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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Sa Dez 06, 2025 10:41 am
von Das Gleichgewicht

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Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Weihnachten steht vor der Tür, doch die besinnlichen Tage wird Butler Isaac Finley diesmal nicht in Battlecrease House bei seiner Dienstherrin Lady Mildred Enderby verbringen. Bridget, das Dienstmädchen von Lady Mildred, hat ihn über die Festtage in ihr Heimatdorf Coleshill eingeladen, und Isaac ist ganz hin und weg, ist er doch heimlich in Bridget verliebt. Doch in der Nacht, bevor Isaac in Coleshill ankommt, gibt es dort einen grausigen Todesfall. Eine ältere Dorfbewohnerin wird enthauptet. Und auf einmal macht wieder die alte Sage um den satanischen Sargmacher Charles Coffin die Runde, der Coleshill schon vor hundertfünfzig Jahren in Angst und Schrecken versetzte ...
Geschrieben von Henry Cardell
Erscheinungsdatum: 20.12.2025
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Sa Dez 06, 2025 12:02 pm
von Olivaro
Und da muss unbedingt Weihnachen für solch einen geschmacklosen Titel herhalten?
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Sa Dez 06, 2025 6:24 pm
von Roland
Genau. Ostern können Köpfe doch auch rollen. Passt da zumindest besser zu den Ostereiern.
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Fr Jan 02, 2026 1:01 pm
von iceman76
Eigentlich beginnt diese Geschichte für unseren lieben Isaac Finley ziemlich harmlos. Das Dienstmädchen von Lady Mildred, Bridget Bellwood, wollte mit ihm Essen gehen! Dazu muss man wissen das der gute Isaac schon länger ein Auge auf die hübsche Bridget geworfen hat. Doch gewisse Umstände hatten vorherige Verabredungen immer wieder zum scheitern gebracht.
Jetzt sollte es aber endlich klappen!
So macht sich Isaac mit dem "Segen" von Lady Mildred auf den Weg nach Coleshill, ein kleines Örtchen gute sieben Meilen von Lady Mildreds Anwesen entfernt. Dort will er sich mit Bridget treffen.
Bis hier her klingt das ganze ja ziemlich romantisch...
... doch das Böse hat natürlich andere Pläne!
Das Böse tritt auf den Plan als Gestalt eines alten Sargmachers, dessen Legende seit guten 150 Jahren mit dem Ort Coleshill verbunden ist.
Und tatsächlich: als Isaac in Coleshill auftaucht, gibt es bereits das erste Opfer! Und zu allem Überfluss gerät sogar Isaac ins Visir der ermittelnden Polizei!
Fazit: Ich vergebe für diesen Roman ein "sehr gut" mit Tendenz zu "top"! Allein der Handlungsstrang als der Sargmacher sich um das erste Opfer der Geschichte "kümmert", hat mir richtig gut gefallen! Ich hoffe das ich noch einige weitere so gute Romane von/über Issac Finley zu lesen bekomme!
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Di Jan 27, 2026 10:55 am
von abnelgurk
Cardells Humor, vielleicht ungewollt, wie auch immer, gefällt mir sehr gut. So weit ich mich erinnere ist das die erste Geschichte, in der Finley ganz ohne Lady Enderby agiert, und das macht er aus meiner Sicht richtig gut (Lady Enderby sieht das natürlich ganz anders).
Der Name des Bösewichtes »Coffin« lässt mich in Erinnerungen an einen anderen Helden schwelgen. Frank Connors, der Held von Bruce Coffin alias Kurt Maurer, der in diesem Jahr 98 geworden wäre.
Frank müsste auch die 80 längst überschritten haben und da unser neuer Held Isaac Finley immer noch keine eigene Waffe gegen das Böse hat, wäre es doch an der Zeit für ein Crossover, in dem der greise Connors seinen magischen Ring an Isaac übergibt.
Wird natürlich nicht passieren und ich bin gespannt wie Finley seine nächsten Fälle lösen wird. Den Aktuellen hier ganz pragmatisch mit den ihm zur Verfügung stehenden »Waffen«.
Sehr kurzweilig, von mir ein TOP!
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: So Mär 08, 2026 9:26 pm
von Tulimyrsky
Fand ich den Anfang im Großen und Ganzen noch gut (bis auf das unlogische Charles Dickens/Fickens Wortspiel), kam ich mit fortschreitender Geschichte zu dem Schluss, dass die Geschichten um und mit Isaac Finley nichts für mich sind.
