Fast auf den Tag genau 5 Jahre nach seiner „Zombie-Dämmerung“ setzt Christian Schwarz diesen Plot fort. Grao und Ira fliegen mit Erlaubnis des Weltrates nach Agartha, um nach dem Rechten zu schauen und es als potentiellen Partner zu gewinnen.
Der Zeitpunkt ist echt günstig, denn gerade versucht die böse Sherab Pelden sich mit Hilfe der intelligenten Zombies an einem Machtwechsel.
Zur Heftmitte geht es nach Washington, wo man sich über den entkommenen Laan ärgert. Und einen Funkruf der Daa’muren empfängt, denen die Situation langsam über den Kopf wächst. Da braucht man wohl die Hilfe der Haupthelden. Schade, ich hatte echt gehofft, dass der Roman ohne Matt und Aruula auskommt. Für mich ist das Eingreifen der beiden sogar ein kleiner Minuspunkt.
Jedenfalls startet Sherab jetzt die entscheidende Phase ihres Planes, eine direkte Invasion der Zombies. Zum Glück sind Grao und Ira ja im Heftromantiming hier und können dagegenhalten. Noch. So versuchen sie verzweifelt, einen Funkruf abzusetzen. Dass es ihnen gelingt, weiß der Leser ja schon. Vielleicht hätte man die Szene in Washington weglassen sollen, damit man bis zum überraschenden Eintreffen von Matt und Aruula noch mitbibbern kann? Aber ich muss sagen, diese zweite Hefthälfte verliert mich gerade sowieso. Da versuchen nur Wellen um Wellen von Zombies den Palast zu stürmen und man versucht sie aufzuhalten, wie in einem Tower Defense Videospiel. Da die Serienhelden auf dem Weg sind, wird bis zu deren Eintreffen eh nichts Entscheidendes passieren.
Dann treffen Matt und Aruula in Agartha ein und retten den Tag, indem sie Sherabs Luftschiff zerstören und der Schlange damit den Kopf abschlagen. Das war es schon?
Ja, weil die Leserseite extrem lang ist. Das hat mich überrascht. Mein skaliertes ebook hat 70 Seiten. Mit der Seite 52 endet bei mir der eigentliche Handlungstext. Das heißt, ein Viertel des Hefts ist LKS. Wow.
Eigentlich passt dieses Zombiethema zur pulpigen Schreibe von Christian Schwarz. Den grummeligen Grao mag ich sowieso. Ich freue mich immer, wenn er dabei ist. Damals hatte ich den Vorgängerroman zu den Fressern auch relativ gut bewertet.
Aber hier ging mir die Leselaune in der zweiten Hefthälfte echt schnell flöten. Müssen Matt und Aruula denn unbedingt dabei sein? Und muss der Leser das gespoilert bekommen, während es in Absätzen danach darum geht, ob die Daa’muren auf Hilfe hoffen können. Das ist extrem unglücklich geschrieben. Außerdem wird es mir am Ende echt zu trashig und einfallslos, mit den Zombiehorden. Die Aufklärungsarbeit der Daa’muren davor war ja noch interessant. Kann aber auch daran liegen, dass mich MX seit einer Weile eh nicht mehr richtig begeistert und die 547 noch auf einer motivierteren Welle mitgeschwommen ist.
Hätte gern mehr Punkte gegeben, weil der Autor bei solchen simplen Handlungen überzeugender ist, als wenn er den Kollegen bei aufwändigen Intrigen-Plots nacheifert. Am Ende werden es doch nur MITTELäßige

(5 von 10 Kometen) und 2 Sterne im Maddraxikon.
PS. Oh, wow. Da will ich gerade meine Bewertung im Maddraxikon abgeben….und….1,75 Sterne bei 8 Stimmen. Das muss man erstmal schaffen.
