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Band 903: Der Schattenkelch
Inhalt:
Ein rechtsradikaler Schläger tötet in Lyon einen Clochard, weil dieser ihn anbettelt. Kurz darauf kehrt der Clochard wieder ins Leben zurück.
Professor Zamorra wird von seinem Freund Inspektor Pierre Robin ebenfalls nach Lyon gerufen, da dort ein seltsamer Todesfall stattgefunden hat. Der Millionär Clement Lynes wurde in seinem verschlossenen Arbeitszimmer ermordet. Die Mordwaffe war ein kelch, der ihm an den Kopf geschleudert wurde. Als Zamorra den Kelch berührt, wird er von seinem Amulett zurückgeschleudert. Plötzlich erscheint eine schwarze Wolke, die aber vor Zamorras Amulett flieht. In einer Zeitschau des Amuletts stellt Zamorra fest, dass der Kelch aus dem Nichts erschien und Lynes erschlug. Nur ein unidentifizierbares Flimmern ist noch zu erkennen.
Auf dem Heimweg zum Chateau wird Zamorra von der schwarzen Wolke angegriffen die sich in einen Schattenhund, einer Mischung aus Hund und Affe, verwandelt. Sein Amulett kann aber nur gegen den Schattenhund in seiner physischen Form angehen, nicht gegen die Wolke. Nach einem langen anstrengenden Kampf kann Zamorra den Schattenhund besiegen. Seine Nachforschungen ergeben, dass der Kelch einst dem Dämonen Agamar gehörte, der sich die Kraft mehrerer Dämonen einverleibt hatte und vor ca. 2000 Jahren Lucifuge herausforderte. Er hätte ihn auch fast besiegt, wenn nicht der Weißmagier Domhall eingegriffen hätte, dessen Frau Agamar getötet hatte. Agamar wurde mit seinen 8 Schattenhunden in einer Energieblase auf ewig gefangen, Domhnall von Lucifuge ohne eine Spur Dankbarkeit getötet.
Robin teilt Zamorra mit, dass noch zwei weitere Menschen in der Villa getötet wurden. Ihnen wurde das Herz rausgerissen und verbrannt. Als Zamorra eintrifft wird er von dem Clochard angegriffen, welcher aber schnell ablässt, da er in Zamorra keine Gefahr sieht. Der Clochard stellt sich als Reinkarnation Domhnalls heraus, der durch einen kleinen Spalt in Agamars Gefängnis entkommen konnte, indem er ebenfalls 2000 Jahre gefangen war. Gleichzeitig mit ihm kam der Schattenkelch an, der Lynes erschlug. Der Tod war also quasi ein Unfall. In dem Schattenkelch sind die Schattenhunde Agamars gebunden, die nach und nach freigesetzt werden sollen und Menschen übernehmen, die in einem Ritual Agamar befreien sollen. Das will Domhnall verhindern. Die beiden getöteten Menschen waren von Schattenhunden besessen und deshalb wurden sie von ihm vernichtet. Zamorra sieht ein, dass es keine andere Möglichkeit gibt, und so lauern sie den restlichen Schattenhunden in der Villa auf. Als diese das Ritual abschließen wollen und das Gefängnis Agamars sich öffnet, schlägt Domhnall Zamorra nieder, greift dessen Amulett und springt in die Dimensionsöffnung. Zamorra kann nur mit viel Mühe und Willensstärke das Amuelett zurückrufen bevor es in der anderen Dimension für immer verloren wäre. Domhnall war auf eine Vernichtung Agamars aus und die war nur mit dem Amulett möglich. Er schien erfolgreich gewesen zu sein, da die Schattenhunde sich auflösten und der Kelch zu Staub zerfiel.
Meinung:
Ein durch und durch gelungener Roman. Das Lesen hat mir Spaß gemacht. Logikfehler sind mir keine aufgefallen und der Stil war sehr angenehm. Oliver Fröhlichs Debüt hat mir sehr gut gefallen, noch dazu da ich auf seinen Roman besonders gespannt war, nachdem ich im Zauberspiegel seinen äußerst kritischen Zamorra-Beitrag Die Nackten und die Doofen von 2007 gelesen hatte.
8 von 10 Amuletten
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Serien: Maddrax, PR NEO, Sinclair
Ein Manko speziell bei diesen gelungenen Roman ist mir noch gut in Erinnerung.
Die bedrohliche Figur Agamar spielt über den ganze Roman seine Rolle ausgezeichnet - bis auf den Schluss. Hier verkommt sie zur Witzfigur. Ein Dämon der einige Jahrhunderte eingesperrt war, verliert seinen Verstand. Eine Zeitspanne die für höllische Wesen wie das Finger Snipsen vergeht. Was soll sein Chef dazu sagen, der seit Äonen eingesperrt ist, zu solch einer Kleinigkeit?
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Da muss ich dir zustimmen. Allerdings ist mir selbst dieser Punkt so gar nicht aufgefallen.
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Serien: Maddrax, PR NEO, Sinclair
Zitat:
Original von cedeos
Da muss ich dir zustimmen. Allerdings ist mir selbst dieser Punkt so gar nicht aufgefallen.
Wir sind ja auch noch Neulinge. Mich hat das ebenso nicht gestört. Sonst hätte man außerdem die Szene mit den sprechenden Zehen weglassen müssen.
Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Zwar ein unabhängiger Einzelroman, aber im Gegensatz zu den aktuellen Sinclairs mit überraschenden Wendungen während der gesamten Geschichte und einem unvorhersehbaren Handlungsverlauf. Nicht, dass PZ mir noch meinen Sinclair als Lieblingsserie ablöst.
Jedenfalls will ich unbedingt wissen, wie es weiter geht.
(7 von 10), weil es eine gute und spannende Einzelgeschichte ist, aber auch nicht mehr.
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Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
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