Band 1305: Der Fluch von Saint-Cyriac
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Band 1305: Der Fluch von Saint-Cyriac
Zu so früher Stunde, kurz nach dem ersten Hahnenschrei, war mit Post nicht zu rechnen, absolut nicht, was Madame Claire veranlasste, ihrer Neugier nachzugeben. Als sie ins Freie trat, erhaschte sie jedoch nur noch einen flüchtigen Blick auf die davoneilende Gestalt. Unmöglich zu erkennen, um wen es sich dabei handelte.
Während sich die Schritte des oder der Unbekannten über das Trottoir entfernten, entdeckte Claire ein unter den Deckel des Briefkastens geklemmtes Stück Papier, das sich als Flugblatt entpuppte. Sie nahm es mit ins Hausinnere und las im Schein der Flurlampe. Auf dem Gesicht der Köchin erschien ein Lächeln …
Geschrieben von Adrian Doyle
Erscheinungsdatum: 01.06.2024
*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***
50 Jahre Zamorra und noch kein Kommentar? Ich sach jetz ma ketzerisch: „scheint ja keinen hier zu interessieren“.
Was für eine Ankündigung: 80 Seiten mit tollen Extras!?!
Autoreninterviews?
Zamorras Freunde mit Gastbeiträgen? - Wie bin ich zu Zamorra gekommen, ab wann durfte ich eine Geschichte beitragen -. (Wer braucht das?)
Das Cover als Miniposter wäre toll gewesen, wenn es nicht total zugetextet gewesen wäre.
Die Geschichte selbst, nun, handwerklich kann ich hier nichts aussetzen.
Der Aufbau eines kleinen Scheunenkinos im Dorf war zu langatmig, das reihum Erkranken und genesen in einer Familie, dazu noch das Spinnen eines Artefaktes waren für mich sehr zähe Kost.
Ich bin etwas enttäuscht!
Was für eine Ankündigung: 80 Seiten mit tollen Extras!?!
Autoreninterviews?
Zamorras Freunde mit Gastbeiträgen? - Wie bin ich zu Zamorra gekommen, ab wann durfte ich eine Geschichte beitragen -. (Wer braucht das?)
Das Cover als Miniposter wäre toll gewesen, wenn es nicht total zugetextet gewesen wäre.
Die Geschichte selbst, nun, handwerklich kann ich hier nichts aussetzen.
Der Aufbau eines kleinen Scheunenkinos im Dorf war zu langatmig, das reihum Erkranken und genesen in einer Familie, dazu noch das Spinnen eines Artefaktes waren für mich sehr zähe Kost.
Ich bin etwas enttäuscht!
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Adrian Doyle Offline
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Ich fand ihn jedenfalls TOP.
Okay, es war kein würdiger Band für 50 Jahre, aber das liegt wohl kaum am Autor, dass der Verlag sich zu schön war da was zu machen. Uwe ließ hier ja indirekt durchblitzen dass er auch nicht soooo amused ist, das da fast nichts kam.
Ich glaub, Werner hätte da sehr gelästert. Hat er ja im Bastei-Forum immer wieder, zB zum 30sten wo exakt: NICHTS kam.
(30?! Die Webquest ist 20 Jahre her?! Was zum Teufel???)
Okay, es war kein würdiger Band für 50 Jahre, aber das liegt wohl kaum am Autor, dass der Verlag sich zu schön war da was zu machen. Uwe ließ hier ja indirekt durchblitzen dass er auch nicht soooo amused ist, das da fast nichts kam.
Ich glaub, Werner hätte da sehr gelästert. Hat er ja im Bastei-Forum immer wieder, zB zum 30sten wo exakt: NICHTS kam.
(30?! Die Webquest ist 20 Jahre her?! Was zum Teufel???)
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Redaktion Zamorra Offline
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Im Rahmen des Möglichen gibt es doch dieses Jahr einiges: PZ 1305 war ein richtig schönes dickes Heft mit Interviews, Zeichnungen etc. Es gibt seit Anfang des Jahres die Sammelecken, für die es extra entworfene Pins und ein Hörspiel gibt. Und am Ende des Jahres ein großes Preisausschreiben. Überhaupt die Hörspiele: Fast jeden Monat erscheint ein neues! Auch wenn du sie nicht hörst, Loxagon, bin ich sicher, dass sie wie bei Sinclair auch Zamorra viele neue Fans beschert. Sinclair ist nun mal DIE große Ausnahme-Serie, für die ein Event auf die Beine gestellt wurde. Für alle anderen Serien übrigens auch nicht. Mit viel Herzblut machen wir trotzdem so einiges: So ist Thilo Schwichtenberg im Moment auf YouTube sehr präsent und stellt wöchentlich einen Charakter aus dem Château vor. Auch sonst ist noch das eine oder andere in Planung.
- Das Gleichgewicht Offline
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Die Hörspiele hatte ich schon ganz vergessen.
Kurzes OT: Wird da wie bei JS eine übergreifende Haupthandlung/Zyklushandlung reingeschustert oder sind das immer noch totale Einzelhörspiele?
Ich hätte es ja immer noch besser gefunden, wie bei JS von Anfang an die wichtigen Titel zu vertonen, aber da gab es vermutlich wieder rechtliche Hürden?
Kurzes OT: Wird da wie bei JS eine übergreifende Haupthandlung/Zyklushandlung reingeschustert oder sind das immer noch totale Einzelhörspiele?
Ich hätte es ja immer noch besser gefunden, wie bei JS von Anfang an die wichtigen Titel zu vertonen, aber da gab es vermutlich wieder rechtliche Hürden?
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
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Redaktion Zamorra Offline
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Ich habe den Roman mit Sehr gut bewertet und war beim Lesen sehr gut unterhalten. @Adrian Doyle, du hast mich mit deiner Beschreibung der Personen und des Dorfes von ersten Moment an abgeholt. Dadurch hatte ich viel Spaß beim Lesen.
Die Geschichte selbst fand ich spannend, aber gegen Ende hin etwas zu lang. Was für mich am Ende aus einem Top ein Sehr gut gemacht hat war das Ende. Das war für mich zu kitschig.
Trotzdem, ein sehr schöner Roman der mich gut unterhalten hat und mich neugierig auf weitere Romane gemacht hat.
Das Extra mit dem Autorenstammtisch fand ich unnötig. Hat mich nicht interessiert.
Spoiler
Die Beschreibung des Dorfkinos hat mir besonders gut gefallen. Ebenso die Auswahl des ersten Films
Spoiler
Die Szene mit Emile auf dem Friedhof, so er doch noch Magie wirken konnte und das Grab verschönerte.
Das Extra mit dem Autorenstammtisch fand ich unnötig. Hat mich nicht interessiert.
Ich kann nichts negatives zu der Geschichte sagen.
Von Anfang bis Ende wurde es keinen Moment langweilig.
Und ich war echt froh, das die Jubiläumsgeschichte keine war, in der wieder ein neuer, NOCH stärkerer Gegner hervor gezaubert wurde oder ein bestehender Faden mit Gewalt zum Abschluss gebracht werden musste, nur weil die Serie eine bestimmte Nummer erreicht hat.
Hat gepasst so wie es war.
Etwas irritiert hat mit lediglich, das das Dorf bei der Beschreibung größer rüberkommt als es eigentlich ist.
Nach 50 Jahren sollte Zamorra dort zwar nicht jede Person, aber doch sicher jede Straße kennen.
Gruß Sokrates
Von Anfang bis Ende wurde es keinen Moment langweilig.
Und ich war echt froh, das die Jubiläumsgeschichte keine war, in der wieder ein neuer, NOCH stärkerer Gegner hervor gezaubert wurde oder ein bestehender Faden mit Gewalt zum Abschluss gebracht werden musste, nur weil die Serie eine bestimmte Nummer erreicht hat.
Hat gepasst so wie es war.
Etwas irritiert hat mit lediglich, das das Dorf bei der Beschreibung größer rüberkommt als es eigentlich ist.
Nach 50 Jahren sollte Zamorra dort zwar nicht jede Person, aber doch sicher jede Straße kennen.
