Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

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Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

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iceman76 Offline
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Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von iceman76 »

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Die Herrschaft der Totengöttin

Thor, Fenris, Loki, das Schicksal von Odin und der ganzen Welt! Nichts wird so bleiben, wie es war! Die Flucht von Bill Conolly und seinem Sohn Johnny scheint zu Ende zu sein! Sie sind gefährlichen Halbstarken in die Hände gefallen, für die Gewalt ein großer Spaß ist - bis sie mit Xorron Bekanntschaft machen, dem Herrn der Zombies und Ghouls! John Sinclair, Morgana Layton und Myxin kämpfen zur selben Zeit in einer Dimension des Grauens ums nackte Überleben, ebenso wie Suko, Jane Collins, Sheila und Shao in der Apokalypse, die die Erde heimgesucht hat! Und in Alaska gehen Werwölfe und Berserker aufeinander los und töten sich gegenseitig - und mittendrin Denise Curtis und der schwer verletzte Thor! Menschen und Götter sterben - denn auf dem Thron von Asgard sitzt die Totengöttin Hel!

Geschrieben von Ian Rolf Hill

Erscheinungsdatum: 03.01.2026

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***

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kualumba Offline
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Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von kualumba »

Ich habe mit "sehr gut" abgestimmt. Es geht in mehreren parallelen Storylines (vielleicht einen Ticken zu viele) rasant voran und gipfelt in einer von Zeus berufenen Versammlung vieler Götter aus verschiedenen Religionen. Im 4. und letzten Teil müsste es dann zum großen Krieg der Götter kommen. Bin gespannt.

Schönes Cover :)
Einen davon lese ich als nächstes: JS Classics 26, JS TB 11, MX 23, G.F. Unger SE 13, PR 11, Vampira 7, Isaac Kane 12, Marek der Pfähler 5, Ronco 10, JS 2484
Auserwählter Offline
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Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von Auserwählter »

Dieser Roman hat mich nicht ganz so mitgerissen wie die beiden vorigen. Tatsächlich fand ich die Anzahl der Ebenen auch fast etwas zu viel. Das Götter-Stellidichein am Ende "entschädigt" ein wenig und deutet auf ein spektakuläres Ende des Vierteilers hin.
Von mir ein "Gut".
Don Nuzzolo Offline
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Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von Don Nuzzolo »

Es geht weiter.Die verschiedene Handlungsorte und ihre Darsteller fügen sich zu einer Geschichte,die sich flüssig lesen lässt bis zum Final,wo das Göttertreffen stattfindet. Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.

Das Finale kann kommen
Phexcaer Offline
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Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von Phexcaer »

Was ich unabhänging von der Qualität des Romans gerne vorweg nehmen möchte, da es mich sehr gestört hat:

Wir sind nun im dritten Teil eines Vierteilers. Da ist eine Menge passiert, vor allem weil IRH gerne viele Handlungsstränge laufen hat. Damit die Leute auch noch wissen was sie letzte Woche gelesen haben oder vielleicht jemand im dritten Teil des Vierteilers einsteigt muss man also erstmal erklären was der Stand der Dinge ist. Nachvollziehbar, aber hier war mir das zu viel. Gut 1,5-2 Seiten pro Handlungsfaden an Recap, bei der Menge derer kommen mir dann auf Locker 20% des Gesamtromans, der nur für "Letztes Mal bei John Sinclair! Und nun...die Fortsetzung!" verwendet wird. Dann kommt noch das übliche Erklären der Hintergrundgeschichte der Charactere (Gott sei Dank weiß ich jetzt wieder das Denise mal Königing der Kannibalen war! Und Tochter Lyakons! Wissst ihr wer Lyakon ist?Hier ein kurzer Recap! Denise war übrigens mal ein Engel der Unzucht und Hurerei! Schon gewusst?)

Das ist zwar Super als Neu und Widereinsteiger, aber wenn man dann Stammleser ist wird das irgendwann ermüdend, vor allem wenn es hier noch als Sahnehäubchen oben drauf kommt. So dauert es locker bis Seite 30 bis ich wieder drin war und die Handlung weiter ging, ohne das ich Seitenlang überspringen musste.

Dann war es ganz okay, obwohl sich viele Handlungen erstmal auf der Stelle drehen, ein paar Nebengegner werden beseitigt oder die Flucht geht weiter, ohne das wirklich was neues passiert oder offenbart wird. Mal abgesehen vom Anfang als Hel ihren Vater tötet und am Ende die Midgardschlange beschwört.

Generell flacht irgendwie alles ab, der Winter lässt nach, London kommt wieder zur Ruhe. Irgendwie Seltsam für einen Mehrteiler, der eigentlich jetzt zum Finale kommen müsste. Generell ist es aber irgendwie witzig, das schon wie beim Dreiteiler mit dem Kampf um das Totenreich als der Roman mit dem Titel "Terror der Totengöttin" kaum Szenen mit Hel hatte, auch dieser Hel ziemlich an den Rand schiebt. Von einer Herrschaft sehe ich jedenfall nichts.

Jetzt bleibt noch ein Band um alles zu einem runden Abschluss zu bringen und ich hoffe IRH hat dann nicht bemerken müssen, das er den dritten Teil als wichtige Brücke größtenteils verschwendet hat. Auch hier sehe ich Paralelen zum Mittelroman des Totenreich-Dreiteilers.

Gebe hier nur ein Mittel und hoffe auf eine Steigerung.
Destero Offline
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Registriert: Di Jan 28, 2020 11:39 pm

Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von Destero »

Hatte erwartet, das Teil 3 noch besser wird, apokalyptischer, auswegloser.

Fand ich nicht so, manche storylines drehen sich im Kreis, London, John und myxin, Lykke oder sind einfach zu viel.
Beispiel : die conollys können vorm unbesiegbarem Xorron flüchten und werden dann noch von Jugendlichen gefangen genommen.
Mal wieder eine Wendung zu viel.

Positiv hat IRH aber auch schöne kleine Szenen reingeschrieben die mir sehr gut gefallen haben.

Das Ende war ok und schlüssig. Das Cover finde ich toll, der Titel passt aber nicht, da Hel gar nicht sooo viel mit spielt.

Gesamt Bewertung : wie Teil 1 gut,
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Sheila Conolly Offline
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Registriert: Mi Jun 24, 2009 12:30 am

Re: Band 2478: Die Herrschaft der Totengöttin

Beitrag von Sheila Conolly »

Oh man, das wir jetzt sehr viel schwieriger …

Hels Herrschaft fängt für sie selbst eher ermüdend an. Es ist ja auch keiner mehr da, mit dem sie "spielen" könnte … und Frigg hat sie mal eben mit der Marotte zermatscht. Die scheint plötzlich ein verbales Eigenleben zu haben und zwitschert der irren Hel noch mehr irres Zeug zu.
Deren Nerven scheinen inzwischen eine ziemlich kurze Zündschnur zu haben.
Da aber diese Version/Charakterisierung der Totengöttin für meine Begriffe schon ordentlich überstrapaziert wurde, wundert mich da eigentlich gar nix mehr.
Schließlich macht Papa Loki ihr seine Aufwartung … was für ihn durch das Marotten-Gequatsche tödlich endet … und anschließend Fenris erscheint.

Dann sind wieder Bill und Johnny an der Reihe, die bei der Flucht vor Xorron im Nachbarhaus vom Regen in die Traufe gekommen sind. Ginger, Jerry und Burt haben es sich da gemütlich gemacht und die Conolly-Männer festgesetzt. Dann taucht Xorron auf …
Ich schätze mal, dass es sich hierbei um Kanonenfutter für Xorron geht, denn ansonsten hat die Szene nicht viel sittlichen Mehrwert. Auch keinen nostalgischen oder "einfach nur schön zu lesen", es wirkt eher wie Füllmasse. So zumindest mein anfänglicher Eindruck.

Beim Frauentrüppchen hab ich mich ein wenig geärgert, denn ihr eh schon recht kurzer Auftritt wird größtenteils auch noch mit nem Rückblick zugepflastert … die erste Hälfte besteht aus der Erklärung, warum sie sind wo sie sind und was sie erlebt haben … und im zweiten Teil einigen sie sich grad mal darauf, nicht durch den Hyde Park zu gehen und kriegen dann mit, dass am Buckingham Palace der Teufel los ist … was aber durch Suko bereits in Teil 2 bekannt war.
Da es bei den Damen keine akute Gefahr mehr gibt, werden sie wohl in den nächsten 2-3 Sätzen bei Jane ankommen und damit aus dem Rennen sein. Naja, mehr Platz für Hel und Co.

Suko versucht, den Soldaten und Kollegen am Palast beizustehen und schwingt erst die Dämonenpeitsche, dann die Beretta gegen die schweinische Invasion. Erstere funktioniert einigermaßen, letztere eher nicht.
Dann bockt sein Pferd und er wird von der Monsterschweinemami auf die Hauer genommen.
Gerettet wird er durch eine vermummte Person, die ihm vage bekannt vorkommt. Doch während die Leute vom SCO sich an ihn wenden, verwindet die Vermummte.
Er nimmt dann die Verfolgung der flüchtenden Wildschweinrotte auf und bekommt es dann auch noch mit den achtbeinigen Wolfshundedingern zu tun. Die Vermummte rettet ihn auch hier, bevor sich das nächste Unheil ankündigt, obwohl die Wildschweine UND die vielbeinigen Viecher auch noch da sind.
Fliegende, achtbeinige Pferde haben es auf den Monsterkeiler abgesehen und bringen ihn zusammen mit den Riesenhunden zur Strecke. Danach lösen die Hunde sich auf und die Pferde fliegen wieder weg. Leider nimmt auch der Sturm zu und reißt sowohl die Vermummte als auch Suko mit.

Lykke und Denises Hermaphroditenkind hocken oben in der Weltenesche, als sich Nidhogg von unten wieder ankündigt und es von oben Leichen regnet. Viel Ausweg bleibt ihnen nicht.
Da taucht plötzlich die inzwischen einäugige Rieseneule auf, pusselt mit dem Hermaphroditen rum und im Anschluss kann sie das verletzte Auge wieder benutzen. Jau, zeigt sich hier, zu was das Kindchen so fähig ist? Lykke und das Denise-Kind werden jedenfalls von der Eule mitgenommen und können so zumindest Nidhogg entkommen.
Das Federvieh setzt sie schließlich in Asgard ab … wo das Hermaphroditenkind von Hel und Fenris bedroht wird, während Lykke sich vom irren Gequatsche der Marotte angezogen fühlt.

Tja, dann kommt auch noch ne Szenenweiterführung, die wohl ein bisschen zurechtgebogen wurde.
John stürzte in Teil 2 bereits aus dem ramponierten Käfigt schreiend in die Tiefe, weil er Myxins Hand verfehlte. Ergo hätte es jetzt mit nem Aufprall oder einem Schnappen der Rieseneule oder irgendwas anderem weitergehen müssen. Aber nee, plötzlich hockt John noch im Käfig, die Leichen rutschen noch immer vor ihm in die Tiefe und er hat plötzlich alle Zeit der Welt, noch ne Lösung für sein Problem zu finden. Nämlich den Aufhänger des Käfigs.
John baumelt dann quasi rechts, Myxin und Morgana hocken links, zwischen ihnen Abgrund. Morgana verwandelt sich und hofft, als Werwölfin kletternd besser und schneller Hilfe holen zu können.
Das schafft sie auch, nachdem John und Myxin von der einäugigen Eule angegriffen wurden, die sich dann aber urplötzlich nach unten verdünnisiert hat und rettet die beiden mit ner provisorischen Schaukel aus ihrer misslichen Lage. Aber sie müssen auch noch an Hel vorbei.
Auf die treffen sie zwar nicht, als sie durch Asgard latschen, aber sie retten Odins achtbeinigen Zossen Sleipnir vor Ghouls.
Doch dann tauchen letztere gleich in ner fetten Horde erneut auf und John ruft mit Morganas und Myxins Einverständnis die Formel … doch nichts passiert. Im Grunde sind sie wieder da, wo sie die ganze Zeit waren, seit sie in Asgard ankamen: in ner ausweglosen Situation. Es hat sich nix erhöht, weils immer wieder das ausgwegloseste ist, das man gerade erleben kann und der Einsatz nix geringeres, als das eigene Leben.
Hel und Fenris hingegen begeben sich zum Meer und beschwören mit Hilfe von Papa Lokis abgeschlagenem Haupt ihre Schwester, die Midgardschlange.
Was mir hier auch noch etwas unschön aufstößt: Fenris wirkt neben Hel wie ein Weichei! Und das trotz seines coolen Angriffs auf Harry, Dagmar und Odin! Ich erkenne ihn in ihrer Gegenwart kaum wieder.

Bei Harry passt es wieder besser mit dem szenischen Anknüpfen, zumindest gehts wirklich da weiter, wo es aufgehört hatte und auch ohne nervigen Rückblick.
Er ist dabei, mit seinem Leben abzuschließen, als er sich nochmal besinnt und nicht kampflos aufgeben will. Er gibt alles, kämpft sich aus dem Wagen, durchs eiskalte Wasser vom Grund des Sees bis zur Oberfläche, findet sogar das Einbruchsloch, kann sich aber nicht aus dem Wasser ziehen, weil das Eis immer wieder wegbröselt und er abrutscht.
Diese Szene hat mir am besten gefallen, weil sie authentisch daherkam, man sich äußerst gut in Harry und seine üble Lage hineinversetzen konnte, das kalte Wasser förmlich spürt und am Ende noch ein kleines Mysterium bleibt.
Wie ist er ans Ufer gekommen, als Dagmar nach ihm sucht, er aber zuvor nicht mehr konnte und schon wieder versunken ist?
Dagmars Part kam dann wohl nicht ohne Rückblick zu Fenris und Lykaon aus und auch nicht ohne erneute Erklärung, woher ihr drittes Auge stammt, was es damit auf sich hat und was es kann.
Schade, da war dann mehr Augenrollen als Lesespaß im Spiel.
Dann schien Harry auch noch irgendwann die Zeit gehabt zu haben, Odins Klamotte wieder loszuwerden, denn Dagmar sieht vorm dritten Auge, wie Hugin ihn am Kragen seines Pullovers aus dem Wasser zerrt.
Dabei hatte ihn Odins Fummel ja noch so auf der Haut gekratzt, also hatte er auch nur diesen an! Zumal er ja mit Odin GETAUSCHT hatte, was bedeutet, dass der Göttervater Harrys Klamotten anhat, wie später auch noch beschrieben wird. Wäre da in Teil 2 nicht so explizit drauf eingegangen worden, dass ich dachte, es könnte noch wichtig sein, hätte ich den Klamotten-Umstand wahrscheinlich gar nicht beachtet. Aber so …
Auch schade, weil das dann doch die gute und ambientische Szene um Harrys Einsinken und halben Todeskampf wieder schmälert.

So, es ist noch nicht das erste Drittel des Romans gelesen, da überkommt mich schon allmählich ein Gefühl der Gleichgültigkeit. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass gewisse Szenen um die Totengöttin wesentlich lieber und ausgeprägter geschrieben wurden, als die Szenen mit den Figuren des (erweiterten) Sinclair-Teams. Alle sind recht kurz gehalten, nur nicht die mit Hel & Co.
Normalerweise sind Cliffhänger ja dazu da, um die Spannung zu erhöhen und mit Vorfreude auf die Weiterführung bestimmter Szenen weiterzulesen. Aber irgendwie will das hier nicht so recht funktionieren. Man wird jedes Mal rausgerissen und kommt schwer wieder rein … WENN es denn doch mal irgendwann bei den "Mini-Szenen" weitergeht, die auch noch mit Rückblicken gespickt sind.
Ich glaube, es liegt daran, dass es bis hierher schon satte SIEBEN Handlungsstränge gibt, bei denen man mitfiebern soll. Und da ist der Strang bei den Berserkern oder auch der um die Wartenden im Yard oder um den Verbleib und das Befinden von Kara noch nicht mit eingerechnet.
Es ist definitiv zu viel los und jede Szene für sich zu kurz, um sich bei den einzelnen Protagonisten einzufühlen, bevor es schon wieder vorbei ist. Eine Aneinanderreihung von Actionsequenzen, an deren Ende jeweils irgendeine Gefahr oder ein aussichtsloser Moment droht, aber wirklich weiter kommt man in keiner Szene. Nur dort, wo es am Ende Tote gibt, wie Loki und Odin (wobei letzterer quasi in einem Nebensatz umkommt), weil eine Reaktion auf eine Aktion erfolgte. Sprich: bei zwei von wohl insgesamt Zehn Szenen ging es ein Stück weiter, was auch Relevanz hat. Oder zumindest haben könnte …

