Handlung: John erreicht den Brompton Cemetery in Kensington, wo auch bereits die Kollegen von der Metropolitan Police vor Ort sind. Auf dem Friedhof gab es zwei Selbstmorde und einige Verletzte, nach dem die Betroffenen ein bestimmtes Geigenspiel hörten. John trifft Suko auf dem Gelände, der im Auftrag eines seiner Vettern, einen Drogendealer stellte. Suko hatte ebenfalls die Geigenspielerin gehört und gesehen und konnte sich nur schwer ihrem Spiel widersetzen. Suko trennt sich von John um seinem Auftraggeber zu berichten. John sucht auf dem Friedhof nach Spuren, trifft einen fliehenden Zeugen und schließlich auch die Geigenspielerin, deren Musik auch ihn an den Rand des Suizids bringt, bis sein Kreuz den Bann bricht. Zurück im Yard können weder John noch Suko die Geigenspielerin beschreiben, weil ihnen die Erinnerung genommen wurde. Sie sind gezwungen abzuwarten, bis die Geigenspielerin erneut auftaucht, was natürlich weitere Opfer bedeuten kann. Können die Geisterjäger, trotz der magischen Absicherungen, die teuflische Geigenspielerin stoppen?
Meinung: Mit diesem Roman von Jason Dark wurde es wieder höllisch musikalisch. Mittlerweile hatte Jason wohl im Laufe der Jahre ein ganzes Gruselorchester oder Gruselkonzert geschaffen. Es gab bereits: „Der Irre mit der Teufelsgeige“, die „Blutorgel“, den „Horror-Rock“, die „Jenseits-Melodie“ oder auch „Julias kleine Sargmusik“ um nur einige zu nennen. Dabei hatte das aktuelle Titelbild zweifellos eine ziemlich große Ähnlichkeit mit dem Titelbild von TB43 „Julias kleine Sargmusik“. Passend dazu erinnerte ein Bericht auf der Leser-Seite an den wahren Teufelsgeiger.
Auch dieser Roman von Jason Dark wurde vorbildlich in die Serie eingegliedert und lieferte an der passenden Stelle einen kurzen Rückblick auf den vorherigen Roman. Dieses Mal war es die Trilogie von Rafael. Abgerundet wurde der gute Eindruck mit einem spannenden und gut zu lesenden Einstieg in diesen Roman. Dabei zeigte sich Jason auch gut informiert über die aktuelle Entwicklung von Johnny Conolly und den Frauen in seinem unmittelbaren Umfeld. Nachdem Johnny lange nur studierte, legte sich Jason außerdem nun fest, dass er in die Fußstapfen seines Vaters trat und ebenfalls als freier Journalist tätig war.
Eine erste Variante im Ablauf der Handlung gab es im Mittelteil des Romans. Dieses Mal galt das Geigenspiel der Polizistin Kate. Kate dachte aber keineswegs an Selbstmord, sondern sie lief Amok und schoss mit ihrer Waffe wahllos auf die Menschen im Einkaufszentrum.
Ein Fehler begleitete den Text aber nahezu durch den ganzen Roman hindurch, der ansonsten aber sauber geschrieben wurde. Es wurde immer wieder bei mehreren Anlässen behauptet, dass Johnny den Selbstmord eines Mannes beobachtete, der sich vom Dach eines Hauses stürzte. Dass stimmte aber so nicht. Im entsprechenden zweiten Kapitel konnte nachgelesen werden, dass Edna Elliot auf diese Weise Selbstmord beging. Edna war aber zweifellos eine Frau gewesen.
Dagegen war aber Sukos Bemerkung auf Seite 22 ein sehr gelungener Witz gewesen. Auf Glendas Vermutung hin, dass ein Funkloch Schuld daran sein könnte, dass John nicht erreichbar war, entgegnete Suko, dass sie ja nicht in Deutschland waren.
Auf Seite 48, rechte Spalte unten, gab es noch einen Namensfehler als Irina einmal ungewollt zu Irma wurde. Im darauf folgenden Konzert kam es noch einmal zu einer weiteren Variante. Dieses Mal konnte Irina die Gedanken des Dirigenten beeinflussen, ohne auch nur einen Ton auf ihrer Geige gespielt zu haben. Sie hatte ihm vorher, unter einem Vorwand, eine Pistole zur Aufbewahrung gegeben. Nun gelang es ihr den Dirigenten dazu zu bringen mit dieser Waffe wahllos ins Publikum zu schießen. In der Konsequenz aus dieser Handlung entging Johnny Conolly nur knapp einem weiteren Schicksalsschlag. Ausgerechnet seine Bekannte und Begleiterin Lisa gehörte zu den Personen, die von einer Kugel getroffen wurden.
Insgesamt bestätigte Jason, meiner Meinung nach, mit diesem Roman seine derzeit gute Verfassung. Die Qualität dieses Romans setzte den aktuellen Aufwärtstrend, zu meiner Freude, nahtlos fort. Es gab weder Durchhänger durch unnötige Längen, noch künstlich in die Länge gezogene unnatürliche Dialoge. Der Roman bot einfach von Anfang bis zum Ende gute und spannende Unterhaltung. Dazu war er noch sehr kurzweilig. Ich entschied mich dazu dieses zu honorieren. Daher gab ich insgesamt eine motivierende Note 2 = Gut und damit 4 von 5 Kreuzen, für den Meister der Geister. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich dementsprechend mit
Sehr gut ab.
:thumbup: :buch: