Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir
- iceman76 Offline
- Site Admin
- Beiträge: 11315
- https://pl.pinterest.com/kuchnie_na_wymiar_warszawa/
- Registriert: Mo Sep 22, 2008 1:53 pm
- Wohnort: Gifkendorf
- Kontaktdaten:
Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir

Mein Pakt mit dem Vampir
Mein eigener Anblick trieb mich fast in den Wahnsinn! Nicht genug damit, dass ich nicht mehr Herr über meinen eigenen Körper war und fremde Gedanken meinen Kopf beherrschten, die mich dazu trieben, in die Grafschaft Kent zu fahren und einen mir völlig unbekannten Mann zu töten – ich wurde auch noch mit einem fremden Gesicht im Spiegel konfrontiert. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Nicht nur hervorgerufen durch das Gesicht im Innenspiegel des BMW, ich hatte auch Angst davor, was ich sehen würde, wenn ich den Mund öffnete. Der fremde Geist in meinem Körper las meine Gedanken und wollte mich noch mehr quälen. Mein Kiefer sank nach unten, ich zog die Lippen zurück und sah meine Zähne – und zwei überlange Hauer, die aus dem Oberkiefer ragten. Es bestand kein Zweifel mehr: Ich, John Sinclair, war zu einem Vampir geworden!
Geschrieben von Rafael Marques
Erscheinungsdatum: 08.02.2025
2/2
-
Don Nuzzolo Offline
- Beiträge: 119
- Registriert: Di Dez 03, 2024 5:34 pm
RE: Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir
Der 2.Teil schliesst lückenlos an Teil 1 an.Die Geschichte ist weiterhin flüssig und gut verfolgbar geschrieben.Das Rätsel um den "Hauch von Aibon" ist aufgeklärt,und wie es aussieht,wird uns unser alter Bekannte noch erhalten bleiben.
Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.
Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.
Gute Fortsetzung, die aber weniger ein Abschluss eines Storybogens als das Setup des nächsten ist. Da wird einiges in den Raum geworfen was Interessant werden könnte , aber noch wird der Leser mit allen Fragen hängen gelassen. Hoffentlich bekommt RM auch genug Romane das wir nicht zu lange warten müssen :buch:
RE: Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir
Obwohl ich den zweiten Teil etwas besser wie den ersten fand, vergebe ich hier auch ein gut. Ich fand ihn spannender und der Hintergrund von Danny war zumindest nach Teil 1 überraschend. Bis auf ein paar sich öfter wiederholende Formulierungen auch gut geschrieben. Für beide zusammen würde ich auch ein gut vergeben.
RE: Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir
Handlung: John fährt als angeblicher Vampir zurück auf die Halbinsel Hoo. Besessen und kontrolliert vom Geist des Vampirs Iovan Raduc, der nach dem Ritual des Exorzisten befähigt wurde die Kontrolle über Johns Körper zu übernehmen. Nun soll John auf der Halbinsel für den Exorzisten einen gewissen Danny Bradshaw töten, den Verlobten der vermissten Holly Carter. Eine von mittlerweile fünf vermissten Frauen auf der Halbinsel. Doch der Geist des Iovan Raduc hat anderes im Sinn, als dem Exorzisten zu gehorchen. Nachdem beide einen Pakt schlossen, gibt Raduc John die Kontrolle über seinen Körper und sein gewöhnliches Aussehen zurück. Bradshaw soll nach Raducs neuem Plan als Verbündeter gewonnen werden. Gemeinsam mit ihm soll John den Exorzisten vernichten. Danach will Raduc Johns Körper wieder verlassen und dieser soll ihn aus Dankbarkeit ziehen lassen. Kann und wird dieser scheinbar einfache Plan gelingen, ohne Suko mit ein zu beziehen, der ebenfalls auf Hoo ermittelt?
Meinung: Mit diesem Roman vollendete Rafael Marques seinen neuen Aibon – Zweiteiler. Das ausgezeichnete Titelbild zum Roman erstellte erneut Timo Wuerz. Der Titel wirkte zunächst etwas komisch, weil John scheinbar gerade selber ein Vampir war. Müsste dann nicht für einen Pakt noch ein weiterer Vampir hinzukommen? Ich war gespannt wie der Titel gemeint war.
