Geschrieben von Das Gleichgewicht am 03.08.2025 um 07:32:
Dorian Hunter - Dämonenkiller Nr. 181: Tod eines Engels
Tod eines Engels
Dorian hatte die Augen weit aufgerissen und wartete auf das Inferno, das allem ein Ende bereiten sollte. Der ohrenbetäubende Knall sollte es einleiten, doch was dann geschah, war vollkommen anders. Irritiert blickte sich der Dämonenkiller um und schloss sofort die Augen, denn dem Knall folgte, wider jede physikalische Erkenntnis, ein gleißendes Licht, das das Feld überflutete. Dorian warf sich zu Boden. Er wusste nicht, was um ihn herum geschah ...
Nathaniel steht unmittelbar vor der Vollendung seines Plans: der Vernichtung der Schwarzen Familie und der Menschen, um aus den Trümmern der Zivilisation eine völlig neue Welt aufzubauen. Die letzte Hoffnung der Menschheit sind der Dämonenkiller - und ein gefallener, Schwarzer Engel ...
Geschrieben von Martin Kay
Erscheinungsdatum: 02.08.2025
Geschrieben von Schneedrache am 03.08.2025 um 10:00:
Ich gebe hier mal ein gut. Die Engelshandlung kommt zu einem Abschluss.
Beide Engelswesen, Schemen, was auch immer, sterben bei dieser finalen Auseinandersetzung durch die gigantische Explosion des magischen Superbumerangs. Für die Dämonin Angela, nicht gerade ein Sympathieträgerin, aber eine interessante Figur, Luguris Mätresse, wird noch ein Hintertürchen offen gehalten. Anscheinend hat Zakum auch Luguri nicht umgebracht, sondern nur auf "Eis gelegt".
Schade fand ich, dass Nathaniel nicht mehr versucht hat, durch Intrigen zum Erfolg zu kommen, und die Schwarzen gegeneinander auszuspielen. Die Vernichtung der Menschheit, was soll das bringen? Man hätte das Engelsthema noch weiter ausbauen können, es gibt ja eine Hintergrundgeschichte mit den fünf Sphären, in denen diese Wesen aufsteigen können, aber meine Vermutung ist, das ganze Engelsthema war nicht so ganz durchdacht und wurde deshalb relativ schnell wieder fallen gelassen.
Die Kämpfe forderten einige Opfer, am Ende riecht es schon fast wieder nach softem Neustart. Vieles ist jetzt erst mal erledigt, auch wenn immer Hintertürchen für die Rückkehr bestimmter Figuren offen gelassen werden, aber eigentlich muss Dorian Hunter sich jetzt neu orientieren. Die ganz großen bekannten Gegner sind erledigt.
Geschrieben von Das Gleichgewicht am 04.08.2025 um 19:35:
Ken Harding diente einst als Sterblicher Angelina und ist dank einer typischen Verkettung von Heftromanzufällen in den letzten Heften zum Vampir geworden, der besondere Kräfte hat. Die Dämonen halten ihn für tot und so kann er vorerst ungestört seine Pläne verfolgen. Er macht sich wieder in der Jugendstilvilla breit und verwandelt seine ersten Opfer. Dieser Nebenplot interessiert mich echt wenig, denn es gibt genug andere Akteure und Schauplätze, die einfach spannender sind.
Zum Beispiel Nathaniels Weltvernichtungsritual. Das aber irgendwie unterbrochen wird. Plötzlich steht Dorian auch nicht mehr unter dem Bann des Engels und stellt sich gegen die anderen Auserwählten. Dabei gelangt er leider wieder an seinen verdammten Kommandostab, na toll. Gleichzeitig bekämpfen sich die beiden Engel Nathaniel und Alannah. Ihr Eingreifen hat das Ritual erst gestört, weil Nathaniel so dumm war sie im letzten Heft nicht völlig zu vernichten, sondern nur „besiegt“ liegen zu lassen. In direkter Nähe des Rituals. Oder anders gesagt: Der Plot muss halt passieren. Dorian teleportiert schließlich sich und Phillip mit dem Kommandostab davon.
Der Kampf der Engel tobt weiter. In epischen Ausmaßen. Kräfte wie bei einer Atomexplosion werden freigesetzt. Ok, sicher nicht wortwörtlich, aber es muss ja bombastisch klingen. Zwischendurch kämpfen sie auch auf einer ganz anderen Ebene im Gefüge der Realität, was auch immer das heißen soll. Nathaniel ist klar, dass er nicht gewinnen kann. Dieser Kampf wird für sie beide zerstörerisch enden. Da ihm die Apokalypse wichtiger ist, als sein Leben, transportiert er mit seinen letzten Kräften irgendeinen Keim in seine Auserwählte Helena Riedberg. Dann endet es. Und es ärgert mich immer noch, dass Nathaniels Plan nur durchkreuzt wurde, weil er selbst dafür verantwortlich war und das für mich einfach keine gute Auflösung dieses Plots ist. Gegenspieler, die die ganze Zeit als übermächtig und schlau dargestellt werden, zum Finale aber plötzlich ohne guten Grund nachlässig und dumm agieren, sind ja wohl eines der Klischees der schlechten Groschenhefts.
Angelina überlebt die Nähe zum Finalkampf gerade so. Auch wenn sie nur noch ein verkohltes Etwas ist und ihre Organe alle pulverisiert wurden. Eigentlich müsste sie tot sein. Das ist ein wahres Wunder, besonders für die Wissenschaftler, die die Riesenexplosion in Irland untersuchen und sie dort aufsammeln. Zakum nimmt sich dann ihrer an, um sie im ehemaligen Dolmengefängnis von Luguri unterzubringen. Vielleicht kann sie ihm noch nützlich sein.
Der Keim in Helena Riedberg entpuppt sich tatsächlich als Keim…ein Keim des Lebens. Sie ist mit einem Engel schwanger. Abi Flindt hat den Kampf wie Angelina verkohlt überlebt, offenbar verhindert nur ein Rückstand von Nathaniels Magie seinen Tod. Er kümmert sich um die Schwangere, die nach nur wenigen Stunden den kleinen Engel zur Welt bringt und dabei selbst stirbt.
Im Nachgang hat die Sache aber doch was Gutes. Offenbar sind bei dem magischen Kräftemessen die Energien auf der Erde gestört wurden und der Kommandostab-Teleport klappt nicht mehr. Na wenigstens etwas.
Ein Zyklus endet, ein neuer beginnt. Der ewige Kreislauf von Hoffnung und Enttäuschung. Was ich damit meine? Der Nathaniel-Zyklus endet für mich enttäuschend. Es war klar, dass er mit dem Weltuntergang nicht erfolgreich ist, die Serie muss schließlich weitergehen. Warum sein Plan im letzten Augenblick fehlschlägt, wo er das Ritual schon begonnen hat, ist aber billiger Groschenheftschmarrn. Sozusagen ist allein Nathaniel dafür verantwortlich, dass er versagt. Und so unbedacht-nachlässig wurde er sonst nie geschrieben. Da hat es sich Martin Kay extrem einfach gemacht.
Die Aussichten auf den nächsten Zyklus sind aber sehr interessant und machen Hoffnung. Genauso wie die Aussichten auf den Nathaniel-Zyklus vielversprechend waren. Bekannte Figuren wurden jetzt durch die Auswirkungen des epischen Engels-Kampfes in neue Ausgangslagen gebracht und ich frage mich, wohin die Reise geht….zur nächsten Enttäuschung, wenn das Potential wieder nicht nachvollziehbar und logisch genutzt wird und das handwerklich sehr platt geschrieben ist. Man sieht sich zum nächsten Zyklusabschluss wieder, wo ich nur meckere. Oder auch nicht?
Ein schlecht möchte ich hier nicht geben, also ganz knapp noch ein MITTEL (4 von 10 Freaks). Die Reihe ist es aber wirklich nicht mehr Wert, aktuell.
__________________ Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller