Boris Vian: Der Herzausreißer
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Olivaro Offline
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Boris Vian: Der Herzausreißer
Der Herzausreißer
Verfasst von Boris Vian
Originaltitel: L'Arrache-coeur (Frankreich 1942)
Aus dem Französischen von Wolfgang Sebastian Baur
Umschlag von Hannes Jähn
250 Seiten
Erschienen 1979
Zweitausendeins Versand
Erst die findigen Macher vom Zweitausendeins Versand sorgten für eine Entdeckung von Boris Vian auch im deutschen Sprachraum (obwohl er bereits Jahre vorher im Wagenbach Verlag publiziert wurde). Die Palette der Themen bei Vian reicht von Essays über Chanson bis hin zu sex-and-crime Knallern. Ein sehr ungewöhnlicher Roman trägt den Titel Der Herzausreißer und ist die Geschichte des Psychologen Jacquemort, der in ein kleines Dorf gelangt. Die Menschen dort leben nach eigenen, an Skurriliät nicht zu überbietenden Gesetzen. Grausame Gesetze, nach denen die Alten des Ortes auf einem Alten-Leute-Markt zum Quälen versteigert werden, nach denen ein Außenseiter alle Scham der Dörfler auf sich nehmen muss und die den grausamen Eigenheiten zum Opfer Gefallenen mit den Zähnen aus dem Wasser ziehen muss. Gesetze, nach denen Dienstherren über Leben und Tod von Bediensteten (die auch sexuell gefügig sein müssen) entscheiden. Gesetze, die (auf den ersten Blick) unwirkliche Dinge zulassen.
Dabei handelt es sich bei dem vorliegenden Werk nicht um einen phantastischen Roman im herkömmlichen Sinne. Vielmehr ist es eine parabelhafte Schilderung von menschlichen Eigenheiten und Sehnsüchten, in gewisser Weise ist es auch ein Liebesroman, wenngleich mit denkbar ungewöhnlichen Stilmitteln und unter noch seltsameren Bedingungen: alle Lieben, zu denen Menschen fähig sein können. Die Handlung ist in gleichem Maße auch symbolhaft, die Merkwürdigkeiten sind Ausdrucksweise der Menschen dort im Dorf, deren Ursprünge und Absichten ohne Weiteres in das reale Leben übertragen werden können.
Dabei handelt es sich bei dem vorliegenden Werk nicht um einen phantastischen Roman im herkömmlichen Sinne. Vielmehr ist es eine parabelhafte Schilderung von menschlichen Eigenheiten und Sehnsüchten, in gewisser Weise ist es auch ein Liebesroman, wenngleich mit denkbar ungewöhnlichen Stilmitteln und unter noch seltsameren Bedingungen: alle Lieben, zu denen Menschen fähig sein können. Die Handlung ist in gleichem Maße auch symbolhaft, die Merkwürdigkeiten sind Ausdrucksweise der Menschen dort im Dorf, deren Ursprünge und Absichten ohne Weiteres in das reale Leben übertragen werden können.
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Michael Breuer Offline
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