Band 1336: Der Fluch von Tin Yarsen
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Band 1336: Der Fluch von Tin Yarsen
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Zamorra schwirrte der Kopf. Er setzte sich in einen der Lesesessel und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Es fiel ihm unheimlich schwer. Nicole legte ihm mitfühlend die Hand auf die Schulter. "Hier bahnt sich etwas an, dessen Tragweite wir noch nicht erahnen können", murmelte Zamorra gepresst. "Die Entropische Konstellation, Tin Yarsen und diese merkwürdige Vision. Alles steht in einer Verbindung damit. Eine Stimme hat mich aufgefordert, Tin Yarsen, die Goldene Stadt zu finden!"
Geschrieben von Michael Mühlehner
Erscheinungsdatum: 09.08.2025
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Band 1336: Der Fluch von Tin Yarsen
Klasse Roman von Michael Mühlehner.
Unbekannte Dämonenarten, ein Amulett mit neuen Fähigkeiten, eine alte Romanheldin.
Eine tolle Geschichte und ich habe sie sehr genossen.
Hier ist so vieles Ausbaufähig...weiter so und mehr.
Unbekannte Dämonenarten, ein Amulett mit neuen Fähigkeiten, eine alte Romanheldin.
Eine tolle Geschichte und ich habe sie sehr genossen.
Hier ist so vieles Ausbaufähig...weiter so und mehr.
Achtung, ich komme hier nicht ohne Spoiler aus, sorry!
Professor Zamorra 1336 & 1337, erst der Fluch, dann das Grauen von Tin Yarsen.
ich lese ja Zamorra nicht regelmäßig, schon gar nicht chronologisch, und bin auch jedesmal aufs Neue heillos überfordert mit den aktuellen Begebenheiten. dieser Zweiteiler von Michael Mühlehner hat aber mein Interesse geweckt, weil darin "meine" weiße Hexe Damona King eine Rolle spielt. ich habe dieses Projekt am Laufen, die gesamte DaKi-Serie, inkl. Gespenster-Krimis 129 Bände, von Anfang an zu lesen, und auf dem Zauberspiegel online meine Eindrücke zu schildern: https://www.zauberspiegel-online.de/ind ... arze-engel
Tin Yarsen also... als alter Schüttelreimer muss ich natürlich sofort an Yann Tiersen https://youtu.be/znfYwABeSZ0 denken...
und gleich am Anfang verärgert mich der Autor mit diesem Satz. Damona hatte ein blaues Kleid gewählt, und "die Brüste zeichneten sich groß und schwer darunter ab." ja, das Hexlein ist derart wohlgestaltet, dass sie "zahlreiche Filmschönheiten in den Schatten stellt" (DaKi 1), und sie zeigt schon mal ihren "gutgewachsenen Prachtkörper" und "festen Brüste" nackt (DaKi 24). und doch sie ist eher zierlich gebaut. aber gut, das war 1979, vielleicht war sie ja in den 90ern beim Chirurgen, oder hat ihre Hexenkünste bei sich selbst eingesetzt...
es gibt keine große Einleitung, Barnabas sitzt mit Damona im Restaurant, sie hat ihn offenbar aus der Themse gerettet, auf der sie jetzt incognito auf einem Hausboot wohnt (sic transit gloria mundi). wer zur Hölle ist Barnabas, warum taucht die Hexe in einer Zamorra-Story auf, egal, rein ins Vergnügen.
der Autor hat eine überbordende Phantasie wenn es um die Schwefelklüfte und diversen höllischen Zwischen- und Vorwelten, sorry: Intermundien geht. ich lerne Drifter, Mineure bzw. Wühler ebenso kennen wie Finsterwölfe. es geht nämlich recht rasch zur Sache, Damona und Barnabas werden sofort in Kämpfe verwickelt.
die macht- und sexgeile Oberteufeline Stygia darf da nicht fehlen, der Autor erfreut uns mit einer orgiastischen Darbietung aus der Hölle, und scheut sich nicht, Blut & Beuschel beim Namen zu nennen. show, don't tell. das wird später wichtig, weil sich einer der unteren Höllenfürsten erdreistet, Stygia zur Kopulation aufzufordern - als Gegenleistung will er ihr ein Engelsherz bringen.
und damit sind die drei Hauptstränge gelegt. der notgeile Dämonenherzog nimmt die Dienste eines menschlichen aber teuflisch agierenden Handlangers in Anspruch, der schafft es, Damona dem Zugriff Barnabas zu entreißen und als Gefangene in seine Dienste zu zwingen. er soll das Herz des gestrandeten Engels beschaffen.
parallel spinnt Belial, Stygias rechtmäßiger Beischläfer, seine Fäden, er manipuliert Zamorra, und setzt ihn ebenfalls auf die Fährte des Engels, aber um ihn zu befreien.
all das kristallisiert sich allerdings nur Zug um Zug im Zweiteiler heraus.
letztlich finden sich die zurückgebliebenen Barnabas und Nicole mit Hilfe von Madame Zodiac und ihrem reisenden Haus, und hetzen den anderen hinterher.
now who da fuq is Zodiac? auch egal, ich akzeptiere das einfach mal. Herrn Weinlands Amulette-Zyklus habe ich noch nicht durch, so bin ich auch überrascht, dass Zammy jetzt ein neues Amulett vom Erzengel Michel hat, oh-kay, Spoiler!
egal. der andere Michel, der Autor Mühlehner, brennt ein Feuerwerk an Ideen ab, die goldene Stadt, das Dämonengold, der Engel und der Protodämon, das orientalische Kroppzeug - Dschinns, Ghuls und dämonische Bestien, vor allem die Ghuls haben es mir angetan. die Hintergrundgeschichte um Barnabas und dem irre gewordenen Kelley. die ganze magische Konstellation und ihre Auswirkungen auf den Landstrich.
atemlos folge ich Zamorra, wie er sich durch die Handlung kämpft, und immer kaputter wird dabei, wie Damona hilflos ihrem Schergen zu Willen sein muss. der Autor liefert uns eine actionreiche und dichte Geschichte, viele Szenen sind detailreich und bieten immer wieder Überraschungen.
Herrn Mühlehners Sprachstil würde ich als realistisch bezeichnen, also nicht künstlich gedrechselt, aber auch nicht simpel. seine Schilderungen sind so, dass ich mich in die Situationen und Orte versetzt fühle. der Autor macht auch keinen auf Erklärbär, alles ergibt sich, fügt sich, erklärt sich Stück um Stück. eben show, don't tell, das kann er sehr gut.
Zamorra darf lustiges sagen wie "parbleu", das verwenden heute nicht mal mehr 100jährige Franzosen, oder "bei Merlins hohlem Backenzahn", WK Giesa schmunzelt dazu auf Wolke 7.
es bleiben am Ende des ersten Teils noch viele Fragen offen, so bleibt es spannend für den zweiten. mein anfänglicher Ärger ist sehr rasch verflogen, ich freue mich auf die Fortsetzung, die ich auch gleich in Angriff nehme. 5 Punkte!
Professor Zamorra 1336 & 1337, erst der Fluch, dann das Grauen von Tin Yarsen.
ich lese ja Zamorra nicht regelmäßig, schon gar nicht chronologisch, und bin auch jedesmal aufs Neue heillos überfordert mit den aktuellen Begebenheiten. dieser Zweiteiler von Michael Mühlehner hat aber mein Interesse geweckt, weil darin "meine" weiße Hexe Damona King eine Rolle spielt. ich habe dieses Projekt am Laufen, die gesamte DaKi-Serie, inkl. Gespenster-Krimis 129 Bände, von Anfang an zu lesen, und auf dem Zauberspiegel online meine Eindrücke zu schildern: https://www.zauberspiegel-online.de/ind ... arze-engel
Tin Yarsen also... als alter Schüttelreimer muss ich natürlich sofort an Yann Tiersen https://youtu.be/znfYwABeSZ0 denken...
und gleich am Anfang verärgert mich der Autor mit diesem Satz. Damona hatte ein blaues Kleid gewählt, und "die Brüste zeichneten sich groß und schwer darunter ab." ja, das Hexlein ist derart wohlgestaltet, dass sie "zahlreiche Filmschönheiten in den Schatten stellt" (DaKi 1), und sie zeigt schon mal ihren "gutgewachsenen Prachtkörper" und "festen Brüste" nackt (DaKi 24). und doch sie ist eher zierlich gebaut. aber gut, das war 1979, vielleicht war sie ja in den 90ern beim Chirurgen, oder hat ihre Hexenkünste bei sich selbst eingesetzt...
es gibt keine große Einleitung, Barnabas sitzt mit Damona im Restaurant, sie hat ihn offenbar aus der Themse gerettet, auf der sie jetzt incognito auf einem Hausboot wohnt (sic transit gloria mundi). wer zur Hölle ist Barnabas, warum taucht die Hexe in einer Zamorra-Story auf, egal, rein ins Vergnügen.
der Autor hat eine überbordende Phantasie wenn es um die Schwefelklüfte und diversen höllischen Zwischen- und Vorwelten, sorry: Intermundien geht. ich lerne Drifter, Mineure bzw. Wühler ebenso kennen wie Finsterwölfe. es geht nämlich recht rasch zur Sache, Damona und Barnabas werden sofort in Kämpfe verwickelt.
die macht- und sexgeile Oberteufeline Stygia darf da nicht fehlen, der Autor erfreut uns mit einer orgiastischen Darbietung aus der Hölle, und scheut sich nicht, Blut & Beuschel beim Namen zu nennen. show, don't tell. das wird später wichtig, weil sich einer der unteren Höllenfürsten erdreistet, Stygia zur Kopulation aufzufordern - als Gegenleistung will er ihr ein Engelsherz bringen.
und damit sind die drei Hauptstränge gelegt. der notgeile Dämonenherzog nimmt die Dienste eines menschlichen aber teuflisch agierenden Handlangers in Anspruch, der schafft es, Damona dem Zugriff Barnabas zu entreißen und als Gefangene in seine Dienste zu zwingen. er soll das Herz des gestrandeten Engels beschaffen.
parallel spinnt Belial, Stygias rechtmäßiger Beischläfer, seine Fäden, er manipuliert Zamorra, und setzt ihn ebenfalls auf die Fährte des Engels, aber um ihn zu befreien.
all das kristallisiert sich allerdings nur Zug um Zug im Zweiteiler heraus.
letztlich finden sich die zurückgebliebenen Barnabas und Nicole mit Hilfe von Madame Zodiac und ihrem reisenden Haus, und hetzen den anderen hinterher.
now who da fuq is Zodiac? auch egal, ich akzeptiere das einfach mal. Herrn Weinlands Amulette-Zyklus habe ich noch nicht durch, so bin ich auch überrascht, dass Zammy jetzt ein neues Amulett vom Erzengel Michel hat, oh-kay, Spoiler!
egal. der andere Michel, der Autor Mühlehner, brennt ein Feuerwerk an Ideen ab, die goldene Stadt, das Dämonengold, der Engel und der Protodämon, das orientalische Kroppzeug - Dschinns, Ghuls und dämonische Bestien, vor allem die Ghuls haben es mir angetan. die Hintergrundgeschichte um Barnabas und dem irre gewordenen Kelley. die ganze magische Konstellation und ihre Auswirkungen auf den Landstrich.
atemlos folge ich Zamorra, wie er sich durch die Handlung kämpft, und immer kaputter wird dabei, wie Damona hilflos ihrem Schergen zu Willen sein muss. der Autor liefert uns eine actionreiche und dichte Geschichte, viele Szenen sind detailreich und bieten immer wieder Überraschungen.
