Band 2462: Das Blut von Babylon
- iceman76 Offline
- Site Admin
- Beiträge: 11353
- https://pl.pinterest.com/kuchnie_na_wymiar_warszawa/
- Registriert: Mo Sep 22, 2008 1:53 pm
- Wohnort: Gifkendorf
- Kontaktdaten:
Band 2462: Das Blut von Babylon

Eine Burg im Norden von London - hier sollte eine Vampir-Party stattfinden, inszeniert von einer großen Model-Agentur. In Wirklichkeit aber steckte die blonde Bestie Justine Cavallo hinter dem Event. Alle Gäste sollten zu Blutsaugern werden, und an diesem Abend würde sich auch das Schicksal von Denise Curtis entscheiden, der ehemaligen Werwölfin, die zu unserer Freundin geworden war. Und ebenso erfüllte sich die Bestimmung von Justine selbst, denn sie trank das Blut von Babylon.
Geschrieben von Ian Rolf Hill
Erscheinungsdatum: 13.09.2025
-
Schneedrache Offline
- Beiträge: 575
- Registriert: Sa Nov 23, 2019 12:35 pm
Wie es mit Justine Cavallo irgendwann mal hoffentlich zu Ende geht, interessiert mich noch, aber am großen übergeordneten Thema, in dem Justine eine Rolle spielt, habe ich das Interesse ziemlich verloren. Denise Curtis kann von mir aus gerne auch bald abtreten. So wirklich gemocht habe ich die noch nie. ;)
-
Auserwählter Offline
- Beiträge: 399
- Registriert: Sa Aug 30, 2025 9:46 pm
- Wohnort: Hannover
-
Carla Elluanda Offline
- Beiträge: 1
- Registriert: Fr Sep 05, 2025 7:08 pm
Wow was war das für eine Geschichte…
Auch wenn ich mich gerade erst in das Thema der Groschenromane einarbeite, so habe ich doch ein Problem damit wenn Autoren in ihren Geschichten entweder unmögliche Tatsachen schaffen so das die nächste Geschichte nur daran scheitern kann oder einfach den Rotstift ansetzen und das was ihnen gerade nicht in den Sinn passt streichen. Letzteres ist hier passiert. Denn wenn Lillith und Justine wirklich nach der Schlacht um die Hölle, ein Bündnis eingegangen sind dann wird der ganze Aufhänger der die Geschichte um Corvin Hades eingeleitet hat komplett von den Füßen gerissen. Aber als wäre das noch nicht genug, haben wir plötzlich einen Sinclaire der jeder neuen Frau bei Scotland Yard misstraut da dies ja eine Anhängerin Lilliths sein könnte. Dabei weiß John zu dem Zeitpunkt noch nicht das Justine sich mit Lillith verbündet hat und das die Blonde Bestie ihr Gegner ist. Auch seine Schlussfolgerungen wirken gehetzt und nicht wirklich auserzählt.
Justine ist die einzige Person in dieser Geschichte die halbwegs sich selbst treu geblieben ist, denn immerhin ist sie nach wie vor auf ihrem Weg zur Macht über das Hexenreich. (Immerhin etwas.)
Für mich war das der erste Auftritt von Denise aber auch hier stört mich die Art wie Hill das ganze umgesetzt hat. Einerseits zeichnet er sie als so verantwortungsbewusst das sie Bruce das Leben retten will, ebenso wie Sinclair und Suko und dann rennt sie im nächsten Moment Justine freudig in die Arme und wird vermutlich eine Vampirin. Auch der Sinn des Vampirfests und was es genau mit dem Blut von Babylon auf sich hat bleibt im dunklen. Alles in allem ein eher unterdurchschnittlicher Roman der aber aufgrund seiner Spannungskurve, vielen Refferenzen und einigen wirklich coolen Momenten sich doch recht schnell hat lesen lassen.
Auch wenn ich mich gerade erst in das Thema der Groschenromane einarbeite, so habe ich doch ein Problem damit wenn Autoren in ihren Geschichten entweder unmögliche Tatsachen schaffen so das die nächste Geschichte nur daran scheitern kann oder einfach den Rotstift ansetzen und das was ihnen gerade nicht in den Sinn passt streichen. Letzteres ist hier passiert. Denn wenn Lillith und Justine wirklich nach der Schlacht um die Hölle, ein Bündnis eingegangen sind dann wird der ganze Aufhänger der die Geschichte um Corvin Hades eingeleitet hat komplett von den Füßen gerissen. Aber als wäre das noch nicht genug, haben wir plötzlich einen Sinclaire der jeder neuen Frau bei Scotland Yard misstraut da dies ja eine Anhängerin Lilliths sein könnte. Dabei weiß John zu dem Zeitpunkt noch nicht das Justine sich mit Lillith verbündet hat und das die Blonde Bestie ihr Gegner ist. Auch seine Schlussfolgerungen wirken gehetzt und nicht wirklich auserzählt.
Justine ist die einzige Person in dieser Geschichte die halbwegs sich selbst treu geblieben ist, denn immerhin ist sie nach wie vor auf ihrem Weg zur Macht über das Hexenreich. (Immerhin etwas.)
Für mich war das der erste Auftritt von Denise aber auch hier stört mich die Art wie Hill das ganze umgesetzt hat. Einerseits zeichnet er sie als so verantwortungsbewusst das sie Bruce das Leben retten will, ebenso wie Sinclair und Suko und dann rennt sie im nächsten Moment Justine freudig in die Arme und wird vermutlich eine Vampirin. Auch der Sinn des Vampirfests und was es genau mit dem Blut von Babylon auf sich hat bleibt im dunklen. Alles in allem ein eher unterdurchschnittlicher Roman der aber aufgrund seiner Spannungskurve, vielen Refferenzen und einigen wirklich coolen Momenten sich doch recht schnell hat lesen lassen.
-
Don Nuzzolo Offline
- Beiträge: 127
- Registriert: Di Dez 03, 2024 5:34 pm
RE: Band 2462: Das Blut von Babylon
IRH hat eine tolle Geschichte geschrieben,wo ein Grossteil des Sinclair-Universum mitspielt.Justine handelt wie man sie kennt.Und Denise kommt mir vor wie ein Teenager in der Pubertät,die lernen muss,wie es ihn ihrem Leben weitergeht mit Höhen und Tiefen.Zu welchem Zweck die Vampir-Party stattfand,hat sich mir nicht entschlossen.Und das "Blut von Babylon" erkläre ich mir damit,das Justine die Engel der Unzucht und Hurerei ausgesaugt hat.
Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.
Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.
-
Auserwählter Offline
- Beiträge: 399
- Registriert: Sa Aug 30, 2025 9:46 pm
- Wohnort: Hannover
Der Roman ließ sich gut und flüssig lesen, ich muss hinzufügen dass ich IRH und seine Schreibe tatsächlich sehr gerne mag und ihn für den am besten "Sinclair-feeling" verbreitenden Autor halte. Ich bin stets im Romanverlauf "drin" und will wissen, wie es weitergeht. Insgesamt sind es mir mittlerweilse zu viele Mitautoren, die zumeist ihren eigenen Themenkomplex bearbeiten oder endlich mal einen Sinclair schreiben wollen. Weniger ist mehr. Dazu passt der Strang um Corvin Hades, der m.E. nicht gut in den Gesamtzusammenhang passt und hier eigentlich eine Rolle/ Erwähnung hätte spielen müssen.
Einige Ungereimtheiten gibt es: Die mächtigen Engel der Unzucht und Hurerei nur noch (fast) gewöhnliche Vampire? Immerhin haben sie ihre Insignien auf dem Kreuz hinterlassen. Was passiert mit diesen eigentlich,
[SPOILER]wo sie nun vernichtet sind? [/SPOILER]
Justine mag nun doch andere Vampire, wie auch im Zweiteiler, neben sich? Das müsste man zumindest erklären, einen Ansatz hat IRH im Roman allerdingsgeliefert.
Denise lässt sich etwas zu leicht verführen und zur Vampirin machen (?). Okay, sie ist spät-pubertierend, war die Tochter von Lykaon, ist die Königin von Kannibalen, hatte übermenschliche Kräfte, aber eigentlich immer eher egozentrisch. Sich zu unterwerfen, passt nicht ganz, wenngleich die Szene gut beschrieben wurde.
Insgesamt war der Roman für mich eine spannende Lektüre, folglich ein "Gut".
Einige Ungereimtheiten gibt es: Die mächtigen Engel der Unzucht und Hurerei nur noch (fast) gewöhnliche Vampire? Immerhin haben sie ihre Insignien auf dem Kreuz hinterlassen. Was passiert mit diesen eigentlich,
[SPOILER]wo sie nun vernichtet sind? [/SPOILER]
Justine mag nun doch andere Vampire, wie auch im Zweiteiler, neben sich? Das müsste man zumindest erklären, einen Ansatz hat IRH im Roman allerdingsgeliefert.
Denise lässt sich etwas zu leicht verführen und zur Vampirin machen (?). Okay, sie ist spät-pubertierend, war die Tochter von Lykaon, ist die Königin von Kannibalen, hatte übermenschliche Kräfte, aber eigentlich immer eher egozentrisch. Sich zu unterwerfen, passt nicht ganz, wenngleich die Szene gut beschrieben wurde.
Insgesamt war der Roman für mich eine spannende Lektüre, folglich ein "Gut".
Zuletzt geändert von Auserwählter am Mi Sep 17, 2025 10:15 am, insgesamt 1-mal geändert.
Hier sieht man leider wie man eine Serie mit verschiedenen Autoren NICHT führt. Marlenes Zweiteiler fühlte sich schon grob aus der Serienhandlung heraus gerissen an, aber hier wird es noch schlimmer. Da wird versucht zu erklären warum Justine in Rumänien auf den Zaubermantel verzichtet mit "Er ist zu klobig und behindert im Kampf", nur um sich drei Zeilen weiter mittels Mantel zum Gegner zu teleportieren und ihn auszuknocken. Ja, total unpraktisch im Kampf hier. Sogar mehrmals :thumbup:
Dann haben wir hier noch einen Handlungsstrang in der Vergangenheit, der ganz klar nach dem Kampf um die Hölle stattfindet, und vor dem Vampirartefakte Zweiteiler, was bedeutet Justine hätte ihre neuen Kräfte durch das Babylonische Blut schon im Konflik gegen Coven Hades haben müssen, was die Jagd nach den Artefakten komplett sinnlos macht.
Hier hätte man den Zweiteiler einfach vor der Höllen-Triologie einschieben müssen, dann hätte Justine auch noch eine besondere Motivation gehabt sich mit Lilith zu verbünden und sämtliche Logikfehler beider Mehrteiler wären umschifft gewesen.
Der Roman an sich ist okay, aber leider fährt hier IHR nachdem er sich in der Beziehung lange gebessert hatte wieder die volle Vulgär-Schiene. Da wird belästigt, begrapscht, rumgemacht und der Boytop von Denise läuft ohne das er für die Handlung irgenwie Sinn macht im letzten Drittel nur notgeil sabbernd durch das Finale. Was soll das?
Diese Dinge störten mich leider daran richtig in den Roman einzutauchen, obwohl darin ja eigentlich wichtiges passiert. Ich finde es auch nicht wirklich gut das Denise nun eventuell zur Vampirin wird, nachdem sie gerade mal zwei Romane lang Mensch war. Das ist zwar schon nachvollziehbar aus ihrer Perspektive aus, aber ich hätte den Character jetzt einfach erstmal Ruhen lassen, vielleicht für immer. Vielleicht verhindert ja das Erbe ihres Vaters das der Vampirkeim übertragen wird. Ein bischen Resthoffnung habe ich da noch.
Gebe daher knapp noch ein Mittel, da mir die die Passagen mit den Conollys tatsächkich ganz gut gefallen haben.
Dann haben wir hier noch einen Handlungsstrang in der Vergangenheit, der ganz klar nach dem Kampf um die Hölle stattfindet, und vor dem Vampirartefakte Zweiteiler, was bedeutet Justine hätte ihre neuen Kräfte durch das Babylonische Blut schon im Konflik gegen Coven Hades haben müssen, was die Jagd nach den Artefakten komplett sinnlos macht.
Hier hätte man den Zweiteiler einfach vor der Höllen-Triologie einschieben müssen, dann hätte Justine auch noch eine besondere Motivation gehabt sich mit Lilith zu verbünden und sämtliche Logikfehler beider Mehrteiler wären umschifft gewesen.
Der Roman an sich ist okay, aber leider fährt hier IHR nachdem er sich in der Beziehung lange gebessert hatte wieder die volle Vulgär-Schiene. Da wird belästigt, begrapscht, rumgemacht und der Boytop von Denise läuft ohne das er für die Handlung irgenwie Sinn macht im letzten Drittel nur notgeil sabbernd durch das Finale. Was soll das?
Diese Dinge störten mich leider daran richtig in den Roman einzutauchen, obwohl darin ja eigentlich wichtiges passiert. Ich finde es auch nicht wirklich gut das Denise nun eventuell zur Vampirin wird, nachdem sie gerade mal zwei Romane lang Mensch war. Das ist zwar schon nachvollziehbar aus ihrer Perspektive aus, aber ich hätte den Character jetzt einfach erstmal Ruhen lassen, vielleicht für immer. Vielleicht verhindert ja das Erbe ihres Vaters das der Vampirkeim übertragen wird. Ein bischen Resthoffnung habe ich da noch.
Gebe daher knapp noch ein Mittel, da mir die die Passagen mit den Conollys tatsächkich ganz gut gefallen haben.
Uuuhh… was war das denn? Ein seltsamer Roman…. Konnte von Seite 1 fast nicht glauben, das er von IRH ist. Aber jeder hat ja mal einen schlechten Tag.
Eigentlich gefiel mir die Idee, dass die Engel der Hurerei jetzt Vampire sind und auf die alte Mitstreiterin Denise Curtis treffen.
Aber irgendwie ist der Roman auf Niveau von Jugend Romanen.
John und Suko zum gefühlt 23 mal in diesem Jahr außer Gefecht gesetzt…. Gähn
Seltsame Wortwahl. Bill soll ein Spielkalb sein…. ????
Wer ist Mina Murray?
War etwas enttäuscht vom Ende. Dachte mit den Connolys würde etwas mehr passieren wenn man die Vorschau auf 2464 liest.
Bewertung : Trete mal dem Club der „Mittel-Voter“ bei
Eigentlich gefiel mir die Idee, dass die Engel der Hurerei jetzt Vampire sind und auf die alte Mitstreiterin Denise Curtis treffen.
Aber irgendwie ist der Roman auf Niveau von Jugend Romanen.
John und Suko zum gefühlt 23 mal in diesem Jahr außer Gefecht gesetzt…. Gähn
Seltsame Wortwahl. Bill soll ein Spielkalb sein…. ????
Wer ist Mina Murray?
War etwas enttäuscht vom Ende. Dachte mit den Connolys würde etwas mehr passieren wenn man die Vorschau auf 2464 liest.
Bewertung : Trete mal dem Club der „Mittel-Voter“ bei
-
GhoulausdemGully Offline
- Beiträge: 76
- Registriert: So Dez 01, 2024 10:17 am
Re: Band 2462: Das Blut von Babylon
Handlung: Chiefinspektor Tanner fordert John und Suko einmal mehr an, um ihre Meinu g zu einem neuen Tatort zu hören, der in einem kleinen Londoner Waldstück liegt. Dort wurden drei Leichen enthauptet und verbrannt, denen zuvor die Herzen entnommen wurden. Die Köpfe wurden aber nicht gefunden. John und Suko fragen sich, ob jemand damit verhinder wollte, das Vampir-Opfer zu einer neuen untoten Existenz erwachen. Die Vermutung der Geisterjäger wird am nächsten Morgen im Büro, durch einen Anruf aus der Rechtsmedizin bestätigt. Die Leichen waren tatsächlich komplett blutleer. Auffällig war noch gewesen, dass einer der beiden männlichen Toten regelmäßig zur Maniküre ging. Gehörte er vielleicht zur Model-Szene? John fällt es plötzlich wie Schuppen von den Augen, dass ganz in der Nähe des Fundorts eine Burg stand die Frederick Beauchart gehörte. Als Naema dorthin flüchtete, wurde dort noch ein Nachtclub betrieben. Durch einen Anruf bei Beauchart erfährt John schließlich, dass dieser die Burg mittlerweile an Justine Cavallo verkaufte. Klar dass für die Geisterjäger nun eine Burgbesichtigung anstand, bei der sie im Idealfall diesen Fall beenden konnten.
