Handlung: Abe Douglas wird in das Büro seines Vorgesetzten James Levine gerufen. Dieser teilt ihm mit, dass Sheriff Barker, aus Mount Shasta in Kalifornien, die gesuchte Denise Curtis zusammen mit einem Pärchen in dessen Stammrestaurant auffiel. Nach einem Blick in die Fahndungsdatei gab er die Meldung an das FBI weiter. Levine macht Abe klar, dass ab sofort das NSA für Denise zuständig ist, die unbedingt vernichtet werden soll. Abe soll dem Agenten Hank Solomon nur noch beratend unterstützen. Überraschend hat Solomon im persönlichen Gespräch mit Abe nichts gegen eine Beteiligung von John Sinclair einzuwenden. Allerdings ist eine offizielle Anforderung nicht möglich. Abe ruft John unverzüglich an, der sich als Privatperson an der Suche nach Denise, am Mount Shasta, beteiligen soll. Nach kurzer Rücksprache mir Sir James fliegt John unverzüglich nach San Francisco. Allerdings ohne Rückendeckung und auf eigene Kosten.
Meinung: Erster Teil eines neuen Zweiteilers von Ian Rolf Hill. Als ich auf der Leser-Seite erfuhr, dass als Schauplatz dieses Zweiteilers, mit dem Mount Shasta ein realer mystischer Ort im Mittelpunkt stehen würde, war ich sofort begeistert und meine Vorfreude geweckt. Dazu kam noch eine alte indianische Legende. Die Zutaten konnten also für mich kaum besser gewählt sein. Das war genau mein Ding. Mein Kompliment an Ian Rolf Hill dafür, dass er irgendwie immer wieder neue reale mystische Orte für seine Romane aufspürte. Begleitet wurde der Roman durch ein tolles und passendes Titelbild von Mario Heyer, auch wenn es erneut mit KI-Software erstellt wurde.
Über den ganzen Roman hinweg wechselten sich zwei Handlungen ab, die im Jahr 1579 und in der Gegenwart angesiedelt waren. Im Jahre 1579 wurde die Besatzung eines Schiffes dezimiert, nachdem sie zuvor, in einem chilenischen Hafen, einen unheimlichen Fremden an Bord nahmen. Nach und nach erfuhr man mehr über den Fremden, der als Arkadier bezeichnet wurde und in mir wuchs der Verdacht, dass es sich um Lykaon handelte immer mehr. In der Gegenwart ging es um Touristen, die begleitet von einem einheimischen Führer, den Mount Shasta besuchten. Allerdings gab es auch in dieser bunten Gruppe harmlose Gäste und andere die wohl ein dunkles Geheimnis hüteten. Eine von ihnen war Denise Curtis, die sich Melissa Banks nannte und nun doch nach Kalifornien zurückkehrte, weil der Ruf des Mount Shasta stärker war, als Abes Warnung. Auch der Touristenführer Cunning Bear, ein alter Schamane und Shasta-Ureinwohner, war mehr als nur jemand der Touristen gegen Entgelt die Umgebung und Geschichte des Mount Shasta näher brachte.
Die beiden Blogger Heather und Jarvis hatten Denise ein Essen und eine Unterkunft besorgt, bemerkten aber das Denise, die sich ihnen gegenüber Melissa Banks nannte, immer wieder auswich wenn ein Polizist in der Nähe war. Als sie sich dann auch noch nachts aus der Pension schlich, nahmen Heather und Jarvis neugierig die Verfolgung auf. Sie versuchten Denise in eine Höhle zu folgen, was Jarvis mit dem Leben bezahlte. Heather überlebte nur, weil Denise rechtzeitig eingriff und ihr gegen den Grizzly half.
Es war ein kurzweiliger und jederzeit spannender Roman von Ian Rolf Hill. Im ersten Teil spielten John und Abe aber nur kleine Nebenrollen. Im Mittelpunkt der Handlung stand eindeutig Denise Curtis und die Frage, was sie mit dem mystischen Mount Shasta verband?
Bei der Erzählung aus dem Jahr 1579 fragte ich mich die ganze Zeit, um was für ein Schiff es sich eigentlich handelte. War es ein gewöhnliches Handels- oder Frachtschiff? Es war aber auch erwähnt worden, dass es Begleitschiffe gab. Der Name des Kapitäns wurde bis zum Schluss des Romans nicht genannt. Die große Überraschung kam erst kurz vor Ende dieses Romans. Es handelte sich um die Flotte eines berühmten Weltumseglers, der im Jahr 1579 die Nordwestküste Nordamerikas erreichte. Dass sich auch Lykaon an Bord befand hatte die Geschichte aber bislang verschwiegen.
Auch auf Denise warteten im sogenannten Reich des Großen Geistes Überraschungen. Wie so oft im Leben handelte es sich um eine freudige, die nicht lange anhielt, und eine böse Überraschung. Als ich die Titel des Zweiteilers zum ersten Mal las und die dazugehörigen Bilder sah, dachte ich eigentlich dass es wieder um die Berserker gehen würde. Diese spielten aber keine Rolle.Es ging dieses Mal um eine andere Bären-Legende, die nicht weniger interessant und mindestens genauso spannend war.
Zum Abschluss des ersten Teils war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Zuvor entschied ich mich dafür diesen Roman mit der Note 2 = Gut und dementsprechend 4 von 5 Kreuzen zu bewerten. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit
Sehr Gut ab.
:thumbup: :buch: