Ein gut gemachter Dreiteiler, der mit einem Nebenprotagonisten aufwarten kann, der sehr geheimnisvoll dargestellt wird: Graf Armand Leucate, der schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel haben soll. Der Graf wird den Zyklus mitprägen – und auch im letzten Zyklus der Silber-Grusel-Krimis mit Larry Brent, aber auch in der eigenen Larry Brent-Reihe, dem "Zeitphantom-Zyklus", mit von der Partie sein. Wie ich meine, zu Recht, denn gerade diese Figur wurde doch relativ vielschichtig angelegt, sehr geheimnisvoll gehalten und hatte einfach das Potenzial, eine wichtige Figur für den Larry Brent-Kosmos darzustellen. Allein der geheimnisvolle Graf macht den Zyklus für mich sehr lesenswert.
Irgendwie hatte Dan Shocker/Jürgen Grasmück immer ein leichtes Problem mit Mehrteilern, wie mir scheint. Und in diesem 1. Teil beginnt er recht langatmig mit der Einführung von Nebenfiguren, vor allem mit dem Fotografen namens Thompson, der sang- und klanglos in dem Schloss "Sword Castle" verschwindet und man nichts mehr von ihm hört. Auch seine Schwester, die extra nach Braemer anreist, um nach ihm zu suchen, scheint im Laufe der Handlung einfach auf ihn zu vergessen. Man wird sehen, ob es diesbezüglich in den beiden Folgeromanen noch eine Aufklärung gibt oder ob dieser Handlungsfaden im Nichts liegenbleibt.
Mit dem Geschehen um den steinernen Götzen ab der Hälfte des Romans zieht Dan Shocker/Jürgen Grasmück aber dann die Dramatik ordentlich an. Da ist er wieder voll im Rennen und Larry Brent bekommt einiges zu tun. Mehr durch Zufall wird er auf den steinernen Götzen aufmerksam gemacht und beschließt selbstverständlich dagegen anzukämpfen. Und so endet der Roman mit einem vielversprechenden Cliffhanger, der auf jeden Fall Lust auf ein Weiterlesen im 2. Teil macht.
Larry Brent kann das Erwachen des steinernen Götzen namens Chaos nicht verhindern, und so schickt sich dieser an, die Welt von der Menschheit zu säubern. Beginnen will er gleich mit X-RAY-3, den er wie eine lästige Fliege in seiner riesigen Faust zerquetschen will. Und diesmal scheint der PSA-Agent tatsächlich keine Chance auf ein Entkommen zu haben ...
Fazit: Trotz anfänglicher Langatmigkeit des Textes ein ab der 2. Hälfte recht lesbarer Roman, der auf jeden Fall zum Weiterlesen einlädt.
Ich vergebe
3 von 5 Smith & Wesson Laser.