Auf vielfachen Wunsch starte ich hier mal einen neuen Thread der sich mit den original Coverzeichnungen diverser Romanserien befassen soll.
Und damit wir hier auch gleich was zum Schauen haben, beginne ich mit 2 Neuerwerbungen von heute Vormittag (beide für jeweils 80 Euro).
Beide wurden wohl zunächst für das Spanische Comic "Escorpion" gezeichnet, und später auch Bastei, Marken und Kelter angeboten.
Das erste (von Cebollo) wurde dann noch bei John Sinclair 479, Mac Kinsey 11, Geister-Krimi und Gespenster-Geschichten verwendet.
Das zweite (von Porredon) wurde 1985 auch Bastei angeboten, und dann bei den Gespenster Geschichten verwendet.
Hätte vom Stil her sicher zu einem Gespenster-Krimi gepasst. Aber die Serie wurde ja 1985 eingestellt.
Auffällig ist mal wieder, wie von anderen Zeichnern "geklaut" wurde (vergleiche mit Dossier Negro 53 & Gespenster-Krimi 7)
Hier eine weitere Anmerkung zu unserem Lieblingszeichner Vicente Ballestar: Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von ---JS--- am 27.08.2025 19:27.
Bekanntermaßen hat er in seiner frühen Zeit für BASTEI seine Originale meist in der imposanten Größe von 35 x 50 cm gezeichnet. Irgendwann ab Mitte 1981 war es ihm wahrscheinlich zu aufwendig und zeitintensiv gewesen, seine Originale in dieser Größe anzufertigen. Besonders nachdem er gesehen hat, wie stark verkleinert und oft beschnitten seine Motive in den Horror-Heftreihen GK/JS und PZ und besonders als JS Taschenbuch-Ausgaben der Leserschaft präsentiert wurden. Ab dieser Zeit haben seine Originale meist das von vielen anderen Zeichnern benutzte Format 26 x 36 cm. Ausreichend groß und detailreich für jede Heftausgabe, aber mit geringeren Mitteln herzustellen.
Aus diesem Hintergrund ist es verwunderlich, warum Ballestar in einer kurzen Zwischenphase bei seinen großformatigen Bildern noch größere Längenmaße (60 cm statt 50 cm) hergestellt hat. Wegen der gleichbleibenden Formatvorgaben (Seitenverhältnissen) kommt es dazu, dass noch mehr originale Bildfläche in der Heftausgabe verschwindet. Ein unnützes Unterfangen also, für das sich kein vernünftiger Grund aufführen lässt. Das mag nur Ballestar selbst gewusst haben.
Auflistung der mir bekannten Formate in Über-Übergröße (35 x 60 cm)
JS #22 – Die Hexe von Java (11/78)
PZ #111 – Lockruf aus dem Jenseits (09/78)
PZ #112 – Das Hexendorf (10/78)
PZ #115 – Kampf mit den Höllengeistern (11/78)
PZ #119 – Königin der Seelenlosen (12/78)
Eventuell wurden noch weitere Originale in dieser Übergröße angefertigt, was ich wegen fehlender Originalvorlagen nicht nachweisen kann.
Man kann gut erkennen, wieviel Atmosphäre dem Heft durch die extreme Beschneidung vom Original verloren geht. Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von ---JS--- am 27.08.2025 19:34.
Die dunkle, schroffe und steile Bergwand, der Himmel und die Wolken leicht vom Mondlicht erhellt und die Altstadthäuser mit Kirchturm in voller Pracht sind im Heft leider nicht mehr zu sehen.
Danke für den Hinweis, das Bild passt ebenfalls dazu.
Dann müsste es auch in diesem Zeitraum (Mitte/Ende 1978) entstanden sein. Leider haben die Ballestar Originale keinen Hinweis auf den Rückseiten, für welche Serie/Heftausgabe sie gezeichnet wurden.
Vermutlich gab es dazu einen Schriftverkehr zwischen Norma und dem Grafiker, wo er mit der Beschreibung der gewünschten Szene beauftragt wurde.
Vielleicht hatte Ballestar die Zeichenkartons in dieser Größe einmalig als Sonderposten günstig eingekauft und für ihn war das Bemalen der Fläche einfacher als das Zuschneiden :kratz: