Band 116: Das Gespensterschloss

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Das Gespensterschloss

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woodstock Offline
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Band 116: Das Gespensterschloss

Beitrag von woodstock »

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Nur wenigen Autoren gelingt es, in ihren Romanen eine wahrhaft alptraumhafte Atmosphäre zu inszenieren. Peter Randa schafft dies mit einer ungewöhnlichen, direkten Erzählweise, die den Leser schnell in ihren Bann zu ziehen und zu fesseln vermag. Erleben Sie nun also "hautnah" die Reise von vier jungen Leuten mit, die im Jahre 1954 in einer verschneiten Winternacht in einem düsteren Schloß Zuflucht suchen - und dem Tod begegnen. Dieser Roman wird Sie vor Rätsel stellen und Sie - vielleicht - das Gruseln lehren.


Erscheinungsdatum 22.03.1994

Autor Peter Randa

Cover Fabian Fröhlich

Info erschien erstmals 1974 als VHR Band 57

Olivaro Offline
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Beitrag von Olivaro »

Die Bezeichnung "Klassiker" wird oft recht leichtfertig vergeben, aber hier ist sie in meinen Augen mehr als gerechtfertigt. Wie anders ist es zu erklären, dass ich diesen Roman seit Jahrzehnten mindestens einmal im Jahr lese, stets mit dem gleichen...hm...Vergnügen. Und obwohl man gerade zum Ende hin merkt, dass es sich hier um einen stark gekürzten Roman handelt (im Original etwa 220 Seiten), erschließt sich das Werk auch in dieser Kurzfassung. Hier reiht sich eine alptraumhafte Szene an die andere, und man kann lange nicht erahnen, wohin das unheimliche Geschehen führen soll. Es gibt kein Blut, keine Morde, keine Vampire, Werwölfe und Ghouls, keine gängigen und hundertmal gelesenen Klischees, und durch die Tatsache, dass der Roman im epischen Präsens verfasst ist, hat der Leser den Eindruck, die Ereignisse würden in diesem Augenblick geschehen. Verfilmen könnte man dieses Werk nicht, denn die Angst und Beklommenheit passieren in der Seele des Lesers und nicht etwa aus der Distanz betrachtet wie bei vielen Filmen beziehungsweise anderen Gruselromanen. Keine coolen Polizisten und Detektive oder wissenschaftliche Koryphäen werden hier präsentiert, sondern Menschen, die mit dem Geschehen nicht umgehen können oder es verstehen und auch außerstande sind, dem Grauen zu entfliehen.

Man möge sich diesen Roman für einen düsteren November- oder Dezemberabend bereitlegen, damit man schon in der richtigen "Grundstimmung" ist für die Lektüre...:ohnmacht:
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