Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
Moderator: Michael
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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
Ein Grab ohne Namen
Als ich die Anstellung als Butler bei Lady Mildred Enderby begann, nahm ich mir fest vor, über alle unsere unheimlichen Fälle zu berichten. Schnell habe ich jedoch festgestellt, dass viele davon (so furchtbare Hintergründe sie auch manchmal haben) eher von belangloser Art sind. Hier ein relativ harmloser Geist, der gebannt werden muss, dort eine mühelos besiegte unnatürliche Kreatur, die ein Dorf terrorisiert hat ... Viele dieser Vorfälle haben schlichtweg nicht genug Potenzial, um ausführlicher darüber zu erzählen. Gemein ist ihnen jedoch allen, dass sie ausnahmslos zu einem glücklichen Ende führten. Etwas, das mich auf Dauer vielleicht allzu sehr in Sicherheit wog. Denn wäre ich nach den ersten erfolgreichen Abenteuern nicht so euphorisch und verblendet gewesen, hätte ich womöglich begriffen, dass das Glück nicht ewig auf unserer Seite bleiben konnte. Zwangsläufig erlebten wir eines Tages den hier beschilderten Fall, der mir gnadenlos vor Augen führte, dass man im Kampf gegen das Übersinnliche durchaus bereit sein musste, auch schwere Opfer zu bringen ...
Geschrieben von Henry Cardell
Erscheinungsdatum: 08.11.2025
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
In Norwich kommt es bei Bauarbeiten zu einem tragischen Unfall. Ein Bagger stößt auf einen eingemauerten Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg...
... der Blindgänger detoniert und reißt den Baggerführer in den Tod. Ein weiterer Bauarbeiter überlebt den Unfall schwerverletzt...
... und macht nach der Detonation eine gruselige Entdeckung!
Bei der Detonation wurden nämlich Teile das angrenzende Gräberfeld des altehrwürdigen Rosary Cemetery verwüstet!
Der Überlebende Bauarbeiter sieht wie sich aus einem Grab eine Gestalt erhebt! Diese Gestalt nimmt sogar Kontakt mit dem schwerverletzten auf und fragt: "Bist du ein Scaffold?".
Der Verletzte Bauarbeiter verneint dieses und die Gestalt lässt von ihm ab...
Auf diese Information stößt Lady Enderby ein wenig später!
Und so erwartet unseren frischgebackenen Geisterjäger Isaac Finley ein neuer Fall...
... der ihm aufzeigt das es nicht immer ein Happy End gibt!
Fazit: Für diesen Roman vergebe ich ein solides "sehr gut"! Habe ich an einem Stück durchgelesen. Das Ende der Geschichte finde ich sehr tragisch aber auch sehr gelungen!
Mehr davon!
... der Blindgänger detoniert und reißt den Baggerführer in den Tod. Ein weiterer Bauarbeiter überlebt den Unfall schwerverletzt...
... und macht nach der Detonation eine gruselige Entdeckung!
Bei der Detonation wurden nämlich Teile das angrenzende Gräberfeld des altehrwürdigen Rosary Cemetery verwüstet!
Der Überlebende Bauarbeiter sieht wie sich aus einem Grab eine Gestalt erhebt! Diese Gestalt nimmt sogar Kontakt mit dem schwerverletzten auf und fragt: "Bist du ein Scaffold?".
Der Verletzte Bauarbeiter verneint dieses und die Gestalt lässt von ihm ab...
Auf diese Information stößt Lady Enderby ein wenig später!
Und so erwartet unseren frischgebackenen Geisterjäger Isaac Finley ein neuer Fall...
... der ihm aufzeigt das es nicht immer ein Happy End gibt!
Fazit: Für diesen Roman vergebe ich ein solides "sehr gut"! Habe ich an einem Stück durchgelesen. Das Ende der Geschichte finde ich sehr tragisch aber auch sehr gelungen!
Mehr davon!
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
Na, das ist ja mal voll danebengegangen. Es wird Zeit, dass Isaak endlich eine wirksame Waffe erhält, haben andere Geisterjäger schließlich auch.
Immer nur wegrennen, verstecken und abwarten ist keine Lösung.
Dennoch war die Geschichte sehr kurzweilig, wie immer mit einer Portion Komik – find ich gut.
Ist dann auch meine Bewertung!
Immer nur wegrennen, verstecken und abwarten ist keine Lösung.
Dennoch war die Geschichte sehr kurzweilig, wie immer mit einer Portion Komik – find ich gut.
Ist dann auch meine Bewertung!
- Das Gleichgewicht Offline
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
Spoiler
Huch. Ziemlich lange Einleitung mit der Geistererscheinung oder Hexe für einen IF. Ein Viertel des Romans, das erinnert eher an einen Morland. Und dann geht es zu einem zweiten Mitglied der Scaffold-Sippe. Wo klar ist, was passieren wird. Auch hier taucht die gruselige Frau auf. Wenigstens ist die Szene kürzer und hätte eher als Einstieg gepasst.
So geht es nach einem Heftdrittel endlich zum Subserienhelden und ehrlich gesagt, meine Vorfreude auf einen neuen IF hat sich inzwischen gelegt. Lady Enderby und Isaac sind über Umwege an dem Fall dran, weil bei einer Bombenexplosion an einem Friedhof etwas freigelegt oder geweckt wurde. Ein Zeuge erzählt von der unheimlichen Frau, die sich offenbar nur für die Familie Scaffold interessiert und den Zeugen deshalb am Leben ließ. So erfahren sie auch von den beiden Morden und ermitteln weitere Scaffolds in der Gegend.
Während Isaac die beschützen soll, will Lady Enderby mehr über das Grab und die mysteriöse Frau herausfinden. Na bitte, da ist sie, die IF-Gruselstimmung. Die Subreihe ist nicht hektisch und lässt sich Zeit, aber das mag ich gerade an IF. Das altmodische „Pacing“, ohne langweilig zu werden oder sich zu sehr zu ziehen.
Zwei entfernte Verwandte muss Isaac überzeugen. Thomas Scaffold glaubt Isaac verständlicher Weise kein Wort. Cassandra Scaffold schon eher, weil sie zufällig Visionen von der Hexe hatte. Aber um Thomas muss der Butler sich keine Gedanken mehr machen, der wird kurz darauf von der Hexe geholt.
Wo soll er jetzt auf Cassandra aufpassen? Die Hexe hat bis jetzt alle ihre Opfer ertränkt. Also wäre ein Ort weit weg von jeglichem Wasser wichtig. Und keine Windmühle in einem Naturschutzgebiet aus „unzähligen Flüssen, Seen, Marschlanden und kleineren Sumpfgebieten“. Cassandra besteht zwar grundlos darauf (hat das mit ihren Visionen zu tun?), aber die Idee ist trotzdem fragwürdig.
Hoffentlich läuft es bei Lady Enderby besser. Tatsächlich hat sie eine lokale Legende entdeckt, die zu den Ereignissen passt. Und Cassandra könnte Visionen haben, weil sie einer damit verbundenen Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Eine Wiedergeburt? Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber ok. Aber wohl weil das so ist, will Cassandra für die Sünden ihrer Vorfahrin zahlen und stellt sich der Hexe, die dann auch kurzen Prozess macht.
Ok, der Teasertext zum Roman hat schon klar gemacht, dass es diesmal kein gutes Ende für die Helden nimmt. Also war mir klar, dass beide Scaffolds draufgehen. Und die Gegnerin der Woche vielleicht erst vernichtet wird, als sie ihre letzten Opfer geholt hat. Oder es Isaac und Lady Enderby trotz aller Anstrengungen nur gelingt, allgemeine Schadensbegrenzung zu betreiben und mit viel Pech nicht, ihre Schützlinge zu retten.
Aber der Roman wäre ohne die Helden genauso verlaufen. Sie waren komplett unnötig. Die Hexe hätte sich Thomas Scaffold geholt und danach hätte sich Cassandra Scaffold freiwillig geopfert, damit die Hexe ihre Rache bekommt und Ruhe ist.
