Band 2427: Henkerssee
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Band 2427: Henkerssee

Dave und Lisa sind ein junges Paar und glücklich verliebt. Als Lisa dann schwanger wird, kaufen sie ein Haus am Rande von London, gelegen in einer romantischen Umgebung mit einem See direkt in der Nähe. Alles scheint perfekt, und beide erwarten voller Freude die Geburt ihrer Tochter. Doch dann bricht das Grauen über sie herein. Lisa wird von finsteren Visionen geplagt - und plötzlich sind sie und ihr ungeborenes Kind spurlos verschwunden! Denn der See direkt vor ihrer Haustür birgt ein grausiges Geheimnis, und durch ihn dringt der Schrecken des Mittelalters ein in die moderne Welt ...
Geschrieben von Marie Erikson
Erscheinungsdatum: 11.01.2025
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Don Nuzzolo Offline
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RE: Band 2427: Henkerssee
Ich liebe es,wie man durch die Tagenbücher das seelische Innenleben von Lisa kennenlernt (ihre Beobachtungen und ängste),die ihr Mann Dave alle als Hirngespinst abtut. Auch Katherine und ihre Tochter Ciara spielen hier eine wichtige Rolle.Schwarze und weisse Geister haben auch im letzten Drittel ihr Anteil an der Geschichte. Wie schon im Roman Zahn um Zahn, wo man auch das Innenleben mitbekommt.ist er flüssig geschrieben und man kann im gut folgen. Ich gebe hier ein sehr gut. :thumbup:
Nach akzeptablem Start spielt John schon ab Seite 5 mit und liest ab Seite 9 schon im Tagebuch der verschollenen Lisa Roux. Dieses zieht sich dann bis Seite 30 hin. Richtig in Fahrt kommt der Roman dann für mich auch nicht.
Irgendwie ein „komischer“ JS Roman. Das Schluss-Kapitel (Abend essen mit Glenda) fand ich gut.
Bewertung : Mittel
Irgendwie ein „komischer“ JS Roman. Das Schluss-Kapitel (Abend essen mit Glenda) fand ich gut.
Bewertung : Mittel
RE: Band 2427: Henkerssee
Handlung: John wird in seinem Büro ungeduldig vom Feuerwehrmann Dave Bristol erwartet. Dave sorgt sich um seine hochschwangere Freundin Lisa Roux, die am Vorabend spurlos verschwand. Dave telefonierte noch um 18 Uhr mit ihr, um ihr zu sagen, dass er später heimkommen wird. Als er dann um 20 Uhr nach Hause kam, war Lisa nicht mehr da. Seine eigenen Nachforschungen blieben erfolglos. Dave reicht John Lisas Tagebuch in der Hoffnung, dass dort drin ein Hinweis zu finden ist. John liest im Tagebuch von seltsamen Ereignissen, die Lisa hörte oder wahr nahm. Dave dagegen blieben sie komplett verborgen. John entschließt sich dazu, sich zusammen mit Suko, Dave´s Haus, am Rand von London, einmal persönlich anzusehen. Gab es noch Hoffnung für Lisa Roux und ihr ungeborenes Kind?
Meinung: Ein neuer Roman von Marie Erikson, der einmal mehr sehr außergewöhnlich und rätselhaft begann. Ein düsteres Titelbild mit der Gestalt eines Henkers im See, erstellte wieder Mario Heyer mit KI – Software. Die dunklen Häuser mit den Laternen im Hintergrund sahen gruselig aus, wirkten aber auch etwas alt. Meiner Meinung nach sogar zu alt. Vermutlich sollte das Aussehen der Häuser in der Vergangenheit dargestellt werden.
