Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 173: Dämon der Meere
Moderator: Michael
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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 173: Dämon der Meere
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Dämon der Meere
Vor über zweihundert Jahren war Don Alfredo de Ferreira ein berüchtigter Räuber und Pirat. Und er war noch viel Schlimmeres, denn er war besessen von einem Dämon! Jetzt liegen seine Kochen und sein Schatz in einem verborgenen Grab, umgeben von weißmagischen Symbolen. Dann aber dringen die beiden Grabräuber Denis Sauron und Jim Digby dort ein, um an das Gold und die Juwelen des Piraten zu gelangen. Dabei zerstören sie den Bann, der Don Alfredo in seinem untoten Schlummer hält - und damit erwecken sie unfassbares Grauen!
Geschrieben von Frederic Collins
Erscheinungsdatum: 24.05.2025
Dämon der Meere
Vor über zweihundert Jahren war Don Alfredo de Ferreira ein berüchtigter Räuber und Pirat. Und er war noch viel Schlimmeres, denn er war besessen von einem Dämon! Jetzt liegen seine Kochen und sein Schatz in einem verborgenen Grab, umgeben von weißmagischen Symbolen. Dann aber dringen die beiden Grabräuber Denis Sauron und Jim Digby dort ein, um an das Gold und die Juwelen des Piraten zu gelangen. Dabei zerstören sie den Bann, der Don Alfredo in seinem untoten Schlummer hält - und damit erwecken sie unfassbares Grauen!
Geschrieben von Frederic Collins
Erscheinungsdatum: 24.05.2025
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
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Schneedrache Offline
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Ich fand den Roman unglaublich langweilig und ungruselig, und es ist das erste Mal überhaupt, dass ich für einen Gespenster-Krimi ein schlecht vergebe.
Man freut sich auf eine schöne Geschichte im Stil von "der Neben des Grauens" mit etwas (spanischem) Lokalkolorit, aber schon nach den ersten Seiten geht der Gruselfaktor steil nach unten. Es wird ein Experte befragt, der einfach die richtigen Sprüche kennt, mit denen die Geister in ihre Schranken verwiesen werden. Mehr passiert fast nicht.
Nennenswert waren nur noch ein paar dürftige Szenen, in denen die spanische Marine dem Geisterschiff begegnet. Der Höhepunkt war der kurze Disput mit einem Dämonengeist der dritten Ebene, der schon fast in einem Angestelltenverhältnis zum Geisterbeschwörer-Experten zu stehen schien und sich entsprechend mal unwillig, mal unterwürfig verhielt.
Immerhin hatte der Roman eine Redaktionsseite, in der auf die Hörspiele hingewiesen wurde.
Man freut sich auf eine schöne Geschichte im Stil von "der Neben des Grauens" mit etwas (spanischem) Lokalkolorit, aber schon nach den ersten Seiten geht der Gruselfaktor steil nach unten. Es wird ein Experte befragt, der einfach die richtigen Sprüche kennt, mit denen die Geister in ihre Schranken verwiesen werden. Mehr passiert fast nicht.
Nennenswert waren nur noch ein paar dürftige Szenen, in denen die spanische Marine dem Geisterschiff begegnet. Der Höhepunkt war der kurze Disput mit einem Dämonengeist der dritten Ebene, der schon fast in einem Angestelltenverhältnis zum Geisterbeschwörer-Experten zu stehen schien und sich entsprechend mal unwillig, mal unterwürfig verhielt.
Immerhin hatte der Roman eine Redaktionsseite, in der auf die Hörspiele hingewiesen wurde.
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 173: Dämon der Meere
Spoiler
Alfredo de Ferreira, der Sohn eines Grafen, ist offenbar auch Pirat. Oder er ist besessen und deshalb zum Pirat geworden. Mit seiner Piratencrew brandschatzt er ein Kloster. So richtig stimmig ist das für mich nicht, aber wen interessieren schon die Details?
