Das PS mal ganz rebellisch oben ran.

Freut mich, dass du auch Rezis beisteuerst @engelbert
Aruula hat als Cliffhanger des ersten Teils herausgefunden, dass das Grauzeug wie Bionetik funktioniert. Deutet das auf Hydriten hin? So ein „Aha, das kenne ich doch“-Effekt wäre genau das, was ich gerade bei MX brauche. Jedenfalls steigt die Gruppe tiefer in das Höhlensystem herab, um die Schwertmaid zu stellen.
Die hat die entführte Cataliina leider inzwischen an einen Mashall des bösen Monsters verloren. Dämliches Monster. Wird immer stärker. Das reicht den Visores Grandes jetzt. Sie schließen sich gegen das mysteriöse Wesen zusammen. Die Expedition um Matt darf sie begleiten.
Nach diesem Einstieg geht es zum Mars. Dreieinhalb Milliarden Jahre in die Vergangenheit. Tja, leider ist ausgerechnet der Mars eines der MX-Themen, mit denen ich relativ wenig anfangen kann. Aber bei dem informationshaltigen Kapitel ahne ich schon, dass die Maddraxikon-Enthusiasten ihre helle Freude haben werden.
In der Gegenwart kämpfen sich die Visores Grandes bis zum grausigen Monster durch und vernichten es schließlich mit gemeinsamen Kräften. Doch dabei wird Aruula schwer verletzt. Grauzeug kann sie heilen, aber wird sie süchtig nach dem Stoff machen.
Das ist dann ein Problem für die zweite Hefthälfte. Es geht weiter in die Tiefe. Vielleicht gibt es dort Hilfe für Aruulas neuen Zustand. Ich habe aber erstmal ein paar Tage pausieren müssen. Stört bei diesem Roman nicht sehr, man ist schnell wieder drin. Die Truppe schlägt sich halt immer tiefer durch das Höhlensystem und Michael Edelbrock schreibt zu jeder Etappe ein fantasievolles Event. So gut der Roman geschrieben ist...ehrlich gesagt, schafft er es nicht, mich bei der Stange zu halten. Ich will nur ans Ende kommen, wo die Helden erfahren, dass alles mit den Ikairydree vom Mars zusammenhängt. Und wie gesagt, ich bin kein Fan von der Mars-Thematik, die totale Offenbarung wird das für mich nicht.
Am Ende helfen sie dem letzten Ikairydree und er heilt Aruula dafür von der Grauzeug-Sucht. Die beiden Helden verlassen das Tunnelsystem und lassen auch dieses Abenteuer hinter sich. Klingt nicht so, als würde der Schauplatz oder das Grauzeug nochmal eine Rolle spielen. Zudem sie dem Weltrat klar empfehlen, das Gebiet zu meiden und alles verschweigen, was für Kormak interessant sein könnte.
Wie befürchtet wieder ein abgeschlossenes Einzelabenteuer. Das sehr gut geschrieben ist, aber mich nicht packt. Der zweite Teil sogar noch weniger als der erste Teil. Das hätte sich als eine neue MX Spin Off Miniserie gelohnt. Mit dem, was als Potential verfügbar ist, hätte ich mir locker 10+ Bände vorstellen können. So ist es nur eine Aneinanderreihung von fantasievollen Szenen. Alles hängt mit der Mars-Thematik zusammen, die mich eh nicht so interessiert. In der Heftmitte wird es für mich etwas spannend, weil Aruula mit dem Grauzeug vor dem Tod gerettet werden muss und süchtig wird. Aber davon wird sie zum Finale geheilt. Die Helden lassen diesen Schauplatz hinter sich und man kann ihn eigentlich vergessen.
Ein erstklassig geschriebenes Heft macht noch keine Top-Wertung für mich. So leid mir das auch tut. Ich hätte da echt lieber ein „nur gut“ geschriebenes Heft mit MAGMA oder einer Entwicklung im Weltrat gewünscht.
Mal ein paar Vergleiche aus dem Amraka-Zyklus. Die 634 war auch so fantasievoll geschrieben, hat mich aber viel mehr begeistert, weil es einen Bezug zum Zyklus hatte und ich dachte, einige Themen werden wieder aufgegriffen, weil der nächste Zyklus vielleicht ins Mystische geht. Oder die 621 und 622, auch ein mysteriöses Untergrundabenteuer. Nicht so gut geschrieben wie dieser Zweiteiler, aber hat mich mehr interessiert, weil es in einen tollen Zyklus mich ständig fortschreitender Handlung eingewoben war.
Was ich damit sagen will: Vom Lesespaß müsste ich 2 oder 3 Sterne im Maddraxikon geben. Für die Schreibe klar 5. So sind es 4 Sterne als Kompromiss.
Und hier GUTe

(7 von 10 Kometen)
Hoffentlich wird MAGMA bald aktiver. Uns wurde versprochen, dass in der zweiten Zyklushälfte mehr passieren wird, aber ich merke nichts davon.