Allerdings war John ein eigenartiger Vampir, der gewisse Regeln brach. Er hatte immer noch ein Spiegelbild, was richtige Vampire definitiv nicht mehr hatten und auch keinen Blutdurst. Es kam sehr schnell zur Aufklärung, wie ein Pakt zwischen John und Iovan Raduc möglich wurde. Raduc tanzte noch nie nach der Pfeife von irgend jemanden und wollte dieses auch nicht für den Exorzisten tun. Daher gab er John die Kontrolle über seinen Körper, im Rahmen ihrer Abmachung, wieder zurück. Unberechenbar wie eh und je und immer bereit für ein besonderes Spiel.
Schon in den ersten Kapiteln wurde nun klar, dass Danny Bradshaw tatsächlich ein dunkles Geheimnis hatte. Vermutet hatte ich dieses schon im ersten Teil, nur bewiesen und belegt wurde es erst jetzt. Überhaupt beantwortete Rafael erst einmal zumindest einige offene Fragen aus dem 1. Teil.
Nach dem Pakt mit John schien es so als ob Iovan Raduc wirklich unzerstörbar war und auch in Zukunft weiter eine Rolle spielen würde. Man wurde den Kerl einfach nicht los. Jedenfalls hatte vor ihm in der Serie noch kein Gegner seine eigene Höllenfahrt überlebt. Einzigartig war Iovan Raduc schon jetzt also allemal.
Einzigartig werden wollte auch der Eiserne Vampir Krul, dem es danach gelüstete die Herrschaft über die dunkle Seite Aibons anzutreten. Ein kühnes Unterfangen, weil die Herrscher nach Guywano nur eine kurze Haltbarkeit aufweisen konnten. Krul hoffte, dass der Exorzist ihn bei seinem Vorhaben unterstützen würde.
Interessant war auch die versunkene Stadt unter dem Zwischenreich, die einst ein neutraler Treffpunkt für alle Aibon – Bewohner war. Ich wäre nicht sehr überrascht, wenn darüber in Zukunft noch mehr kommen würde. Sehr ungewohnt war natürlich der sehr distanzierte Umgang und das gegenseitige Belauern zwischen John und Suko. Grund dafür war natürlich die Präsenz von Raduc, die nicht alles mitbekommen sollte und John darüber hinaus jederzeit unberechenbar machen konnte.
Am Ende war der Hauch von Aibon Geschichte und John hatte zumindest seinen Körper wieder für sich allein. Dafür war aber nun, dass erledigt geglaubte Problem Iovan Raduc wieder zurückgekehrt. Aktuell hatte sich Raduc nun Ziganas Körper bemächtigt. Begeistert war ich über diese Konstellation nicht wirklich. Auch ohne Raduc hätte es in Aibon weiterhin genug spannende Themen gegeben. Zum Beispiel würden die Eisernen Vampire Krul und Lark weiterhin mitwirken. Wobei sich Krul immer noch erhoffte die Macht über die Dunkle Seite Aibons übernehmen zu können. Einen Kurzauftritt von Pandora, die dem Exorzisten seine Diener nahm, rundete diesen Zweiteiler noch ab.
Sicherlich knöpfte dieser Roman nahtlos an den ersten Teil an. Dennoch packte er mich, warum auch immer, etwas weniger als der Vorgänger. Das änderte aber nichts am insgesamt guten Niveau. Ich entschied mich für diesen Roman dann auch, ihn mit der Note 2 = Gut zu bewerten und vergab dementsprechend 4 von 5 Kreuzen an Rafael. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
Meinung: Mit diesem Roman vollendete Rafael Marques seinen neuen Aibon – Zweiteiler. Das ausgezeichnete Titelbild zum Roman erstellte erneut Timo Wuerz. Der Titel wirkte zunächst etwas komisch, weil John scheinbar gerade selber ein Vampir war. Müsste dann nicht für einen Pakt noch ein weiterer Vampir hinzukommen? Ich war gespannt wie der Titel gemeint war.
Allerdings war John ein eigenartiger Vampir, der gewisse Regeln brach. Er hatte immer noch ein Spiegelbild, was richtige Vampire definitiv nicht mehr hatten und auch keinen Blutdurst. Es kam sehr schnell zur Aufklärung, wie ein Pakt zwischen John und Iovan Raduc möglich wurde. Raduc tanzte noch nie nach der Pfeife von irgend jemanden und wollte dieses auch nicht für den Exorzisten tun. Daher gab er John die Kontrolle über seinen Körper, im Rahmen ihrer Abmachung, wieder zurück. Unberechenbar wie eh und je und immer bereit für ein besonderes Spiel.
