Ich habe hier mal ein Experiment gemacht. Wer es schon jetzt nicht mehr hören oder lesen kann einfach Augen und Ohren zumachen.
Und zwar habe ich die KI ChatGPT nach diesem Roman gefragt. Als Vorgabe habe ich nur gegeben:
Gespenster-Krimi Band 93, Bastei-Verlag 1975, Titel: Das Hotel der lebenden Leichen.
Was ChatGPT darüber herausfinden kann. Modell war GPT-5.5, Einstellung "Intelligenz" Hoch.
Das war die Antwort nach 3 Minuten:
Da lässt sich tatsächlich einiges herausziehen — aber mit einer Einschränkung: vollständige Inhaltsangaben sind online nur bruchstückhaft greifbar. Die harten bibliographischen Daten sind dagegen ziemlich klar.
Gespenster-Krimi Nr. 93: Das Hotel der lebenden Leichen
Reihe: Gespenster-Krimi, Bastei Verlag
Band: 93
Titel: Das Hotel der lebenden Leichen
Erscheinungsdatum: 24. Juni 1975
Subserie: Frank Connors, Band 6
Autor auf dem Heft: Bruce Coffin
Bürgerlicher Name: Kurt Maurer
Titelbildzeichner: Vicente Segrelles
Preis: auf dem Cover: 1,20 DM
Besonderheit: Das Titelbild wurde laut Romanheft-Archiv später auch für Tony Ballard Nr. 130 verwendet. (Zauberspiegel Online)
Der Eintrag passt auch in die größere Reihe: Gespenster-Krimi startete 1973 bei Bastei und kombinierte Kriminal-, Fantasy- und Horrorelemente; die alte Serie lief bis 1985. Frank Connors war eine der integrierten Subserien und lief von 1974 bis 1985. (Wikipedia)
Inhalt, soweit zuverlässig greifbar
Der Roman ist ein Frank-Connors-Abenteuer. Connors ist hier Journalist bzw. Geister-/Dämonenjäger. Die greifbare Inhaltsangabe lautet im Kern:
Frank Connors begleitet das befreundete Ehepaar Henry und Lorna Danforth in den Urlaub. Ziel ist das Hotel Sea View an der Küste. Dort bricht während einer stürmischen Nacht das Grauen los: Fast alle Bewohner des Hotels werden von einem Dämon in lebende Tote verwandelt. (gruselromane.de)
Die Anfangsatmosphäre scheint stark auf klassische Heftroman-Gotik gesetzt zu haben: tobendes Meer, Gischt, Unwetter, Möwenschreie — also genau diese schöne alte „jetzt betreten wir das Haus des Grauens“-Stimmung. Die online auffindbare Gruselromane-Seite gibt nur einen kurzen Anriss; eine vollständige Kapitel-für-Kapitel-Inhaltsangabe habe ich nicht zuverlässig gefunden. (gruselromane.de)
Titelbild
Das Cover zeigt — sehr schön pulpend — eine grünlich-graue, verweste Gestalt in Kutte oder zerrissener Kleidung, die aus einer zerborstenen Maueröffnung hervorbricht. Oben der klassische Schriftzug BASTEI GESPENSTER-KRIMI, dazu der Slogan „Zur Spannung noch die Gänsehaut“, rechts der Autorenname Bruce Coffin, unten der gelbe Titel. Das ist optisch genau diese Mitte-70er-Bastei-Mischung aus Schrecken, Plakativität und Kiosk-Magnetismus. Der Scan des Titelbilds ist im Romanheft-Archiv verlinkt; dort wird auch Segrelles als Zeichner genannt.
Zum Autor: Bruce Coffin / Kurt Maurer
Bruce Coffin war nach den heute greifbaren Sammler- und Sekundärquellen das Pseudonym von Kurt Maurer. Jochen Bärtles Material zu Frank Connors nennt die Subserie eine Reihe von 53 Frank-Connors-Bänden im Gespenster-Krimi, erschienen zwischen 1974 und 1985. Dort wird Maurer als 1928 in Castrop-Rauxel geborener gelernter Bergmann beschrieben, der später als Frührentner zu schreiben begann. (groschenhefte.net)
Frank Connors wird in dieser Sekundärquelle als einer der „vergessenen Helden“ der deutschen Gruselheftromane beschrieben: kein John Sinclair, kein Tony Ballard, aber eine erstaunlich langlebige Figur. Interessant für dich: Connors war kein Polizist, sondern ein britischer Journalist mit zunehmender Spezialisierung auf Übernatürliches — also eher der Typ „Reporter gerät in die Hölle und kommt mit Krawatte wieder heraus“. (groschenhefte.net)
Vorsicht vor Verwechslungen
Es gibt später ein Hörspiel Geister-Schocker Folge 97: Hotel der lebenden Leichen. Dort heißt die Hauptfigur offenbar Peter Ball, nicht Frank Connors; Henry und Lorna Danforth tauchen aber ebenfalls auf. Diese spätere Fassung wird je nach Quelle mit Bob Collins bzw. Paul Burghardt geführt und ist also katalogisch leicht mit dem Bastei-Heft von 1975 zu verwechseln. (allscore.de)
Mein vorsichtiges Fazit: Gespenster-Krimi 93 ist ein früher Frank-Connors-Roman von Kurt Maurer/Bruce Coffin, klassischer Hotel-am-Meer-Grusel mit Dämon/Zombie-Motiv, Titelbild von Vicente Segrelles. Mehr würde ich ohne Heftscan oder eigenes Exemplar nicht ausschmücken — sonst würde ich aus dem Nebel des „Sea View“ Dinge herauslesen, die vielleicht gar nicht im Zimmer stehen.
Man muss ehrlich sagen, dass das für so einen Heftroman, der realativ wenig bekannt ist, doch ziemlich beeindruckend ist. Auch wenn natürlich hier in erster Linie das Internet durchsucht wurde, wie die Quellenangaben zeigen und vielleicht alles nicht ganz 100%ig richtig ist. Aber ich hätte länger gebraucht das alles zusammenzusuchen.
