Handlung: Erneut taucht ein Bote des Governors im Château auf. Zamorra , Nicole und Lister folgen ihm in die Transferdimension. Bei Ausgrabungen wurde in Governor City ein seltsames Artefakt gefunden, ein silberner Würfel. In Ermangelung an verlässlichen Leuten sollen Zamorra, Nicole und Lister das Artefakt aus der von Nekroindianern eingekesselten Stadt holen, untersuchen und wenn es nicht schwarz magisch ist an den Governor aushändigen. Ein Fährtenleser und ein Gewehrschütze sind die gesamte Unterstützung, die ihnen der Governor mitgeben kann. Gemeinsam beginnen sie die Reise ins Ungewisse mit dem Zug, bevor es dann zu Pferd weitergeht. Unterwegs retten sie eine Frau, Alyssa Kane, die dem Dämon Emberfang geopfert werden soll. Obwohl die Männer des Governors protestieren, nehmen Lister, Zamorra und Nicole dem Umweg über Alyssas Heimatort Hollow Creek in Kauf, um die Angelegenheit endgültig zu klären. Werden sie trotzdem noch rechtzeitig Governor City erreichen, um das Artefakt zu sichern, bevor es in die Hände der Nekroindianer fällt?
Meinung: Mit diesem Roman setzte Stefan Hensch seinen Zyklus um die Transferdimension fort. Wieder wartete ein Auftrag, der als Himmelfahrtskommando angesehen werden konnte, auf Lister, Zamorra und Nicole. Von der Agentur Shutterstock gab es dazu ein tolles Titelbild, dass einen skelettierten Cowboy zeigte. Am Anfang war ich lediglich ein wenig irritiert darüber, dass die Stadt Governor City nicht identisch mit dem Sitz des Governors war. Zudem störten mehrere Textfehler den Einstieg und auch den weiteren Verlauf dieses Romans zumindest ein wenig. Da kam es auch vor, dass eine Schwadron nicht auf den Rücken ihrer Pferde, sondern schon mal ungewollt auf den Rücken ihrer Feinde ritt. (S. 49)
Wie schon in dieser Reihe von Stefan gewohnt, handelte es sich auch dieses Mal wieder um einen Grusel-Western aus der Transferdimension., der erneut beste und kurzweilige Unterhaltung bot. Auch der Schreibstil von Stefan, gefiel mir wesentlich besser, als zum Beispiel, der Stil von Michael Mühlehner beim vorherigen Roman. Auch wenn es nicht einfach erklärbar war. Vielleicht war Michael einfach nicht der Typ von Autor, den ich favorisierte. Kurze Kapitel sorgten durch damit verbundene schnelle Perspektivwechsel für Spannung, Tempo und Abwechslung im Ablauf der Handlung. Es gab keine unnötigen zähen Erklärungen, die zu Langeweile hätten führen können. Aufgrund der Länge des Romans, war für „Merlins Stern“, die übliche Leser-Seite, wohl kein Platz mehr gewesen.
Der titel gebende wahre Held war aber nicht, wie von mir angenommen, A.S. Lister gewesen, sondern Captain James Conway. Ein ähnlicher Draufgänger wie Lister, dem es nicht nur gelang das Artefakt sicher zu verwahren. Er rettete mit seiner kleinen Schwadron eine Stadt vor einer Übermacht an Nekroindianern und lockte diese dazu noch in eine Falle. Als Conway feststellte, dass der Governor ein Dämon war, knisterte förmlich die Luft. Damit dürfte der Governor einen Feind mehr haben, weil Conway nicht den Eindruck machte, dieses dauerhaft zu akzeptieren. Der Governor gab sich Zamorra gegenüber angeblich großzügig, speiste den Professor aber mit einer billigen Kopie des Artefakts ab, während er das Original behielt. Ob gewollt oder nicht, der Governor erinnerte mich ohnehin sehr stark an den aktuell amtierenden Präsidenten der USA.
An Spannung für künftige Romane mangelte es wahrlich nicht. Ich freute mich daher schon jetzt auf weitere Romane aus der Transferdimension. Nur hoffentlich dann mit weniger Textfehlern. Ich entschied mich am Ende, dann aber doch dafür, diese bei der Bewertung auszublenden, der Handlung den Vorzug zu geben und diesen Roman von Stefan Hensch mit der Note 1 = Sehr Gut und dementsprechend mit 5 von 5 Amuletten zu würdigen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Top ab.
