In New Mexico sollen Matt und Aruula für den Weltrat mal wieder ein „mysteriöses Verschwinden unserer Agenten“ aufklären. Außerdem gibt es in der Gegend interessante Relikte, die sollen sie sich ebenfalls anschauen. Im Heftromanzufall retten sie auch direkt zwei Fremde vor Mutantenskorpionen, die ihnen mehr über das Grauzeug erzählen und sie an einen vertrauenswürdigen Führer verweisen.
Also geht es hinab, in das gigantische und wundersame Höhlensystem. Wo zufällig jetzt eine Expedition in die Tiefen startet, der die Helden sich im zweiten Heftdrittel anschließen. Michael Edelbrock lässt sich Zeit mit der Handlung. Ist ja nur der erste Teil, im zweiten darf es ruhig etwas flotter werden. Hier werden die Expeditionsteilnehmer vorgestellt und der Autor lässt bei der Flora und Fauna des Schauplatzes der Woche seine Fantasie spielen. Sowas liegt ihm.
Im letzten Heftdrittel kehrt die Expedition zurück. Und dann trifft die legendäre Schwertmaid ein. Eine der Visores Grandes, der handvoll Abenteurer, die am weitesten vorgedrungen sind. Wird ja auch Zeit, wenn der Roman schon ihren Titel trägt. Bei einer Auseinandersetzung entführt die Schwertmaid die Frau ihres Führers, um sie zu ihrer neuen Dienerin zu machen. Ein Trupp macht sich an die Verfolgung und natürlich sind Matt und Aruula auch dabei.
Soweit, so kurz. Michael Edelbrock hat echt das Beste aus den Möglichkeiten dieses Zyklus herausgeholt. Obwohl ich noch Steigerungspotential für den zweiten Teil sehe. Für eine Top-Note fehlt mir aber immer noch ein verbindendes Teil. Am Ende wird hier ein Mysterium offenbart, dass danach nicht mehr wichtig ist oder erst in einem Jahr wieder in einem Edelbrock behandelt wird. Der Roman ist Top geschrieben und hat ein tolles „Hohlerde aus den neuen Godzilla-Filmen“ Feeling. Aber ich hätte ehrlich gesagt mehr Freude an einem schwächeren Roman gehabt, wo ein neues Mitglied von MAGMA eingeführt wird oder man endlich damit beginnt, Kormak abzusägen. Irgendetwas, wo ich weiß, dass was auch immer passiert, es nachhaltige Auswirkungen auf den Zyklus und vielleicht MX allgemein haben wird.
Immerhin steige ich wegen einem mangelnden fortlaufenden Plot bei MX nicht komplett aus, so wie ich es beim (ebenfalls qualitativ sehr guten) PZ getan habe. Das spricht für die Reihe. Und klar, der Roman ist ein echtes Highlight…aber trotzdem fällt er dem schwachen Zyklus zum Opfer.
SEHR GUTe 4 Sterne im Maddraxikon und

(8 von 10 Kometen).
Viel besser geht es nicht. Vielleicht eine leichte Steigerung im zweiten Teil. Aber ich muss leider mit diesem Beispiel für mich klar benennen, dass sich allgemein ein „egal-Gefühl“ bei mir eingestellt hat. Matt und Aruula werden eh überleben. Neu eingeführte Nebencharaktere sind eh nur für das Einzelabenteuer relevant (oder für die Autorenbaustelle), neu besuchte Schauplätze sieht man nach dem Einzelabenteuer nie wieder (oder höchstens später in der Autorenbaustelle). Es fühlt sich für mich nicht mehr nach MX an. Sondern wie Geschichten in der Welt von MX mit den Serienhelden. Wie ein Spin Off der MX-Hauptserie.
Ich hatte gehofft, dass nach Einführung von MAGMA jetzt schnellstmöglich nach und nach die verschiedenen Mitglieder eingeführt werden und diese gezielte Aktionen gegen Kormak und die Helden starten. Könnte ja trotzdem jeder Autor „seinen“ Bösewicht haben. Wie bei JS mit den Dunklen Eminenzen des Täufers. Vielleicht ist das der Plan, aber es dauert mir zu lange, bis es endlich los geht. Wo MX Gelegenheitsleser gewinnen will, wird es Leser wie mich verlieren.