay. Dann hat John wohl echt zu tief ins Glas geschaut. Die Mutter erzählt ihm sie hätten Abends den Sarg gefunden, der "unheimlich wertvoll" ist, sind dann nach Hause gefahren und haben ihn einfach stehen gelassen. Gibts ja keine Absperrung oder Sicherheitsdienst, also war er ab nächsten Tag geklaut. Zufällig haben sich auch beide Praktikanten am gleichen Tag krank gemeldet und John ist so "Joa, macht schon Sinn. Wasserdichte Geschichte". Er wird dann natürlich auch gleich überrumpelt und ins Jenseits geschubst. Die frisch zur Vampirin mutierte Mutter wird dann von Tochter Nummer 2 vernichtet indem sie ihr einen mit dem Balken überzieht. Ähm, habe ich was verpasst? Seit wann können Vampire durch einen Genickbruch sterben?

Als die Handlung dann wieder in die andere Welt wechselt zieht der Roman aber wieder an und hat ein zufriedenstellendes Finale. Gebe daher hier ein "Gut"
Ecco Toshh Offline
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Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Ecco Toshh »

Hat mir nicht so gut gefallenen. Der erste Roman seit 2500 an dem ich teilweise Passagen überflogen habe weil es im Grunde genommen egal ist was da passiert und mich das Geschehen nicht wirklich in den Bann gezogen hat.
Der Auserwählte hat es sehr gut formuliert, ich schließe mich dem an und kann leider nur ein Mittel vergeben.
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Sheila Conolly Offline
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Registriert: Mi Jun 24, 2009 12:30 am

Re: Band 2507: Blutsauger aus dem Totenreich

Beitrag von Sheila Conolly »

Milena und Daniela Libretto kriegen nen Sarg geliefert, den sie sogar ins Haus, ins Wohnzimmer holen.
Whaaaaat?? Einfach so? Keene Angst, Mädels??
Das war für mich die so ziemlich einzige dumme Nummer, die hier gelaufen ist. Nen Sarg ins Haus zu holen, der einfach so vorm Haus abgestellt wurde.

FunFact: die Autorin Milena will nen Roman schreiben, der im alten Rom spielt, nur fehlt ihr noch ein Name für die Hauptfigur.
Wie wärs mit Pollux Castor? 😉😁👍

Nachts entsteigt ein Vampir dem Sarg und hat ein Tête-à-tête mit Daniela, die danach im Wohnzimmer nach Antworten suchen will. Milena erwacht, hört Geräusche, sieht nach dem rechten und damit auch den Vampir, der Daniela in den Sarg zu Skeletthänden fallen lässt, die sie reinziehen. Der Vampir will sich auch Milena greifen, lässt aber schon bald geschwächt von ihr ab, schleppt sich in den Sarg, lässt sich ebenfalls von den Skeletthänden reinziehen und dann schließt sich der Deckel. Nicht mehr zu öffnen.
Nach Danielas Entführung und der Sarggeschichte wird die Villa von der Polizei bewacht, bis …

John wird angefordert, muss die offiziellen Wege gehen und besucht erstmal den schwerkranken Ignatius. Irgendwie passt es nicht so ganz, besonders zu Ignatius, dass der aus seiner Krankheit so eine geheime Sache macht. Zumindest John gegenüber. Das ist ja fast so, wie bei Dumbledore, der nen Horcrux angepackt hat, seine Hand offenkundig allmählich verfault und damit generell sein Schicksal besiegelt hat. Später lässt er sich von Harry auch noch fieses Zeugs einflößen, um an den nächsten Horcrux zu kommen, und um sich dann noch ein Weilchen später zu weiteren höheren Zwecken tutto completo umnieten zu lassen.
Hat Ignatius irgendwas ähnlich Gefährliches getan und muss jetzt mit den Konsequenzen leben, bis es zu Ende geht? Weil … anders kann ich mir diese Heimlichtuerei wirklich nicht erklären …

Davina hat jedenfalls tatsächlich einen Fall für John, dem er offiziell nachgehen soll. Das Verschwinden von Daniela Libretto, die Angabe vom Sarg und dass ein Vampir für alles verantwortlich sein soll. Mit nem Fiat Freemont macht sich John also auf die Socken.
Cool, der Freemont wird doch schon seit Jahren gar nicht mehr gebaut und ist dazu als 7-Sitzer ne ordentliche und fast schon SUV-ähnliche Familienkutsche.
Sowas hat die Weiße Macht? Na holla … 😅

Daniela wird vom wieder erstarkten Vampir samt seiner Skelett-Leute zu seiner Residenz, bzw. Festung gebracht und er sagt ihr, dass sie seine Braut werden wird und er sein Blut mit ihrem mischen will … und wenn sie bockt und nicht will, nietet er sie halt um und macht das mit ihrer Schwester Milena.

Die Polizei ist wenig überzeugt von Milenas Geschichte und sie ist froh, dass wenigstens John ihr glaubt. Zusammen fahren sie zu ihrer Villa, damit John sich den Sarg angucken kann. Allerdings dunkelt es bereits.
Dort angekommen sind die beiden Wache haltenden Kollegen tot und der Sarg ist weg. Abgeholt von einem Kleinlaster, der auch John und Milena rücksichtslos entgegen kam.
Einer der toten Polizisten ist dabei, sich in einen Vampir zu verwandeln, was dann die ebenfalls eintreffende und zweifelnde Kollegin Amalfi mitbekommt.
Die zweifelt jetzt jedenfalls nicht mehr.

Mir haben die Charakterzeichnungen der Figuren Milena Libretto und Isprettrice Carla Amalfi am besten gefallen.
Und auch bei John wurde hier durch seine eigenen Gedanken sehr deutlich, dass er sich immer schlechter vom Alkohol zurückhalten kann. Gepaart mit seiner neuerdings auftretenden kurzen Zündschnur macht ihn das so allmählich schon ein wenig zu einer tickenden Zeitbombe … und man fragt sich nicht WIE, sondern WANN er vollends ausrasten wird. Oder schlimmeres …

Bei der Ruine der ehemaligen di Venza Residenz werden zu touristischen Zwecken Ausgrabungen durchgeführt.
Nur von drei Leuten?
John und Milena fahren dann direkt dorthin und John berührt mit dem Kreuz die Überreste eines alten Baumes, bzw. seines Stumpfes und dem, was davon generell noch übrig ist. Die Reste bröseln bei der Berührung weg, was natürlich auf irgendwas Schwarzmagisches hindeutet.
Da fällt mir allerdings auch ein, dass Daniela in ihrem Zimmergefängnis beim Grafen ein "lebendes Bild" hängen hat, das einen Baum zeigt. Und dessen Äste sogar nach ihr gegriffen haben.
Möglicherweise ist das der Baum vom di Venza-Schloss, von dem in der Gegenwart nur noch Überreste existierten?

Jedenfalls hören John und Milena dann Aktivität bei den erleuchteten Ausgrabungsstätten und treffen dort auf … jau, Mami Libretto😁
Lag ja auch irgendwie nahe. Aber sie hatte dann sogleich noch mehr Infos, z. B. von der Sorte, dass die di Venzas ihre Vorfahren sind. Na, wenn das kein Zufall ist … bzw. die logischste Erklärung dafür, warum der Sarg ausgerechnet zur Libretto-Villa gebracht wurde.

Allerdings fand ich Florentina Librettos Auftritt und das Geständnis, ihre Gefühle nicht zeigen oder ausdrücken zu können, irgendwie total traurig. Denn Gefühlregungen hat sie ja schon, wenn sie sagt, dass sie die Blicke ihrer Töchter nicht ertragen konnte, die sie von den beiden wegen ihrer fehlenden Anteilnahme am Tod ihres Mannes und des Vaters der Mädchen wohl bekommen hatte. Sie ist deswegen abgehauen und hat sich in ihre Arbeit gestürzt. Auch das sind Gefühle, die durch ihre Handlungsweise ausgedrückt wurden … wenns nur die Liebe zu Menschen betrifft, frage ich mich, wie sie überhaupt Alessandro Libretto kennengelernt und ihn sogar geheiratet hat. Denn er schien ja in Sachen Liebe und Kindern anders zu ticken, als seine Gattin. Aber gut, vielleicht war sie ja ihm gegenüber noch etwas anders drauf, wenn sie allein unter sich waren …

Sie gehen dann auch gleich runter zu dem Fundort des Sarges.
Etwas befremdlich klang es, als die zuvor eher als instabil wirkende Holztür, die auch noch schief in den Angeln hing, plötzlich zugeschmettert wurde, ohne auseinanderzufallen. Auch Johns Versuche, sie zu öffnen, sich dagegen zu schmeißen, usw. misslingen.
John gibt dann zu, in eine Falle getappt zu sein, denn es war Florentina Libretto, die die Tür zugeworfen hat.
Mach dir nix draus, John, ich bin auch auf sie reingefallen und hatte ihr erstmal geglaubt. Sie war im Grunde die dritte Figur, die ich in dieser Story, so kurz ihr Auftritt auch war, cool fand.
Irgendwie bitter, wo ich mir grad eben noch Gedanken darüber gemacht hab, warum sie keine Gefühle zeigt/zeigen kann, den Kontakt zu den Töchtern abgebrochen hat und wie es dann überhaupt zu ihrer Heirat kommen konnte … und dann macht sie ne 180 Grad Wendung … maaaaaaaaan ….

Die Erklärung, die sie John dann zu allen Umständen und Gegebenheiten gibt, fand ich zwar nicht schön (deshalb hats wohl auch reingehauen), aber trotzdem gut. Es passte so weit alles: das Vorhaben, die Flucht des Grafen ins Jenseits, dass er dort zu lange abgehangen hat und es jetzt ner Eigenblutbehandlung bedarf, der Baum als Verbindung, der Sarg aus seinem Holz als Tor … einer seiner Nachfahrinnen als Braut, ums Blut wieder aufzufrischen … doch, fand ich passend und logisch.
Während John dann in den Sarg und damit in die jenseitige Welt gezogen wird, gelingt es Milena, ihrer durch das Blut Leonardo di Venzas zur Vampirin gewordenen Mutter das Genick zu brechen … was sie aber direkt danach bedauert. Sie war trotz allem ihre Mutter. Darüber vergisst sie alles um sich herum und hört auch nicht die Vampir-Studenten, die sich der trauernden Tochter nähern …
Dass die Libretto als Vampirin hier mit nem Genickbruch ausgeschaltet werden kann, hat mich sowas von nicht gestört! Es wurde ja explizit beschrieben, dass ihr Kopf nur noch fies rumbaumelte. Ist doch prinzipiell nix anders, als wenn man sie enthauptet hätte. Und damit kann man Vampire ja sehr wohl ausschalten ...

Leonardo di Venza erzählt im Jenseits nun seine Version der Geschichte und dass seine Geliebte und fast Blutbraut in dem Brautkleid steckt, das jetzt Daniela zu ihrer Bluthochzeit mit ihm trägt.

John landet in der jenseitigen Festung der di Venzas und sieht auch das Baum-Bild, das seine Äste nach ihm ausstreckt. Sein Kreuz verhindert einen direkten Angriff und er kann sich auf den Weg in die tiefergelegeneren Gewölbe machen, von wo aus er den Schrei einer Frau gehört hat und dort Daniela vermutet.
Seine Zerrissenheit, ob er jetzt erst versuchen soll, zu Milena zurückzukehren oder hier nach Daniela zu suchen, fand ich gut beschrieben … und eine fiese Zwickmühle! Er weiß, dass er eine der beiden prinzipiell durch seine Entscheidung zum Tod verurteilt …

Dann geht alles Schlag auf Schlag, die Götzenfigur des Malondius rauscht heran, breitet ihre Fäden aus, der Skelett-Mönch schnappt sich sein Buch, die holde Gräflichkeit seine Braut und dann ab dafür … man möge Hochzeit halten.
Doch da hat John was gegen und ballert dem Mönch die Rübe weg. Und nicht nur dem …

Dann wirft er den Bumerang … hach ja, das Teil, das ganz plötzlich und seltsam wieder in Johns Rucksack war (der Bestatter) und eigentlich noch im Gebüsch auf dem conollysch-deliopoulouschen Grundstück liegen müsste … und rasiert dem Baum nen Ast ab. Dann geht’s mit dem Kreuz zu Werke und das Licht macht sich auch im Götzen breit, was die Vernichtung aller Anhänger/lebenden Toten/Verstorbenen di Venza Conti, sowie den Einsturz der Burg zur Folge hat.
Am Ende erwischt es auch den guten Leonardo, der nochmal zu einem finalen Schlag ausholen wollte. Da ihn aber Malondius zum Vampir machte, war er also mit selbigem durch sein Blut verbunden und so zog sich die Vernichtung des Götzen auch durch den Grafen, die Burg und die jenseitige Welt.

John und Daniela landen wieder in der diesseitigen Ausgrabungsstätte.
Auch wenn ichs geahnt hab … zum Glück wird nur kurz beschrieben, dass neben ihrer Mutter auch Milena tot ist … von den beiden Studenten-Vampiren arg zugerichtet und ausgesaugt. John vernichtet die beiden Vampire fast schon in blinder Raserei und erlöst dann Milena mit dem Kreuz.
Daniela wird nachher nur noch epilogmäßig erwähnt, was ich ebenfalls gut fand. Weils mir schon nahe ging, dass Milena von den Vampiren zerfleischt worden war. Irgendwie ist das ein Ende, das ein ganz mieses Feeling hinterlässt … dabei hatte es echt gut angefangen und ich fühlte mich zur Abwechslung mal wieder richtig sinclairmäßig unterhalten!
Dass mir das Ende so nachhängt liegt wohl dran, dass mir die Figuren gefielen und die Art der Geschichte, wie Diesseits und Jenseits durch den Baum ineinandergriffen und alles dann einen für mich logischen Sinn machte. SEHR GUT.
Hätte Milena sich auch noch irgendwie retten können, aus rumliegenden Balken oder Balkenstücken nen Kreuz legen und die beiden Vampir-Studys daran hindern können, sie anzugreifen, bis John und Daniela auftauchen, ich hätte wohl ein TOP gegeben.
Aber „mein“ Ende wäre auch irgendwie nicht wirklich logisch, sondern einfach nur derbe kitschig gewesen, zumal Milena die untrainiertere von beiden Schwestern war und dann ja noch die Trauer um ihre Mutter hinzukam, die SIE im Prinzip ja getötet hatte … es war nachzuvollziehen, dass sie die Vamps nicht hörte.

Das sollte aber nicht passieren … maaaan … manchmal verfluche ich meinen Hang zu liebgewonnenen Figuren. Echt jetzt! Hier konnte ich jedenfalls Johns Frust und seine Gelüste nach Fusel aber mal halbwegs nachvollziehen. Weil es hier eben tatsächlich an SEINER Entscheidung gelegen hat, WELCHE der beiden Schwestern er rettet ... und die andere stirbt.

Bei allem anderen sind ja auch noch höhere Mächte im Spiel, die es gezielt auf seine Freunde abgesehen haben und alles dementsprechend planten, dass John da erstens weder was von wusste und zweitens auch immer stark mit Lilith, Pandora und seiner neuen Unheiligkeit der Hölle, Luzimodis, beschäftigt war. Da drauf auch noch der Entzug sämtlicher Vollmachten, des Geisterjäger Headquarters samt Degradierung zum Detective Inspector UND das Verschwinden seines Partners. Man, der Knabe müsste inzwischen mehr als ne ausgewachsene Midlife-Crisis durchmachen, da ja alles in die Hose gegangen ist, was in die Hose gehen konnte … wo er doch immer versucht hat, das Schlimmste zu verhindern …

Okay … Schluss jetzt … Deadline ist noch immer Band 2510 … T Minus 3 Romane … 3 Wochen … 3 hoffentlich überzeugende Geschichten …

Das Cover finde ich vom Stil her schon mal super! Und es wird alles Wichtige dargestellt:
Sarg, Skeletthände, schwarzhaariger Vampir (gut, Haare waren länger, aber noch ok), Baum, Daniela, die von ihm … äh … begrabscht wird? Nee, mitgerissen wird sie … aber es ist etwas unglücklich getroffen. Mit einer Hand hält er sie am Oberkörper fest, mit der anderen ihre Hand … was aussieht, als wenn er ihr gleich die Bluse aufreißt und dann was ganz anderes von ihr will! Aber … ich weiß auch nicht … der Stil reißt das irgendwie wieder raus und wenn ich mir das Bild genau angucke, sehe ich eben deutlich seine Festhalte-Hände und keine Grabsch-Hände. Also bleib ich dabei, dieses Cover finde ich sehr gut und atmosphärisch! 😁👍

Auf der LKS muss natürlich wieder einmal der Name Jason Dark auftauchen. Runter vom Cover, rein in die Mitte oder was soll das? Aber hauptsächlich geht es sich um Werbung für die anderen Sinclair-Serien, schon klar.
Das Einzige, das mich davon abhält, diese Aktion mal wieder in der Luft zu zerreißen, ist die kleine Hommage an Fritz Tenkrat!! Die paar Worte haben mich jetzt doch irgendwie kalt erwischt und alle Wut und Enttäuschung verpuffen lassen.
Er und JD waren gut befreundet … und der plötzliche Tod des Tony Ballard Papas war seinerzeit echt heftig und versetzt mir auch jetzt noch einen Stich, wenn sich sein Todestag jährt. Mir fallen dann immer die Ravioli ein, worüber wir mal diskutiert hatten und woran er sich um die Weihnachtszeit/seinen Geburtstag immer erinnerte und einen entsprechenden, herzlichen Kommi abdrückte. Dazu die Con 2016 in Nippes, wo ich zufällig draußen stand und ihn da über den Platz hab schreiten sehen … und dachte, ich halluziniere … und noch so blöd gerufen hab "Das ist doch der Fritz!" und er nur gegrinst und genickt hatte … nur um dann als Überraschung auf der Bühne neben JD Platz zu nehmen! Man, was war das schön!
82(!!) ist schon ein stolzes Alter … aber da hätte auch gut noch was gehen können! Maaaan!!
Deshalb werde ich mir am 27. auch das Original-Knochenschiff aus dem Regal zupfen und nochmal lesen! Genau wie den "Satans Samurai" von ihm und Thomas Birker!
RIP 🥺😢
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