Dann geht’s doch auch bei den Berserkern weiter, allerdings hier ebenfalls nicht ohne Rückblick.
Es dauert, bis man endlich im Geschehen ist, aber das hat es dann in sich. Mary Murdock hetzt die Werwölfe gegen die Berserker auf und sie wollen sich Thor holen. Dann kommt etwas, das ich mir persönlich nicht vorstellen kann: Ethan und Emma, die gemeinsam das Geschehen belauschen, werden regelrechte Feinde!
Emma bewaffnet sich, will die Berserker warnen und Thor verteidigen, Ethan stellt sich seiner Mutter in den Weg und will einer von ihnen werden, was die auch gleich in die Tat umsetzt und ihn beißt.
Bei aller Liebe und jeglichem Hang zum Dramatischen, diese Veränderung der beiden ist kaum nachvollziehbar.
Ja, die Geschwister haben sich gegenseitig wegen der Liebe zu Denise verletzt. Emma wollte mit Ethan sprechen, der aber blockte total ab und wendet sich dann auch noch komplett ab.
Ja, Geschwister können bockig sein, aber bei sowas halten sie normalerweise zusammen. Egal, wie sehr ein Ego gekränkt wurde … dass sie so dermaßen auseinanderdriften, wo sie vorher immer wie Pech und Schwefel in allen möglichen Not- und Gefahrensituationen zusammengehalten haben, das ist nicht wirklich authentisch, sondern wirkt in der Kürze der Zeit sehr wie eine Veränderung, die sein MUSS und daher mit der Holzhammermethode daherkommt.
Hinzu kommt, dass Ethan dadurch – bei mir zumindest – keine Sympathiepunkte sammelt, was mir zu denken gibt. Es kommt mir vor, als solle diese Situationen den "Abschied" leichter machen, was mich vermuten lässt, dass der Junge nicht durchkommt.
Bei Mary ist das was anderes, da kann ich ihre veränderte Denkweise nachvollziehen, denn sie hatte es nie wirklich mit den Berserkern. Loki hat dieses Gefühl in ihr noch verstärkt. Aber bei Ethan, Emma und Denise hat er erstmal nur für Zwietracht gesorgt und keinen von ihnen derartig beeinflusst.
Dass Ethan jetzt ein Werwolf sein will, kommt mir daher völlig überzogen vor. Geschwisterstreit hin oder her, das ist doch eine zu drastische Maßnahme, die er nur ergreifen würde, wenn er vorhätte, Emma und Denise dafür zu betrafen, dass seine Liebe unerwidert geblieben ist. Und zwar mit dem Tod. Das passt einfach nicht zu ihm … jedenfalls nicht zu dem Ethan, wie er vorher immer beschrieben wurde.
Die Werwölfe greifen auch prompt an, können aber von den Berserkern in die Flucht geschlagen werden. Fürs erste …

Als nächstes: schwenk zum Yard und durch Glenda kriegt man in nem Nebensatz mit, dass Shao und Co anscheinend bei Jane angekommen sind. Na, das ging jetzt aber fix. Schade eigentlich, weil das für mich noch mit der interessanteste Handlungsstrang war, wie die Frauen sich durchschlugen und noch echte Handarbeit und Überlegung an den Tag legten. Tja, wie ichs mir halt dachte, obwohl ich was anderes gehofft hatte: ein guter, kurzweiliger Strang weniger, mehr Platz für Hel und Co.
Und das anfängliche tolle Retro-Feeling schwindet ab hier zunehmend.
Besonders, als dann auch noch während der gleichen Szene in nem anderen Nebensatz erwähnt wird, dass es Kara wohl schon besser geht. Na Bravo, noch ein Strang erstmal ad acta gelegt, Hauptsache Nebenbei-Infos.
Da der Yard die Sammelstelle für Infos bildet, kommt zusätzlich auch noch in dieser knapp eine Seite "langen" Szene die Nachricht aus Deutschland - mit der nächsten Szenerie, die ich eigentlich cool fand - nämlich dass Odin geplättet wurde und Harry von Sanis versorgt werden muss.
Zack, eine einzige Seite und die Gesamt-Handlung wurde um drei Stränge erleichtert, die aber von allen mit am schönsten und kurzweiligsten zu lesen waren … fand ich halt.

Bei Bill und Johnny nebst Einbrecher-Trio und Xorron geht’s dann auch wieder weiter.
End vom Lied: Jerry und Burt werden von Xorron erwischt und enden als Zombies. Oder meinetwegen Ghouls, weil Xorron das ja verzapft hat. Bill, Johnny und Ginger fliehen im SUV der Nachbarn, überfahren Xorron, der natürlich dabei nicht vernichtet wird und lieber den SUV auf links dreht. Die rasante Fahrt mit all ihren Schwierigkeiten und Hindernissen war nett zu lesen, die "Jurassic Park" – Szene mit dem umgekippten Auto ebenfalls, vor allem, als Bill auch noch Xorrons Aufmerksamkeit auf sich zieht und Ginger das falsch deutet.
"Er hat uns allein gelassen, er hat uns allein gelassen!", hier von Ginger gerufen ist im Film auch der Satz, den Lex Murphy panisch raushaut, als Dr. Grant kurz weggeht.
Als Xorron die Autoinsassen doch wieder angreift, erscheint Bill mit dem Schneepflug, nimmt Xorron auf die Hörner und anschließend wollen die drei mit dem Gefährt fliehen.
Naaajaaaaa … bis hierher wars ja schön zu lesen, auch wenn die eigentlich tot im Sinne von total kaputt, ausgelaugt, müde, benebelt, etc. sein müssten … nun aber bin ich mal gespannt, ob Xorron jetzt schnell oder wieder eher langsamer läuft, denn so ein Schneepflug ist nu auch nicht sooo wahnsinnig flott unterwegs.
Bei aller Action kam ich aber auch nicht umhin, Mitleid für Bill zu haben, der augenscheinlich ne fette Gehirnerschütterung hat und dabei die ganze Zeit noch rumkloppen und alle sieben Sinne beisamen halten muss. Auch Johnny wird hart auf die Probe gestellt und ich schätze, der Conolly-Spross kann sich jetzt mal vorstellen, wie sehr man auf Zack sein muss, um immer alle zu rettenden Leute beisammen zu halten und sich selbst UND sie gleichzeitig auch noch zu verteidigen. Er schlägt sich durch die paar Romane, in denen er vorkam, ganz gut, aber bisher waren die Gegner auch ne Nuance harmloser im Vergleich zum hartnäckigen, nahezu unverwundbaren Xorron.

Dann, und ich gebe zu, dass mich das schon fast überrascht hat, geht’s doch nochmal zu Jane ins Haus. Sie hält ne flotte und energische Ansprache, nachdem nun auch die Frauen wissen, dass es sich bei den Ereignissen um den Fimbulwinter und die Wilde Jagd handelt. Jane bläst zum Kampf und hat auch Material dafür, was sich ausgerechnet Sheila als Erste schnappt und Jane entschlossen beipflichtet. Sollten die doch noch was zu tun kriegen? Ich tippe eher drauf, dass es nur beim Quatschen und dem Vorhaben bleibt, weil es sich halt so nett liest … es aber anderweitig weitergeht, bzw. von diversen anderen Figuren für den Showdown gesorgt wird.
Aber mal abwarten … zumal ich ja nach dem Glenda-Telefonat schon dachte, dass die Frauenriege komplett raus ist.
Auf jeden Fall war diese Szene in all ihrer Kürzer auch wieder positiv prägnant für mich - wahrscheinlich, weil es wider Erwarten mit Sinclair-Charakteren zu tun hatte, worüber ich bei John Sinclair nun mal am liebsten lese - dass es mich auch dran hinderte, den Roman auf den letzten Metern doch noch aus der Hand zu legen.

Als letzte Szene gibt es eine Versammlung, die von Zeus einberufen wurde und der die anderen Götter verschiedenster Mythologien gefolgt sind. Mehr oder weniger aus Neugier, denn aus Wissen.
Trotz unterschiedlicher Zwistigkeiten ruft Zeus nun dazu auf, gemeinsam gegen Hel, Fenris und der Midgardschlange vorzugehen und den Krieg der Götter zu beenden …

Oookaaaay … das wars also, bevor es jetzt zum großen Showdown übergeht.
Diesen dritten Teil empfand ich als schwierig. Nicht, weil ich stoffmäßig nicht mitkam oder es schlecht geschrieben wäre, nope … sondern eher, weil es sich immer weniger nach John Sinclair anfühlte. Durch die Mythologien-Vermischungen kam es mir nur noch wie ein großes Durcheinander vor, dem man jetzt Herr zu werden versucht. Zwischendurch gab es immer wieder kleinere Lichtblicke, die einen dran erinnerten, dass man es hier doch immer noch mit John Sinclair zu tun hat. Nur verschwammen die nach und nach, je mehr Szenen in London und/oder mit Sinclair-Figuren endeten (Shao/Sheila/Jane/Marisa/Emma/Cathy .. Glenda/Tanner/Sir James .. Dagmar/Harry), bzw. auf den Höhepunkt getrieben wurden (Suko/Vermummte), der ja wahrscheinlich erst im letzten Teil weitergeführt wird.

Die ganzen Rückblicke empfand ich als sehr störend, selbst mit Zugeständnissen für Neuleser. Ich hätte es immer noch besser gefunden, diese Rückblicke in ein separates "Was bisher geschah …" - Kästchen zu packen, dass jeder Leser selbst entscheiden kann, ob mans lesen will oder nicht. So hats einen - oder zumindest mich - regelmäßig per se aus der Handlung gehauen oder schlecht reinfinden lassen.

Dazu lag hier der Fokus eindeutig auf dem Asgard-Rummel und Hels Schreckensherrschaft. Ich fand schon, dass der Titel passte, denn hier gab es doch erste Ergebnisse und Auswirkungen ihres Tuns. Frigg mit der Marotte zermatscht, Loki einen Kopf kürzer gemacht, Odin zu Tode vereist und ebenfalls geköpft - damit Fenris auch was vorzuweisen hat - , Midgardschlange losgeschickt, Nidhogg aktiv - falls der von der Weltenesche auch wegkommt - und schlussendlich noch Lykke und das Hermaphroditenkind in ihre Gewalt gebracht. Ist doch ganz ordentlich für wenige Tage – waren es überhaupt Tage, nicht eher Stunden?? - Herrschaft in Asgard … vom Fimbulwinter auf der Erde und den Ereignissen der Wilden Jagd mal ganz zu schweigen. Es gibt sowohl unter den Göttern als auch unter den Werwölfen, Tierwesen und Menschen Todesopfer, wie auch Verletzte.

Meine anfängliche Euphorie, dass es doch wieder mehr Richtung Sinclair, wie man es eben kannte geht, ist mit diesem dritten Teil genauso schnell zerschlagen worden, wie sie unglaublicherweise überhaupt nochmal mit Teil 1 und Teil 2 aufgeflammt ist.
Bisher neige ich mit viel Wohlwollen zu einem gerade noch so eben angekratzten Mittel … und das auch nur wegen der Schreibe, so mancher Wortwahl, Szenenähnlichkeiten zu Filmen, die passend eingeschoben wurden oder einfach nur Szenen, die nach Sinclair klangen und sich auch so anfühlten, auch wenns hier für mich leider nur noch seeeeehr wenige waren.
Was dafür die beiden ersten Teile nochmal anheben könnte … das wir sich jetzt im vierten Teil zeigen.
Ich hab mich schon bei der Japan-Verschwörung geärgert, da nicht volle Punktzahl im Vergleich zum für mich doch stark abfallenden zweiten Teil gegeben zu haben, das passiert mir nicht noch einmal. Deshalb jetzt hier die Aufschieberei, bis alles durch ist.
Danach gibt’s auch die separate Wertung für alle Teile.
Dass hier etwas völlig anders war, hab ich z.B. auch daran gemerkt, dass ich fast nen ganzen Tag zum Lesen und für die Rezi gebraucht habe, für die ersten beiden Teile jeweils die Hälfte.

Das Cover geht so. Klar, ich weiß, wen es darstellen soll, aber naja … anhand der Beschreibungen hat ja jeder wahrscheinlich eh so seine eigenen Vorstellungen, was die meisten Figuren angeht.
Hel hat mir hier zu harte "erwachsene" Züge auf der unversehrten Seite (die leider auch noch im Schatten liegt), wirkt sie doch eher wie ein durchgeknalltes, verzogenes Kind. Die Macht einer Göttin zeichnet sich für mich schon lange nicht mehr in ihrem Aussehen ab. Daher kann ich hier auch keine Stimmung ausmachen, es ist einfach "nur" das Portrait der Antagonistin.

Auf der LKS gibt’s nen Abriss an Sinclair-Romanen/Ereignissen des letzten Jahres. Naja, zu einigen Romanen mehr, zu anderen weniger Infos. Was mich allerdings stutzen ließ: Zweiteiler, Dreiteiler, Mehrteiler. Ich hab noch schriftlich, dass es da kaum bis gar keine und erst recht keine Vielteiler mehr ab Ende 2023 geben sollte. Und schwupp, was sprießt aus dem Boden wie aktuell Krokusse und Schneeglöckchen? Mehrteiler noch und nöcher.
Passt aber zu gewissen Interviews, in denen auch anderes gesagt wurde, als dann passiert ist.
Wundert mich das noch? Der Bauch sagt ja, weil er es gern anders hätte … der Kopf sagt nein, weil er weiß, dass es kein anders mehr gibt.
Ich weiß nur, dass ich da gar nix mehr glaube, was im Vorfeld gesagt oder angedeutet wird … bisher ist es seit geraumer Zeit immer anders gekommen, als angekündigt oder deklariert wurde.
Dann noch die Sache, dass Hel und/oder scheinbar auch Denise zu Publikumslieblingen avancierten/avanciert sein sollen. Das WAR vielleicht mal so extrem, aber durch gewisse überstrapazierende Auftritte oder das ganze "auf die Spitze treiben", habe ich für meinen Teil auch schon genug andere Meinungen gesehen. Man muss nur mal einige Rezis hier im Forum dazu lesen.
Meine persönliche Meinung ist immer noch: sie hatten ihre Chance! Dadurch, dass sie Sinclair-Figuren verdrängt haben, sind sie bei mir leider unten durch. In der Serie Geisterjäger John Sinclair hat für MEINE Begriffe auch das Sinclair-Team Vorrang und DANACH erst die Eigengewächse. Leider haben sie eben das komplette Spielfeld eingenommen. Bei den Gegnern wäre ich ja noch Kompromisse eingegangen. Beim Personal auf der guten Seite sieht das schon wesentlich anders aus. Oft genug durch die John-Suko-Zweimannshow deutlich dargestellt und völlig entgegen sämtlichen Interview-Ansagen, hat sich der Fokus bei John Sinclair leider um 180 Grad gewendet und liegt nicht mehr auf den Sinclair-Figuren, sondern auf denen, die die JS-Crew ERSETZT haben!
Und DAS ist halt nicht mehr meins … was sich auch sehr aufs Feeling ausgewirkt hat, das so gut wie gar nicht mehr da ist und/oder mich nicht mehr in die Geschichten hineinzieht oder sogar mitfiebern lässt, wie bis vor 3 oder 4 Jahren noch …
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"
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