Wie bisher immer bei Marie, war auch dieser Roman kein gewöhnlicher gewesen. Irgendwie erinnerte mich das Thema des Romans ein wenig an den Klassiker „Rosemarys Baby“. Auch in diesem Film machte die hochschwangere Rosemary Beobachtungen, die ihr niemand glauben wollte. Die Rückblenden aus dem Tagebuch, das John las, dauerten ungefähr bis zur Romanmitte. Mir gefielen die langsamen und geheimnisvollen Enthüllungen über Lisas Empfindungen, die sich nach und nach aus ihrem Tagebuch ergaben. Lisa wurde zunehmend verzweifelter. Sie roch ekelhafte Gerüche, hörte Stimmen, die sonst niemand wahrnahm, sah Geisterkinder, fühlte sich im Bad beobachtet usw. Das Problem war, dass außer ihr niemand diese Dinge wahrnehmen konnte. Außerdem gab es noch in der Nähe ihres Hauses, den unheimlichen Hekerssee. In dessen Wasser sich einige Dinge spiegelten, die Lisa wahrnahm. Sehr bedenklich klang für mich auch der Zusatz „Tag X - vom Rest meines Lebens“ als Überschrift der jeweiligen Abschnitte in Lisas Tagebuch.
Kleine Schwierigkeiten gab es bei der genauen Standortbestimmung der ehemaligen Richtstätte. Auf der Seite 25 schrieb Marie, dass sich die Richtstätte einst dort befand, wo heute der See war. Dazu passte es nicht ganz, dass auf der Seite 29 stand, dass das Haus von Dave und Lisa auf dem Gelände der ehemaligen Richtstätte stehen sollte. Schließlich fand John die Richtstätte im See. Nach der Ansicht aus der Vergangenheit schien sich die Richtstätte aber trotzdem auch dorthin auszubreiten, wo heute das Haus von Dave und Lisa stand. Demnach waren also wohl beide Standortbestimmungen nicht ganz falsch gewesen.
Um den Fall zu lösen, führte auch Johns Weg 350 Jahre zurück in die Vergangenheit. Also in die Zeit als diejenigen noch lebten, deren Geister und Echos Lisa in der Gegenwart quälten. Als da wären, der Henker, die verwahrlosten Kinder, die mit den Leichen am Galgen spielten und ein Serienmörder, bei dem sich die Leichen, wie Brennholz, stapelten.
Die Flucht zurück in die Gegenwart, ohne dabei dem Henker und seinen Helfern zum Opfer zu fallen, wurde für John und seine Begleiterinnen zur Mammutaufgabe. Besonders weil bei Lisa auch noch die Wehen einsetzten, deren Abstände sich stetig verkürzten. Im letzten Kapitel ließen John und Glenda den Fall, bei einem gemeinsamen Essen, ausklingen. Nebenbei wurde auch noch Glendas Dienstjubiläum gewürdigt, dass John beinahe vergaß. Lisas Baby hatte den schönen Namen Johanna Suiko erhalten. So wurde nun auch das erste Mädchen nach John und ebenfalls auch nach Suko benannt.
Die Zahl der Textfehler bewegte sich noch im normalen Rahmen. Allerdings gab es, auf der Seite 49 linke Spalte unten, auch eine Namensverwechslung. Marie verwechselte an dieser Stelle die Namen Lisa und Ciara. Lisa stand im Text, es hätte aber Ciara heißen müssen, die sich mit John unterhielt.
Zum Abschluss eines jederzeit kurzweiligen und spannenden Romans fehlte nur noch meine Gesamtbewertung. Ich entschied mich dafür die Note 2 = Gut und damit 4 von 5 Kreuzen an Marie zu vergeben. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
Meinung: Ein neuer Roman von Marie Erikson, der einmal mehr sehr außergewöhnlich und rätselhaft begann. Ein düsteres Titelbild mit der Gestalt eines Henkers im See, erstellte wieder Mario Heyer mit KI – Software. Die dunklen Häuser mit den Laternen im Hintergrund sahen gruselig aus, wirkten aber auch etwas alt. Meiner Meinung nach sogar zu alt. Vermutlich sollte das Aussehen der Häuser in der Vergangenheit dargestellt werden.
Wie bisher immer bei Marie, war auch dieser Roman kein gewöhnlicher gewesen. Irgendwie erinnerte mich das Thema des Romans ein wenig an den Klassiker „Rosemarys Baby“. Auch in diesem Film machte die hochschwangere Rosemary Beobachtungen, die ihr niemand glauben wollte. Die Rückblenden aus dem Tagebuch, das John las, dauerten ungefähr bis zur Romanmitte. Mir gefielen die langsamen und geheimnisvollen Enthüllungen über Lisas Empfindungen, die sich nach und nach aus ihrem Tagebuch ergaben. Lisa wurde zunehmend verzweifelter. Sie roch ekelhafte Gerüche, hörte Stimmen, die sonst niemand wahrnahm, sah Geisterkinder, fühlte sich im Bad beobachtet usw. Das Problem war, dass außer ihr niemand diese Dinge wahrnehmen konnte. Außerdem gab es noch in der Nähe ihres Hauses, den unheimlichen Hekerssee. In dessen Wasser sich einige Dinge spiegelten, die Lisa wahrnahm. Sehr bedenklich klang für mich auch der Zusatz „Tag X - vom Rest meines Lebens“ als Überschrift der jeweiligen Abschnitte in Lisas Tagebuch.
Kleine Schwierigkeiten gab es bei der genauen Standortbestimmung der ehemaligen Richtstätte. Auf der Seite 25 schrieb Marie, dass sich die Richtstätte einst dort befand, wo heute der See war. Dazu passte es nicht ganz, dass auf der Seite 29 stand, dass das Haus von Dave und Lisa auf dem Gelände der ehemaligen Richtstätte stehen sollte. Schließlich fand John die Richtstätte im See. Nach der Ansicht aus der Vergangenheit schien sich die Richtstätte aber trotzdem auch dorthin auszubreiten, wo heute das Haus von Dave und Lisa stand. Demnach waren also wohl beide Standortbestimmungen nicht ganz falsch gewesen.
Um den Fall zu lösen, führte auch Johns Weg 350 Jahre zurück in die Vergangenheit. Also in die Zeit als diejenigen noch lebten, deren Geister und Echos Lisa in der Gegenwart quälten. Als da wären, der Henker, die verwahrlosten Kinder, die mit den Leichen am Galgen spielten und ein Serienmörder, bei dem sich die Leichen, wie Brennholz, stapelten.
Die Flucht zurück in die Gegenwart, ohne dabei dem Henker und seinen Helfern zum Opfer zu fallen, wurde für John und seine Begleiterinnen zur Mammutaufgabe. Besonders weil bei Lisa auch noch die Wehen einsetzten, deren Abstände sich stetig verkürzten. Im letzten Kapitel ließen John und Glenda den Fall, bei einem gemeinsamen Essen, ausklingen. Nebenbei wurde auch noch Glendas Dienstjubiläum gewürdigt, dass John beinahe vergaß. Lisas Baby hatte den schönen Namen Johanna Suiko erhalten. So wurde nun auch das erste Mädchen nach John und ebenfalls auch nach Suko benannt.
Die Zahl der Textfehler bewegte sich noch im normalen Rahmen. Allerdings gab es, auf der Seite 49 linke Spalte unten, auch eine Namensverwechslung. Marie verwechselte an dieser Stelle die Namen Lisa und Ciara. Lisa stand im Text, es hätte aber Ciara heißen müssen, die sich mit John unterhielt.
Zum Abschluss eines jederzeit kurzweiligen und spannenden Romans fehlte nur noch meine Gesamtbewertung. Ich entschied mich dafür die Note 2 = Gut und damit 4 von 5 Kreuzen an Marie zu vergeben. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch:
RE: Band 2427: Henkerssee
Original von Don Nuzzolo
Ich liebe es,wie man durch die Tagenbücher das seelische Innenleben von Lisa kennenlernt (ihre Beobachtungen und ängste),die ihr Mann Dave alle als Hirngespinst abtut. Auch Katherine und ihre Tochter Ciara spielen hier eine wichtige Rolle.Schwarze und weisse Geister haben auch im letzten Drittel ihr Anteil an der Geschichte. Wie schon im Roman Zahn um Zahn, wo man auch das Innenleben mitbekommt.ist er flüssig geschrieben und man kann im gut folgen. Ich gebe hier ein sehr gut. :thumbup:
Nee, den Weg gehe ich nicht mit!
Die ganzen Tagebuch-Einträge um der Geschichte etwas Tiefgang zu bringen, war überhaupt nichts für mich.
Die Geschichte an sich war auch sehr "mau". Aber Geschmäcker sind halt verschieden.
Mich hat er überhaupt nicht abgeholt und hat gerade so ein "Mittel" geschafft!
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Tulimyrsky Offline
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- Registriert: Mi Okt 08, 2008 2:28 pm
Ich habe mit für ein Mittel entschieden.
Die Tagebuchpassagen waren mir entschieden zu lang, die Story insgesamt zu sehr konstruiert. Die guten und bösen Geister im See taten ihr übriges, dass mich der Roman eher enttäuschte, als fesselte.
Um es noch mal zu betonen: ich halte Marie Erikson für eine sehr talentierte Autorin, die tolle Geschichten erzählen/schreiben kann. Ich finde jedoch, dass diese besser bei Gaslicht oder im Gespenter-Krimi aufgehoben wären.
Die Tagebuchpassagen waren mir entschieden zu lang, die Story insgesamt zu sehr konstruiert. Die guten und bösen Geister im See taten ihr übriges, dass mich der Roman eher enttäuschte, als fesselte.
Um es noch mal zu betonen: ich halte Marie Erikson für eine sehr talentierte Autorin, die tolle Geschichten erzählen/schreiben kann. Ich finde jedoch, dass diese besser bei Gaslicht oder im Gespenter-Krimi aufgehoben wären.
- Das Gleichgewicht Offline
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- Registriert: Mi Sep 24, 2008 7:52 pm
Re: Band 2427: Henkerssee
Der Fluch des Henkerssees fordert das Leben einer Familie. Bald darauf zieht eine weitere in das Haus nahe dem See. Mal schauen, wie lange das gut geht.
Als der Ärger beginnt, wendet sich Ehemann Dave Bristol an John. Nicht, weil es paranormale Vorfälle gab. Seine schwangere Frau Lisa ist einfach „nur“ spurlos verschwunden. Aber Dave kennt zufällig einen Yard-Mitarbeiter, der zur Weihnachtsfeier mit John Karaoke gesungen hat und der deshalb beim Geisterjäger ein gutes Wort für ihn einlegt. Naja, da hätte sich Marie Erikson einen besseren Aufhänger einfallen lassen können.
Offenbar geben die üblichen Gegenspieler gerade Ruhe und John schaut sich das mal an. Es folgen seitenlange Tagebuchauszüge von Lisa, die John sich durchliest. Mit der Zeit hört Lisa Stimmen der Nachbarn, die ihr Mann nicht vernimmt. Und sie fühlt sich beobachtet. Außerdem ist da dieser ekelhafte Fäulnisgeruch, den Dave ebenso wenig wahrnimmt. Das klingt alles nicht schön, könnte aber auch auf eine Psychose zurückzuführen sein. Zumindest für John, der Leser weiß natürlich mehr. Wobei ich mich schon frage, wieso nur Lisa betroffen ist? Ist sie medial besonders begabt, oder sucht der Fluch sich gezielt Personen aus?
John ist immerhin so neugierig geworden, dass er sich das Haus mit Suko mal anschauen will. Dave ist auch dabei. Während sein Kollege fährt, beschäftigt sich John weiter mit dem Tagebuch. Das zieht sich echt, aber passt zur Autorin. Bei Lisa wird es schlimmer. Sie sieht Gespenster, die sich leider nicht auf Video aufzeichnen lassen. Die Gestalten sind natürlich richtig unheimlich und machen ihr Angst. Immerhin hat sie sich mit der älteren Nachbarin Elouise angefreundet und fragt sie im letzten Tagebucheintrag vor ihrem Verschwinden zur Geschichte der Gegend und des Henkerssees aus. Da passen einige Erzählungen zu ihren Gespenstersichtungen, was Lisa noch mehr in Aufregung versetzt. Abgehauen ist sie deswegen aber nicht. Sie kehrte ins Haus zurück und ließ sich ein Bad ein. Hier enden die Einträge. John ist ganz praktisch genau dann damit durch, als sie zur Heftmitte des Haus erreichen.
Hoffentlich wird die zweite Hefthälfte spannender. Schaurig sind die Tagebucheinträge ja gewesen, aber mir fehlte die gewisse Würze. Im Haus werden sie nicht fündig, aber John hat ein Bauchgefühl, dass der See wichtig sein könnte. Tatsächlich reagiert hier das Kreuz und zieht den Geisterjäger direkt in die Tiefe, nur um es in der „anderen“ Dimension auszuspucken, wo alles gespiegelt ist. Von hier also kommt das Grauen. Hat es auch Lisa hierher verschlagen? John findet sie erstmal nicht. Dafür aber einen bösen Serienkiller-Kannibalen. Manifestierte Alpträume, wie lebende Vogelscheuchen. Dann noch unheimliche Zwillinge. Und nach diesen Klassikern endlich auch Lisa. Außerdem die beiden Frauen, die vor der Schwangeren Opfer des Henkerssees geworden sind.