So geht es nach einem Heftdrittel endlich zum Subserienhelden und ehrlich gesagt, meine Vorfreude auf einen neuen IF hat sich inzwischen gelegt. Lady Enderby und Isaac sind über Umwege an dem Fall dran, weil bei einer Bombenexplosion an einem Friedhof etwas freigelegt oder geweckt wurde. Ein Zeuge erzählt von der unheimlichen Frau, die sich offenbar nur für die Familie Scaffold interessiert und den Zeugen deshalb am Leben ließ. So erfahren sie auch von den beiden Morden und ermitteln weitere Scaffolds in der Gegend.
Während Isaac die beschützen soll, will Lady Enderby mehr über das Grab und die mysteriöse Frau herausfinden. Na bitte, da ist sie, die IF-Gruselstimmung. Die Subreihe ist nicht hektisch und lässt sich Zeit, aber das mag ich gerade an IF. Das altmodische „Pacing“, ohne langweilig zu werden oder sich zu sehr zu ziehen.
Zwei entfernte Verwandte muss Isaac überzeugen. Thomas Scaffold glaubt Isaac verständlicher Weise kein Wort. Cassandra Scaffold schon eher, weil sie zufällig Visionen von der Hexe hatte. Aber um Thomas muss der Butler sich keine Gedanken mehr machen, der wird kurz darauf von der Hexe geholt.
Wo soll er jetzt auf Cassandra aufpassen? Die Hexe hat bis jetzt alle ihre Opfer ertränkt. Also wäre ein Ort weit weg von jeglichem Wasser wichtig. Und keine Windmühle in einem Naturschutzgebiet aus „unzähligen Flüssen, Seen, Marschlanden und kleineren Sumpfgebieten“. Cassandra besteht zwar grundlos darauf (hat das mit ihren Visionen zu tun?), aber die Idee ist trotzdem fragwürdig.
Hoffentlich läuft es bei Lady Enderby besser. Tatsächlich hat sie eine lokale Legende entdeckt, die zu den Ereignissen passt. Und Cassandra könnte Visionen haben, weil sie einer damit verbundenen Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Eine Wiedergeburt? Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber ok. Aber wohl weil das so ist, will Cassandra für die Sünden ihrer Vorfahrin zahlen und stellt sich der Hexe, die dann auch kurzen Prozess macht.
Ok, der Teasertext zum Roman hat schon klar gemacht, dass es diesmal kein gutes Ende für die Helden nimmt. Also war mir klar, dass beide Scaffolds draufgehen. Und die Gegnerin der Woche vielleicht erst vernichtet wird, als sie ihre letzten Opfer geholt hat. Oder es Isaac und Lady Enderby trotz aller Anstrengungen nur gelingt, allgemeine Schadensbegrenzung zu betreiben und mit viel Pech nicht, ihre Schützlinge zu retten.
Aber der Roman wäre ohne die Helden genauso verlaufen. Sie waren komplett unnötig. Die Hexe hätte sich Thomas Scaffold geholt und danach hätte sich Cassandra Scaffold freiwillig geopfert, damit die Hexe ihre Rache bekommt und Ruhe ist.
An sich ist die Geschichte gut und der Erzählstil gefällt mir. Leider waren die Helden absolut überflüssig, die Geschichte hätte sich ohne sie genauso ereignet. Sie sind nur da, damit Isaac auch mal eine traumatische Erfahrung ohne Happy End macht. Und die lange Einleitung über ein Heftdrittel war mir dann auch für den ruhigen IF zu viel, hat negative Erinnerungen an Morland geweckt, der Meister in sowas war.
Auf jeden Fall
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
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Tulimyrsky Offline
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Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 185: Ein Grab ohne Namen
Die Einleitung liest sich, als wäre der Protagonist ein versierter Geisterjäger. De facto ist er bisher nicht mehr als ein Davonläufer und Verstecker. Daran ändert auch der vorliegende Band nichts. Die vom Autor gepriesene Weiterentwicklung des Charakters kann ich leider nicht erkennen. Der Roman plätschert für mich so vor sich hin und hat stellenweise echt gute Parts. Die retten den Roman aber leider nicht. Der Schluss ist ganz nett.
Ich bin nicht der Messias - Doch, du bist es. Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt.