Band 683: Haus über Kopf

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Team Maddraxikon Offline
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Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Team Maddraxikon »

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Haus über Kopf
Miki Takeo steht seit Monaten vor einer schier unlösbaren Aufgabe: ein außerirdisches Gerät zu rekonstruieren, ohne wirklich zu verstehen, wie es funktioniert. Da erinnert er sich an seinen alten Meister in Nipoo, der es wie kein anderer verstand, Technik mit Phantasie zu verbinden - und schon damals unglaubliche Wunderwerke schuf. Doch lebt Mayao Hikayazi überhaupt noch? Um ihn oder seinen Nachlass aufzuspüren, macht Takeo sich zusammen mit Matt und Aruula auf den Weg nach Japan ...
© Bastei-Verlag

Geschrieben von Jana Paradigi
Erscheinungsdatum: 21.03.2026

Weitere Infos zum Heft: https://t1p.de/MX683
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Miki Takeo sitzt immer noch am Wurmlochgenerator in die Fremdwelt, den er hoffentlich nie repariert bekommt. Er will sich Rat bei einem alten Bekannten holen und weil er die Reise nicht allein antreten möchte, holt er die Hefthelden ins Boot. Oder eher in den Gleiter.

Auf geht es nach Japan. Mayao Hikayazi forschte an Android-Technologie, vielleicht lebt er noch in einem künstlichen Körper. Sie treffen auf eine Robo-Katze, die sie zu ihrem Meister führt. Und auch andere künstliche Tiere leben hier, nicht alle friedlich. Ziemlich fortschrittliche Technik. Was wird hier gespielt?

Statt Mayao Hikayazi zu treffen laufen die Helden in eine Falle der Robo-Matrone Babayu in ihrem wandernden Hexen-Häuschen. Matt soll eine Aufgabe für sie erfüllen. Ist der Roman mit all den Robo-Wesen so schon ziemlich abgedreht, wird er jetzt noch wilder. Matt soll die Tochter der Androidin finden, die von einem Nachtwandler entführt wurde.

Das wird eine interessante zweite Hefthälfte. Japanische Kultur und Mythologie ist ziemlich wild. Das mit der Roboter-Thematik zu vermischen, ist nicht unbedingt mein Fall, aber das Heft liest sich bis jetzt ziemlich flott.

Dann verliert mich die Geschichte doch ein wenig, mit der Stimme des Waldgottes im „unterirdischen Waldlabyrinth“, der Matt philosophische Rätselfragen stellt. Danach ein simuliertes Unwetter mit gefährlichen Blitzen. Und auch die Robowesen werden fantasievoller, um es mal so zu nennen. Inzwischen habe ich begriffen, in welche Richtung das geht. Und ich bin echt kein Animefan.

Es folgen noch diverse Umgebungsillusionen. Matt steigt in eine altmodische Tram, die ihn weiter zum nächsten „Biom“ bringt. Mit neuen Rätseln, Tieren und Regeln. Langsam könnte Matt echt ans Ziel seiner Soloreise kommen, bevor meine Leselaune zu weit gesunken ist.

Ich springe auch mal direkt dorthin. Die gesuchte Tochter entpuppt sich als Goldfischmädchen. Und Mayao Hikayazi ist ihr Vater. Wie erwartet ein Androide, allerdings von Babayu deaktiviert. Gemeinsam versuchen sie ihn zu reparieren, werden dabei aber von Babayu erwischt.

Irgendwie handelt es sich aber um einen Irrtum. Und alles ist mit Mikis Sieben Samurai verbunden. Schließlich tauchen der echte Hikayazi-Androide und Miki auf, um Matt zu retten und Babayu zu deaktivieren. Das liest sich dann endlich wieder weniger „animig“. Dann ist der Roman aber auch sehr schnell beendet. Miki holt sich Unterlagen und Inspiration zur Reparatur des Wurmlochgenerators und sie fliegen im Gleiter zurück. Was folgt ist wieder eine ziemlich lange Leserseite, wegen einer Kurzgeschichte. Ich hätte noch 5-10 Seiten Handlung erwartet.



Ich habe mit Anime echt gar nichts am Hut, obwohl ich mich am Genre versucht habe. Trotzdem habe ich natürlich von den Klassikern gehört. Wie dem „wandelnden Schloss“, das dem Roman wohl nicht nur für das Cover Pate stand.

Für Animefans gibt es hier viel Fanservice. Für alle, die einfach nur einen guten MX lesen wollen, ist zumindest das erste Drittel und das letzte Viertel des Romans interessant. Der Roman mit seinen Robo-Wesen ist so schon ziemlich abgedreht. In seinem Mittelteil mit der Suche nach dem Goldfischmädchen wird es mir dann entschieden zu „animig“. Aber dafür kann die Autorin nicht, das ist mein persönlicher Geschmack. Vielleicht kommt ja auch mal Fanservice für mich. Wie wäre es mit einem Warhammer-Roman, wo Matt und Aruula böse Häretiker und abscheuliche Xenos jagen? Ok eher nicht, vermutlich wären das nicht die Botschaften, die MX vermitteln will.

Die Wertung fällt mir echt schwer. Ich schwanke zwischen guten 3 und knappen 4 Sternen im Maddraxikon. Am Ende werden es von mir 3 Sterne, das können die Animefans unter den Maddraxianern ja wieder ausgleichen. Und im Forum GUTe :D :D :D :D :D :D :| :| :| :| (6,5 von 10 Kometen). Dafür, dass mir Animezeug nicht gefällt, ist das eine ganz ordentliche Bewertung.
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Loxagon Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Loxagon »

Anime ist kein Genre. Weil es als Anime ALLES gibt- von Arzt- bis Zooserien ;)
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Wie nennt man das dann? Zeichenstil? Da gibt es ja auch verschiedene.
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engelbert Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von engelbert »

Keine Ahnung ob es überhaupt einen Zeichentrick zuzuordnen wäre, eine asiatische apokalyptische Inspirationsquelle. Jedenfalls wieder heftiger Tobak!
Ein geradezu fremdländisch märchenhafter Roman, der nach eigenen Regeln funktioniert und ich keinen Zugang finde. Eine Geschichte um eine innere Welt, in der scheinbar sich keine Szenerie um das Lebens vorfindet, so wie die Autorin erwähnt, eine Bühne ohne Schauspieler, leblos. Vordergründig geradezu spürbar ein Roman der Traurigkeit im mysteriösen Kosmos von automatisierten Abläufen über die man nicht mehr im Detail nachdenken oder planen muss.
Nachvollziehbar wie der Weg auf den schmalen Grad zwischen Vision und Fiction als unvermeidbares Übel für Takeo zur Inspiration um den Wurmloch-Generator?
Aber das klappt so nicht, finde mich nicht zurecht, auch mit der Rettung von Takeo und Mayao Hikayaz. Ich suche einen anderen Blickwinkel und so befand sich tatsächlich schon mal eine Taratze mit Aluhut auf meinen Balkon, aber dann, kam ein Android und schaltet mit einen roten Knopf meinen Fernseher aus!?
Eigentlich müsste ich wieder mal MX nur hervorheben, Platz für Absurditäten eines kybernetischen Spielchens zu schaffen, aber meines Erachtens nicht notwendiges.
Einfach so verdreht und es erinnert mich an PZ-Zyklen, wie offensichtlich versucht wurde japanische Mythologie umzusetzen. Konnte mich auch schon damals nicht damit anfreunden, es ist eine andere Kultur und mein Interesse wäre dafür nicht einmal touristisch dazu veranlagt.
Diesmal fand ich zur Geschichte weniger den eigentlichen Zugang, konnte mich die Geschichte auch nicht packen und atmosphärisch auch nicht MX zuzuordnen. Über ein SCHWACH wage ich mich diesmal nicht hinaus.
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Loxagon Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Loxagon »

Das Gleichgewicht hat geschrieben: Mo Apr 06, 2026 6:42 pm Wie nennt man das dann? Zeichenstil? Da gibt es ja auch verschiedene.
Yepp, da gibts dutzende.

Anime ist eigentlich nur eine Abkürzung. Anim-mation

Es gibt knallharte Krimis, sehr wilde ... Reiterfilme, eine tolle Zorroserie, natürlich Fantasy, SciFi, Soap, Thriller ...
Darklord1966 Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Darklord1966 »

Wenn ich mich noch an die Anfangszeiten von Maddrax erinnere ,wo mich der Zyklus der Daamuren und ihrer Geschichte gefesselt hat , um nur ein Beispiel zu haben , dümpelt der Maddraxkahn im Moment nur so dahin. Manchmal kommt mir das so vor als scheue man sich davor die lebensrettenden Maschinen abzustellen. (Satire) Ich will nur hoffen ,das es mit dem nächsten Zyklus ,wenn es einen geben sollte besser wird. Ansonsten sehe ich dann auch schwarz. Die Einzelromane packen mich nicht mehr so, weil der rote Faden fehlt. Naja ,warten wir mal ab und ich gebe noch nicht auf !! ;)
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 683: Haus über Kopf

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Loxagon hat geschrieben: Mo Apr 06, 2026 10:52 pm
Das Gleichgewicht hat geschrieben: Mo Apr 06, 2026 6:42 pm Wie nennt man das dann? Zeichenstil? Da gibt es ja auch verschiedene.
Yepp, da gibts dutzende.

Anime ist eigentlich nur eine Abkürzung. Anim-mation

Es gibt knallharte Krimis, sehr wilde ... Reiterfilme, eine tolle Zorroserie, natürlich Fantasy, SciFi, Soap, Thriller ...
Müssten dann nicht auch Disneyfilme und die guten alten Superhelden-Zeichentrickserien Anime sein? Oder sowas wie Gummibärenbande?

Und was ist mit anderen Animationsarten? Wenn ich böse wäre, würde ich dann die grandiosen Stop Motion animierten Heldenfilmchen mit Sindbad oder Odysseus als Anime bezeichnen.

Ja sorry, ich blödel nur rum. An sich ist ja allen klar, das mit Anime gemeint ist.

Darklord1966 hat geschrieben: Mo Apr 06, 2026 11:40 pm Wenn ich mich noch an die Anfangszeiten von Maddrax erinnere ,wo mich der Zyklus der Daamuren und ihrer Geschichte gefesselt hat , um nur ein Beispiel zu haben , dümpelt der Maddraxkahn im Moment nur so dahin. Manchmal kommt mir das so vor als scheue man sich davor die lebensrettenden Maschinen abzustellen. (Satire) Ich will nur hoffen ,das es mit dem nächsten Zyklus ,wenn es einen geben sollte besser wird. Ansonsten sehe ich dann auch schwarz. Die Einzelromane packen mich nicht mehr so, weil der rote Faden fehlt. Naja ,warten wir mal ab und ich gebe noch nicht auf !! ;)
So geht es wohl derweil vielen Lesern. Im Maddraxikon sind sowohl der Wertungsdurchschnitt als auch die abgegebenen Stimmen runtergegangen, zum neuen Zyklus. So zumindest mein Gefühl. Aber der Verlag will ja unbedingt neue Gelegenheitsleser anlocken. Und dafür eignen sich so Einzelgeschichten besser als ein komplexer Zyklus.
Aktuelle Lesefavoriten:

1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
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4. Dämonenkiller
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