In diesem 1. Teil geht es weiter mit dem
Geflügelten Tod, ein Gegner, der Larry Brent durch die Crowdens, eine dämonische Familie, erwachsen ist. Wer Näheres über die Crowdens lesen möchte: LB 9, LB 27, LB 28 und LB 29.
Morna Ulbrandson will das Schicksal der Sekretärin Leila Shelton klären, doch dann
explodiert deren Haus – und X-GIRL-C ist spurlos verschwunden. Am nächsten Tag bekommt es Larry Brent mit dem
Geflügelten Tod zu tun, denn dieser will ihn endgültig vernichten. Zum Glück hat Larry Brent das
Zehrende Feuer bei sich, die einzige Waffe gegen die Crowdens sowie dem
Geflügelten Tod. Der kann sich aber davonmachen, doch Larry bleibt ihm auf den Fersen, besser gesagt an den Flügeln. In einer alten Burg kommt es zu einem neuerlichen Treffen, aber das verläuft ganz anders, als es sich X-RAY-3 gedacht hatte ...
Meinung: Der Roman beginnt recht spannend, flacht dazwischen etwas ab und zieht zum Romanende hin wieder ordentlich an. Der Cliffhanger lässt für den 2. Teil so ziemlich alle Fäden offen – und ich bin schon gespannt, wie sich die Helden diesmal aus der Misere herauswursteln. Einfach scheint es nicht zu werden, denn ihr Gegner ist praktisch unbesiegbar.
Natürlich gibt es wieder die diversen Zufälle, mit denen sich die einzelnen Wege der PSA-Agenten erklären lassen, aber daran hat man sich ja inzwischen längst gewöhnt. Dass Larry Brent in Frankreich auf einen Einsatz ist, aber sofort umdisponiert, als er von Mornas Kampf gegen den
Geflügelten Tod erfährt und als er diesem gegenübersteht, einfach den Runenstab bei sich hat, ist schon recht weit hergeholt. Hat er den immer bei sich? Kaum vorstellbar. Aber sonst wäre er ja gestorben ...
Ein Polizist sagt Larry und Chief Inspector Higgins, dass Leila Sheltons Auto 10 Meilen entfernt gefunden wurde, ein paar Seiten weiter finden sie ihn 3 Meilen entfernt. Ist der Wagen ihnen von sich aus entgegengekommen?
Beim Kampf mit dem
Geflügelten Tod versetzt Larry Brent diesem einen Fußtritt gegen dessen "bleiernen" Schädel, obwohl allgemein bekannt ist, dass er einen knöchernen Schädel hat.
Und im finalen Kampf brennen verschiedene Wachsfiguren vollkommen zusammen, obwohl in keiner von denen ein Docht vorhanden ist? Funktioniert das wirklich, auch wenn Larry mit der Laserpistole einen angeschossen hat? Ich weiß nicht recht ...
Natürlich erzählt der Inhaber des Wachsfigurenkabinetts der gefangenen Morna Ulbrandson haargenau, wie es gelingen kann, ihn zu vernichten, im Glauben daran, dass die Schwedin nicht mehr lange zu leben hat. Wieso sind die immer so bescheuert und erzählen ständig solche Sachen? Ich würde so was einfach nicht machen!
Schade finde ich auch, dass der Autor aus der lang und breit ausgewalzten Story um George Hunter und dessen Wachsfiguren nicht mehr gemacht hat. Denn auch die Story um den Hexentöter und den Fluch, dem hier alles zugrunde liegt, hätte genügend Stoff für einen soliden Gruselroman hergegeben. Irgendwie empfinde ich hier den Geflügelten Tod sogar als störend. Schade, hier hat Dan Shocker/Jürgen Grasmück eine gute Story verschenkt. Aber warten wir einmal den 2. Teil ab, vielleicht wird dann alles plausibler ...
Von diesen Dingen abgesehen vergebe ich
3 von 5 Smith & Wesson Laser mit Tendenz zu 3½.
Das Titelbild ist natürlich wieder einmal von Lonati und entsprechend gruselig ausgeführt. Es entspricht einer Traumsequenz von Morna Ulbrandson. Wenn auch nicht für diesen Roman entworfen, so hat es Dan Shocker/Jürgen Grasmück perfekt verstanden, dieses Bild in seine Story einfließen zu lassen.
Für dieses Titelbild vergebe ich
4 von 5 Smith & Wesson Laser.