Das Mondshuttle ist im Anflug zur großen Tachyonenquelle vor der Küste Irlands. Es ist eine Karavelle, sie wirkt halbdurchsichtig wie auch halbstofflich. Um es genauer zu untersuchen und um weitere Messdaten zu erhalten, nähern sie sich der Karavelle. Während ein halbstofflicher Mast durch das Shuttle hindurch gleitet, wechselt von der Karavelle ein Schattenwesen hinüber. Die Messdaten geben Aufschluss, dass sich die gesuchte Ann nicht an Bord befindet. Die gesammelten Daten sollen noch genauer auf der Mondstation ausgewertet werden. Nachdem das Shuttle angedockt hat, tritt der Schatten Alfonso Eduardo Derdugo Alvarez in Aktion und entzieht der Besatzung ihre Lebensengerie. Die Gegenmaßnahmen der Mond-Stationsbesatzung erweisen sich erfolgslos. Das Ergebnis sind versteinerte Marsbewohner und ein an Lebensenergie gesättigtes Geistwesen, das vorerst keine Möglichkeit hat, diese Energie an die Karavelle abgeben kann.
Im Jahre 2011 startet die MOTHER NATURE mit neun Besatzungsmitgliedern zu einer ganzjährigen Forschungsreise. Ihre Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit den Delfinen, als die Besatzung unvermittelt von Piraten angegriffen wird. Der Angriff konnte abgewehrt werden. Es wurden zwei Besatzungsmitglieder im Feuergefecht getötet, zwei weibliche Mitglieder von den Piraten entführt. Durch Okulare erkennen die Forscher, dass die Piraten ebenfalls angegriffen werden. Die Angreifer sind Meeresbewohner, die Maros-Hydriten entern und töten die Piraten. Kurzfristig gelingt die Flucht, als die Maros-Hydriten ihrerseits mit dem eroberten Piratenschiff angreifen. Mit Molotov Cocktails gelingt die Verteidigung und das Piratenschiff dabei zu versenken. Die MOTHER NATURE ist schwer beschädigt und ankert vor einer Inselgruppe. Im darauffolgenden Jahr 2012 überstehen sie dort die Apokalypse.
Einige Wochen später nach dem Einschlag versuchen sie nach Kapstadt zu gelangen und werden abermals von den Maros-Hydriten angriffen und diesmal geentert. Die Männer werden getötet und als Nahrung verzerrt. Unter den Angreifern befinden sich die vormals gefangenen Frauen der Piraten. Eine von ihnen ist durch einen Hydriten hochschwanger. Bevor der Kapitän das Schiff selbst versenken und Selbstmord begehen kann, handelt die Österreicherin Biggy und übergibt das Schiff den Maros Jüngern unter der Bedingung, ihren Kapitän in einen Beiboot freiem Abzug zu gewähren.
Matt und Aruula betreten den Zeitstrahl vom Mars zur Erde, mit dem Schritt zur relativen Unsterblichkeit. Wie erwartet befindet sich die Austrittsstelle in Meeresgewässer. Vorsorglich trägt Matt einen Allzweck-Überlebengsanzug und mit dabei eine automatisch, entfaltende Rettungsinsel. Ein integrierter Peilsender sendet alle 30 Sekunden einen Funkimpuls zur Mondstation, um vom Mondshuttle geborgen zu werden. Mit einen weiteren Spezialfunkgerät könnte man direkt mit der Station oder dem Shuttle kommunizieren, doch niemand antwortet. Angelockt durch die Funksprüche erscheint die MOTHER NATURE. Ihre Besatzung besteht aus Mendriten (Mutationen aus Mensch und Hydriten), die aber durch Inzest degenerierten. Sie erkennen in den Händen von Matt einen Kompacter, eine Waffe ihrer Vorfahren. Daraufhin zeigen sich die Mendriten freundlich gesonnen und auch bereit die beiden nach Irland zu schippern.
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Dieser Roman eignet sich wunderbar zum Zwischen-Zyklus-Eintritt. Denn nun, denke ich mal, sind wir wieder am Anfang vom baldigen Ende des Schatten-Zyklus. Die Handlung am Mars ist beendet und die Suche nach Ann beginnt erneut. Das Thema um die Mondbesatzung ist vorerst auch erledigt und muss neu behandelt werden. Das Quiz um die Versteinerungen ist nun auch gelöst, was bleibt ist die Ursachenbereinigung.
Dieser Roman bündelt vieles, was so MX ausmacht. Ein bisschen Sience, ein bisschen mehr Fiction, ein wenig Fantasy, einmal weniger oder mehr Grusel, manchmal auch noch eine Stufe höher. Mit Rätseln gespickt, mit Mythen verwoben, bis zur greifbaren Utopie kombiniert. Ein Autor, der geschickt drei Handlungseben verknüpft und daraus ein typisches MX Feeling präsentiert.
Obwohl zwei der Handlungsebenen vielleicht ein wenig vorhersehbar sind, gelingt es die Spannung, vor allem im Haupthandlungsteil zu erzeugen. Im gesamten erzeugt er viel Stimmung, und wie schon länger nicht mehr, mit apokalyptischer Schreckensatmosphäre.
Wenn ein Jo Zybell drauf steht, so muss auch ein Jo Zybell drin sein. Einer seiner Stärken ist sicher seine Apokalypse, eine andere sind seine Hydriten, des Weiteren sind seine Schicksale sehr persönlich erzählt. Es ist alles in diesen Roman verpackt, leider reicht die Seitenanzahl nicht aus, um einen neuen Blickwinkel des Kometeneinschlages zu erzählen. Die Mendritengeschichte mit ihren menschlichen Schicksalen erzählen einige sehr emotionale Augenblicke. Er hinterlässt diesmal nicht nur ein Gefühl des Schreckens um das Schicksal seiner Protagonisten. Speziell um die Österreicherin Biggy mit ihren berechnenden Überlebenswillen, baut er einen persöndlichen Spannungsbogen auf und was dann bleibt, und so weh tut, ist ihr Leben. Im Allgemeinen würde ich nicht mehr von diesem leidgeplagten Horrorspektakel erfahren wollen, aber im Besonderen würde ich gerne noch viel mehr über diese herraus resultierende Mutation erfahren wollen. Die DNS der Erdbewohner mit der DNS der Marsmännchen, das Ergebnis reicht hier doch nicht aus. Etwas Besonderes sollte zum Vorschein kommen - als degenerierte Mutationen mit blonder Haarfarbe?
Anderseits aber nur, wenn das so weiter geht, drohen die Erdenbürger bald auszusterben und es bestätigt sich wieder, dass Menschen sich nicht als "Krone der Schöpfung" ansehen können!
Welch grauenhafte Vorstellung, die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, es bleibt uns nur noch die Zukunft!
Story:4,00/5,00
Ein futuristisches Cover. Aruula sprengt hierbei alle Facetten der Phantasie.
Cover: 4,00/5,00