Schon in den ersten Kapiteln wurde nun klar, dass Danny Bradshaw tatsächlich ein dunkles Geheimnis hatte. Vermutet hatte ich dieses schon im ersten Teil, nur bewiesen und belegt wurde es erst jetzt. Überhaupt beantwortete Rafael erst einmal zumindest einige offene Fragen aus dem 1. Teil.
Nach dem Pakt mit John schien es so als ob Iovan Raduc wirklich unzerstörbar war und auch in Zukunft weiter eine Rolle spielen würde. Man wurde den Kerl einfach nicht los. Jedenfalls hatte vor ihm in der Serie noch kein Gegner seine eigene Höllenfahrt überlebt. Einzigartig war Iovan Raduc schon jetzt also allemal.
Einzigartig werden wollte auch der Eiserne Vampir Krul, dem es danach gelüstete die Herrschaft über die dunkle Seite Aibons anzutreten. Ein kühnes Unterfangen, weil die Herrscher nach Guywano nur eine kurze Haltbarkeit aufweisen konnten. Krul hoffte, dass der Exorzist ihn bei seinem Vorhaben unterstützen würde.
Interessant war auch die versunkene Stadt unter dem Zwischenreich, die einst ein neutraler Treffpunkt für alle Aibon – Bewohner war. Ich wäre nicht sehr überrascht, wenn darüber in Zukunft noch mehr kommen würde. Sehr ungewohnt war natürlich der sehr distanzierte Umgang und das gegenseitige Belauern zwischen John und Suko. Grund dafür war natürlich die Präsenz von Raduc, die nicht alles mitbekommen sollte und John darüber hinaus jederzeit unberechenbar machen konnte.
Am Ende war der Hauch von Aibon Geschichte und John hatte zumindest seinen Körper wieder für sich allein. Dafür war aber nun, dass erledigt geglaubte Problem Iovan Raduc wieder zurückgekehrt. Aktuell hatte sich Raduc nun Ziganas Körper bemächtigt. Begeistert war ich über diese Konstellation nicht wirklich. Auch ohne Raduc hätte es in Aibon weiterhin genug spannende Themen gegeben. Zum Beispiel würden die Eisernen Vampire Krul und Lark weiterhin mitwirken. Wobei sich Krul immer noch erhoffte die Macht über die Dunkle Seite Aibons übernehmen zu können. Einen Kurzauftritt von Pandora, die dem Exorzisten seine Diener nahm, rundete diesen Zweiteiler noch ab.
Sicherlich knöpfte dieser Roman nahtlos an den ersten Teil an. Dennoch packte er mich, warum auch immer, etwas weniger als der Vorgänger. Das änderte aber nichts am insgesamt guten Niveau. Ich entschied mich für diesen Roman dann auch, ihn mit der Note 2 = Gut zu bewerten und vergab dementsprechend 4 von 5 Kreuzen an Rafael. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
-
Tulimyrsky Offline
- Beiträge: 3041
- Registriert: Mi Okt 08, 2008 2:28 pm
Auch hier vergebe ich ein gut. Rafael versteht es als einer der wenigen verbliebenen Autoren, den alten Sinclair-Spirit einigermaßen aufrecht zu erhalten. Da aber auch er wohl weniger Raum innerhalb der Serie bekommen wird, sehe ich leider schon mein Sammlerende dieser Serien nahen ...
Edit: Wie auch schon im Vorgänger fand diese Verschwendung der Leserbriefseiten mit dem Wrestling-Thema bezeichnend und beschämend.
Edit: Wie auch schon im Vorgänger fand diese Verschwendung der Leserbriefseiten mit dem Wrestling-Thema bezeichnend und beschämend.
Zuletzt geändert von Tulimyrsky am Fr Sep 12, 2025 4:00 pm, insgesamt 1-mal geändert.
- Das Gleichgewicht Offline
- Beiträge: 12001
- Registriert: Mi Sep 24, 2008 7:52 pm
Re: Band 2431: Mein Pakt mit dem Vampir
Offenbar hat der Seelenfetzen von Iovan Raduc nicht nur Johns Körper übernommen, er verändert ihn auch. Wird der Geisterjäger jetzt zum Vampir?
Das erste Drittel des Romans nimmt aber erstmal ein Vergangenheitsrückblick ein, weil der erste Teil so viele Fragen aufwarf und so viele Erinnerungslücken hatte. Hier werden die Ereignisse der letzten Tage aus Sicht der antagonistischen Nebenfigur Danny Bradshaw geschildert.
Eben diesen Danny Bradshaw soll Iovan Raduc nun für den Aibon-Exorzisten töten, um zu testen, wie viel Kontrolle er über John hat. Der Vampir hat aber eigene Pläne und lässt sich von niemandem Anweisungen geben. Also bietet er John einen Deal an. Wenn er ihm hilft, den Exorzisten zu killen, verlässt Raduc seinen Körper und sucht sich einen anderen Wirt. Moralisch fragwürdig, aber rein praktisch kann John das nicht ausschlagen. Auch Danny Bradshaw will Raduc für seine Sache gewinnen und so statten sie ihm einen Besuch ab.
Indes macht sich Suko Sorgen um John und trackt dessen Wagen. Er platzt mitten in die Verhandlungen zwischen Raduc und Bradshaw. John erzählt ihm die ganze Geschichte (zumindest die Teile, an die er sich erinnern kann) und kann ihn überzeugen, sich ihnen gegen den Exorzisten anzuschließen. Einen anderen Weg gibt es ja leider nicht, um Raducs Seelenfetzen loszuwerden. So geht es für die Truppe über die Megalithen ins Druidenreich.
Der Eiserne Vampir Krul hat indes ein Bündnis mit dem Exorzisten geschlossen. Und er ahnt schon, dass Raduc seinen Auftrag nicht einfach so ausführen wird. Als die Helden in den Tempel des Exorzisten eindringen, ist Krul daher wenig überrascht und stellt sich ihnen mit seinen Blutsaugern entgegen. Es gelingt ihnen Danny Bradshaw zu töten, der ist ja auch nur Kanonenfutter. Die Geisterjäger sind nicht so einfach kleinzukriegen.
So kümmert sich Suko weiter um Krul, während John sich dem Exorzisten stellt. Krul flieht, John köpft den Exorzisten mit dem Bumerang. Davor entzieht und zerstört der Exorzist sogar Johns Körper die Seele von Iovan Raduc, um den Vampir für seinen Verrat zu bestrafen. Damit hätte sich das Problem auch erledigt. Diesmal für immer? Oder eher, bis Rafael Marques den nochmal hervorzaubert? Ich hoffe das Beste, bleibe aber skeptisch.
Oh, da wird es im Epilog ja schon geklärt. Raducs Seele hat sich einfach an den nächsten geheftet. Scheiße. Damit spielt nicht nur eine inzwischen nervige Figur weiter mit, mir wird auch eine sympathische Figur kaputt gemacht. Den verschrobenen Sammler Zigana hatte ich in den zwei Bänden als kleinen Sidekick ins Herz geschlossen. Nun steht er durch Raduc also auch auf der bösen Seite.
Es folgt noch Ian Rolf Hills Wrestling-Seite, muss ja. Auch wenn der entsprechende Roman ganze 4 Monate und 11 Hefte her ist. Das ist offenbar ein Privileg des neuen Haupt-Autors. Glückwunsch!
Na bitte, geht doch. Ohne die ganzen Spielchen mit den Erinnerungslücken, Zeitsprüngen und Rückblicken macht der Roman gleich viel mehr Spaß und lässt sich viel entspannter lesen. Dass Iovan Raduc doch noch lebt, muss man leider akzeptieren. Offenbar wird er auch noch eine Weile dabei sein, jetzt wurde er schon wieder nicht vernichtet, obwohl es ganz danach aussah. Hat wohl jeder Autor so seine Lieblingsfiguren, die er auf Zwang in der Serie drin behält. Auch gefällt mir nicht wirklich, dass um diesen mysteriösen Hauch von Aibon erst so ein Theater gemacht wurde und es sich dann „nur“ als Dämonenseele entpuppt, die in John steckt. Ich hätte mehr erwartet. Aibon ist so ein exotischer Schauplatz, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Direkt mit dem Zweiteiler hat sich das Thema dann auch erledigt und der Serienheld ist den Hauch wieder los.
Für mich ein ordentlicher Aibon-Roman. Solider erster Teil, guter zweiter Teil. Zumindest die Handlung. Durch meine Affinätät zu Aibon und dem Stil des Autors gibt es Bonuspunkte. Hier macht das dann SEHR Gute
(7 von 10 Kreuzen).
Ich bin immer noch ein bisschen sauer wegen Zigana. Da mag ich mal eine humoristisch angehauchte Figur und dann wird sie direkt böse.
Das erste Drittel des Romans nimmt aber erstmal ein Vergangenheitsrückblick ein, weil der erste Teil so viele Fragen aufwarf und so viele Erinnerungslücken hatte. Hier werden die Ereignisse der letzten Tage aus Sicht der antagonistischen Nebenfigur Danny Bradshaw geschildert.
