John und Suko hatten in der Spuk-Trilogie alle Hände voll zu tun. Danach Bill. Und jetzt ist mal Jane dran, die als Detektivin einen Fall lösen soll. Mysteriöse Suizide in einem kleinen Örtchen. Die Spur führt zu einer Entzugsklinik mit besonderen Behandungsansätzen. Als Jane merkt, dass sie es hier mit paranormalen Vorgängen zu tun haben könnte, zieht sie direkt John und Bill hinzu. Also kein Solofall für sie, Schade.
Später gibt die Klinikleiterin Emi Kobayashi bei einer Befragung durch John und Jane unumwunden Auskunft. Sie glaubt an das Übersinnliche und hält es für möglich, dass eine Yurei verantwortlich ist. Diese Geister sind normalerweise aber nicht so mörderisch. Da geht noch mehr vor sich, die Helden sollten auf der Acht sein.
Während John und Jane weiter ermitteln, geht Bill undercover als Patient in die Klinik. Zum Glück ist das sofort möglich. Der Autor will ja einen spannenden Plot am Laufen halten.
In der zweiten Hefthälfte bekommen John und Jane es dann selbst mit der bösen Macht zu tun. Der Geisterjäger kann seine Freundin in letzter Sekunde vom Suizid abhalten und weil die Yurei ihm etwas zuflüstert, erfährt er wichtige Details. 13 Menschen sollen sterben. 12 sind es schon, also geht es ganz klassisch um das letzte Opfer. Ich kann mir auch schon vorstellen, wer das sein soll.
Dann aber erwischt es relativ schnell einen Dorfbewohner. Hat das Böse damit gewonnen? Ich bin gespannt. Das vollendete Ritual erweckt nur den dämonischen Tamashii-o-Kuusha in physischer Form. Der nimmt die Patienten der Klinik in Besitz und schickt sie gegen Emi Kobayashi. John und Jane kehren im perfekten Heftromantiming dorthin zurück, um nach Bill zu schauen. Mit der Kreuzformel kann der Geisterjäger die Besessenen befreien.
Emi Kobayashi vermutet, dass sie bei dem Versuch, mit japanischer Geistmagie die Leiden ihrer Patienten zu heilen, aus Versehen auch einen Dämon geweckt hat. Das Klinikgebäude hat darüber hinaus eine düstere Geschichte.
Währenddessen drehen im nahen Dorf die Menschen durch den Einfluss des Dämons langsam durch. John und Jane eilen zurück und versuchen den Dämon aufzuspüren, der allerdings jetzt sprichwörtlich in der Haut eines normalen Menschen steckt. Immerhin können sie die Leute durch eine Aktivierung des Kreuzes retten. Das ist ja ganz wie in alten Zeiten.
Bill will nicht tatenlos bleiben und ruft zusammen mit Emi Kobayashi die guten Geistkräfte an. Wieder genau im passenden Heftromantiming, als der Dämon sich im Ort offenbart und John töten will. Der Baku-Geist greift ein und tötet den Dämon kurzerhand. Johns Kreuz jetzt ein drittes Mal zu nutzen, wäre auch zu viel des Guten gewesen.
Apropos Kreuz. Dieses Detail hat mich mit am meisten gestört. Nach der ganzen Entweihung und Kontrolle durch Lilith agiert es hier wieder wie bei Jason Dark. Da verstrahlt es seine Wärme und es wird lustig vom Geisterjäger aktiviert, als wäre nichts gewesen. Dadurch wirkt die Geschichte einerseits schön nostalgisch, andererseits aber auch irgendwie wie aus der Zeit gefallen.
Besonders spitzenmäßig ist der Roman jetzt nicht geschrieben. Es gibt allerlei Heftromantiming und passende Zufälle. Macht aber nichts. Ist halt ein lockerer JS im Mittelfeld von Marc Tannous. Von mir

(6 von 10 Kreuzen) und noch ein leichtes GUT, weil die Geschichte interessant war.