Da kann die Große Rettungsaktion ja losgehen. Dafür muss John eine Teenagerin ausfragen, die für den Ärger verantwortlich ist und unbewusst ein Dimensionstor geöffnet hat. Vielleicht ist es einfach Zufall, aber das erinnert mich alles etwas an die Trendserie Stranger Things. Ob Marie Erikson sich dort hat inspirieren lassen? Egal, John kommt jetzt endlich einer Lösung näher und kann sich alles zusammenreimen. Leider setzen im ganz doofen Timing ausgerechnet jetzt die Wehen von Lisa ein. Und der böse Henker vom Henkerssee taucht mit den Geistern von Mördern und Dieben auf. Das hat noch gefehlt! Zum Glück gibt es da noch die Seelen der unschuldig hingerichteten und die stellen sich dem Spuk entgegen. Dadurch gelingt es John und den Frauen, sich zum See durchzuschlagen. Sie müssen tauchen und den Grund erreichen, um auf der anderen Seite wieder herauszukommen. Während Lisas Wehen immer schlimmer werden. Und kein Tropfen Blut darf ihren Körper verlassen, denn das würde als Ritualopfer gelten und den bösen Gespenstern den Übergang ermöglichen.
Sie schaffen es natürlich ganz knapp. Wieder auf der Erde ruft John direkt die Kreuzformel, um den Durchgang zu verschließen und im gleichen Moment gebiert Lisa ihr Kind. Perfektes Timing.
Huch, da bin ich beim Umfang der Rezi wohl wieder etwas übers Ziel hinausgeschossen. Dafür mache ich es beim Fazit ganz kurz und knapp. Ein typischer Märchen-Erikson. Nicht zu brutal. Viel Heftromantiming, damit alles glücklich endet. Richtig packende Spannung kam bei mir an keiner Stelle wirklich auf. Zum Finale vielleicht aber da waren wieder andere Dinge dabei, die es mir „ruiniert“ haben. SCHLECHTe
(4 von 10 Kreuzen) von mir. Für ein Mittel reicht es nicht mehr ganz und das ist wieder ein Kandidat für „schwach oder unterdurchschnittlich aber nicht wirklich schlecht“.
Als der Ärger beginnt, wendet sich Ehemann Dave Bristol an John. Nicht, weil es paranormale Vorfälle gab. Seine schwangere Frau Lisa ist einfach „nur“ spurlos verschwunden. Aber Dave kennt zufällig einen Yard-Mitarbeiter, der zur Weihnachtsfeier mit John Karaoke gesungen hat und der deshalb beim Geisterjäger ein gutes Wort für ihn einlegt. Naja, da hätte sich Marie Erikson einen besseren Aufhänger einfallen lassen können.
Offenbar geben die üblichen Gegenspieler gerade Ruhe und John schaut sich das mal an. Es folgen seitenlange Tagebuchauszüge von Lisa, die John sich durchliest. Mit der Zeit hört Lisa Stimmen der Nachbarn, die ihr Mann nicht vernimmt. Und sie fühlt sich beobachtet. Außerdem ist da dieser ekelhafte Fäulnisgeruch, den Dave ebenso wenig wahrnimmt. Das klingt alles nicht schön, könnte aber auch auf eine Psychose zurückzuführen sein. Zumindest für John, der Leser weiß natürlich mehr. Wobei ich mich schon frage, wieso nur Lisa betroffen ist? Ist sie medial besonders begabt, oder sucht der Fluch sich gezielt Personen aus?
John ist immerhin so neugierig geworden, dass er sich das Haus mit Suko mal anschauen will. Dave ist auch dabei. Während sein Kollege fährt, beschäftigt sich John weiter mit dem Tagebuch. Das zieht sich echt, aber passt zur Autorin. Bei Lisa wird es schlimmer. Sie sieht Gespenster, die sich leider nicht auf Video aufzeichnen lassen. Die Gestalten sind natürlich richtig unheimlich und machen ihr Angst. Immerhin hat sie sich mit der älteren Nachbarin Elouise angefreundet und fragt sie im letzten Tagebucheintrag vor ihrem Verschwinden zur Geschichte der Gegend und des Henkerssees aus. Da passen einige Erzählungen zu ihren Gespenstersichtungen, was Lisa noch mehr in Aufregung versetzt. Abgehauen ist sie deswegen aber nicht. Sie kehrte ins Haus zurück und ließ sich ein Bad ein. Hier enden die Einträge. John ist ganz praktisch genau dann damit durch, als sie zur Heftmitte des Haus erreichen.
Hoffentlich wird die zweite Hefthälfte spannender. Schaurig sind die Tagebucheinträge ja gewesen, aber mir fehlte die gewisse Würze. Im Haus werden sie nicht fündig, aber John hat ein Bauchgefühl, dass der See wichtig sein könnte. Tatsächlich reagiert hier das Kreuz und zieht den Geisterjäger direkt in die Tiefe, nur um es in der „anderen“ Dimension auszuspucken, wo alles gespiegelt ist. Von hier also kommt das Grauen. Hat es auch Lisa hierher verschlagen? John findet sie erstmal nicht. Dafür aber einen bösen Serienkiller-Kannibalen. Manifestierte Alpträume, wie lebende Vogelscheuchen. Dann noch unheimliche Zwillinge. Und nach diesen Klassikern endlich auch Lisa. Außerdem die beiden Frauen, die vor der Schwangeren Opfer des Henkerssees geworden sind.
Da kann die Große Rettungsaktion ja losgehen. Dafür muss John eine Teenagerin ausfragen, die für den Ärger verantwortlich ist und unbewusst ein Dimensionstor geöffnet hat. Vielleicht ist es einfach Zufall, aber das erinnert mich alles etwas an die Trendserie Stranger Things. Ob Marie Erikson sich dort hat inspirieren lassen? Egal, John kommt jetzt endlich einer Lösung näher und kann sich alles zusammenreimen. Leider setzen im ganz doofen Timing ausgerechnet jetzt die Wehen von Lisa ein. Und der böse Henker vom Henkerssee taucht mit den Geistern von Mördern und Dieben auf. Das hat noch gefehlt! Zum Glück gibt es da noch die Seelen der unschuldig hingerichteten und die stellen sich dem Spuk entgegen. Dadurch gelingt es John und den Frauen, sich zum See durchzuschlagen. Sie müssen tauchen und den Grund erreichen, um auf der anderen Seite wieder herauszukommen. Während Lisas Wehen immer schlimmer werden. Und kein Tropfen Blut darf ihren Körper verlassen, denn das würde als Ritualopfer gelten und den bösen Gespenstern den Übergang ermöglichen.
Sie schaffen es natürlich ganz knapp. Wieder auf der Erde ruft John direkt die Kreuzformel, um den Durchgang zu verschließen und im gleichen Moment gebiert Lisa ihr Kind. Perfektes Timing.
Huch, da bin ich beim Umfang der Rezi wohl wieder etwas übers Ziel hinausgeschossen. Dafür mache ich es beim Fazit ganz kurz und knapp. Ein typischer Märchen-Erikson. Nicht zu brutal. Viel Heftromantiming, damit alles glücklich endet. Richtig packende Spannung kam bei mir an keiner Stelle wirklich auf. Zum Finale vielleicht aber da waren wieder andere Dinge dabei, die es mir „ruiniert“ haben. SCHLECHTe
Darf man das so schreiben? Während des Lesens hatte ich einen ähnlichen Gedanke. Es ist "Frauengrusel", aber da der Begriff so negativ behaftet ist, habe ich es mal nicht geschrieben. So bildet JS zumindest verschiedene Stile ab und das ist doch gut so.Tulimyrsky hat geschrieben: Di Jul 08, 2025 9:30 pm Um es noch mal zu betonen: ich halte Marie Erikson für eine sehr talentierte Autorin, die tolle Geschichten erzählen/schreiben kann. Ich finde jedoch, dass diese besser bei Gaslicht oder im Gespenter-Krimi aufgehoben wären.