Handlung: John und Suko sollen aufklären was zwei Ermittlern von der Metropolitan-Police zustieß. Inspektor Hodges und seine Partnerin Jessica Ingram untersuchten ein Haus, aus dem binnen einer Woche vier Menschen verschwanden, darunter auch ein bekanntes Model. Im Keller des Hauses stießen Hodges und Ingram in einem abgesperrten Bereich, nach einem Hinweis des Hausmeisters, auf Zombies. Inspektor Hodges konnte fliehen und wurde unter Schock in ein nahes Krankenhaus eingeliefert. Seine Partnerin hatte weniger Glück und wurde wahrscheinlich getötet. Um mehr zu erfahren besuchen John und Suko, Hodges im Krankenhaus. Als sie die Station erreichen, wurde Hodges gerade von einer Menschen großen Hornisse angegriffen. Trotz eines angreifenden Hornissenschwarms gelingt es Suko die monströse Hornisse zu vernichten. Diese war einmal eine junge Frau gewesen. John und Suko lassen sich von Hodges zum Haus auf der Isle of Dogs bringen, wo alles begann. Können sie dort die Geschehnisse aufklären?
Meinung: Wie es der Titel unschwer erkennen ließ schrieb Rafael Marques dieses Mal einen Tier-Horrorroman. Die beiden Anfangskapitel um die Fitzroy-Villa gaben mir Rätsel auf, weil sie scheinbar gar nicht zur Folgehandlung passen wollten, bei der es um verschwundene Menschen aus einem Hochhaus ging. Besonders schwierig wurde es weil genaue Zeitangaben im Text fehlten. Erst nach dem Auftauchen der Zombies, die Ähnlichkeiten mit den beiden Personen aufwiesen, die die Fitzroy-Villa besuchten, begann ich zu überlegen ob die Kelleranlagen und das Fundament auf dem das Hochhaus errichtet wurde zur ehemaligen Villa gehörten. Demnach hätten einige Jahre, möglicherweise bis zu 50 Jahren zwischen Kapitel 2 und 3 liegen müssen.
In einem Rückblick erinnerte Rafael an passender Stelle an zwei ähnliche Romane aus der Vergangenheit der Serie. Damals ging es zwar nicht um Hornissen, dafür aber um Killer-Bienen.
Auf der Seite 30 unterlief Rafael ein Namensfehler, als Inspektor Hodges plötzlich zu Inspektor Hughes wurde.
Eine kleine überraschende Wendung war gewesen, dass Jessica Ingram, obwohl es anders schien und alles dagegen sprach zumindest erst einmal noch überlebte. Sollte aus ihr etwa auch eine mutierte Hornisse geschaffen werden? Ein wenig überraschend wurde Jessica tatsächlich aus dem Kokon, indem sie steckte, befreit. John und Suko vernichteten die Monster-Hornissen im Keller und auf der Seite 42 schien der Fall vorzeitig beendet zu sein. Wenn da nicht mein ungutes Bauchgefühl gewesen wäre. War bei Jessica nicht doch etwas zurückgeblieben? Ich war etwas misstrauisch weil Jessica unbedingt bei Dwight Hodges übernachten wollte und einen Check im Krankenhaus ablehnte, obwohl es ihr nicht gut ging.
Mit dem Tod des Hausmeisters, dessen abgetrennten Kopf Inspektor Murphy in einem Müllsack fand, den eine attraktive Frau zuvor vor seinen Augen entsorgte, ging der Fall dann in die finale Runde. Meine Befürchtung, dass sich auch Jessica in eine monströse Hornisse verwandeln könnte, erwies sich als falsch. Ein Happy-End gab es dennoch nicht, weil Jessica ihr Schicksal doch noch einholte und Dwight sie zum zweiten Mal an nur einem Tag verlor.
Ein weiterer Irrtum war meine These zur Fitzroy-Villa. Sie war das Versteck für Catherine Fitzroy, Tochter und Nachfolgerin der ersten Monster-Hornisse einer Kreatur der Finsternis, gewesen. Mit dem Wohnturm und dessen Fundament hatte die Villa direkt aber gar nichts zu tun. Dort richtete Catherines Mutter lediglich ein zweites Versteck ein.
Im letzten Kapitel wurde dann auch der Zusammenhang mit den ersten beiden Kapiteln erklärt. Matthias tauchte noch auf, vernichtete die Villa und beseitigte Spuren. Dazu gehörte auch die Vernichtung der LaFleur-Zwillinge, die zu Zombies wurden. Ihr Vorhaben eine Reportage über die scheinbar verlassene Villa zu erstellen bezahlten sie mit ihrem Leben. Also spielte auch die anfängliche Handlung in der Gegenwart.
Das Ende musste aber nicht das endgültige Ende sein. Matthias barg noch zwei abgelegte Eier der Monster-Hornisse, aus denen neue monströse Hornissen entstehen würden. Mit einer Fortsetzung konnte also gerechnet werden. Die Frage war nur wann.
Rafael hatte geschickt auch falsche Spuren gelegt, zum Mitdenken angeregt und für überraschende Wendungen gesorgt, die der Spannung zu gute kamen. Insgesamt war es also wieder ein guter und spannender Roman von Rafael gewesen, den ich auch genauso bewertete. Note 2 = Gut und damit 4 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Sehr gut ab.
:thumbup: :buch: