Handlung: Kara, Nyrana und die drei Soldaten der Stadtwache, die Kara nach Oriak begleitet hatten, kehren in die Hauptstadt Atlantis zurück, wo der nächste Schock bereits auf sie wartet. Delios, Haro, Hauptmann Kandor und drei Soldaten der Stadtwache sind verschwunden. Sie sollen entweder vor der Macht von Kosma und den Schwarzen Priestern geflohen oder getötet worden sein. Kara kehrt in Begleitung von Nyrana in ihr Elternhaus zurück. Dort können sie die Dienerin Hagna zum Sprechen bringen. Die Vermissten hatten eine Spur zu Kosma und den Schwarzen Priestern verfolgt und waren womöglich vom Großen Alten Krol geholt worden. Kara und Nyrana lassen sich von Hagna den Weg zum Ort des Geschehens zeigen. Bauarbeiter versperren ihnen den Weg in die Kanalisation. Nachdem Nyrana auf seine Art, das Hindernis beseitigt hat, ist der Weg für sie frei. In der Kanalisation stoßen Kara und Nyrana auf einen Monsterkraken, der den sogenannten Helden von Atlantis mit seinen Tentakeln in arge Bedrängnis bringt. Kara macht es der Dienerin Hagna nach und ergreift nun auch die Flucht. Kara kann gerade noch der Kanalisation entkommen, bevor es Hagna gelingt den Zugang zu verschließen. Danach ist Kara klar, dass Nyrana und sie in eine Falle gelockt wurden. Im nahen Bouleuterion gerät Kara in die Fänge von Kosma, der über sie richten will. Mit Schrecken erkennt Kara dabei, dass auch Makarios, Basileos und Dareios, die Überlebenden von Oriak, zu Dienern der Schwarzen Priester wurden. Wird nun auch Kara ein Opfer des Kraken-Götzen Krol werden?
Meinung: Der dritte Band aus der 2. Staffel der Atlantis Legenden wurde natürlich wieder von Ian Rolf Hill geschrieben. Ich war mal gespannt wie es sein Konnte, dass die Höllenschlange Apep bereits in Atlantis existierte, obwohl ihre Inkarnation Asmodina zu dieser Zeit noch nicht geschaffen wurde. Ich fragte mich ob Ian Rolf Hill zu diesem scheinbaren Widerspruch eine Erklärung liefern würde. Hatte es damit zu tun, dass die Höllenschlange hier Apep Ophis genannt wurde? Obwohl ich bekanntlich keine Schlangen mochte, musste ich wieder das sehr gute Titelbild zu diesem Roman loben. Es wurde erneut vom Bastei Verlag in Eigenregie durch den Einsatz einer KI – Software erstellt.
„Die Geister, die er rief“. Dieser klassische Satz passte auch bestens zu Myxin. Für ihn erwies sich sein Vorhaben, die Höllenschlange zu erwecken, zu einer existenziellen Bedrohung. Eine geordnete Kommunikation gab es mit einem Monstrum, dass nur aufs Fressen aus war, nun einmal nicht. Goran konnte Myxin im letzten Moment davor bewahren zum Schlangenfraß zu werden. Diese Aktion kostete aber einigen Schwarzen Vampiren die Existenz. Nach der Flucht aus der Schlangenhöhle kamen Goran und Myxin vom Regen in die Traufe. Sie landeten nun direkt vor der Sense des Schwarzen Tods und dem Feueratem von Nepreno. Asmodis und Belphégor hofften immer noch darauf den Schwarzen Tod für die Hölle unterwerfen zu können, besonders weil Belphégor zumindest kleinere Erfolge gegen den Schwarzen Tod verbuchen konnte.
Obwohl sie sich ihm verweigerte und eigentlich Haro treu bleiben wollte, dachte Kara heimlich immer noch daran, wie es wohl wäre mit Nyrana zu schlafen. Zum Glück fanden diese , langsam fast schon nervigen Gedanken der jungen Frau, in der Kanalisation der Stadt Atlantis ein abruptes Ende. Auch wenn es noch nicht das Ende von Nyrana werden sollte.
Gigantisch war der richtige Ausdruck für den Kampf zwischen dem Schwarzen Tod und Apep. Asmodis wähnte sich bereits am Ziel seiner Intrige, bis die Großen Alten persönlich eingriffen und dem Kampf eine Wende gaben. Die Schlüsselrolle fiel dabei dem Namenlosen zu, der später als Spuk bekannt wurde. Er drohte Asmodis und Myxin mit der Vernichtung und holte den, vom Gift der Höllenschlange, dahin gerafften Nepreno nicht nur ins Leben zurück, er immunisierte ihn auch gegen das Gift von Apep. Die Großen Alten , die in der Sinclair – Serie recht schnell den Serientod starben, kamen hier, genauso wie ihre Gegner aus der Hölle, ausgezeichnet zur Geltung. Ian Rolf Hill inszenierte das alles Sehr gut. Man merkte auch diesem Roman an, dass er sich in der Handlung richtig wohl fühlte.
Wie bereits von mir vermutet, lebten Haro, Delios und Hauptmann Kandor noch. Sie hielten sich aber in der lebensfeindlichen Umwelt auf dem Auge der Dämonen auf, der Heimat der Großen Alten, die später den Namen Planet der Magier erhielt. Über die Geschichte der Höllenschlange und ihre Verbindung zu Asmodina gab es aber leider keine neuen Erkenntnisse. Neu war eben nur gewesen, dass ich nicht gedacht hatte, dass sie bereits in Atlantis existierte. Vielleicht würde Ian Rolf Hill an anderer Stelle mal mehr darüber schreiben.
Ganz sicher, bedurfte aber das Schicksal von Sedonia der Aufklärung. Ich war über die Aussage, dass Sedonia, beim Angriff des Schwarzen Tods auf Oriak, getötet wurde, sehr irritiert. Nicht nur weil dieser Angriff im Roman gar nicht geschildert wurde, sondern vor allem weil sie als Überlebende des Untergangs von Atlantis, bekanntlich den Weg in die Gegenwart schaffte. Zum Finale feierte das Volk von Atlantis einmal mehr Nyrana, weil er die Schwarzen Priester und den Götzen Krol scheinbar vertrieb. Dagegen fiel der Eiserne Engel beim Volk in Ungnade. Zumindest bis Myxin auftauchte und Nyrana mit der Behauptung konfrontierte ein Dämon zu sein. In diesem Moment dachte ich, dass es gar nicht anders kommen konnte, bei seinem auffälligen Namen. Für genügend Spannung war definitiv weiterhin gesorgt.
Ich war schon gespannt auf die nächsten Episoden der Atlantis Legenden. Diesen Roman bewertete ich insgesamt erneut mit der Note 2 = Gut und vergab dazu passend 4 von 5 Goldene Schwerter an Ian Rolf Hill. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Sehr Gut ab.