Gruß Sokrates
Der Tod hat etwas erschreckend Endgültiges, während das Leben doch immer Möglichkeiten bietet.
RE: Band 1305: Der Fluch von Saint-Cyriac
Handlung: Nicole erwacht in der Nacht aus einem Albtraum, in dem sie ihren eigenen Tod träumte. Unter dem Vorwand ein Glas Milch aus der Küche holen zu wollen verlässt Nicole das Schlafzimmer. Zamorra folgt ihr, etwas beunruhigt, kurz darauf und findet sie im Arbeitszimmer. Im Bann ihres Dhyarras, der ohne erkennbaren Grund, aus dem Safe heraus, magische Aktivitäten entfaltete. Zamorra beendet den Vorgang mit seinem Amulett. Nicole kommt wieder zu sich, ohne sich an die letzten Ereignisse erinnern zu können. Als Nicole später am Morgen den Dhyarra testet, gehorcht er ihr nicht. Nicole fühlt sich sogar unwohl und bedroht. Daher schließt Zamorra das Artefakt wieder im Safe ein. Am Abend fahren Zamorra und Nicole ins Dorf, um dort an der Eröffnung des neuen Dorfkinos teilzunehmen, ohne zu ahnen, dass es dort keinen unbeschwerten Abend geben wird, weil auch im Dorf seltsame Dinge vor sich gehen.
Meinung: Mit dem offiziellen Roman zum 50 jährigen Zamorra-Serienjubiläum meldete sich endlich wieder Arian Doyle alias Manfred Weinland als Autor zurück. Ich hoffte natürlich darauf, dass nun endlich die nicht beendete, sondern nur eingefrorene Handlung um Kelan und die Tausend weiter erzählt werden würde. Nach der Werbung dachte ich zunächst, dass der Roman länger als gewöhnlich wäre. Dem war aber nicht so. Die zusätzlich Seiten wurden für ein Jubiläums-Special benötigt. Mit Grußworten von ausgewählten Lesern, einem amüsanten Autoren-Jubiläumstalk bei Mostache und einer Kurzgeschichte von Timothy Stahl. Er erzählte Zamorras Erlebnisse als elfjähriger Junge in den Kellergewölben des Châteaus. Insgesamt wurde alles sehr unterhaltsam gestaltet. Mein Wunsch zum Jubiläum wäre aber, dass genauso wie in der Sinclair-Serie, auch Romane unterschiedlicher Autoren wieder mehr miteinander verknüpft werden und die Übergänge, durch entsprechende Absprachen der Autoren untereinander, wieder fließender gestaltet würden. Das stimmungsvolle und gute Titelbild zum Roman schuf erneut Mario Heyer mit seiner KI-Software.
Durch seine unnachahmliche und besondere Erzählkunst schlug mich Adrian wieder von Anfang an in seinen Bann. Der Traum des alten Ehepaares Cailot von der Errichtung eines eigenen Kinos in ihrer umgebauten Scheune und dessen Verwirklichung wurde eindrucksvoll und einfühlsam geschildert. Zur Premiere sollte es einen Miss Marple Kultfilm geben. Wenn da nicht die persönlichen albtraumhaften Visionen von Henri Cailot wären. Das Einbeziehen der Miss Marple – Filmklassiker in die Handlung gefiel mir sehr gut. Besonders weil ich die Filme auch mochte und man sich diese zeitlos immer wieder anschauen kann.
Adrian gab mir, zumindest teilweise, den Glauben an die Autoren zurück. Er schrieb auf der Seite 18 eindeutig, dass Zamorra Nicoles aufgestockten Dhyarra anfassen konnte, ohne dass das für ihn irgendwelche Folgen hatte. Nur benutzen durfte er ihn nicht. Ein wichtiger Merksatz für alle, die es immer noch nicht verstanden hatten, wozu leider auch manche Autoren gehörten. Auf den Seiten 23/24 unterlief Adrian aber ein Personenfehler. Auf der Seite 23 stand, dass Butler Thomas Zamorra und Nicole das Frühstück servierte. Auf der Seite 24 beanspruchte William diese Tätigkeit für sich. Es war halt nicht immer leicht, wenn sich zwei Butler die Arbeit teilten.
Beim sogenannten Dresscode für das Dorfkino beschrieb Adrian die Lieblingskleidung von Werner Kurt Giesa als maßgebend für den Herrn. Für die Damen sollte die Kleidung dagegen sehr leger sein. Ganz genauso wie es der Meister mochte, eine nette kleine Hommage an ihn.
Ich fand es aber etwas seltsam, dass die Fahrzeit von 15 Minuten vom Haus der Madame Claire zur Scheune der Cailots knapp bemessen sein sollte. So groß dürfte das Dorf doch gar nicht sein. Dazu gehörte auch, dass Madame Claire Zamorra und Nicole wiederholt den Weg erklärte. Müssten Zamorra und Nicole, nach so vielen Jahren, die Straßen und Wege des Dorfes nicht in-und auswendig kennen? Nicht sehr bekannt war dagegen aber bislang der Nachname von Pater Ralph in der Serie gewesen. Diese Namen verriet Adrian nun.
Es war etwas schade, dass dieser Roman immer noch keine Fortsetzung der, auf Eis liegenden, Kelan - Geschichte war, zumindest keine direkte. Indirekt hatte er zumindest ein wenig mit den damaligen Ereignissen und den sich daraus ergebenden Folgen zu tun. Nach dem Epilog zu urteilen hatte zumindest der Junge Émile seine besonderen Kräfte scheinbar als einziger Dorfbewohner behalten.
Insgesamt war der neue Roman von Adrian jederzeit spannend, unterhaltsam und teilweise auch recht makaber. Er bot sehr gute Unterhaltung. Daher beurteilte ich ihn auch entsprechend und gab für Adrians Roman die Note 1 = Sehr gut und damit auch 5 von 5 Amuletten. Die besonders im Mittelteil gehäuft aufgetretenen Textfehler hatte ich bei der Beurteilung ausgeklammert. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Top ab.
:thumbup: :buch:
Meinung: Mit dem offiziellen Roman zum 50 jährigen Zamorra-Serienjubiläum meldete sich endlich wieder Arian Doyle alias Manfred Weinland als Autor zurück. Ich hoffte natürlich darauf, dass nun endlich die nicht beendete, sondern nur eingefrorene Handlung um Kelan und die Tausend weiter erzählt werden würde. Nach der Werbung dachte ich zunächst, dass der Roman länger als gewöhnlich wäre. Dem war aber nicht so. Die zusätzlich Seiten wurden für ein Jubiläums-Special benötigt. Mit Grußworten von ausgewählten Lesern, einem amüsanten Autoren-Jubiläumstalk bei Mostache und einer Kurzgeschichte von Timothy Stahl. Er erzählte Zamorras Erlebnisse als elfjähriger Junge in den Kellergewölben des Châteaus. Insgesamt wurde alles sehr unterhaltsam gestaltet. Mein Wunsch zum Jubiläum wäre aber, dass genauso wie in der Sinclair-Serie, auch Romane unterschiedlicher Autoren wieder mehr miteinander verknüpft werden und die Übergänge, durch entsprechende Absprachen der Autoren untereinander, wieder fließender gestaltet würden. Das stimmungsvolle und gute Titelbild zum Roman schuf erneut Mario Heyer mit seiner KI-Software.
Durch seine unnachahmliche und besondere Erzählkunst schlug mich Adrian wieder von Anfang an in seinen Bann. Der Traum des alten Ehepaares Cailot von der Errichtung eines eigenen Kinos in ihrer umgebauten Scheune und dessen Verwirklichung wurde eindrucksvoll und einfühlsam geschildert. Zur Premiere sollte es einen Miss Marple Kultfilm geben. Wenn da nicht die persönlichen albtraumhaften Visionen von Henri Cailot wären. Das Einbeziehen der Miss Marple – Filmklassiker in die Handlung gefiel mir sehr gut. Besonders weil ich die Filme auch mochte und man sich diese zeitlos immer wieder anschauen kann.
Adrian gab mir, zumindest teilweise, den Glauben an die Autoren zurück. Er schrieb auf der Seite 18 eindeutig, dass Zamorra Nicoles aufgestockten Dhyarra anfassen konnte, ohne dass das für ihn irgendwelche Folgen hatte. Nur benutzen durfte er ihn nicht. Ein wichtiger Merksatz für alle, die es immer noch nicht verstanden hatten, wozu leider auch manche Autoren gehörten. Auf den Seiten 23/24 unterlief Adrian aber ein Personenfehler. Auf der Seite 23 stand, dass Butler Thomas Zamorra und Nicole das Frühstück servierte. Auf der Seite 24 beanspruchte William diese Tätigkeit für sich. Es war halt nicht immer leicht, wenn sich zwei Butler die Arbeit teilten.
Beim sogenannten Dresscode für das Dorfkino beschrieb Adrian die Lieblingskleidung von Werner Kurt Giesa als maßgebend für den Herrn. Für die Damen sollte die Kleidung dagegen sehr leger sein. Ganz genauso wie es der Meister mochte, eine nette kleine Hommage an ihn.
Ich fand es aber etwas seltsam, dass die Fahrzeit von 15 Minuten vom Haus der Madame Claire zur Scheune der Cailots knapp bemessen sein sollte. So groß dürfte das Dorf doch gar nicht sein. Dazu gehörte auch, dass Madame Claire Zamorra und Nicole wiederholt den Weg erklärte. Müssten Zamorra und Nicole, nach so vielen Jahren, die Straßen und Wege des Dorfes nicht in-und auswendig kennen? Nicht sehr bekannt war dagegen aber bislang der Nachname von Pater Ralph in der Serie gewesen. Diese Namen verriet Adrian nun.
Es war etwas schade, dass dieser Roman immer noch keine Fortsetzung der, auf Eis liegenden, Kelan - Geschichte war, zumindest keine direkte. Indirekt hatte er zumindest ein wenig mit den damaligen Ereignissen und den sich daraus ergebenden Folgen zu tun. Nach dem Epilog zu urteilen hatte zumindest der Junge Émile seine besonderen Kräfte scheinbar als einziger Dorfbewohner behalten.
Insgesamt war der neue Roman von Adrian jederzeit spannend, unterhaltsam und teilweise auch recht makaber. Er bot sehr gute Unterhaltung. Daher beurteilte ich ihn auch entsprechend und gab für Adrians Roman die Note 1 = Sehr gut und damit auch 5 von 5 Amuletten. Die besonders im Mittelteil gehäuft aufgetretenen Textfehler hatte ich bei der Beurteilung ausgeklammert. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Top ab.
:thumbup: :buch:
Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer !
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.
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Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.
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Adrian Doyle Offline
- Beiträge: 382
- Registriert: Do Jan 27, 2011 5:51 am
RE: Band 1305: Der Fluch von Saint-Cyriac
Vielen lieben Dank, Mr. Sinclair. Freut mich sehr, dass dir der Roman im Großen und Ganzen gefallen hat. Auf Kelan musst du jetzt nicht mehr allzu lange warten. Die Abschlusstrilogie kommt mit PZ 1316-1318.
Da ich ja nur alle Jubeljahre mal einen Zamorra lese, bin ich natürlich alles andere als ein Kenner der Serie. Denoch habe ich mich relativ schnell zu Hause gefühlt ohne allzu grosse Fragezeichen über den Kopf zu haben. Der Roman war spannend, atmosphärisch dicht und hatte tolle Charaktere zu bieten. Ein echer Doyle eben! Auch die Kurzgeschichte vom Stählernen wusste sehr zu gefallen, und hat in mir wieder den Wunsch geweckt, eine weitere Kollaboration von euch beiden zu lesen. Es wäre an der Zeit.
Ein schöner stand alone - Roman von euch oder Zweiteiler beispielsweise im GK - das hätte was!
Lesen ist altmodisch, aber geil! :
Re: Band 1305: Der Fluch von Saint-Cyriac
fast wäre mir diese Geschichte durch die Lappen gegangen, wahrscheinlich war ich schon so auf den finalen Dreiteiler der Amulette-Saga fixiert, dass ich diesen Roman einfach unbewusst links liegen gelassen habe. und das wäre echt schade gewesen, denn der Roman war, nunja, traumhaft, ganz großes Kino, sozusagen...#
habe ich schon mal erwähnt, dass ich den Erzählstil von Herrn Weinland sehr mag? unaufgeregt und doch spannend, gepflegtes und ungekünsteltes Deutsch. er schafft es immer wieder, in wenigen Worten Gefühle bei mir zu erzeugen. so beschreibt er zB das natürliche Sterben einer alten Frau in sehr beklemmender Weise (sie überlebt, weil sich ihr anwesender Enkel sich verzweifelt wünscht, sie möge eben nicht sterben). ok, einmal rutscht ihm ein "das müssen Sie sich ansehen" Klischee rein, es sei ihm nachgesehen. bei Filmen ärgert mich sowas normalerweise sehr. und einmal lässt er Zamorra seinem Ruf als Sofortumschalter gerecht werden - hallo, falsche Serie, guckst du hier: https://www.perrypedia.de/wiki/Sofortumschalter
Insider - einmal fragt Zammy seine Nici, ob es denn für die Eröffnung des Dorfkinos einen Dresscode gibt, die witzelt dann "Weißer Anzug, Cowboystiefel, Cowboy-Hut bei den Herren, leger bei den Damen". da lächelt Herr Giesa auf Wolke 7...
auch das Storybuilding würde ich mit meisterhaft bewerten. es fängt harmlos an mit Henri Cailot, der sich aufgrund einer Erbschaft seinen Traum von der Errichtung eines Dorfkinos erfüllen kann. überhaupt werden Wünsche und Träume wahr im Dorf. so erlebt die Familie Curie, dass die geliebte Oma Madeleine unerwartet wieder von Totenbett aufsteht, weil es der verzweifelte Enkel Emile es so will. ganz so als hätten alle ein kleines Stück Dhyarra-Kristall in sich.
Nicole hingegen wird von eben jenem Wunschstein in dessen Inneres hineingezogen, und was zuerst wie das Paradies anmutet, entpuppt sich rasch als Hölle, aus der sie Zamorra nur mit Mühe befreien kann.
Cailot, und nur er, seine Frau sieht nichts davon, hat mehrere sehr real erscheinende Visionen - er sieht sein eigenes Grab, und sogar seine eigene Leiche, aber auch seine geliebten Suchtmittel (Whisky und Tabak), und geliebte Menschen, sein toter Onkel redet mit ihm.
bei der Eröffnungsfeier kommt es zur Katastrophe, der Projektor explodiert, Cailot geht in Flammen auf - Höllenfeuer, denn obwohl er brennt, verbrennt es ihn nicht. Zamorra kann den Spuk mit seinem Amulett beenden, doch kann er Cailot nicht mehr retten.
indes klagen immer mehr Dorfbewohner bei Pater Ralph über nächtliche Alpträume, in denen es stets um den Tod der Träumenden geht. schließlich träumt auch der gute Pfaffe von seinem Tod, und findet anderntags ausgerechnet in seiner Kirche, auf dem Altar einen Erdhaufen und ein Holzkreuz mit seinem Namen. Zamorra und Nicole treffen ein, und wie schon im Fall Cailot finden sie im Erdhaufen ein totes Ebenbild von Ralph. die Lage in der Kirche eskaliert, als Nicole plötzlich ihren Kristall aktiviert - oder besser, er sie zwingt, in einzusetzen - und alle Dorfbewohner wie in Trance ebenfalls ins Gotteshaus strömen.
der Roman reflektiert auf Band 1191 "999", in dem Kelan alle (sic!) Einwohner des Dorfes Saint-Cyriac in der Kirche versammelt und tötet. Nicole schafft es dann, mithilfe ihres Dhyarra den Toten das Leben zurückzugeben, wobei der Kristall auch fast ausgebrannt wird. und genau das ist der Auslöser für unsere Geschichte hier, besser: das Verhalten des Kristalls. ja, bei Zamorra benehmen sich auch Gegenstände wie Menschen... der Dhyarra hat damals den Tod der Dorfbewohner quasi in sich abgespeichert, und diese Malware, um in der IT-Sprache zu bleiben, hat angefangen, die Hardware, also den Kristall zu beschädigen. um das zu verhindern, will er die grausige Last wieder an die Dörfler zurückgeben - sie sollen ein zweites mal sterben! Nicole gelingt es aber, den Dhyarra so zu manipulieren, dass der den Tod nicht in die lebenden Menschen in der Kirche, sondern in die Leichname auf dem Friedhof ableitet.
originell die Ausgangslage, originell die Auflösung. diese Geschichte hat mir von vorn bis hinten sehr gut gefallen, bekommt von mir dafür 5 Punkte.
das Titelbild hat wieder Mario Heyer unter Verwendung von KI Software erstellt https://www.mtp-art.de/, und obschon es sehr stimmungsvoll ist, stelle ich mir so aber eher Bree aus dem Herrn der Ringe vor, oder vielleicht noch Hogsmeade aus Harry Potter. die Häuser in Saint-Cyriac sind, so hoffe ich für die Einwohner, nicht so schief und baufällig.
das Heft ist auch der Jubiläumsband zum 50. Seriengeburtstag, und hat somit ein paar Goodies:
- mehr oder weniger gelungene Zeichnungen
- eine Kurzgeschichte von Timothy Stahl
- die Autoren treffen sich bei Mostache zu Zamorras Tafelrunde und plaudern darüber, wie sie zu PZ gekommen sind, und was ihre erste Geschichte war
- Interviews von Fans, hier u.a. dem Ufo-Boten Uwe Zellner, Betreiber des feinen PZ-Online-Lexikons https://pz-info.de; dort findet sich auch die von Thilo Schwichtenberg erstellte Zusammenfassung der ersten 1000 Bände (unter der Rubrik Jubiläum).
für eine große Geburtstagsause wie zu John Sinclairs Fuffziger in Köln, oder selbst dem weit kleineren Jubiläums-Event für Dämonenkiller Dorian Hunter in Hamburg hat Zamorra aber offenbar zu wenig Leser...
habe ich schon mal erwähnt, dass ich den Erzählstil von Herrn Weinland sehr mag? unaufgeregt und doch spannend, gepflegtes und ungekünsteltes Deutsch. er schafft es immer wieder, in wenigen Worten Gefühle bei mir zu erzeugen. so beschreibt er zB das natürliche Sterben einer alten Frau in sehr beklemmender Weise (sie überlebt, weil sich ihr anwesender Enkel sich verzweifelt wünscht, sie möge eben nicht sterben). ok, einmal rutscht ihm ein "das müssen Sie sich ansehen" Klischee rein, es sei ihm nachgesehen. bei Filmen ärgert mich sowas normalerweise sehr. und einmal lässt er Zamorra seinem Ruf als Sofortumschalter gerecht werden - hallo, falsche Serie, guckst du hier: https://www.perrypedia.de/wiki/Sofortumschalter
Insider - einmal fragt Zammy seine Nici, ob es denn für die Eröffnung des Dorfkinos einen Dresscode gibt, die witzelt dann "Weißer Anzug, Cowboystiefel, Cowboy-Hut bei den Herren, leger bei den Damen". da lächelt Herr Giesa auf Wolke 7...
auch das Storybuilding würde ich mit meisterhaft bewerten. es fängt harmlos an mit Henri Cailot, der sich aufgrund einer Erbschaft seinen Traum von der Errichtung eines Dorfkinos erfüllen kann. überhaupt werden Wünsche und Träume wahr im Dorf. so erlebt die Familie Curie, dass die geliebte Oma Madeleine unerwartet wieder von Totenbett aufsteht, weil es der verzweifelte Enkel Emile es so will. ganz so als hätten alle ein kleines Stück Dhyarra-Kristall in sich.
Nicole hingegen wird von eben jenem Wunschstein in dessen Inneres hineingezogen, und was zuerst wie das Paradies anmutet, entpuppt sich rasch als Hölle, aus der sie Zamorra nur mit Mühe befreien kann.
Cailot, und nur er, seine Frau sieht nichts davon, hat mehrere sehr real erscheinende Visionen - er sieht sein eigenes Grab, und sogar seine eigene Leiche, aber auch seine geliebten Suchtmittel (Whisky und Tabak), und geliebte Menschen, sein toter Onkel redet mit ihm.
bei der Eröffnungsfeier kommt es zur Katastrophe, der Projektor explodiert, Cailot geht in Flammen auf - Höllenfeuer, denn obwohl er brennt, verbrennt es ihn nicht. Zamorra kann den Spuk mit seinem Amulett beenden, doch kann er Cailot nicht mehr retten.
indes klagen immer mehr Dorfbewohner bei Pater Ralph über nächtliche Alpträume, in denen es stets um den Tod der Träumenden geht. schließlich träumt auch der gute Pfaffe von seinem Tod, und findet anderntags ausgerechnet in seiner Kirche, auf dem Altar einen Erdhaufen und ein Holzkreuz mit seinem Namen. Zamorra und Nicole treffen ein, und wie schon im Fall Cailot finden sie im Erdhaufen ein totes Ebenbild von Ralph. die Lage in der Kirche eskaliert, als Nicole plötzlich ihren Kristall aktiviert - oder besser, er sie zwingt, in einzusetzen - und alle Dorfbewohner wie in Trance ebenfalls ins Gotteshaus strömen.
der Roman reflektiert auf Band 1191 "999", in dem Kelan alle (sic!) Einwohner des Dorfes Saint-Cyriac in der Kirche versammelt und tötet. Nicole schafft es dann, mithilfe ihres Dhyarra den Toten das Leben zurückzugeben, wobei der Kristall auch fast ausgebrannt wird. und genau das ist der Auslöser für unsere Geschichte hier, besser: das Verhalten des Kristalls. ja, bei Zamorra benehmen sich auch Gegenstände wie Menschen... der Dhyarra hat damals den Tod der Dorfbewohner quasi in sich abgespeichert, und diese Malware, um in der IT-Sprache zu bleiben, hat angefangen, die Hardware, also den Kristall zu beschädigen. um das zu verhindern, will er die grausige Last wieder an die Dörfler zurückgeben - sie sollen ein zweites mal sterben! Nicole gelingt es aber, den Dhyarra so zu manipulieren, dass der den Tod nicht in die lebenden Menschen in der Kirche, sondern in die Leichname auf dem Friedhof ableitet.
originell die Ausgangslage, originell die Auflösung. diese Geschichte hat mir von vorn bis hinten sehr gut gefallen, bekommt von mir dafür 5 Punkte.
das Titelbild hat wieder Mario Heyer unter Verwendung von KI Software erstellt https://www.mtp-art.de/, und obschon es sehr stimmungsvoll ist, stelle ich mir so aber eher Bree aus dem Herrn der Ringe vor, oder vielleicht noch Hogsmeade aus Harry Potter. die Häuser in Saint-Cyriac sind, so hoffe ich für die Einwohner, nicht so schief und baufällig.
das Heft ist auch der Jubiläumsband zum 50. Seriengeburtstag, und hat somit ein paar Goodies:
- mehr oder weniger gelungene Zeichnungen
- eine Kurzgeschichte von Timothy Stahl
- die Autoren treffen sich bei Mostache zu Zamorras Tafelrunde und plaudern darüber, wie sie zu PZ gekommen sind, und was ihre erste Geschichte war
- Interviews von Fans, hier u.a. dem Ufo-Boten Uwe Zellner, Betreiber des feinen PZ-Online-Lexikons https://pz-info.de; dort findet sich auch die von Thilo Schwichtenberg erstellte Zusammenfassung der ersten 1000 Bände (unter der Rubrik Jubiläum).
für eine große Geburtstagsause wie zu John Sinclairs Fuffziger in Köln, oder selbst dem weit kleineren Jubiläums-Event für Dämonenkiller Dorian Hunter in Hamburg hat Zamorra aber offenbar zu wenig Leser...