Mit seinem Schatz wurde er begraben und zwei Männer haben dieses Grab gefunden. Denis Sauron ist ein ziemlich komischer Name, aber egal. Er und sein Freund Jim sorgen dafür, dass der Pirat wieder frei kommt und Jim erwischt es direkt. Dann taucht der unheimlicher Mönch Pablo Gomez auf, der Denis helfen will. Er gibt ihm nicht nur Ratschläge, sondern auch eine nette Zauberspruchrolle, mit der Denis den Dämon vielleicht bannen kann.
Alfredo de Ferreira ist auch nicht untätig. Er hebt sein altes Schiff vom Meeresgrund und segelt damit auf den Hafen zu. Seine alte Mannschaft hat er auch schon parat. Dann kann man ja schön morden und brandschatzen, wie es böse Bösewichte eben tun. Und tatsächlich gibt es so einige Opfer und ein richtiges Gemetzel. Was nur realistisch und konsequent ist. Schonmal ein Pluspunkt, dass der Autor sich nicht unnötig zurück hält. Zum Glück greift dann Denis mit seinem Zauberspruch ein, der zumindest die niederen Geistpiraten vertreibt. Alfredo de Ferreira ist mächtig angepisst, traut sich aber auch nicht, Denis her und jetzt zu konfrontieren. Aber seinen ganzen Plan verrät der Dämon ihm. Tolle Idee.
Auch die Polizei erscheint und schießt wirkungslos auf die Piraten. Kann man bei einem Einzelroman schonmal bringen, dass die Öffentlichkeit von paranormalen Dingen erfährt. Dass die Beamten Denis die Geschichte von den Geisterpiraten sofort glauben, ist fragwürdig, aber wie gesagt…wen interessieren die kleinen Details? Dann hat der Polizeichef halt zufällig Parapsychologie studiert und glaubt an Monster.
Nun habe ich wohl zu früh gefreut, dass Frederic Collins nicht zimperlich war. Der Mönch meint, die getöteten Menschen kann man alle wieder ins Leben zurück holen, wenn man den Zauber dazu vor Sonnenuntergang vollendet. „Das ist eine fundamentale Weisheit in der Dämonologie.“ Ah, ja. Das würde den großen Geisterjägern und Dämonenkillern ihre Arbeit echt einfacher machen. Außerdem kann der Mönch die Erinnerungen der Überlebenden beeinflussen, damit sie sich nicht an diesen traumatischen Vorfall erinnern. Wer ist der Kerl, der große Magier Merlin höchstpersönlich? Hoffentlich wird er nicht zu sehr als Deus Ex Machine eingesetzt, damit ich weiter mitfiebern kann.
Denis weiß also vom Plan des Dämons und dass er einige Gegenstände dafür braucht. Also geht es ab zum Piratengrab und der Schatz wird durchwühlt. Sie werden auf eine versiegelte Rolle aufmerksam, die sich nicht öffnen lässt. Das muss es sein. Aber es gibt ja den tollen Wundermönch, der den Schutzzauber der Rolle bricht und sie entschlüsseln kann. Einer der Dämonen-Gegenstände ist es nicht, aber der Standort des Verstecks ist beschrieben. Also weiter, zum nächsten Plotpunkt.
Die Gegenstände befinden sich ausgerechnet dort, wo heute eine Marinebasis steht. Klingt knifflig. Aber der Mönch kennt einen geheimen Eingang und „Mit den Kerlen dort würde ich klarkommen.“ Sicher! Alfredo de Ferreira ist schon auf dem Weg zur Basis. Aber er kennt den Geheimgang nicht und die Helden sind schneller.
Der Dämonenpirat greift indes frontal die Marinabasis an. Zum Glück ist einer der Soldaten abergläubisch und malt fix Drudenfüße auf die Außenmauer des Basis. Dadurch werden die Kanonenkugeln des Geisterschiffes reflektiert. Schön, wenn man als Autor jederzeit was passendes aus dem Hut zaubern kann, um Tote zu verhindern. Was bin ich da dankbar über andere Reihen, wo das Motto ist „Etwas Schwund ist immer“. Aber die Piraten sind ja nicht an der Basis interessiert, sondern an der irgendwie unentdeckten Höhle im Gestein der Basis. Alfredo de Ferreira macht fix einige Soldaten besessen, die dann mit Meißeln und Hämmern den Fels abtragen. Das kann ja ewig dauern! Theoretisch jedenfalls praktisch…richtig, praktisch sollte der Leser sich nicht mit solchen Details aufhalten.
Denis Sauron und der Mönch Pablo Gomez durchsuchen die geheime Höhle. Der Geistliche hat natürlich wieder den vollen Durchblick und entdeckt direkt den magischen Fetisch, der die Kräfte des Dämons beinhaltet. Pablo Gomez kennt sogar die mächtigen „Meistersprüche“ des Dämonenreichs und beschwört damit den höheren Dämon, der Alfredo de Ferreira übergeordnet ist. Der soll den Fetisch zu sich ins Dämonenreich nehmen, wodurch Alfredo de Ferreira auf der Erde kraftlos wäre. Will der Überdämon aber nicht, weil der Mönch nur Dämonen bis zur zweiten Ebene besprechen kann, er aber in der dritten Dämonenebene sitzt. Ui, Jetzt wird es aber schwurbelig. Naja, Denis Sauron kann mit einer Schriftrolle dann aber doch Überdämonen der dritten Ebene befehligen oder so und der Dämon nimmt grummelnd den Fetisch zu sich. Was auch immer, hier hat Frederic Collins mich verloren. Nun muss nur noch der Dämon exorziert werden, der ja ohne seinen Fetisch kaum noch Kraft hat. Weil Denis das alles so toll gemacht hat, darf er neuer Schüler des Mönchs werden, beziehungsweise irgendwann seinen Platz gegen das Böse einnehmen. Ein überaus klassisches aber sehr rundes Ende.
Mit seinem Schatz wurde er begraben und zwei Männer haben dieses Grab gefunden. Denis Sauron ist ein ziemlich komischer Name, aber egal. Er und sein Freund Jim sorgen dafür, dass der Pirat wieder frei kommt und Jim erwischt es direkt. Dann taucht der unheimlicher Mönch Pablo Gomez auf, der Denis helfen will. Er gibt ihm nicht nur Ratschläge, sondern auch eine nette Zauberspruchrolle, mit der Denis den Dämon vielleicht bannen kann.
Alfredo de Ferreira ist auch nicht untätig. Er hebt sein altes Schiff vom Meeresgrund und segelt damit auf den Hafen zu. Seine alte Mannschaft hat er auch schon parat. Dann kann man ja schön morden und brandschatzen, wie es böse Bösewichte eben tun. Und tatsächlich gibt es so einige Opfer und ein richtiges Gemetzel. Was nur realistisch und konsequent ist. Schonmal ein Pluspunkt, dass der Autor sich nicht unnötig zurück hält. Zum Glück greift dann Denis mit seinem Zauberspruch ein, der zumindest die niederen Geistpiraten vertreibt. Alfredo de Ferreira ist mächtig angepisst, traut sich aber auch nicht, Denis her und jetzt zu konfrontieren. Aber seinen ganzen Plan verrät der Dämon ihm. Tolle Idee.
Auch die Polizei erscheint und schießt wirkungslos auf die Piraten. Kann man bei einem Einzelroman schonmal bringen, dass die Öffentlichkeit von paranormalen Dingen erfährt. Dass die Beamten Denis die Geschichte von den Geisterpiraten sofort glauben, ist fragwürdig, aber wie gesagt…wen interessieren die kleinen Details? Dann hat der Polizeichef halt zufällig Parapsychologie studiert und glaubt an Monster.
Nun habe ich wohl zu früh gefreut, dass Frederic Collins nicht zimperlich war. Der Mönch meint, die getöteten Menschen kann man alle wieder ins Leben zurück holen, wenn man den Zauber dazu vor Sonnenuntergang vollendet. „Das ist eine fundamentale Weisheit in der Dämonologie.“ Ah, ja. Das würde den großen Geisterjägern und Dämonenkillern ihre Arbeit echt einfacher machen. Außerdem kann der Mönch die Erinnerungen der Überlebenden beeinflussen, damit sie sich nicht an diesen traumatischen Vorfall erinnern. Wer ist der Kerl, der große Magier Merlin höchstpersönlich? Hoffentlich wird er nicht zu sehr als Deus Ex Machine eingesetzt, damit ich weiter mitfiebern kann.
Denis weiß also vom Plan des Dämons und dass er einige Gegenstände dafür braucht. Also geht es ab zum Piratengrab und der Schatz wird durchwühlt. Sie werden auf eine versiegelte Rolle aufmerksam, die sich nicht öffnen lässt. Das muss es sein. Aber es gibt ja den tollen Wundermönch, der den Schutzzauber der Rolle bricht und sie entschlüsseln kann. Einer der Dämonen-Gegenstände ist es nicht, aber der Standort des Verstecks ist beschrieben. Also weiter, zum nächsten Plotpunkt.
Die Gegenstände befinden sich ausgerechnet dort, wo heute eine Marinebasis steht. Klingt knifflig. Aber der Mönch kennt einen geheimen Eingang und „Mit den Kerlen dort würde ich klarkommen.“ Sicher! Alfredo de Ferreira ist schon auf dem Weg zur Basis. Aber er kennt den Geheimgang nicht und die Helden sind schneller.
Der Dämonenpirat greift indes frontal die Marinabasis an. Zum Glück ist einer der Soldaten abergläubisch und malt fix Drudenfüße auf die Außenmauer des Basis. Dadurch werden die Kanonenkugeln des Geisterschiffes reflektiert. Schön, wenn man als Autor jederzeit was passendes aus dem Hut zaubern kann, um Tote zu verhindern. Was bin ich da dankbar über andere Reihen, wo das Motto ist „Etwas Schwund ist immer“. Aber die Piraten sind ja nicht an der Basis interessiert, sondern an der irgendwie unentdeckten Höhle im Gestein der Basis. Alfredo de Ferreira macht fix einige Soldaten besessen, die dann mit Meißeln und Hämmern den Fels abtragen. Das kann ja ewig dauern! Theoretisch jedenfalls praktisch…richtig, praktisch sollte der Leser sich nicht mit solchen Details aufhalten.
Denis Sauron und der Mönch Pablo Gomez durchsuchen die geheime Höhle. Der Geistliche hat natürlich wieder den vollen Durchblick und entdeckt direkt den magischen Fetisch, der die Kräfte des Dämons beinhaltet. Pablo Gomez kennt sogar die mächtigen „Meistersprüche“ des Dämonenreichs und beschwört damit den höheren Dämon, der Alfredo de Ferreira übergeordnet ist. Der soll den Fetisch zu sich ins Dämonenreich nehmen, wodurch Alfredo de Ferreira auf der Erde kraftlos wäre. Will der Überdämon aber nicht, weil der Mönch nur Dämonen bis zur zweiten Ebene besprechen kann, er aber in der dritten Dämonenebene sitzt. Ui, Jetzt wird es aber schwurbelig. Naja, Denis Sauron kann mit einer Schriftrolle dann aber doch Überdämonen der dritten Ebene befehligen oder so und der Dämon nimmt grummelnd den Fetisch zu sich. Was auch immer, hier hat Frederic Collins mich verloren. Nun muss nur noch der Dämon exorziert werden, der ja ohne seinen Fetisch kaum noch Kraft hat. Weil Denis das alles so toll gemacht hat, darf er neuer Schüler des Mönchs werden, beziehungsweise irgendwann seinen Platz gegen das Böse einnehmen. Ein überaus klassisches aber sehr rundes Ende.
Hätte Frederic Collins nicht so stark versucht, den Bodycount niedrig zu halten und hätte der Mönch weniger Einfluss auf den Plot gehabt (eigentlicher Protagonist ist ja Normalo Denis Sauron), hätte ich dem Heft locker 7 Punkte gegeben. So wird es ein schwaches GUT und noch
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller