Was habt ihr denn als letztes gelesen?
Moderator: Michael
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Olivaro Offline
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Irene Roberts: Der Schatz der Könige (Gaslicht-Krönung Bd. 342)
Interessanter Schauplatz (erinnert an The Others) und gewohnte Thrillerkost, jedoch hat die Autorin einen ausgesprochenen Hang zur literarischen Dramatik:
"Der Schneesturm hatte sich gelegt, und das Rauschen des Windes war nur noch ein Flüstern. Die weiche Schneedecke, die über der Landschaft lag, glitzerte silbern im Mondlicht. Lyndsay erinnerte sich, dass ihr Vater immer gesagt hatte, wenn das Moor so aussah wie jetzt, sei die Stunde des Übernatürlichen gekommen... In Nächten wie dieser, wenn der Wind durch die knorrigen, alten Bäume pfiff, glaubte man beinahe, das Jammern der Gespenster und Dämonen zu hören."
Interessanter Schauplatz (erinnert an The Others) und gewohnte Thrillerkost, jedoch hat die Autorin einen ausgesprochenen Hang zur literarischen Dramatik:
"Der Schneesturm hatte sich gelegt, und das Rauschen des Windes war nur noch ein Flüstern. Die weiche Schneedecke, die über der Landschaft lag, glitzerte silbern im Mondlicht. Lyndsay erinnerte sich, dass ihr Vater immer gesagt hatte, wenn das Moor so aussah wie jetzt, sei die Stunde des Übernatürlichen gekommen... In Nächten wie dieser, wenn der Wind durch die knorrigen, alten Bäume pfiff, glaubte man beinahe, das Jammern der Gespenster und Dämonen zu hören."
- Sheila Conolly Offline
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Iris Rowland: Das verlorene Gedächtnis (Gaslicht-Roman Bd. 354)
Ein Roman, der seine Spannung fast ausschließlich aus Dialogen bezieht, die auch einen Großteil des Heftes ausmachen. Der Leser denkt sich manchmal befremdet, wie zwei Menschen so aneinander vorbeireden können, aber im Schluss hin ergibt das alles einen Sinn.
Ein Roman, der seine Spannung fast ausschließlich aus Dialogen bezieht, die auch einen Großteil des Heftes ausmachen. Der Leser denkt sich manchmal befremdet, wie zwei Menschen so aneinander vorbeireden können, aber im Schluss hin ergibt das alles einen Sinn.
- Sheila Conolly Offline
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Yvonne Norman: Das Geheimnis der Grotte (Gaslicht-Krönung Bd. 258)
Ein aufregend morbider Schauplatz und Personen, deren Verhalten nicht durchschaubar ist. Sehr ambivalent das Verhältnis der beiden Schwestern Holly und Liz zueinander, denn während Holly in aufrichtiger Sorge ist, scheint Liz sie betrügen zu wollen. Und die Theorie, die der Leser sich während des Lesens zurecht gelegt hat, wird sich am Schluss mit Sicherheit in nichts auflösen.
Einmal mehr ärgerlich ist der Kasten, der "die Hauptpersonen des Romans" vorstellt und den ich grundsätzlich erst nach der Beendigung des Heftes lese. Dort steht unter Liz Cory zu lesen: "Hat etwas entdeckt, und das wird ihr zum Verhängnis". Wenn man nun diesen Kasten vor dem Roman gelesen hat, weiß man, dass Liz etwas gesucht hat und dass sich das fatal für sie auswirken wird. Natürlich hat der Leser während der Lektüre immer im Hinterkopf, dass Liz etwas Schlimmes passieren wird, was viel von der Spannung nimmt. Tatsächlich wird Liz erst auf Seite 57 (!) ermordet aufgefunden, was aber dem Leser bereits auf der ersten Seite indirekt verraten wird.
Ein aufregend morbider Schauplatz und Personen, deren Verhalten nicht durchschaubar ist. Sehr ambivalent das Verhältnis der beiden Schwestern Holly und Liz zueinander, denn während Holly in aufrichtiger Sorge ist, scheint Liz sie betrügen zu wollen. Und die Theorie, die der Leser sich während des Lesens zurecht gelegt hat, wird sich am Schluss mit Sicherheit in nichts auflösen.
Einmal mehr ärgerlich ist der Kasten, der "die Hauptpersonen des Romans" vorstellt und den ich grundsätzlich erst nach der Beendigung des Heftes lese. Dort steht unter Liz Cory zu lesen: "Hat etwas entdeckt, und das wird ihr zum Verhängnis". Wenn man nun diesen Kasten vor dem Roman gelesen hat, weiß man, dass Liz etwas gesucht hat und dass sich das fatal für sie auswirken wird. Natürlich hat der Leser während der Lektüre immer im Hinterkopf, dass Liz etwas Schlimmes passieren wird, was viel von der Spannung nimmt. Tatsächlich wird Liz erst auf Seite 57 (!) ermordet aufgefunden, was aber dem Leser bereits auf der ersten Seite indirekt verraten wird.
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Juanita Tyree Osborne: Rendezvous mit dem Tod (Gaslicht-Auslese Bd. 355)
Das ging aber hurtig! Nur wenige Tage nach dem ersten Zusammentreffen soll auch gleich geheiratet werden. Auf den ersten 40 Seiten wird das Kennenlernen zwischen Penelope Atkins und Geoffrey Nowland geschildert, die zwar handlungs- und spannungsarm, aber aufgrund der Schilderungen des konservativen und spiesigen Lebens im Haus der Mutter und Tanten recht nett zu lesen sind. Als Penelope erfährt, dass Geoff im Verdacht steht, seinen Vater ermordet zu haben und er zudem am Hochzeitstag nicht aufzufinden ist, fährt sie auf das Familiengut, um ihn zu suchen. Die verbleibenden 20 Seiten gibt es dann das erwartete Gaslicht-Lesevergnügen, als es tatsächlich zu einem "Rendezvous mit dem Tod" kommt.
Das ging aber hurtig! Nur wenige Tage nach dem ersten Zusammentreffen soll auch gleich geheiratet werden. Auf den ersten 40 Seiten wird das Kennenlernen zwischen Penelope Atkins und Geoffrey Nowland geschildert, die zwar handlungs- und spannungsarm, aber aufgrund der Schilderungen des konservativen und spiesigen Lebens im Haus der Mutter und Tanten recht nett zu lesen sind. Als Penelope erfährt, dass Geoff im Verdacht steht, seinen Vater ermordet zu haben und er zudem am Hochzeitstag nicht aufzufinden ist, fährt sie auf das Familiengut, um ihn zu suchen. Die verbleibenden 20 Seiten gibt es dann das erwartete Gaslicht-Lesevergnügen, als es tatsächlich zu einem "Rendezvous mit dem Tod" kommt.