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Band 1340: Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

Verfasst: Sa Sep 20, 2025 3:17 pm
von Das Gleichgewicht

Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

"Ich will nicht zum Handlanger der Schicksalswaage werden! Chéri, wir müssen uns dagegen wehren", forderte Nicole. Zamorra sah in die Ferne. "Ein interessanter Gedanke. Eine neue, von Anfang an geplante Tafelrunde. Es würde eine gewisse Ordnung in den Kampf gegen die Mächte der Finsternis einziehen. Wir würden uns absprechen. Es gäbe eine gewisse Planbarkeit. Das ist doch das, was wir immer wollten." "Nein, chéri, da sollten wir uns heraushalten", widersprach Nicole vehement.

Geschrieben von Thilo Schwichtenberg

Erscheinungsdatum: 04.10.2025

RE: Band 1340: Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

Verfasst: Do Sep 25, 2025 8:02 pm
von Ma`soht
Wesen in der Gestalt als Bill Flemming...

Spoiler
Hinter Bill Flemming, vermute ich den "Herrn der Schicksalswaage"

RE: Band 1340: Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

Verfasst: So Okt 12, 2025 11:48 pm
von ufo-bote
Da war unser Autor mal wieder ganz umtriebig und hat eine Zusammenfassung ganz am Ende ganz am Ende präsentiert:

… Wir waren in Afrika und haben Tophoas gefunden und erweckt. Dabei wurde uns unerwar­tete Hilfe meines Doppelgängers zuteil, der sich aus dem gestaltgewordenen Wahnsinn, den ich anscheinend abge­streift habe, gebildet hat. Zu guter Letzt kam Luzifer, der eine besondere Bin­dung zu meinem Doppelgänger zu haben scheint. Letztendlich musste er jedoch der Übermacht der Engel weichen, die wir oder besser mein Doppelgänger frei­gelassen haben. Weißt du Näheres zu diesem offenbar ausgeküngelten Plan? Weißt du, wann ich den Wahnsinn abge­streift habe beziehungsweise wann und warum ich wahnsinnig geworden bin?«
Sara: »Da ist etwas. Doch jedes Mal, wenn ich versuche, mich zu erinnern, ist alles wieder weg. Fast scheint es, dass mich jemand manipuliert. Ich kann jedoch nicht sagen wer.«
Zammy: »Vielleicht der Wächter der Schicksalswaage selbst?«. Fassen wir zusammen. Ich hatte einen anscheinend bösartigen Zwilling, der sich aus mei­nem gestaltgewordenem Wahnsinn ge­bildet hat. Dieser Zwilling, warum auch immer, mochte mich. Vielleicht weil er aus mir kam und mich kannte. Es war nicht das erste Mal, dass wir zusammen­trafen. Am Ende hat er sich sogar für mich geopfert. Das wiederum hat Luzi­fer nicht gefallen. Es muss eine Parallele zwischen den beiden geben. Doch dann wurden die Engel befreit, und Luzifer musste weichen.«

Michaels Erwachen, Luzifers Einmischung, Stygias seltsames Verhalten sein Doppel­gänger, die Erweckung der Engel und jemand, der alles wahrscheinlich zu len­ken schien – wo sollte das hinführen?
Wer stellte da nur die Figuren auf? Und wessen Spiel würde es werden? …

An sich nicht schlecht, hier und da etwas verworren. Aber der rote (Zwirnsfaden) ist noch erkennbar

RE: Band 1340: Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

Verfasst: Di Okt 14, 2025 4:55 pm
von Weltenbummler
Moin Moin,

Mooooment. Was ist verworren?
Moment. Äh, wo ist denn hier der Ausgang?
Verdammich. Da! Äh, nein. Äh, da! Nee, doch nicht.
Umpf.

Dieses Jahr kommen neben diesem Roman noch drei weitere Romane.
Danach ist der Zyklus abgeschlossen. Also pünktlich zum 31.12.2025.
Mir ist klar, dass er nicht allen gefallen wird.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp: Taschentuchpackungen zu Weihnachten wünschen.
Ich glaube, so viele Charaktere haben wir in den letzten Jahrzehnten nicht herausgeschrieben, wie ich allein im Silvesterroman. :-O
Ganz besonders eine Figur, von der wohl niemand im Multiversum dachte (ich bis vor kurzem selbst auch nicht), dass ich sie rausschreibe. Aber es ist nur logisch. Finde ich.
Und Loxagons Weihnachtswunsch wird vielleicht auch noch erfüllt. Wer weiß. ;-)
Ich bin gerade am Finale. Das ist natürlich eine Kraftanstrengung sondergleichen, alle Stränge aufzulösen und zu beenden, die ich in den letzten Jahren begonnen habe (seit Band 1071 vom Juni 2015).
Nun ja, nicht alle. Denn im Februar geht es ja schon weiter. Die übriggebliebenen drei Figuren wollen ja auch noch etwas zu tun haben. ;-)

Alles Liebe,
DWB

Re: Band 1340: Der Schläfer von Mosi-oa-Tunya

Verfasst: Do Apr 02, 2026 3:34 pm
von Sinclair
Handlung: Zamorra und Nicole genießen im Dachgeschoss des Nordturms das seltene Glück einer kleinen Auszeit. Ihre ungewohnte Zeit der Gemütlichkeit ist jäh vorbei als plötzlich Sara Moon im Château erscheint. Merlins Tochter gibt ihnen den Auftrag den Engel Tophoas wieder zu erwecken, dessen Spur ins heutige Simbabwe führt. Tophoas gehört zur Gruppe der Engel, deren Anbetung nach dem päpstlichen Konzil von 745 verboten wurde. Sara hofft aber darauf, dass er in der Lage ist Teri zu heilen. Das erste Ziel von Zamorra und Nicole ist ein Hotel, in der Nähe der Ruinenstadt Great Zimbabwe. Dass ihr Vorhaben nicht einfach wird bekommen sie noch auf dem Hotelgelände zu spüren, als sie plötzlich und unerwartet in Lebensgefahr geraten.

Meinung: Ein neuer Roman von Thilo Schwichtenberg mit einem seltsam anmutenden und nahezu unaussprechlichen Titel. Das dazugehörige Titelbild der Agentur Shutterstock deutete möglicherweise auf ein außerirdische Wesen hin. Es stellte sich aber schnell heraus, dass Thilo nichts außerirdisches, wohl aber etwas überirdisches im Sinn hatte. Luzifer bereitete sich und seine Getreuen auf eine neue Auseinandersetzung mit seinem Bruder Michael vor. Witzig am Rande, aber nicht albern, war, wie menschlich doch auch Dämonen sein konnten. Egal ob es nun um Belials Training mit seiner Kraftmaschine oder Stygias großen Flachbildschirm ging. :)

Was den Titel betraf, machte ich mich bei Google schlau und füllte damit eine persönliche Wissenslücke. Mosi-oa-Tunya ist der Name eines Nationalparks im Süden von Sambia, an der Grenze von Simbabwe, der auch die berühmten Victoriafälle umfasst. Auch wenn Thilo im Roman nur das direkte Gebiet um die Victoriafälle herum als Mosi-oa Tunya bezeichnete, gilt der Name dennoch für den gesamten Nationalpark. Überhaupt schilderte Thilo sowohl die Ruinenstadt Great Zimbabwe , als auch die weiteren Sehenswürdigkeiten des Landes Simbabwe ganz hervorragend. In dieser Beziehung machte er seinem Beinamen „Weltenbummler“ wieder alle Ehre.

Um Teri Rheken und ihren zersplitterten Geist durfte weiterhin gebangt werden. Tatsächliche Genesungsfortschritte gab es noch nicht. Sara Moon gab ihr Bestes und träumte gleichzeitig von der Gründung der dritten Tafelrunde, obwohl ihre beiden Vorgänger bereits scheiterten. Mittlerweile war ebenfalls klar geworden, dass sich hinter der Maske des Bill Fleming ein weiteres Machtwesen versteckte, dass warum auch immer Gefallen an dieser Identität fand.

Ein besonderer Roman sollte es auch für Lukas Engelhardt sein, der beim Jubiläumspreisausschreiben eine Rolle in einem Zamorra – Roman gewann und nun in diesem Roman als reale Person mitwirken durfte. An dieser Stelle auch meinen herzlichen Glückwunsch an Lukas zum Gewinn des ersten Preises. Auch wenn es am Ende nur eine sehr kleine Rolle war. :)

Astaroth war ein Fan des aktuellen amerikanischen Präsidenten, weil er ein Vermögen durch Rüstungsaktien verdienen konnte. Eine gelungene Anspielung von Thilo auf das aktuelle Weltgeschehen. Derweil trieb Belial seinen Plan voran, Astaroth und Agares für ein Tribunal gegen die vermeintliche Verräterin Stygia zu gewinnen. Für einen Einzelroman bediente Thilo dieses Mal sehr viele Handlungsstränge. Nicht zu vergessen war auch noch Taran. Nach seinem Rausschmiss aus dem Amulett, hatte er sich nun, im unter dem Château schlummernden Amulett einquartiert. Man merkte es nahezu an jeder Stelle, dass Thilo mit diesem Roman zweifellos das Finale seines aktuellen Zyklus vorbereitete, dass wohl auch nicht jeder Charakter überleben wird.

Als sehr seltsam und auch überflüssig im umfangreichen Roman, empfand ich aber das Kapitel mit Maurice und den Gartenzwergen auf den Seiten 38 und 39. Dieses Kapitel schien sich nicht sinnvoll in die übrige Handlung einzuordnen und wirkte eher wie eine Pausenüberbrückung. Die Rolle des Doktoranden Willard Katsande wurde nach und nach merkwürdiger. Die Auflösung dazu war dann zwar überraschend, wirkte aber auch ein wenig konstruiert. Es blieben zumindest einige Fragen dazu offen. Wer und warum brachte das abgestreifte personifizierte Böse von Zamorra überhaupt nach Simbabwe? Da kam eigentlich nur Luzifer in Frage oder? Nur warum wandte es sich dann im entscheidenden Moment gegen Luzifer und half stattdessen Zamorra? Vielleicht wird das noch einmal ausführlicher erklärt werden. Falls nicht musste man es eben so hinnehmen ohne es weiter zu hinterfragen.

Insgesamt war es aber wieder von Thilo ein spannender, kurzweiliger und unterhaltsamer Roman gewesen, der vor allem die Neugier auf das, was noch kommen würde anheizte. Ich entschied mich final dafür, diesen Roman mit der Note 2 = Gut zu bewerten und dazu passend 4 von 5 Amuletten an Thilo zu vergeben. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Sehr Gut ab.

:D