Handlung: Marek dringt wie geplant bis ins Schlafzimmer der Ceausescus im Präsidentenpalast vor. Im letzten Moment erkennt er, dass er mit falschen Informationen in eine Falle gelockt wurde. Im Volksmund wurde das Präsidentenpaar zwar auch als Blutsauger bezeichnet, Vampire waren sie aber trotzdem nicht. Marek tritt augenblicklich den Rückzug an. Bevor er mit seiner Verbündeten Seraphina den Palast durch den geheimen Tunnel verlässt, vernichtet er noch eine Vampir-Hexe. Marek befürchtet, dass deren Zwillingsschwester seinen vermeintlichen Sohn Alexandru manipulierte. Demnach würden sich Alexandru und auch seine Frau Marie in großer Gefahr befinden. Als Marek und Seraphina endlich Alexandrus Haus erreichen, hat die Vampir-Hexe Bredica bereits für ein Blutbad gesorgt und Bedienstete in Vampire verwandelt. Marek kann mehrere Vampire vernichten bis Bredica ihn zum Aufgeben zwingt, weil sie Seraphina als Geisel nimmt. Marek erfährt, dass der misslungene Anschlag auf das Präsidentenpaar, nur ein Teil eines größeren Plans war. Dieser soll dem legendärem Dracula die Rückkehr an die Macht ermöglichen. Außerdem gibt Bredica zu, dass Alexandru und Marie rechtzeitig fliehen konnten. Mit einer List kann Marek sich und Seraphnia aus den Klauen der Vampir-Hexe befreien, aber deren Flucht nicht verhindern. Mareks Plan erneut Hilfe aus London zu erhalten schlägt fehl. James Powell teilt ihm mit, dass John und Suko gerade einen Einsatz in Tokio haben und unabkömmlich sind. Zu allem Überfluss wurde das Gespräch noch abgehört. Kurz darauf wird das Haus von der Securitate umstellt, deren Zugriff Marek und Seraphina sich gerade noch entziehen können. Gerade rechtzeitig taucht Alexandrus Leibwächter und Chauffeur Dragan auf um sie abzuholen. Bei einem Halt außerhalb der Stadt kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Seraphina und Dragan, die Marek endgültig verwirrt. Gehört Dragan oder Seraphina ebenfalls zu Draculas Schergen?
Meinung: Auch zum zweiten Teil der neuen Mini-Serie, über eine Kultfigur aus der John Sinclair – Serie, erstellte Thomas Greiwe, mit KI – Software, wieder ein schauriges Titelbild, dass Marek inmitten der Hyänen in Aktion zeigte. Dieser Roman wurde von Ian Rolf Hill in zwei Handlungsebenen aufgeteilt. Die Handlung in der Gegenwart schilderte weiterhin Mareks Erlebnisse im November des Jahres 1978.
Dazu wurden Alexandrus Kindheitserlebnisse, beginnend im April 1952, aus der Vergangenheit geschildert. Alexandru wurde als vermeintliches Waisenkind,, einem von Nonnen geführten, Waisenhaus im Bukarester Stadtteil Lipscani zugeteilt. Die Nonne Teresia wurde zu seinem Schutzengel inmitten von Nonnen, die sich in Hyänen verwandeln konnten. Der Junge Alexandru fand Zuflucht bei Pater Marin, der aber die realen Tatsachen verdrehte. Er verunglimpfte Schwester Teresia, die sich für Alexandru opferte und bestritt, dass sich die Ordensschwestern in Hyänen verwandeln konnten. Wenige Wochen später nahm Vater Marin ausgerechnet eine Einladung der Oberin an. Er reiste mit Alexandru zum Kloster Snagov , dass auf einer kleinen Insel lag.
Wenn es ans Telefonieren ging musste man sich jedes mal vergegenwärtigen, dass es im Jahr 1978 noch keine Handys gab. Ganz im Gegenteil, es hatte noch nicht einmal jeder einen Festnetzanschluss. Das galt besonders für einen kleinen Ort wie Petrila, indem sich das einzige Telefon des Ortes im Büro des Bürgermeisters befand. Der Roman war immer ein stetiges Auf und Ab, bei dem die Protagonisten nicht nur einmal vom Regen in die Traufe kamen. Verbündete wurden plötzlich zu Gegnern. So wollten Dragan und Alexandru gemeinsam Marek und Seraphina abholen. In Bukarest traf aber nur Dragan allein ein. Wo war Alexandru geblieben? Wusste Dragan von der besonderen Wirkung der Pfeile aus der Druckluftpistole, die er Seraphina gab? Getroffene Menschen verwandelten sich in Hyänen. Gehörte auch dieses zum Komplott?
Auch das Sinclair – Feeling war stets allgegenwärtig. An passenden Stellen wurden John und Suko immer wieder erwähnt und auch besondere Fälle von ihnen angesprochen. Zeitgleich zu den Ereignissen in diesem Roman erlebten die Geisterjäger gerade den Fall um die „Panik in Tokio“. Superintendent Powell durfte sogar aktiv in einer kleinen Rolle mitwirken.
In der Mitte des Romans hatte die Druckerei die Seiten durcheinandergebracht. Eine höchst seltene Panne. Die richtige Reihenfolge der Seiten in der Mitte des Romans lautete: Seite 70-72-73-71 und weiter mit Seite 74 und folgende.
Am Ende war es ein Roman gewesen, der wieder spannend und unterhaltsam vom Anfang bis zum Ende war und dazu beste Unterhaltung bot. Außerdem konnte Ian Rolf Hill immer wieder mit überraschenden Wendungen überzeugen. Nicht jeder Verbündete war immer uneingeschränkt vertrauenswürdig gewesen. Auch war nicht alles tot, was auf den ersten Blick so wirkte. Mein Verdacht, dass die Mutter Oberin aus der Vergangenheit und Bredica ein und dieselbe Person waren, sollte bestätigt werden. Obwohl das Ritual vor sechsundzwanzig Jahren nicht perfekt ablief, steckte seitdem dennoch der Geist Draculas im Körper von Alexandru. Nur gelang es diesem bisher immer noch den bösen Geist zu kontrollieren und selber die Oberhand zu behalten. Es fragte sich aber dennoch, wie lange sich Alexandru noch erfolgreich gegen eine komplette Übernahme wehren konnte. Mit dieser spannenden Frage endete der zweite Teil der Mini-Serie.
Mir hatte er sowohl vom Schreibstil, als auch von der Handlung her erneut sehr gut gefallen. Daher entschied ich mich auch wieder dafür, diesen Roman von Ian Rolf Hill mit der Note 1 = Sehr gut und dementsprechend mit 5 von 5 Eichenpfählen zu bewerten. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit
Top ab.