Eben diesen Danny Bradshaw soll Iovan Raduc nun für den Aibon-Exorzisten töten, um zu testen, wie viel Kontrolle er über John hat. Der Vampir hat aber eigene Pläne und lässt sich von niemandem Anweisungen geben. Also bietet er John einen Deal an. Wenn er ihm hilft, den Exorzisten zu killen, verlässt Raduc seinen Körper und sucht sich einen anderen Wirt. Moralisch fragwürdig, aber rein praktisch kann John das nicht ausschlagen. Auch Danny Bradshaw will Raduc für seine Sache gewinnen und so statten sie ihm einen Besuch ab.
Indes macht sich Suko Sorgen um John und trackt dessen Wagen. Er platzt mitten in die Verhandlungen zwischen Raduc und Bradshaw. John erzählt ihm die ganze Geschichte (zumindest die Teile, an die er sich erinnern kann) und kann ihn überzeugen, sich ihnen gegen den Exorzisten anzuschließen. Einen anderen Weg gibt es ja leider nicht, um Raducs Seelenfetzen loszuwerden. So geht es für die Truppe über die Megalithen ins Druidenreich.
Der Eiserne Vampir Krul hat indes ein Bündnis mit dem Exorzisten geschlossen. Und er ahnt schon, dass Raduc seinen Auftrag nicht einfach so ausführen wird. Als die Helden in den Tempel des Exorzisten eindringen, ist Krul daher wenig überrascht und stellt sich ihnen mit seinen Blutsaugern entgegen. Es gelingt ihnen Danny Bradshaw zu töten, der ist ja auch nur Kanonenfutter. Die Geisterjäger sind nicht so einfach kleinzukriegen.
So kümmert sich Suko weiter um Krul, während John sich dem Exorzisten stellt. Krul flieht, John köpft den Exorzisten mit dem Bumerang. Davor entzieht und zerstört der Exorzist sogar Johns Körper die Seele von Iovan Raduc, um den Vampir für seinen Verrat zu bestrafen. Damit hätte sich das Problem auch erledigt. Diesmal für immer? Oder eher, bis Rafael Marques den nochmal hervorzaubert? Ich hoffe das Beste, bleibe aber skeptisch.
Oh, da wird es im Epilog ja schon geklärt. Raducs Seele hat sich einfach an den nächsten geheftet. Scheiße. Damit spielt nicht nur eine inzwischen nervige Figur weiter mit, mir wird auch eine sympathische Figur kaputt gemacht. Den verschrobenen Sammler Zigana hatte ich in den zwei Bänden als kleinen Sidekick ins Herz geschlossen. Nun steht er durch Raduc also auch auf der bösen Seite.
Es folgt noch Ian Rolf Hills Wrestling-Seite, muss ja. Auch wenn der entsprechende Roman ganze 4 Monate und 11 Hefte her ist. Das ist offenbar ein Privileg des neuen Haupt-Autors. Glückwunsch!
Na bitte, geht doch. Ohne die ganzen Spielchen mit den Erinnerungslücken, Zeitsprüngen und Rückblicken macht der Roman gleich viel mehr Spaß und lässt sich viel entspannter lesen. Dass Iovan Raduc doch noch lebt, muss man leider akzeptieren. Offenbar wird er auch noch eine Weile dabei sein, jetzt wurde er schon wieder nicht vernichtet, obwohl es ganz danach aussah. Hat wohl jeder Autor so seine Lieblingsfiguren, die er auf Zwang in der Serie drin behält. Auch gefällt mir nicht wirklich, dass um diesen mysteriösen Hauch von Aibon erst so ein Theater gemacht wurde und es sich dann „nur“ als Dämonenseele entpuppt, die in John steckt. Ich hätte mehr erwartet. Aibon ist so ein exotischer Schauplatz, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Direkt mit dem Zweiteiler hat sich das Thema dann auch erledigt und der Serienheld ist den Hauch wieder los.
Für mich ein ordentlicher Aibon-Roman. Solider erster Teil, guter zweiter Teil. Zumindest die Handlung. Durch meine Affinätät zu Aibon und dem Stil des Autors gibt es Bonuspunkte. Hier macht das dann SEHR Gute
Ich bin immer noch ein bisschen sauer wegen Zigana. Da mag ich mal eine humoristisch angehauchte Figur und dann wird sie direkt böse.