Der Teaser auf den Roman hat in mir nicht eben Lesefreude geweckt. Die Helden geraten wohl mal wieder in das Zentrum einer fiesen Intrige. So ähnlich klang auch die Vorschau auf den Kasan-Roman mit Suko. Mit motivierter Grundhaltung gehe ich also nicht an den Roman, aber das macht ja nichts, wenn er mich packen kann und gut geschrieben ist.
Also zur Sache: Chris ist wohl wirklich tot, nur wer ihn getötet hat, ist noch unsicher. Jane will die Asche des Geologen auf Hawaii verstreuen und wird dabei von John begleitet. Direkt am Flughafen wird John festgenommen, wegen Terrorismusverdacht. Auch das ist nichts Neues, unter dem Stand Jane nach dem Tod von Chris.
Bei der ganzen Scheiße, die die Helden unter IRH in den letzten Jahren erdulden mussten, müsste Jane an der Stelle eigentlich klar sein, dass die Gegenseite wieder ihre Spielchen spielt. Und auch sie steckt mittendrin. Der Guide, der sie zum Vulkan bringt, wo sie die Asche verstreuen will, ist ein Haidämon und arbeitet mit der Gegenseite zusammen.
Zur Heftmitte findet John dann durch einen Glückstreffer heraus, dass sein Gegner der nordische Gott Loki ist. Unter „alter Bekannter“ stelle ich mir etwas anderes vor. Wie oft hatten die beiden denn miteinander zu tun? Da stellt sich bei mir absolut kein Aha-Erlebnis ein, aber IRH muss ja seinen Ragnarok-Vierteiler vorbereiten, um eine weitere Autorenbaustelle eines Kollegen abzuschließen.
Der Haidämon will Jane opfern, um seine gebannten Kameraden zu befreien. Gerettet wird sie von Geisterhaien, die gegen die Dämonen kämpfen. Einer davon ist…Chris Ainsworth? Ok, was auch immer.
Durch einiges Heftromanglück gelingt es John, einem Polizisten dazu zu bringen, Abe Douglas zu warnen. Das klappt nur halb, bevor er von der Gegenseite gekillt wird. Aber es reicht, damit der FBI Agent nach Hawaii kommt. Auch er wird am Flughafen von den Haidämonen abgefangen. Zu ihrem Pech rechnen sie nicht damit, dass seine Pistole mit Silberkugeln geladen ist. So weit hat Loki seine Verbündeten offenbar nicht instruiert. Die restlichen Dämonen wollen gerade John kalt machen, als Abe in allerletzter Millisekunde den Vernehmungsraum erreicht und die Monster ebenfalls erschießt. Nun kann man zusammen in einem Hubschrauber zum Vulkan fliegen, um Jane zu retten. Loki will sich den Spaß nicht nehmen lassen und sie aufhalten, also ruft John in seiner Not die Kreuzformel. Obwohl die gegen andere Mythologien wirkungslos ist, aber er hat das genau kalkuliert. Er setzt die Formel nicht „gegen“ die Magie ein, sondern „mit“ der Magie und da gilt die altbekannte Regel nicht mehr. Ach so, naja wenn IRH das so bestimmt…
Loki verzieht sich jedenfalls und John erledigt die restlichen Dämonenhaie. Da hat Jane gerade nochmal Glück gehabt. Zwei Tage später verstreuen sie ungestört die Asche. Und die Seele von Chris ist wirklich nicht in die Hölle gefahren, sondern eher in eine hawaiianische Jenseitswelt, deshalb ist auch sein Geist erschienen. Diese letzten zwei Seiten muss ich echt wertschätzen. Glückliche Momente ohne ein „Aber“ sind bei IRH sehr rar gesät.
Eigentlich wollte ich es kurz und schmerzlos machen, aber die Rezi ist normal lang geworden, bilde ich mir ein. Viel zu schreiben habe ich über den Roman nicht. Größtenteils habe ich mir gedacht „Diese Manöver ziehen bei mir einfach nicht mehr, Herr Hill“. Alles wie immer. Außer die letzten beiden Seiten, die waren echt schön. Dass Chris wirklich tot ist, habe ich bis zu diesem Roman nicht hundertprozentig geglaubt. Irgendein total unerwartetes Ass hat IRH ja immer im Ärmel. Ansonsten wird der Krieg der Götter vorbereitet. Der „alte Bekannte“ ist Loki, was bei mir kein Aha-Erlebnis auslöst. Das hätte dann auch irgendein Gegner aus den 2800 JS Geschichten sein können, der in seinem Heft nicht sicher vernichtet wurde.
So bin ich aus dem Heft rausgegangen, wie ich reingegangen bin. Relativ lustlos und ohne großes Interesse. Wirklich unterhalten wurde ich nicht, IRH bereitet sein nächstes großes Ding vor, was mir aber jetzt schon egal ist.

(5 von 10 Kreuzen) und ein MITTEL.