Meinung: Ein Roman von Ian Rolf Hill, der die Handlung um Justine Cavallo und auch Denise Curtis fortsetzte. Das eindrucksvolle Titelbild dazu stammte wieder von Thomas Greiwe und wurde mit KI – Software erstellt. Weil der Roman sehr umfangreich wurde, fiel die übliche Leser-Seite in diesem Heft aus.
Die erste große Überraschung gab es gleich zu Beginn des Romans. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ehemaligen Engel der Unzucht und Hurerei, mit Ausnahme von Denise, vernichtet wurden, als Lilith sie verschlang. Nun kehrten Lilitu, Igereth und Machalat völlig unerwartet als Vampirinnen unter dem Kommando von Justine Cavallo zurück. Die Erklärung dazu war letztendlich einfach. Unter der Bedingung, dass sie die Nachfolge von Assunga antreten würde, schenkte Lilith Justine ihre ehemaligen Engel, für die sie keine Verwendung mehr hatte. Justine trank ihr babylonisches Blut und machte sie zu Vampirinnen. Außerdem erhielt Justine von Lilith Johns Einsatzkoffer, den Suko und Bill beim Hubschrauberabsturz im Harz verloren hatten. Dort musste außer magischer Kreide und Weihwasser-Phiolen noch etwas drin gewesen sein, was Justines Interesse ganz besonders weckte. Leider verriet Ian Rolf Hill nicht, um was es sich dabei handelte.
Denise Curtis war in ihrer menschlichen Gestalt schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe. So empfanden es Johnny Conolly und Cathy, als Denise in einer Disco ihrer Kontrolle entglitt, dabei kräftig über die Stränge schlug und schließlich nur knapp einem Häscher von Justine entkam. Als am Morgen danach, am Frühstückstisch der Conollys, die nächtlichen Eskapaden von Denise ausführlich besprochen wurden, ging es hoch her. Sheila hatte auch noch Marisa und Emma dazu geholt. Besonders Johnny war ständig peinlich berührt, weil er immer wieder gefragt wurde, wie es dazu kam, dass Denise ihm in die Lippe beißen konnte. Das ganze Drama wurde von Ian Rolf Hill stark geschildert.
Wurde John wirklich langsam paranoid, oder war sein Verdacht berechtigt? Nach den Erfahrungen mit Fiona Garrett, verdächtigte er nun Carol Porter, die neue Mitarbeiterin des Leichenbeschauers, die einen nötigen Tapetenwechsel als Grund für ihre Versetzung angab, dass sie ebenfalls eine Dienerin von Lilith wäre. Ungewollt komisch wirkte es aber, dass John beim Telefonat mit Beauchart, auf der Seite 25 rechte Spalte unten, von drei toten Leichen sprach. Nun in einer Gruselserie hatte diese Ausdrucksweise wohl ihre Berechtigung, auch wenn es in der Regel erst gar keine Leichen wären, wenn sie nicht tot wären.
Die Geschichte von Lilitu, Igereth und Machalath, den ehemaligen Engeln der Unzucht und Hurerei, war nun nach diesem Roman endgültig vorbei. Sie hatten ihre letzte Aufgabe erfüllt, indem sie Justine mit ihrem Blut stärkten. Durch deren babylonischem Blut erhielt Justine Macht und Fähigkeiten wie niemals zuvor. Sie konnte sich nun sowohl in mehrere Raben, als auch in eine Eule verwandeln. Dazu konnte sie auf die Kraft durch Assungas Zaubermantel vertrauen und hatte obendrein auch noch das Vampir-Pendel erhalten. Justine konnte also auf die Artefakte eines Corvin Hades pfeifen. Würde aber ihr Triumph wirklich von längerer Dauer sein? Ihr kam nämlich die geplante Neuausrichtung der Serie ab Band 2500 in die Quere. Bis dahin sollten alle derzeitigen Altlasten entsorgt werden. Also müsste demzufolge auch Justine bis dahin Geschichte sein, weil sie definitiv zu den ältesten Altlasten gehörte.
Was Denise Curtis betraf, war nach den Vorkommnissen im Hause Conolly ohnehin klar gewesen, dass sie bei ihnen nicht mehr lange bleiben würde. Nun wird ihr wechselhafter Lebens- und auch Leidensweg wohl mit der Existenz als Vampirin weitergehen. Damit war sie als Mensch aber endgültig verloren.
Nach diesem tollen und auch richtungsweisenden Roman fehlte zum Abschluss nur noch meine Gesamtbewertung. Ich entschied mich bei diesem spannenden Roman ohne Schwächen für die Note 1 = Sehr Gut und dekorierte Ian Rolf Hill einmal mehr mit 5 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Top ab.

Meinung: Ein Roman von Ian Rolf Hill, der die Handlung um Justine Cavallo und auch Denise Curtis fortsetzte. Das eindrucksvolle Titelbild dazu stammte wieder von Thomas Greiwe und wurde mit KI – Software erstellt. Weil der Roman sehr umfangreich wurde, fiel die übliche Leser-Seite in diesem Heft aus.
Die erste große Überraschung gab es gleich zu Beginn des Romans. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ehemaligen Engel der Unzucht und Hurerei, mit Ausnahme von Denise, vernichtet wurden, als Lilith sie verschlang. Nun kehrten Lilitu, Igereth und Machalat völlig unerwartet als Vampirinnen unter dem Kommando von Justine Cavallo zurück. Die Erklärung dazu war letztendlich einfach. Unter der Bedingung, dass sie die Nachfolge von Assunga antreten würde, schenkte Lilith Justine ihre ehemaligen Engel, für die sie keine Verwendung mehr hatte. Justine trank ihr babylonisches Blut und machte sie zu Vampirinnen. Außerdem erhielt Justine von Lilith Johns Einsatzkoffer, den Suko und Bill beim Hubschrauberabsturz im Harz verloren hatten. Dort musste außer magischer Kreide und Weihwasser-Phiolen noch etwas drin gewesen sein, was Justines Interesse ganz besonders weckte. Leider verriet Ian Rolf Hill nicht, um was es sich dabei handelte.
Denise Curtis war in ihrer menschlichen Gestalt schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe. So empfanden es Johnny Conolly und Cathy, als Denise in einer Disco ihrer Kontrolle entglitt, dabei kräftig über die Stränge schlug und schließlich nur knapp einem Häscher von Justine entkam. Als am Morgen danach, am Frühstückstisch der Conollys, die nächtlichen Eskapaden von Denise ausführlich besprochen wurden, ging es hoch her. Sheila hatte auch noch Marisa und Emma dazu geholt. Besonders Johnny war ständig peinlich berührt, weil er immer wieder gefragt wurde, wie es dazu kam, dass Denise ihm in die Lippe beißen konnte. Das ganze Drama wurde von Ian Rolf Hill stark geschildert.
Wurde John wirklich langsam paranoid, oder war sein Verdacht berechtigt? Nach den Erfahrungen mit Fiona Garrett, verdächtigte er nun Carol Porter, die neue Mitarbeiterin des Leichenbeschauers, die einen nötigen Tapetenwechsel als Grund für ihre Versetzung angab, dass sie ebenfalls eine Dienerin von Lilith wäre. Ungewollt komisch wirkte es aber, dass John beim Telefonat mit Beauchart, auf der Seite 25 rechte Spalte unten, von drei toten Leichen sprach. Nun in einer Gruselserie hatte diese Ausdrucksweise wohl ihre Berechtigung, auch wenn es in der Regel erst gar keine Leichen wären, wenn sie nicht tot wären.
Die Geschichte von Lilitu, Igereth und Machalath, den ehemaligen Engeln der Unzucht und Hurerei, war nun nach diesem Roman endgültig vorbei. Sie hatten ihre letzte Aufgabe erfüllt, indem sie Justine mit ihrem Blut stärkten. Durch deren babylonischem Blut erhielt Justine Macht und Fähigkeiten wie niemals zuvor. Sie konnte sich nun sowohl in mehrere Raben, als auch in eine Eule verwandeln. Dazu konnte sie auf die Kraft durch Assungas Zaubermantel vertrauen und hatte obendrein auch noch das Vampir-Pendel erhalten. Justine konnte also auf die Artefakte eines Corvin Hades pfeifen. Würde aber ihr Triumph wirklich von längerer Dauer sein? Ihr kam nämlich die geplante Neuausrichtung der Serie ab Band 2500 in die Quere. Bis dahin sollten alle derzeitigen Altlasten entsorgt werden. Also müsste demzufolge auch Justine bis dahin Geschichte sein, weil sie definitiv zu den ältesten Altlasten gehörte.
Was Denise Curtis betraf, war nach den Vorkommnissen im Hause Conolly ohnehin klar gewesen, dass sie bei ihnen nicht mehr lange bleiben würde. Nun wird ihr wechselhafter Lebens- und auch Leidensweg wohl mit der Existenz als Vampirin weitergehen. Damit war sie als Mensch aber endgültig verloren.
Nach diesem tollen und auch richtungsweisenden Roman fehlte zum Abschluss nur noch meine Gesamtbewertung. Ich entschied mich bei diesem spannenden Roman ohne Schwächen für die Note 1 = Sehr Gut und dekorierte Ian Rolf Hill einmal mehr mit 5 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Top ab.
Re: Band 2462: Das Blut von Babylon
MITTEL, weil einfach kein Zug in die Story kam und IRH Figuren nicht weiterentwickelt, sondern abstempelt. Die Engel der Unzucht und Hurerei braucht er nicht mehr, ZACK, tumbe Blutsaugerinnen, weg.
Justine wirkt irgendwie halbgar und widerspricht sich eigentlich selbst und Denise erfüllt mal wieder alles, was IRH will: verletzlich, horny, aggressiv und aufgesetzt cool, will Mensch sein, ach nee, doch Monster, dann bin ich ja stark, aber ach, ich litt ja so sehr unter meinen Kräften... Und alle anderen sind eh Scheiße zu mir. Ja, kennen wir schon. Was wird in dem IRH-Bogen eigentlich öfter erwähnt? Dass Denise innerlich zerrissen ist oder dass alles immer zu Lilith Plänen gehört?
John wird jetzt misogyn, oder was wird das? Auch völlig überzogen dargestellt. beinahe schon unfreiwillig komisch.
Lächerlich war auch das große Zusammenkommen bei den Connollys, wo irgendwie ständig ein ach so witziger Oneliner untergebracht werden musste. Vom Niveau her eine Fips Asmussen-Gedenk-Veranstaltung.
Diese Vampir-Fete macht auch so gar keinen Sinn und wirkt wie ein übrig gebliebener Platzhalter aus der Planung der Story. Hätte IRH mehr Seiten übrig gehabt, hätte er da wohl mehr draus gemacht, durch wiederholtes Aufblasen der wenigen Handlung blieb am Ende nur diese Krach-Rumms-Ätsch, alles Polizisten-Finale der sinnlosen Feier.
Nichts Halbes und nichts Ganzes, von der Handlung und dem Verhalten der Figuren her. Mittel ist da noch drin, das aber nur sehr knapp.
Justine wirkt irgendwie halbgar und widerspricht sich eigentlich selbst und Denise erfüllt mal wieder alles, was IRH will: verletzlich, horny, aggressiv und aufgesetzt cool, will Mensch sein, ach nee, doch Monster, dann bin ich ja stark, aber ach, ich litt ja so sehr unter meinen Kräften... Und alle anderen sind eh Scheiße zu mir. Ja, kennen wir schon. Was wird in dem IRH-Bogen eigentlich öfter erwähnt? Dass Denise innerlich zerrissen ist oder dass alles immer zu Lilith Plänen gehört?
John wird jetzt misogyn, oder was wird das? Auch völlig überzogen dargestellt. beinahe schon unfreiwillig komisch.
Lächerlich war auch das große Zusammenkommen bei den Connollys, wo irgendwie ständig ein ach so witziger Oneliner untergebracht werden musste. Vom Niveau her eine Fips Asmussen-Gedenk-Veranstaltung.
Diese Vampir-Fete macht auch so gar keinen Sinn und wirkt wie ein übrig gebliebener Platzhalter aus der Planung der Story. Hätte IRH mehr Seiten übrig gehabt, hätte er da wohl mehr draus gemacht, durch wiederholtes Aufblasen der wenigen Handlung blieb am Ende nur diese Krach-Rumms-Ätsch, alles Polizisten-Finale der sinnlosen Feier.
Nichts Halbes und nichts Ganzes, von der Handlung und dem Verhalten der Figuren her. Mittel ist da noch drin, das aber nur sehr knapp.
- Das Gleichgewicht Offline
- Beiträge: 12069
- Registriert: Mi Sep 24, 2008 7:52 pm
Re: Band 2462: Das Blut von Babylon
Nachdem Denise Curtis wieder menschlich geworden ist, hat Lilith nur noch drei Hurenengel. Sie will Rache an der Göre und beauftragt Justine Cavallo damit. Sie könnte das zwar auch selbst erledigen, aber das wäre ihr „zu billig“. Oder anders gesagt, das wäre dann ja kein fieser Intrigenroman mit bösen Überraschungen. Für ihre drei Hurenengel hat Lilith irgendwie keine Verwendung mehr. Justine darf sie für die Rache benutzen und verwandelt sie in Vampire. Das kristallisiert sich in einzelnen Rückblicken erst nach und nach heraus. Bei diesem Roman mit echter Überlänge kann sich IRH die Zeit auch nehmen.
John und Suko ermitteln indes wegen seltsamen Ritualmorden. So sieht es zumindest aus. Verbrannte geköpfte Leichen, denen man das Herz entnommen hat. Sie haben aber so ein Heftromanbauchgefühl, dass man damit verhindern wollte, dass sie als Vampire wieder auferstehen. Tatsächlich stellt sich später heraus, dass die Toten alle komplett blutleer sind. Und eine männliche Leiche hat gemachte Nägel. Das ist natürlich total ungewöhnlich, das Opfer muss also Model sein. Junge, heutzutage achten auch normale Männer auf ihre Optik, aber IRH brauchte wohl einen Aufhänger.
Denise ist indes in der Disco und fickt einen Typen im Damenklo. Leider ist sein Penis ziemlich schlapp und es passiert nicht viel. Das sind die Dinge, die mich als Leser unheimlich interessieren und die unbedingt so grafisch wie möglich geschildert werden müssen. Johnny und Cathy feiern auch mit ihr, verlieren sie aber wegen einem doofen Heftromanzufall später aus den Augen und das ist der Moment, wo Justine zuschnappt. Oder eher einer ihrer Handlanger und der vermasselt es, Denise zu verschleppen. Zum Glück ist das Mädchen zu besoffen, um zu kapieren, was da abgeht.
Den Geisterjägern fällt auf, dass die Vampirleichen nahe einer Burg verbrannt wurden, mit der John kürzlich erst zu tun hatte. Als Naema gekillt wurde. Aktuelle Mieterin der Event-Location ist eine Justine Cavallo. Wieso ist die Vampirin so doof, sich da unter Echtname einzunisten? Vielleicht weil es ganz bewusst eine Falle für das Sinclair-Team ist? Falls ja, tappen sie brav hinein und statten der Burg einen Besuch ab. Dort werden sie von Justine und den Hurenengel-Vampiren angegriffen und es gibt mal wieder schöne dramatische Ohnmachts-Cliffhanger. Justine könnte John und Suko nun töten, aber wie immer werden sie noch gebraucht.
Bei den Conollys zickt Denise ziemlich herum, während ihre Freunde sich Sorgen machen, dass sie ihre neue Menschlichkeit so zügellos lebt. Das sieht Denise aber überhaupt nicht ein, die sollen sich alle mal ficken! Wie alt ist die inzwischen eigentlich? Erst gab es immer Teeniedrama bei ihr und jetzt sowas. Brauche ich in dem Ausmaß und der Länge absolut nicht. Als Denise in ihrer Tasche eine Visitenkarte zu einer Modelagentur findet, die ihr an dem Clubabend jemand zugesteckt hat, schleicht sie sich davon und sucht die Adresse auf. Gehört natürlich alles zu Liliths Plan, irgendwie. Keine Ahnung, die Große Mutter kann halt alles vorhersehen. Agenturchef Lonny Drake ist ein von Justine verwandelter Vampir, der Denise zu einer krassen Modelparty auf der Burg einlädt. Da schnappt die nächste Falle zu. Die Geisterjäger sind ja bereits vor Ort, allerdings gefesselt.
Sheila macht sich Sorgen um Denise, die einfach abgehauen ist. Deshalb stalked sie sie am Laptop und ortet illegal ihr Handy. Das ist aber nicht die feine Art! So kommt Sheila auf die Modelagentur. Zufällig kennt sie Lonny Drake sogar. Toll, wie wieder alles zusammenpasst. Sie fährt mit Bill in die Agentur, um Lonny Drake auszufragen und wird von ihm angegriffen. Nachdem sie aus ihm herausgequetscht hat, wohin er Denise geschickt hat, töten sie ihn.
Im letzten Heftdrittel wird es dann ernst. Denise taucht mit einer ihrer heißen Clubekanntschaften auf der Burg auf. Justine versucht es erstmal diplomatisch und manipuliert sie. Jetzt wo sie wieder ein Mensch ist, ist sie schwach. Sie war mal die Tochter eines Dämonenwolfs. Da wäre es doch keine schlimme Sache, wenn sie in einen Vampir verwandelt wird. Denise denkt tatsächlich darüber nach, in ihrem instabilen Geisteszustand. Und sie scheint sich für Justine zu entscheiden. Vorher befreit sie zumindest noch die gefangenen Geisterjäger, die aber nichts dagegen tun können, dass sich Justine Denise schnappt. Das ist schon wieder alles so extrem dramatisch.
Bill und Sheila mischen sich indes mit einem Sondereinsatzkommando des Yard verkleidet unter die Gäste der Vampirparty auf der Burg. Als das obligatorische Blutvergießen beginnt, stellen sie sich den Vampiren entgegen. So sind die vampirischen Hurenengel Lilitu, Machalath und Igereth auch Geschichte. Von Justine und Denise fehlt jedoch jede Spur.
Es ist schön, Justine so schnell wiederzusehen. Diesmal gefällt mir ihr Auftreten auch wesentlich besser als in Marlene Kleins Zweiteiler. Der scheint rückblickend ziemlich dazwischengeschoben. Der Autor oder der Lektor müssen mehrere Male erwähnen, wieso die Vampirin sich hier so anders verhält, als bei dem letzten Aufeinandertreffen mit dem Geisterjäger. Am Ende ist es sogar so, dass Justine es schlichtweg vergessen hat. „Justine erschien mir wie ausgewechselt, ganz anders als in Rumänien. Sie erinnerte sich offenbar nicht mal daran, dass ich ihr dort, vor Schloss Bran, das untote Leben gerettet hatte.“ Tja, die Co-Autoren dürfen halt nur abgeschlossene MotW schreiben. IRH zieht als Hauptautor sein Ding durch und fertig.
Pluspunkte also für Justine. Punktabzug dafür für Denise, die mir wie immer ziemlich auf den Senkel geht. Irgendwelches Drama ist bei ihr immer.
Ansonsten ist das ein nettes Abenteuer. Ok, Lilitu, Machalath und Igereth wurden mir zu schnell abgespeist, dafür, dass die Hurenengel so groß aufgebaut wurden. Am Ende waren sie irgendwie nur für die Luzifer-Trilogie wichtig. Jetzt haben sie ihre Schuldigkeit getan und IRH schmeißt sie gnadenlos aus der Serie. Quasi als Nebenfiguren in einem Denise-Plot. Zumindest einen separaten Roman mit ihnen im Fokus, hätte ich ihnen gegönnt. So wie bei Naema.
Wenn Justine dabei ist, habe ich meistens grundsätzlich Spaß und keine hohen Ansprüche. Allein deshalb ein GUT
(6 von 10 Kreuzen)
John und Suko ermitteln indes wegen seltsamen Ritualmorden. So sieht es zumindest aus. Verbrannte geköpfte Leichen, denen man das Herz entnommen hat. Sie haben aber so ein Heftromanbauchgefühl, dass man damit verhindern wollte, dass sie als Vampire wieder auferstehen. Tatsächlich stellt sich später heraus, dass die Toten alle komplett blutleer sind. Und eine männliche Leiche hat gemachte Nägel. Das ist natürlich total ungewöhnlich, das Opfer muss also Model sein. Junge, heutzutage achten auch normale Männer auf ihre Optik, aber IRH brauchte wohl einen Aufhänger.
Denise ist indes in der Disco und fickt einen Typen im Damenklo. Leider ist sein Penis ziemlich schlapp und es passiert nicht viel. Das sind die Dinge, die mich als Leser unheimlich interessieren und die unbedingt so grafisch wie möglich geschildert werden müssen. Johnny und Cathy feiern auch mit ihr, verlieren sie aber wegen einem doofen Heftromanzufall später aus den Augen und das ist der Moment, wo Justine zuschnappt. Oder eher einer ihrer Handlanger und der vermasselt es, Denise zu verschleppen. Zum Glück ist das Mädchen zu besoffen, um zu kapieren, was da abgeht.
Den Geisterjägern fällt auf, dass die Vampirleichen nahe einer Burg verbrannt wurden, mit der John kürzlich erst zu tun hatte. Als Naema gekillt wurde. Aktuelle Mieterin der Event-Location ist eine Justine Cavallo. Wieso ist die Vampirin so doof, sich da unter Echtname einzunisten? Vielleicht weil es ganz bewusst eine Falle für das Sinclair-Team ist? Falls ja, tappen sie brav hinein und statten der Burg einen Besuch ab. Dort werden sie von Justine und den Hurenengel-Vampiren angegriffen und es gibt mal wieder schöne dramatische Ohnmachts-Cliffhanger. Justine könnte John und Suko nun töten, aber wie immer werden sie noch gebraucht.
Bei den Conollys zickt Denise ziemlich herum, während ihre Freunde sich Sorgen machen, dass sie ihre neue Menschlichkeit so zügellos lebt. Das sieht Denise aber überhaupt nicht ein, die sollen sich alle mal ficken! Wie alt ist die inzwischen eigentlich? Erst gab es immer Teeniedrama bei ihr und jetzt sowas. Brauche ich in dem Ausmaß und der Länge absolut nicht. Als Denise in ihrer Tasche eine Visitenkarte zu einer Modelagentur findet, die ihr an dem Clubabend jemand zugesteckt hat, schleicht sie sich davon und sucht die Adresse auf. Gehört natürlich alles zu Liliths Plan, irgendwie. Keine Ahnung, die Große Mutter kann halt alles vorhersehen. Agenturchef Lonny Drake ist ein von Justine verwandelter Vampir, der Denise zu einer krassen Modelparty auf der Burg einlädt. Da schnappt die nächste Falle zu. Die Geisterjäger sind ja bereits vor Ort, allerdings gefesselt.
Sheila macht sich Sorgen um Denise, die einfach abgehauen ist. Deshalb stalked sie sie am Laptop und ortet illegal ihr Handy. Das ist aber nicht die feine Art! So kommt Sheila auf die Modelagentur. Zufällig kennt sie Lonny Drake sogar. Toll, wie wieder alles zusammenpasst. Sie fährt mit Bill in die Agentur, um Lonny Drake auszufragen und wird von ihm angegriffen. Nachdem sie aus ihm herausgequetscht hat, wohin er Denise geschickt hat, töten sie ihn.
Im letzten Heftdrittel wird es dann ernst. Denise taucht mit einer ihrer heißen Clubekanntschaften auf der Burg auf. Justine versucht es erstmal diplomatisch und manipuliert sie. Jetzt wo sie wieder ein Mensch ist, ist sie schwach. Sie war mal die Tochter eines Dämonenwolfs. Da wäre es doch keine schlimme Sache, wenn sie in einen Vampir verwandelt wird. Denise denkt tatsächlich darüber nach, in ihrem instabilen Geisteszustand. Und sie scheint sich für Justine zu entscheiden. Vorher befreit sie zumindest noch die gefangenen Geisterjäger, die aber nichts dagegen tun können, dass sich Justine Denise schnappt. Das ist schon wieder alles so extrem dramatisch.
Bill und Sheila mischen sich indes mit einem Sondereinsatzkommando des Yard verkleidet unter die Gäste der Vampirparty auf der Burg. Als das obligatorische Blutvergießen beginnt, stellen sie sich den Vampiren entgegen. So sind die vampirischen Hurenengel Lilitu, Machalath und Igereth auch Geschichte. Von Justine und Denise fehlt jedoch jede Spur.
Es ist schön, Justine so schnell wiederzusehen. Diesmal gefällt mir ihr Auftreten auch wesentlich besser als in Marlene Kleins Zweiteiler. Der scheint rückblickend ziemlich dazwischengeschoben. Der Autor oder der Lektor müssen mehrere Male erwähnen, wieso die Vampirin sich hier so anders verhält, als bei dem letzten Aufeinandertreffen mit dem Geisterjäger. Am Ende ist es sogar so, dass Justine es schlichtweg vergessen hat. „Justine erschien mir wie ausgewechselt, ganz anders als in Rumänien. Sie erinnerte sich offenbar nicht mal daran, dass ich ihr dort, vor Schloss Bran, das untote Leben gerettet hatte.“ Tja, die Co-Autoren dürfen halt nur abgeschlossene MotW schreiben. IRH zieht als Hauptautor sein Ding durch und fertig.
Pluspunkte also für Justine. Punktabzug dafür für Denise, die mir wie immer ziemlich auf den Senkel geht. Irgendwelches Drama ist bei ihr immer.
Ansonsten ist das ein nettes Abenteuer. Ok, Lilitu, Machalath und Igereth wurden mir zu schnell abgespeist, dafür, dass die Hurenengel so groß aufgebaut wurden. Am Ende waren sie irgendwie nur für die Luzifer-Trilogie wichtig. Jetzt haben sie ihre Schuldigkeit getan und IRH schmeißt sie gnadenlos aus der Serie. Quasi als Nebenfiguren in einem Denise-Plot. Zumindest einen separaten Roman mit ihnen im Fokus, hätte ich ihnen gegönnt. So wie bei Naema.
Wenn Justine dabei ist, habe ich meistens grundsätzlich Spaß und keine hohen Ansprüche. Allein deshalb ein GUT
Um ahnungslose Opfer in der Burg zu versammeln, die die drei vampirischen Hurenengeln sättigen sollen. Die Frischvampire hätte Justine dann wie üblich gepfählt und nur das Babylon-Trio behalten.Don Nuzzolo hat geschrieben: Mo Sep 15, 2025 10:22 am Zu welchem Zweck die Vampir-Party stattfand,hat sich mir nicht entschlossen.
Sagt sie ja auch im Roman. Sie trägt nun das Blut von Babylon in sich und ist dadurch sehr stark geworden.Don Nuzzolo hat geschrieben: Mo Sep 15, 2025 10:22 am Und das "Blut von Babylon" erkläre ich mir damit,das Justine die Engel der Unzucht und Hurerei ausgesaugt hat.
Nee, aber direkt mit Lilith mag sie sich auch nicht anlegen und sie killen, nachdem sie sie ausgesaugt hat. Also abwarten und hoffen, dass die Geisterjäger sich darum kümmern. Was sie ja auch tun und Justine trauert den drei Hurenengeln keine Träne hinterher.Auserwählter hat geschrieben: Mi Sep 17, 2025 10:14 am Justine mag nun doch andere Vampire, wie auch im Zweiteiler, neben sich?
Ja, da stimme ich dir zu. Das passt alles nicht so wirklich und ist mir wie gesagt viel zu schnell abgefrühstückt.Auserwählter hat geschrieben: Mi Sep 17, 2025 10:14 am Die mächtigen Engel der Unzucht und Hurerei nur noch (fast) gewöhnliche Vampire? Immerhin haben sie ihre Insignien auf dem Kreuz hinterlassen.