Handlung: Der Eiserne Engel rettet Kara und bringt sie aus der Stadt Atlantis zum Hort der Flammenden Steine in Sicherheit. Dort erfährt Kara, über die Pyramide des Wissens, dass sich ihr Vater Delios, ihr Freund Haro und die vermissten Soldaten auf dem Planeten der Magier, in der sogenannten Leichenstadt befinden, der Heimat der Großen Alten. Von den vier Weisen erfährt Kara, dass das sogenannte Auge der Dämonen viel mehr ist, als sie bislang ahnte. Es ist nämlich ein Planet und damit die Heimat der Großen Alten, die in ihrer Leichenstadt auch Menschen in Dämonen verwandelten. Kara entschließt sich dazu zu handeln und nicht erst auf die Rückkehr des Eisernen Egels zu warten. Mit der Unterstützung der vier Weisen werden die Flammenden Steine erneut beschworen, worauf Kara mit der Pyramide des Wissens in der Leichenstadt erscheint. Bevor sie aber nach Haro und den anderen Entführten greifen kann, bricht die Verbindung nach Atlantis ab. Vor den Augen von Haro löst sich Kara mit der Pyramide wieder auf. Ist damit auch Karas Schicksal besiegelt?
Meinung: Mit diesem Roman schrieb Ian Rolf Hill die nächste Fortsetzung der Atlantis Legenden und damit bereits den vierten Band der zweiten Staffel. Das stilgerechte und sehr gute Titelbild zum Roman erstellte der Bastei-Verlag erneut in Eigenregie und mit der Nutzung von KI – Software.
Trotz der berechtigten Anklage von Myxin, der Nyrana im Bouleuterion als Dämon demaskieren wollte, gelang es Nyrana zu Kontern und das Volk von Atlantis weiterhin zu manipulieren. Er jagte sogar den Eisernen Engel davon. Dazu gab es auch erstaunliche Parallelen, die bis in die heutige Zeit reichten. Solange es Menschen gab, gab es auch stets das Spiel von Täuschung, Manipulation und Intrigen. Dieses war auch über Jahrtausende hinweg immer aktuell geblieben, in zahlreichen Varianten. Nyrana konnte also weiterhin den Bewohnern der Stadt Atlantis ungestraft seinen Willen aufzwingen. Sein erstes Opfer wurde Karas Freundin Imelda, der Nyrana nur zu gerne rücksichtslose Gewalt an tat. Nyranas Art und Weise wie er mit Frauen umging, zeigte seinen wahren miesen Charakter sehr deutlich. Allerdings war er zu damaliger Zeit leider auch nur einer unter vielen, die es genauso taten. Dass Nyrana ein Dämon war und auch einem solchen diente stand mittlerweile zweifellos fest. Die Frage war nur noch wer sein Mentor war.
Unter den feindlichen Einflüssen der Leichenstadt kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den entführten Kameraden, die mental negativ beeinflusst wurden. Letztlich waren nur noch Haro, Delios, Kandor und der Soldat Galad am Leben. Ein Kamerad hatte sich im Tode in ein blau schimmerndes Skelett verwandelt, dass seine Kameraden scheinbar durch die Leichenstadt führte.
Als der Eiserne Engel den Kontakt zum Würfel der Vorsehung suchte, kam es erneut zu einer harten Auseinandersetzung mit seinem Zwillingsbruder. Der Eiserne Engel wurde von seinem Pendant ganz schön verdroschen und am Ende im letzten Moment von Myxin gerettet. Nach der Aussage des Zwillingsbruders lebte Sedonia noch, befand sich aber scheinbar ebenfalls auf dem Planeten der Magier. Dieses würde einiges erklären, besonders weil der Tod Sedonia bekanntlich erst in einer fernen Zukunft ereilte und noch nicht in Atlantis.
Kara geriet in die Gewalt des sprechenden Riesenaffen Baku, der sie zwar vor dämonischen Wesen rettete, sie aber wie andere Frauen zuvor, zu seiner Sklavin machen wollte. Die Szenen mit den in Ketten gelegten Frauen, zu Füßen eines Monstrums, erinnerten mich unweigerlich an Prinzessin Leia in der Gewalt von Jabba the Hut in Star Wars Episode 6.
Insgesamt war es wieder ein unterhaltsamer und solider Roman aus der Atlantis-Reihe gewesen. Langweilig war er niemals gewesen, auch wenn ich über einen großen Teil des Romans hinweg den Eindruck hatte, dass die Handlung nur sehr langsam und betulich voran kam und sich vor dem großen Finale der 2. Staffel erst einmal eine kurze Atempause gönnte. Zum Ende der 4. Episode dieser Staffel hin, nahm die Handlung aber wieder an Fahrt auf. So blieben natürlich erneut wieder einige Frage offen.
Kara kam dabei vom Regen in die Traufe. Mit Mühe und Not dem Riesenaffen Baku entkommen, geriet sie nun in die Gewalt von Arkonada, in dessen Harem sich auch Sedonia wieder fand. Haro, Delios und Kandor landeten nach ihrer Odyssee durch die Leichenstadt im Fangnetz des Kalifato. Überraschend schien auch der Schwarze Tod in diesem zu hängen. War es real oder nur eine Täuschung? Wie hätte der Schwarze Tod dort hinein geraten sollen?
Dagegen gab es endgültige Gewissheit darüber, dass Nyrana den Großen Alten diente und seinen mysteriösen Herrn sogar Vater nannte. Auch wenn dessen Name nicht genannt wurde, war es aufgrund der Hinweise im Text nicht allzu schwer zu erraten wer Nyranas Herr war. Kurz darauf landete der Möchtegern Held im Rachen von Apep. Sie sollte wenigstens seine Haut wieder ausspucken, die noch für die Herstellung der Dämonenpeitsche benötigt wurde.
Asmodis drängte Myxin, den er gerade erst hinterging, und den Eisernen Engel zu einem Pakt gegen die Großen Alten. Konnte ein solches Bündnis tatsächlich halten und Erfolg bringen? Für genügend Spannung hatte Ian Rolf Hill wieder gesorgt. Ich entschied mich final dafür diesen Roman insgesamt mit der Note 2 = Gut zu bewerten und dazu passend 4 von 5 Goldenen Schwertern zu vergeben. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Sehr Gut ab.