Herrn Mühlehners Sprachstil würde ich als realistisch bezeichnen, also nicht künstlich gedrechselt, aber auch nicht simpel. seine Schilderungen sind so, dass ich mich in die Situationen und Orte versetzt fühle. der Autor macht auch keinen auf Erklärbär, alles ergibt sich, fügt sich, erklärt sich Stück um Stück. eben show, don't tell, das kann er sehr gut.
Zamorra darf lustiges sagen wie "parbleu", das verwenden heute nicht mal mehr 100jährige Franzosen, oder "bei Merlins hohlem Backenzahn", WK Giesa schmunzelt dazu auf Wolke 7.
es bleiben am Ende des ersten Teils noch viele Fragen offen, so bleibt es spannend für den zweiten. mein anfänglicher Ärger ist sehr rasch verflogen, ich freue mich auf die Fortsetzung, die ich auch gleich in Angriff nehme. 5 Punkte!
RE: Band 1336: Der Fluch von Tin Yarsen
auf den Punkt gebracht ?
Auch von mir ein großes Lob.
Dichte Atmosphäre und ideenreich wie von Michael Mühlehner gewohnt.
Das mit den " Fremdwörtern " ist wohl eine Marotte von ihm.
Ich habe keine Probleme damit. Auch wenn ich in über sechs Jahrzehnten zum ersten mal gesehen habe das man das Wort "vast" auch im Deutschen benutzt.
Gruß SOKRATES
Dichte Atmosphäre und ideenreich wie von Michael Mühlehner gewohnt.
Das mit den " Fremdwörtern " ist wohl eine Marotte von ihm.
Ich habe keine Probleme damit. Auch wenn ich in über sechs Jahrzehnten zum ersten mal gesehen habe das man das Wort "vast" auch im Deutschen benutzt.
Gruß SOKRATES
Der Tod hat etwas erschreckend Endgültiges, während das Leben doch immer Möglichkeiten bietet.
Re: Band 1336: Der Fluch von Tin Yarsen
Handlung: Zamorra erhält durch sein Amulett den telepathischen Auftrag Tin Yarsen zu finden und dabei auf die entropische Konstellation zu achten. Fortan beginnt der Professor wie im Wahn pausenlos zu arbeiten. Er entwirft Schriften und Skizzen, die er selber nicht mehr lesen kann. Sein Verhalten führt dazu, dass sich Butler Thomas und Nicole zunehmend Sorgen um ihn machen. Mit dem Begriff entropische Konstellation konfrontiert Zamorra auch seine Bibliothekare Pascal und Faolan. Faolan glaubt in Zamorras Text eine Engelsschrift zu erkennen. Zamorra versucht vergeblich aus der Bibliothek heraus sein Amulett zu rufen. Zusammen mit Nicole eilt Zamorra zurück in sein Arbeitszimmer, wo er das Amulett zurück ließ. Das Amulett liegt auf der Schreibtischplatte und sendet seltsame Lichtsignale aus. Auf den daneben liegenden skizzenhaften Aufzeichnungen erkennt Zamorra plötzlich einen besonderes Sternbild. Kurz nach dieser Erkenntnis löst sich der Professor plötzlich auf. Hat damit seine Reise nach Tin Yarsen, ins Land der Dschinn, bereits begonnen?
Meinung: Erster Teil des ersten Zweiteilers von Michael Mühlehner für die Zamorra – Serie. Ich war gespannt darauf, ob mich der Autor nun endlich wirklich überzeugen konnte. Dass es mit seinen bisherigen Romanen noch nicht gelang, lag nicht an seinen Ideen , die wirklich gut waren und auch Lücken füllten. Nur sein Schreibstil erzeugte bisher stets widersprüchliche Gefühle in mir, auch wenn ich es nicht genauer erklären konnte. Das sehr gute Titelbild zum Roman stammte von Mario Heyer, der es mit KI – Software erstellte. Die Leser – Seite „Merlins Stern“ fehlte in diesem Heft, vermutlich aus Platzmangel.
Die ersten Kapitel zogen mich sofort in ihren Bann und überraschten positiv, mit dem für mich völlig unerwarteten Auftritt von Damona King, nach einer jahrzehntelangen Pause. Damona hatte einst eine eigene Serie und auch einen Gastauftritt in John Sinclair Band 103 „Asmodinas Todesengel“ gehabt. Die Idee zur Serie stammte genau wie Zamorra von Jason Dark, der auch den ersten Band für beide Serien schrieb. Eine Frau und Hexe, die mich damals schon faszinierte. Ich freute mich wirklich sehr, weil ich nicht damit rechnete ihr noch einmal in einem aktuellen Roman zu begegnen. Also war auch dieser Roman eigentlich ein Crossover.
Auch das zweite Kapitel aus der Hölle konnte mich überzeugen. Ausgerechnet Andraxgor ein Dämonenherzog aus den nicht sehr angesehenen Zwischenwelten forderte in der animalischen Periode den Beischlaf mit Stygia und bot ihr als Geschenk das Herz eines Engels an.
Sehr ausführlich widmete sich Michael dieses Mal dem Amulett. Eine von Zamorra in Auftrag gegebene biochemische Untersuchung über die Beschaffenheit des Amuletts brachte kein Ergebnis. Des weiteren ging Michael darauf ein wie Merlin es einst erschuf. Eine Sache hatte er dabei aber nicht beachtet und auch nicht erwähnt. Nämlich dass das aktuelle Amulett gar nicht mehr jenes war, dass Merlin einst geschaffen hatte, sondern es sich dabei um eine Neuanfertigung vom Erzengel Michael handelte. Wenn schon eine Abhandlung über das Amulett, dann aber bitte schön eine komplett richtige. So wie es geschrieben wurde wirkte es unvollständig.
Ich wusste nicht ob Michael schon mal etwas von Fußnoten hörte. Er schrieb, dass Barnabas der Drifter Zamorra und Nicole schon einmal in New York beim Kampf gegen einen jüdischen Engel begegnete. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn Michael per Fußnote den Titel des Romans eingesetzt hätte, auf den er sich bezog. Dieses wäre für mein Erinnerungsvermögen hilfreich gewesen. So hatte es jedenfalls bei mir nicht „klick“ gemacht. Das Gleiche galt für den Söldner Laban Sebek, der sich Sam McTaggart zum Todfeind machte, weil er an dessen Entführung und dem darauf folgenden Martyrium beteiligt war. Auch hier hätte ich es gern etwas genauer gehabt. Angenehm positiv fiel mir auf, dass Michael jedes Kapitel, indem sich der Handlungsort änderte, mit einer entsprechenden Überschrift versah. Zumindest bei den jeweiligen Ortswechseln kam es dadurch zu keinen Irritationen.
Das Reisende Haus der Wahrsagerin Madame Zodiac erinnerte mich von seiner Funktion her, sehr stark an die magische Hütte der Baba Yaga. Was die Bewohner der Hölle betraf, tauchte in diesem Roman, nach dem zweiten Kapitel leider niemand mehr von ihnen auf. Obwohl es klar wurde, dass es sich beim dem Herz des Engels, das Andraxgor an Stygia verschenken wollte, nur um das Herz des Engels handeln konnte, der seit langem unter Tin Yarsen, der Goldenen Stadt in der Wüste, gefangen war.
Ich war gespannt wie es weitergehen und enden würde. Für diesen ersten Teil des Romans von Michael Mühlehner hielt ich als Gesamtbewertung die Note 3 = Befriedigend für angemessen. Dementsprechend vergab ich dazu passend 3 von 5 Amuletten an Michael Mühlehner. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Gut ab.

Meinung: Erster Teil des ersten Zweiteilers von Michael Mühlehner für die Zamorra – Serie. Ich war gespannt darauf, ob mich der Autor nun endlich wirklich überzeugen konnte. Dass es mit seinen bisherigen Romanen noch nicht gelang, lag nicht an seinen Ideen , die wirklich gut waren und auch Lücken füllten. Nur sein Schreibstil erzeugte bisher stets widersprüchliche Gefühle in mir, auch wenn ich es nicht genauer erklären konnte. Das sehr gute Titelbild zum Roman stammte von Mario Heyer, der es mit KI – Software erstellte. Die Leser – Seite „Merlins Stern“ fehlte in diesem Heft, vermutlich aus Platzmangel.
Die ersten Kapitel zogen mich sofort in ihren Bann und überraschten positiv, mit dem für mich völlig unerwarteten Auftritt von Damona King, nach einer jahrzehntelangen Pause. Damona hatte einst eine eigene Serie und auch einen Gastauftritt in John Sinclair Band 103 „Asmodinas Todesengel“ gehabt. Die Idee zur Serie stammte genau wie Zamorra von Jason Dark, der auch den ersten Band für beide Serien schrieb. Eine Frau und Hexe, die mich damals schon faszinierte. Ich freute mich wirklich sehr, weil ich nicht damit rechnete ihr noch einmal in einem aktuellen Roman zu begegnen. Also war auch dieser Roman eigentlich ein Crossover.
Auch das zweite Kapitel aus der Hölle konnte mich überzeugen. Ausgerechnet Andraxgor ein Dämonenherzog aus den nicht sehr angesehenen Zwischenwelten forderte in der animalischen Periode den Beischlaf mit Stygia und bot ihr als Geschenk das Herz eines Engels an.
Sehr ausführlich widmete sich Michael dieses Mal dem Amulett. Eine von Zamorra in Auftrag gegebene biochemische Untersuchung über die Beschaffenheit des Amuletts brachte kein Ergebnis. Des weiteren ging Michael darauf ein wie Merlin es einst erschuf. Eine Sache hatte er dabei aber nicht beachtet und auch nicht erwähnt. Nämlich dass das aktuelle Amulett gar nicht mehr jenes war, dass Merlin einst geschaffen hatte, sondern es sich dabei um eine Neuanfertigung vom Erzengel Michael handelte. Wenn schon eine Abhandlung über das Amulett, dann aber bitte schön eine komplett richtige. So wie es geschrieben wurde wirkte es unvollständig.
Ich wusste nicht ob Michael schon mal etwas von Fußnoten hörte. Er schrieb, dass Barnabas der Drifter Zamorra und Nicole schon einmal in New York beim Kampf gegen einen jüdischen Engel begegnete. Hier wäre es wünschenswert gewesen, wenn Michael per Fußnote den Titel des Romans eingesetzt hätte, auf den er sich bezog. Dieses wäre für mein Erinnerungsvermögen hilfreich gewesen. So hatte es jedenfalls bei mir nicht „klick“ gemacht. Das Gleiche galt für den Söldner Laban Sebek, der sich Sam McTaggart zum Todfeind machte, weil er an dessen Entführung und dem darauf folgenden Martyrium beteiligt war. Auch hier hätte ich es gern etwas genauer gehabt. Angenehm positiv fiel mir auf, dass Michael jedes Kapitel, indem sich der Handlungsort änderte, mit einer entsprechenden Überschrift versah. Zumindest bei den jeweiligen Ortswechseln kam es dadurch zu keinen Irritationen.
Das Reisende Haus der Wahrsagerin Madame Zodiac erinnerte mich von seiner Funktion her, sehr stark an die magische Hütte der Baba Yaga. Was die Bewohner der Hölle betraf, tauchte in diesem Roman, nach dem zweiten Kapitel leider niemand mehr von ihnen auf. Obwohl es klar wurde, dass es sich beim dem Herz des Engels, das Andraxgor an Stygia verschenken wollte, nur um das Herz des Engels handeln konnte, der seit langem unter Tin Yarsen, der Goldenen Stadt in der Wüste, gefangen war.
Ich war gespannt wie es weitergehen und enden würde. Für diesen ersten Teil des Romans von Michael Mühlehner hielt ich als Gesamtbewertung die Note 3 = Befriedigend für angemessen. Dementsprechend vergab ich dazu passend 3 von 5 Amuletten an Michael Mühlehner. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Gut ab.
Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer !
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.