Re: Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 188: Wenn Weihnachten die Köpfe rollen
Verfasst: Fr Mär 13, 2026 4:22 pm
von Das Gleichgewicht
Das Dienstmädchen Bridget hat ja seit einiger Zeit ein Auge auf Isaac Finley geworfen. Zu einem Date kam es bisher nicht, weil dem Serienhelden immer etwas dazwischenkam. Aber jetzt endlich! Auf geht es nach Coleshill, wo sie bei ihren Eltern wohnt. Dass ausgerechnet dort jetzt ein mordender Zylindermann umgeht, ist natürlich typisches Heftromanpech. Für mich ist diese sich anbahnende Liebesbeziehung eher nebensächlich. Deshalb interessiert mich auch weniger, dass ein gut aussehender Polizist, der wegen dem Mordfall hier ermittelt, ein ehemaliger Schulkamerad von Bridget ist und Isaac ein wenig eifersüchtig wird, weil die beiden herumflirten.
Isaac gerät dann als Fremder im kleinen Örtchen auch irgendwie direkt in den Fokus der schlechtgelaunten Chefermittlerin. Und weil bei einem wichtigen Theaterstück ein Darsteller wegen Grippe ausgefallen ist, drängt Bridget Isaac dazu, diese Rolle zu übernehmen.
Die erste Hälfte des Romans fühlt sich für mich irgendwie seltsam an. Ich mag die Geschichten um den etwas unbeholfenen jungen Butler sehr. Aber hier drückt Henry Cardell dem Roman zu sehr seinen besonderen Stempel auf. Das ist mir entschieden zu viel „Wir bringen den armen Isaac in sehr unangenehme Situationen“ und zu wenig „Gruselroman mit Monster of the Week“.
Während es in der zweiten Hefthälfte ein weiteres Opfer gibt, geht Isaac einer alten Legende nach. Ist tatsächlich der böse Sargmacher Charles Coffin zurückgekehrt? Sieht so aus und mit seinen Nachforschungen macht sich Isaac beim Bösewicht natürlich nicht gerade beliebt. So landet der Butler ganz oben auf der Todesliste des teuflischen Sargmachers und Satansdieners.
Charles Coffin greift Issac ausgerechnet während der Theateraufführung an. Wie es sich gehört, stellt der Gegenspieler sich beim Serienhelden etwas ungeschickter an, als beim Kanonenfutter davor. Trotzdem weiß ich nicht, wie Issac dem Sargmacher beikommen will. Er hat keine wirksamen Waffen oder Gegenstände am Mann. Und die allwissende Expertin Lady Enderby ist auch nicht in der Nähe. Die hat in solchen Situationen immer ganz tolle Einfälle. Letztendlich kann Issac seinen Gegner nach einem Handgemenge und der kurzen Unterstützung von Bridget aber mit seiner eigenen Schaufel enthaupten. Ja, das passt. Auch wenn mir hier am Ende der Humor wieder ein wenig zu stark hervorkommt. Teilweise könnte das auch eine schwarzhumorige Szene aus einem „Die Nackte Kanone“ Film sein.
Mhh, die ersten IF haben mir irgendwie besser gefallen. Da war mehr los und ich war gefesselter. Hier ist mir der Humor an einigen Stellen zu stark und der Gruselaspekt geht verloren. Das ist ein schmaler Grad, denn eigentlich mag ich den Schreibstil von Henry Cardell.
Deshalb insgesamt auch noch

(7 von 10 Totenköpfen) und ein starkes GUT. Habe hier wieder lange überlegt, aber wenn ich aus Sympathie ein Sehr Gut vergebe, gibt es am Ende keine Abstufung zwischen den Heften und das macht auch keinen Sinn.
Tulimyrsky hat geschrieben: So Mär 08, 2026 9:26 pm
(bis auf das unlogische Charles Dickens/Fickens Wortspiel),
Ja, das hat mich auch ein wenig gestört, weil Charles Fickens nur im Deutschen Sinn macht, der Roman aber in England spielt. Da hat der Autor dem gemeinen Stammleser nicht zugetraut, ein englisches Wortspiel zu verstehen. Was auch immer das gewesen wäre, irgendwas mit Dick vielleicht?